Jeanne Peyrebère: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Jeanne de Peyrebère.jpg|thumb|Jeanne de Peyrebère, Lithografie von Karl Ziegler, [[Universitätsbibliothek Salzburg]] Sign. G 1167 H.]]'''Jeanne de Peyrebère''' Marquise de Guilloutet (* [[1875]]; † [[9. Dezember]] [[1961]]), war die erste namentlich bekannte Frau, die an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologischen Fakultät]] der [[Universität Salzburg]] unterrichtete.
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[[Datei:Jeanne de Peyrebère.jpg|thumb|Jeanne de Peyrebère, Lithografie von Karl Ziegler, [[Universitätsbibliothek Salzburg]] Sign. G 1167 H.]]'''Jeanne de Peyrebère''', genannt 'Marquise de Guilloutet'<ref name="cprd">[https://cprd-landes.org/biographies/jeanne-peyrebere-de-guilloutet/ cprd-landes.org]</ref>  (* [[4. Juni]] [[1875]] im Château de Gajo bei Sainte-Maure-de-Pecyriac; † [[9. Dezember]] [[1961]] in der [[Stadt Salzburg]]), war die erste namentlich bekannte Frau, die an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologischen Fakultät]] in Salzburg unterrichtete.
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Spätestens ab Anfang der [[1930er]]-Jahre gab sie Französischkurse für angehende Priester. Ihre schillernde Persönlichkeit mit fast romanhaftem Lebenslauf gab ihren Zeitgenossen viele Rätsel auf.  
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Jeanne de Peyrebère kam als 'Bonne Marie Julie Beillard' als Tochter eines - nicht adeligen - Rechtsanwalt auf die Welt. Als Mitglied einer einflussreichen Familie genoss Jeanne Belliard eine umfassende Erziehung mit besonderem Schwerpunkt auf Fremdsprachen. Sie erlernte die deutsche Sprache noch vor ihrer Muttersprache Französisch, dazu kamen später Englisch, Italienisch und etwas Russisch. So war sie später für die Tätigkeit einer Übersetzerin prädestiniert.
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Zu ihren Familienangehörigen gehörten der tollkühne Baron de Batz, ein von [[Stefan Zweig]] verewigter Abenteurer, der Ludwig XVI. auf dem Weg zum Schafott hatte retten wollen, Gaspard Monge, der als Mathematiker und Physiker an Napoleons Ägypten-Expedition teilgenommen hatte, und Jean Lannes, Herzog von Montebello, der in der Schlacht von Aspern tödlich verwundet worden war.  
 
Zu ihren Familienangehörigen gehörten der tollkühne Baron de Batz, ein von [[Stefan Zweig]] verewigter Abenteurer, der Ludwig XVI. auf dem Weg zum Schafott hatte retten wollen, Gaspard Monge, der als Mathematiker und Physiker an Napoleons Ägypten-Expedition teilgenommen hatte, und Jean Lannes, Herzog von Montebello, der in der Schlacht von Aspern tödlich verwundet worden war.  
  
Nach umfassender Ausbildung heiratete Jeanne de Peyrebère einen Vetter, der [[1920]] auf der Reise nach Port-Gentil in Gabun bei einem Schiffsunglück ertrank. Er war in Begleitung seiner Geliebten gewesen, die er als Ehefrau ausgegeben hatte. Deshalb musste seine Witwe "erst mühselig beweisen, daß sie die Gattin des Herrn Peyrebère sei". Möglicherweise verließ sie deshalb ihre Heimat und mietete im "Turmhaus" der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in der [[Stadt Salzburg]] eine Wohnung.
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==== Heirat ====
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Mit 18 Jahren heiratete sie am [[6. März]] [[1894]] ihren Verwandten Jacques Peyrebère, einen Agraringenieur, im eindrucksvollen Schloss Lubbon. [[1895]] kam ihr Sohn Emmanuel<ref name="cprd" /> auf die Welt, der kränklich früh starb († [[1948]] in der Stadt Salzburg). [[1920]] plante ihr Mann eine Forschungsreise nach Zentralafrika und buchte auf dem Passagierschiff "Afrique" eine Luxuskabine von Bordeaux nach Dakar im Senegal. Doch schon 40 Meilen vor La Rochelle an der französischen Küste trieb ein heftiger Sturm das Schiff auf das Riff Plateau de Rochebonne, wo es leck schlug und sank. Von den 609 Personen an
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Bord überlebten nur 34 auf Rettungsbooten. Zu den Opfern zählte auch Jacques Peyrebère. Für Jeanne folgte eine schwierige Zeit. Neben ihrer Trauer musste sie außerdem "erst mühselig beweisen, dass sie die Gattin des Herrn Peyrebère sei." Denn Jacques hatte alle Papiere von Jeanne entwendet und auf dem Schiff seine mit ihm reisende Geliebte als Ehefrau ausgegeben.
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==== Wie sie zum Adelsprädikat ====
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Jeanne Peyrebère verkaufte Schloss und Gut Lubbon und verließ Frankreich. Die Familie ihres Mannes hatte sich das Schloss erbauen lassen, weil sie sich dort einen Besuch von Kaiser Napoléon III. und in Folge die Erhebung in den Grafenstand erhofft hatte. Jedoch kam es aufgrund der Abdankung von Napoléon III. nicht mehr dazu. In den [[1920er]]-Jahren setzte sich dann der Vater von Jacques Peyrebère für die Erlangung des Adelstitels für seinen Enkel Emmanuel ein, was ihm mit einer Entscheidung eines französischen Gerichts auch gelang. In Folge versuchte dann Jeanne Peyrebère ihrerseits den Adelstitel tragen zu dürfen, da zum Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes Emmanuel ja mit Jacques Peyrebère verheiratet war. Sie erreichte die Gleichstellung im Titel "de" vor einem französischen Gericht im Jahr [[1940]], das ihrem verstorbenen Mann Jacques Peyrebère diesen verlieh. Somit durfte sich Jeanne Peyrebère nun Jeanne ''de'' (von) Peyrebère, nennen.
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Ihre zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Lauf der Jahre empfangen hatte, ließ Jeanne Peyrebère eines Tages unter dem Titel "La Marquise de Guilloutet" auf eine neun mal drei Zentimeter große Visitenkarte drucken und an ihre überraschten Bekannten verteilen. Den Adelstitel ''Marquise'' hatte sie sich also selbst gegeben, da in Frankreich diese Bezeichnung nicht sonderlich geschützt war.<ref>lt. Ausführungen von  Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, bei seinem Vortrag am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula</ref>
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==== Die Jahre im Ausland ====
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Jeanne de Peyrebère war zunächst mit ihrem Sohn nach Wiesbaden gezogen, das nach dem [[Ersten Weltkrieg]] von den Franzosen besetzt war. Der frühere französische Staatspräsident Raymond Poincaré nahm sie in Wiesbaden [[1923]] in den Dienst des Auswärtigen Amts auf. Nun entfaltete sie eine umfangreiche Tätigkeit als Journalistin, Kritikerin und Übersetzerin. Und sie verfasste historische Romane. Ihr besonderes Interesse galt der Musik und dem Theater. In dieser Zeit knüpfte sie ein Netzwerk mit Künstlern, die sie dann später, nachdem sie nach Salzburg gezogen war, zu den [[Salzburger Festspiele]]n brachte.
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==== Pseudonym "Etienne Garry" und Salzburger Fremdenführer ====
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In den 1920er-Jahren begann sie unter dem männliche Pseudonym "Etienne Garry" zu publizieren.  Ihre Romane ''Glèbe Gascogne'' ([[1917]]), ''Jacqueline Lavernet'' ([[1918]]) und ''La Gardienne'' ([[1919]]) erschienen im Verlag ''Jouve &amp; Cie'' in Paris. Für die Salzburg-Hommage ''La Ville Ardente'' ([[1924]]) wechselte sie zu ''Éditions du Monde Nouveau''. Eine mit Schreibmaschine abgetippte Übersetzung
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dieses Werks findet sich in der [[Universitätsbibliothek Salzburg]].
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Sprachtalent, Ortskenntnis und Interesse an Geschichte machten Jeanne de Peyrebère zu einer begabten Übersetzerin, vor allem aber auch Autorin von Reiseführern. Ihr erster erschien [[1927]] unter dem Titel '''The Romance of Salzburg. A New Guide to Salzburg and to its Festivals''. Das Büchlein von 80 Seiten war Victoria Powell gewidmet. Die Schauspielerin, eine bekennende Salzburg-Liebhaberin und mit [[Max Reinhardt]] befreundet, warb im Rahmen einer ''Publicity Tour'' in den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]] für die noch wenig bekannten Salzburger Festspiele.
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Das Konzept von Jeanne Peyrebères Salzburgführer war nach heutigen Maßstäben durchaus modern: Allgemeine historische Einführung – Themenwege durch das Salzburg des [[Mittelalter]]s, der [[Barock]]<nowiki>fürsten</nowiki> und [[Mozart]]s – Exkursionen in die Umgebung der Stadt. Dabei flocht sie geschickt Episoden aus ihrer eigenen Familiengeschichte ein. Mit einem Verzeichnis der wichtigsten
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Hotels und Cafés rundete sie den Führer ab, der [[1931]] in Französisch erschien.
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==== Salzburg ====
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Zur Stadt Salzburg hatte Jeanne de Peyrebère schon seit [[1904]] Kontakt durch regelmäßige Besuche. Die Erzieherin ihres Sohnes, "Fräulein Streicher", stammte aus Salzburg.  Als sie [[1927]] Alfred Grünberger, der österreichische Gesandte in Paris, zu dem von ihm initiierten internationalen Kongress der Theater- und Musikkritik in Salzburg einlud, folgte sie gerne seinem Ruf. Bei diesem Kongress konnte sie sich als überaus fähige Übersetzerin bewähren. Zwei Jahre später zu einem Souper des französischen Gesandten Bertrand Comte Clauzel geladen. Nach dem Ende der alliierten Besetzung des Rheinlands im Jahr [[1930]] übersiedelte Jeanne de Peyrebère endgültig von Wiesbaden nach Salzburg. Hier mietete sich im "Turmhaus" der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] eine Wohnung.
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[[Datei:Jeanne de Peyrebère undadiert 02.png|thumb|Jeanne de Peyrebère, undadiert, hier ihr Wohnzimmer in Salzburg, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg).]]
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Für Personen von Stand gehörte es zum guten Ton, sich während eines Salzburg-Aufenthalts bei ihr anzukündigen. Diesen zeigte sie ihre erlesenen Prunkstücke ihrer Sammlung – darunter ein Schultertuch der Kaiserin Josephine und ein Schrank [[Salzburg unter Napoleon|Napoleons]] aus Schloss Fontainebleau bei Paris, [[Frankreich]]. 
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==== Theologische Fakultät ====
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Als erste Frau unterrichtete Jeanne de Peyrebère ab [[1930]] an der Theologischen Fakultät in Salzburg. Sie gab Französischkurse für angehende Priester. Ihr beeindruckendes Engagement fand 1933 mediale Würdigung: "Sie ist eine passionierte und eine ganz hervorragende Pädagogin. Aber noch bewunderungswürdiger ist sie als Rednerin, die in höchster Sprechkunst die Schönheit ihrer Sprache zur Geltung bringt. An ihren Vortragsabenden über französische Geschichte und Literatur, jeden Montag im Studiengebäude, hält sie mit ihrem großen Wissen und ihrer reifen Kunst eine Elite-Hörerschaft förmlich in Bann." Das Einbeziehen neuer Medien in den Unterricht hielt sie für wichtig. Sie zeigte Lichtbilder, besaß ein teures Radio und vermittelte dem "[[Haus der Natur]]" eine komplette 16&nbsp;Millimeter-Tonfilm-Projektionsapparatur modernster Bauart.
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[[Datei:Jeanne de Peyrebère undadiert 01.png|thumb|Jeanne de Peyrebère, undadiert, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg).]]
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==== Vortragstätigkeit ====
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Neben ihren Verpflichtungen an der Theologischen Fakultät entfaltete Jeanne de Peyrebère eine umfangreiche Lehr- und Vortragstätigkeit in Salzburg. In den lokalen Tageszeitungen warb sie in Inseraten für ihre Französischkurse. Dafür konnte man sich in der [[Buchhandlung Höllrigl]] anmelden. Ihr äußerst beliebter Sprachunterricht begann stets pünktlich um 20 Uhr im Hörsaal 4 im [[Wallistrakt]] der [[Alten Residenz]]. Dieser wurde ihr zu Ehren respektvoll "Saal der Marquise de Guilloutet" genannt. Für Kursneulinge war die erste Einheit gratis. Zusätzlich bot Peyrebère an der [[Volkshochschule]] "Abendkurse für junge Arbeiter und Angestellte und am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]] für junge Schauspieler" an. Insgesamt hielt sie nicht weniger als elf Vorträge in der Woche, woran sie bis ins hohe Alter eisern festhielt.
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==== Rückkehr in ihre Heimat Frankreich ====
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Der [[Zweite Weltkrieg]] zwang Madame Peyrebère zur Rückkehr in ihre Heimat Frankreich. Als ein Rechtsanwalt der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistischen]] Regierung in der Benediktinerinnenabtei erschien, um das Eigentum der ''Marquise'' vor Zugriffen zu schützen, brodelte die Gerüchteküche. Die Vermutungen reichten von einer Bekanntschaft der ''Marquise'' mit dem später durch das Verschwinden des Bernsteinzimmers berüchtigt gewordenen Gauleiter Erich Koch bis zur Annahme, sie habe [[Adolf Hitler|Hitlers]] "Mein Kampf" ins Französische übersetzt.
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Das Haus von Emmanuel von Peyrebère [[Sinnhubstraße]] 6 erhielt gemäß der "Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens" [[1940]] einen Verwalter.
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Jeanne de Peyrebère ging Anfang 1940 nach Frankreich zurück und ließ sich in ''Mont-de-Marsan'' in Südwestfrankreich nieder. Dort unterstützte sie zahlreiche Elsässer, die entweder aus dem Grenzgebiet in den Südwesten Frankreichs zwangsumgesiedelt wurden oder auf der Flucht vor der Germanisierungs- und Nazifizierungspolitik waren: "Von diesen heimatvertriebenen Menschen wurde sie ‚Mutter vom Elsaß' genannt, eine Ehrung, die ihr vor allen die liebste war." Als die Deutschen in ''Mont-de-Marsan'' einmarschierten, blieb der Marquise die Flucht erspart: "Das erste Regiment, das in die Stadt einmarschierte, war das Regiment von Königsberg, von dem sie fast alle Offiziere kannte." Sie durfte auch weiterhin als Übersetzerin arbeiten. Unermüdlich setzte sich Peyrebère bei den Behörden für eine Verbesserung der Lage von Flüchtlingen und Gefängnisinsassenein. Außerdem war sie Präsidentin des Roten Kreuzes, gründete ein Institut für Kriegswaisen und kam Hunderten von Bitten um Hilfe oder Intervention nach.
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So gelang ihr mit der Verteilung einer täglich zweiten Suppe im Gefängnis eine deutliche Verbesserung der Ernährung der Inhaftierten. Für Peyrebère waren ihre Bitten und Intervention eine Gradwanderung, wie weit ihr die Besatzer freie Hand ließen. In einem Fall musste sie jedoch erkennen, dass ihr Einfluss nicht zur Rettung von Menschenleben half. Es handelte sich um die jüdische Familie Grünberg. Beim Überschreiten der nahegelegenen Demarkationslinie des besetzten Frankreichs zum "freien" Frankreich wurde Frau Grünberg mit ihren beiden Töchtern von Soldaten erwischt. Ihrem Mann und ihrem Sohn (oder Söhne?) war die Überschreitung einige Tage vorher gelungen. Peyrebère setzte sich für die Freilassung der Grünbergs ein. Für die zweijährige Tochter Nicole konnte sie dies erreichen. Ihre Mutter und ihre ältere Schwester wurden [[1942]] in das [[KZ Auschwitz]], wo sie umkamen.
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==== Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß es in Salzburg "Die Marquise ist wieder da!" ====
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Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] kehrte ''Madame'' Peyrebère nach Salzburg zurück und nahm ihre Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät wieder auf. Ihre finanziellen Verhältnisse verschleierte sie erfolgreich vor der Salzburger Öffentlichkeit. Groß war daher die Überraschung, als nach ihrem Tod am 9. Dezember 1961 ein Vermögen von 1,5 Millionen [[Schilling]] vorgefunden wurde. Aus diesen Mitteln vergibt die [[Stadtgemeinde Salzburg]] noch heute ein "Interkulturstipendium" für Kunst- und Kulturprojekte. [[1937]] vermachte sie der [[Salzburger Studienbibliothek|Studienbibliothek]] (heute [[Universitätsbibliothek Salzburg|Universitätsbibliothek]]) 663 Bänden mit bedeutender französischer Literatur. Viele Bücher sind aufgrund handschriftlicher Widmungen besonders wertvoll.
  
 
[[Datei:2025_06_04_Grab_Jeanne_de_Peyrebère_Petersfriedhof.jpg|thumb|Das Grab von Jeanne de Peyrebère, Marquise de Guilloutet, auf dem [[Friedhof von St. Peter]].]]
 
[[Datei:2025_06_04_Grab_Jeanne_de_Peyrebère_Petersfriedhof.jpg|thumb|Das Grab von Jeanne de Peyrebère, Marquise de Guilloutet, auf dem [[Friedhof von St. Peter]].]]
  
Ihren Unterricht belebte die ''Marquise'' mit erlesenen Prunkstücken ihrer Sammlung darunter ein Schultertuch der Kaiserin Josephine und ein Schrank [[Salzburg unter Napoleon|Napoleons]] aus Schloss Fontainebleau bei Paris, [[Frankreich]]. Kein Wunder, dass sie mit ihren Vortragsabenden im Studiengebäude "eine Elite-Hörerschaft förmlich in Bann" zog. Unermüdlich waren zudem ihre Bemühungen, die Salzburger Festspiele in zahlreichen Zeitungsartikel in ihrem Heimatland bekannt zu machen. Durch ihre hervorragenden Kontakte gelang es ihr, internationale Künstler:innen nach Salzburg zu vermitteln.  
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Begraben wurde Jeanne de Peyrebère auf dem [[Petersfriedhof]]. Auf dem stark verwitterten Grabstein mit schlichtem Kreuz kann man die Worte entziffern: ''Credo in vitam aeternam'' – "Ich glaube an das ewige Leben." (Erdgrab Nr. 56a zwischen [[Margarethenkapelle]] und Gruften an der [[Mönchsberg]]wand).
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== Ehrungen ==
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Verdientermaßen wurde sowohl von österreichischer als auch von französischer Seite das außergewöhnliche Engagement von Jeanne de Peyrebère um den österreichisch-französischen Kulturaustausch angemessen gewürdigt. Bereits 1930 erhielt sie das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Anlässlich einer ausgedehnten Vortragstour in Paris wurde [[1933]] zu ihren Ehren ein glanzvoller Festabend im ''Palais du Trocadéro'' gegeben, bei dem ein Chor von Jagdhörnern die Familienfanfare "„Die Königin von der Gascogner Heide" intonierte. Überdies verlieh ihr die französische Regierung [[1935]] den Orden der Ehrenlegion.
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt sie [[1949]] das "Ehrenzeichen der Französischen Dankbarkeit".
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== Vortragsabend am 4. Juni 2025  in der Bibliotheksaula ===
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Am 4. Juni [[2025]], anlässlich des 150. Geburtstages von Jeanne de Peyrebère, Marquise de Guilloutet, fand ein Vortragsabend in der [[Bibliotheksaula]] der [[Alte Universität|Alten Universität]] statt.
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Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], nahm die Begrüßung vor und sprach einleitende Worte.
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Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen erzählte aus dem Leben der "Marquise von Salzburg".
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Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung im [[Universitätsarchiv Salzburg]], konnte von interessanten Details aus der Büchersammlung von Madame Peyrebère berichtet.  
  
Der Zweite Weltkrieg zwang Madame Peyrebère zur Rückkehr in ihre Heimat Frankreich. Als ein Rechtsanwalt der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistischen]] Regierung in der Benediktinerinnenabtei erschien, um das Eigentum der ''Marquise'' vor Zugriffen zu schützen, brodelte die Gerüchteküche. Die Vermutungen reichten von einer Bekanntschaft der ''Marquise'' mit dem später durch das Verschwinden des Bernsteinzimmers berüchtigt gewordenen Gauleiter Erich Koch bis zur Annahme, sie habe [[Adolf Hitler|Hitlers]] "Mein Kampf" ins Französische übersetzt.
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Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg, beschäftigte sich mit dem verschlungenen Thema, wie Jeanne de Peyrebère zu ihren Adelstitel(n) gelangte.
  
Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] nahm ''Madame'' Peyrebère ihre Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät wieder auf. Ihre finanziellen Verhältnisse verschleierte sie erfolgreich vor der Salzburger Öffentlichkeit. Groß war daher die Überraschung, als nach ihrem Tod am 9. Dezember 1961 ein Vermögen von 1,5 Millionen [[Schilling]] vorgefunden wurde. Aus diesen Mitteln vergibt die [[Stadtgemeinde Salzburg]] noch heute ein "Interkulturstipendium" für Kunst- und Kulturprojekte. Viele Bücher, die aufgrund handschriftlicher Widmungen besonders wertvoll sind, hatte die ''Marquise'' bereits zu Lebzeiten der Studienbibliothek (heute [[Universitätsbibliothek Salzburg|Universitätsbibliothek]]) vermacht. Begraben wurde Jeanne de Peyrebère auf dem [[Petersfriedhof]]. Auf dem stark verwitterten Grabstein mit schlichtem Kreuz kann man die Worte entziffern: ''Credo in vitam aeternam'' – "Ich glaube an das ewige Leben." (Erdgrab Nr. 56a zwischen [[Margarethenkapelle]] und Gruften an der [[Mönchsberg]]wand).
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Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]] nahm in seinem Schlusswort Bezug auf die geschichtliche Entwicklung der Frau in der Universität. [[1878]] durften Frauen erstmals und bestimmten Voraussetzung an Vorlesungen an österreichischen Universitäten teilnehmen. [[1900]] hatten Frauen erstmals Zugang zur Medizinischen Universität, [[1920]] dann auch zur Technischen Universität. Erst nach [[1960]] öffneten sich die Universitäten allgemein für Frauen. Die erste weibliche Professorin an der heutigen Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg kam erst im Jahr [[2000]].
  
== Bildergalerie ==
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==== Bilder vom Vortragsabend ====
 
'''Bild 1 und 2:''' Vortragsabend am 4. Juni 2025 mit Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von [[Jeanne de Peyrebère]], Marquise de Guilloutet, in der [[Bibliotheksaula]]. Die Marquise von Salzburg vor dem Globus "[[Der Fürstaller]]" von [[Joseph Jakob Fürstaller]] (* 1730; † 1775), Mesner, Lehrer und Geograf.<br />
 
'''Bild 1 und 2:''' Vortragsabend am 4. Juni 2025 mit Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von [[Jeanne de Peyrebère]], Marquise de Guilloutet, in der [[Bibliotheksaula]]. Die Marquise von Salzburg vor dem Globus "[[Der Fürstaller]]" von [[Joseph Jakob Fürstaller]] (* 1730; † 1775), Mesner, Lehrer und Geograf.<br />
'''Bild 3:''' Die Vortragenden von links: Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]], Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung [[Universitätsarchiv]] und Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg. Nicht im Bild Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.<br />
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'''Bild 3:''' Die Vortragenden von links: Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]], Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung [[Universitätsarchiv Salzburg]] und Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg. Nicht im Bild Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.<br />
  
 
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2025_06_04_Marquise_de_Guilloutet_die_Vortragenden.jpg|Die Vortragenden von links: Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]], Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung [[Universitätsarchiv Salzburg]] und Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg. Nicht im Bild Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.
 
2025_06_04_Marquise_de_Guilloutet_die_Vortragenden.jpg|Die Vortragenden von links: Mag. [[Andreas Rotheneder]], Leiter der [[Universitätsbibliothek]], Univ.-Prof. Dr. [[Dietmar Werner Winkler]], [[Rektoren und Dekane der Universität Salzburg|Dekan]] der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät]], Mag.a Dr. [[Michaela Esser]], Provinenzforschung [[Universitätsarchiv Salzburg]] und Dr. [[Peter Lechenauer (Rechtsanwalt Altstadt)|Peter Lechenauer]], [[Konsularische_Vertretungen_in_Salzburg#Frankreich|Honorarkonsul]] von [[Frankreich]] in Salzburg. Nicht im Bild Dr. [[Christoph Brandhuber]], Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.
 
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'''Bild 1:''' Jeanne de Peyrebère, undadiert, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg)<br />
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== Fenster zum Thema am Universitätsgebäude ==
'''Bild 2:''' Jeanne de Peyrebère, undadiert, hier ihr Wohnzimmer in Salzburg, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg)<br />
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:''siehe [[Kulturpfad]]
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Gegenüber dem [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhaus]] öffnet die Universitätsbibliothek Salzburg ihre Fenster in der [[Hofstallgasse]] als Ausstellungsraum. Aktuell (Juni 2025) waren darin Themen rund um die "Marquise von Salzburg" zu sehen.
  
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==== Bilder entlang des "Kulturpfades" ====
Jeanne de Peyrebère undadiert 01.png|Jeanne de Peyrebère, undadiert, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg)
 
Jeanne de Peyrebère undadiert 02.png|Jeanne de Peyrebère, undadiert, hier ihr Wohnzimmer in Salzburg, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg)
 
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; Entlang des "[[Kulturpfad]]es"
 
  
 
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [[Christoph Brandhuber]]: "PLUSpunkte. 400 Jahre Universität Salzburg", Salzburg 2022, in [https://www.facebook.com/photo/?fbid=1361222148003309&set=pcb.1361223281336529 www.facebook.com]
 
* [[Christoph Brandhuber]]: "PLUSpunkte. 400 Jahre Universität Salzburg", Salzburg 2022, in [https://www.facebook.com/photo/?fbid=1361222148003309&set=pcb.1361223281336529 www.facebook.com]
* Bilder und Bildtexte von [[Peter Krackowizer]]
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* [https://eplus.uni-salzburg.at/download/pdf/11886359.pdf eplus.uni-salzburg.at], pdf "[[Jeanne Peyrebère Marquise de Guilloutet (1875–1961). Die Marquise von Salzburg.]]"
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* [[Peter Krackowizer]], der den Vortragsabend am 4. Juni 2025 besuchte
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
  
 
{{Frauen in der Geschichte der Salzburger Universität}}
 
{{Frauen in der Geschichte der Salzburger Universität}}

Version vom 6. Juni 2025, 13:43 Uhr

Datei:Jeanne de Peyrebère.jpg
Jeanne de Peyrebère, Lithografie von Karl Ziegler, Universitätsbibliothek Salzburg Sign. G 1167 H.

Jeanne de Peyrebère, genannt 'Marquise de Guilloutet'[1] (* 4. Juni 1875 im Château de Gajo bei Sainte-Maure-de-Pecyriac; † 9. Dezember 1961 in der Stadt Salzburg), war die erste namentlich bekannte Frau, die an der Theologischen Fakultät in Salzburg unterrichtete.

Leben

Jeanne de Peyrebère kam als 'Bonne Marie Julie Beillard' als Tochter eines - nicht adeligen - Rechtsanwalt auf die Welt. Als Mitglied einer einflussreichen Familie genoss Jeanne Belliard eine umfassende Erziehung mit besonderem Schwerpunkt auf Fremdsprachen. Sie erlernte die deutsche Sprache noch vor ihrer Muttersprache Französisch, dazu kamen später Englisch, Italienisch und etwas Russisch. So war sie später für die Tätigkeit einer Übersetzerin prädestiniert.

Zu ihren Familienangehörigen gehörten der tollkühne Baron de Batz, ein von Stefan Zweig verewigter Abenteurer, der Ludwig XVI. auf dem Weg zum Schafott hatte retten wollen, Gaspard Monge, der als Mathematiker und Physiker an Napoleons Ägypten-Expedition teilgenommen hatte, und Jean Lannes, Herzog von Montebello, der in der Schlacht von Aspern tödlich verwundet worden war.

Heirat

Mit 18 Jahren heiratete sie am 6. März 1894 ihren Verwandten Jacques Peyrebère, einen Agraringenieur, im eindrucksvollen Schloss Lubbon. 1895 kam ihr Sohn Emmanuel[1] auf die Welt, der kränklich früh starb († 1948 in der Stadt Salzburg). 1920 plante ihr Mann eine Forschungsreise nach Zentralafrika und buchte auf dem Passagierschiff "Afrique" eine Luxuskabine von Bordeaux nach Dakar im Senegal. Doch schon 40 Meilen vor La Rochelle an der französischen Küste trieb ein heftiger Sturm das Schiff auf das Riff Plateau de Rochebonne, wo es leck schlug und sank. Von den 609 Personen an Bord überlebten nur 34 auf Rettungsbooten. Zu den Opfern zählte auch Jacques Peyrebère. Für Jeanne folgte eine schwierige Zeit. Neben ihrer Trauer musste sie außerdem "erst mühselig beweisen, dass sie die Gattin des Herrn Peyrebère sei." Denn Jacques hatte alle Papiere von Jeanne entwendet und auf dem Schiff seine mit ihm reisende Geliebte als Ehefrau ausgegeben.

Wie sie zum Adelsprädikat

Jeanne Peyrebère verkaufte Schloss und Gut Lubbon und verließ Frankreich. Die Familie ihres Mannes hatte sich das Schloss erbauen lassen, weil sie sich dort einen Besuch von Kaiser Napoléon III. und in Folge die Erhebung in den Grafenstand erhofft hatte. Jedoch kam es aufgrund der Abdankung von Napoléon III. nicht mehr dazu. In den 1920er-Jahren setzte sich dann der Vater von Jacques Peyrebère für die Erlangung des Adelstitels für seinen Enkel Emmanuel ein, was ihm mit einer Entscheidung eines französischen Gerichts auch gelang. In Folge versuchte dann Jeanne Peyrebère ihrerseits den Adelstitel tragen zu dürfen, da zum Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes Emmanuel ja mit Jacques Peyrebère verheiratet war. Sie erreichte die Gleichstellung im Titel "de" vor einem französischen Gericht im Jahr 1940, das ihrem verstorbenen Mann Jacques Peyrebère diesen verlieh. Somit durfte sich Jeanne Peyrebère nun Jeanne de (von) Peyrebère, nennen.

Ihre zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Lauf der Jahre empfangen hatte, ließ Jeanne Peyrebère eines Tages unter dem Titel "La Marquise de Guilloutet" auf eine neun mal drei Zentimeter große Visitenkarte drucken und an ihre überraschten Bekannten verteilen. Den Adelstitel Marquise hatte sie sich also selbst gegeben, da in Frankreich diese Bezeichnung nicht sonderlich geschützt war.[2]

Die Jahre im Ausland

Jeanne de Peyrebère war zunächst mit ihrem Sohn nach Wiesbaden gezogen, das nach dem Ersten Weltkrieg von den Franzosen besetzt war. Der frühere französische Staatspräsident Raymond Poincaré nahm sie in Wiesbaden 1923 in den Dienst des Auswärtigen Amts auf. Nun entfaltete sie eine umfangreiche Tätigkeit als Journalistin, Kritikerin und Übersetzerin. Und sie verfasste historische Romane. Ihr besonderes Interesse galt der Musik und dem Theater. In dieser Zeit knüpfte sie ein Netzwerk mit Künstlern, die sie dann später, nachdem sie nach Salzburg gezogen war, zu den Salzburger Festspielen brachte.

Pseudonym "Etienne Garry" und Salzburger Fremdenführer

In den 1920er-Jahren begann sie unter dem männliche Pseudonym "Etienne Garry" zu publizieren. Ihre Romane Glèbe Gascogne (1917), Jacqueline Lavernet (1918) und La Gardienne (1919) erschienen im Verlag Jouve & Cie in Paris. Für die Salzburg-Hommage La Ville Ardente (1924) wechselte sie zu Éditions du Monde Nouveau. Eine mit Schreibmaschine abgetippte Übersetzung dieses Werks findet sich in der Universitätsbibliothek Salzburg.

Sprachtalent, Ortskenntnis und Interesse an Geschichte machten Jeanne de Peyrebère zu einer begabten Übersetzerin, vor allem aber auch Autorin von Reiseführern. Ihr erster erschien 1927 unter dem Titel 'The Romance of Salzburg. A New Guide to Salzburg and to its Festivals. Das Büchlein von 80 Seiten war Victoria Powell gewidmet. Die Schauspielerin, eine bekennende Salzburg-Liebhaberin und mit Max Reinhardt befreundet, warb im Rahmen einer Publicity Tour in den Vereinigten Staaten von Amerika für die noch wenig bekannten Salzburger Festspiele.

Das Konzept von Jeanne Peyrebères Salzburgführer war nach heutigen Maßstäben durchaus modern: Allgemeine historische Einführung – Themenwege durch das Salzburg des Mittelalters, der Barockfürsten und Mozarts – Exkursionen in die Umgebung der Stadt. Dabei flocht sie geschickt Episoden aus ihrer eigenen Familiengeschichte ein. Mit einem Verzeichnis der wichtigsten Hotels und Cafés rundete sie den Führer ab, der 1931 in Französisch erschien.

Salzburg

Zur Stadt Salzburg hatte Jeanne de Peyrebère schon seit 1904 Kontakt durch regelmäßige Besuche. Die Erzieherin ihres Sohnes, "Fräulein Streicher", stammte aus Salzburg. Als sie 1927 Alfred Grünberger, der österreichische Gesandte in Paris, zu dem von ihm initiierten internationalen Kongress der Theater- und Musikkritik in Salzburg einlud, folgte sie gerne seinem Ruf. Bei diesem Kongress konnte sie sich als überaus fähige Übersetzerin bewähren. Zwei Jahre später zu einem Souper des französischen Gesandten Bertrand Comte Clauzel geladen. Nach dem Ende der alliierten Besetzung des Rheinlands im Jahr 1930 übersiedelte Jeanne de Peyrebère endgültig von Wiesbaden nach Salzburg. Hier mietete sich im "Turmhaus" der Benediktinerinnenabtei Nonnberg eine Wohnung.

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Jeanne de Peyrebère, undadiert, hier ihr Wohnzimmer in Salzburg, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg).

Für Personen von Stand gehörte es zum guten Ton, sich während eines Salzburg-Aufenthalts bei ihr anzukündigen. Diesen zeigte sie ihre erlesenen Prunkstücke ihrer Sammlung – darunter ein Schultertuch der Kaiserin Josephine und ein Schrank Napoleons aus Schloss Fontainebleau bei Paris, Frankreich.

Theologische Fakultät

Als erste Frau unterrichtete Jeanne de Peyrebère ab 1930 an der Theologischen Fakultät in Salzburg. Sie gab Französischkurse für angehende Priester. Ihr beeindruckendes Engagement fand 1933 mediale Würdigung: "Sie ist eine passionierte und eine ganz hervorragende Pädagogin. Aber noch bewunderungswürdiger ist sie als Rednerin, die in höchster Sprechkunst die Schönheit ihrer Sprache zur Geltung bringt. An ihren Vortragsabenden über französische Geschichte und Literatur, jeden Montag im Studiengebäude, hält sie mit ihrem großen Wissen und ihrer reifen Kunst eine Elite-Hörerschaft förmlich in Bann." Das Einbeziehen neuer Medien in den Unterricht hielt sie für wichtig. Sie zeigte Lichtbilder, besaß ein teures Radio und vermittelte dem "Haus der Natur" eine komplette 16 Millimeter-Tonfilm-Projektionsapparatur modernster Bauart.

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Jeanne de Peyrebère, undadiert, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg).

Vortragstätigkeit

Neben ihren Verpflichtungen an der Theologischen Fakultät entfaltete Jeanne de Peyrebère eine umfangreiche Lehr- und Vortragstätigkeit in Salzburg. In den lokalen Tageszeitungen warb sie in Inseraten für ihre Französischkurse. Dafür konnte man sich in der Buchhandlung Höllrigl anmelden. Ihr äußerst beliebter Sprachunterricht begann stets pünktlich um 20 Uhr im Hörsaal 4 im Wallistrakt der Alten Residenz. Dieser wurde ihr zu Ehren respektvoll "Saal der Marquise de Guilloutet" genannt. Für Kursneulinge war die erste Einheit gratis. Zusätzlich bot Peyrebère an der Volkshochschule "Abendkurse für junge Arbeiter und Angestellte und am Mozarteum für junge Schauspieler" an. Insgesamt hielt sie nicht weniger als elf Vorträge in der Woche, woran sie bis ins hohe Alter eisern festhielt.

Rückkehr in ihre Heimat Frankreich

Der Zweite Weltkrieg zwang Madame Peyrebère zur Rückkehr in ihre Heimat Frankreich. Als ein Rechtsanwalt der nationalsozialistischen Regierung in der Benediktinerinnenabtei erschien, um das Eigentum der Marquise vor Zugriffen zu schützen, brodelte die Gerüchteküche. Die Vermutungen reichten von einer Bekanntschaft der Marquise mit dem später durch das Verschwinden des Bernsteinzimmers berüchtigt gewordenen Gauleiter Erich Koch bis zur Annahme, sie habe Hitlers "Mein Kampf" ins Französische übersetzt.

Das Haus von Emmanuel von Peyrebère Sinnhubstraße 6 erhielt gemäß der "Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens" 1940 einen Verwalter.

Jeanne de Peyrebère ging Anfang 1940 nach Frankreich zurück und ließ sich in Mont-de-Marsan in Südwestfrankreich nieder. Dort unterstützte sie zahlreiche Elsässer, die entweder aus dem Grenzgebiet in den Südwesten Frankreichs zwangsumgesiedelt wurden oder auf der Flucht vor der Germanisierungs- und Nazifizierungspolitik waren: "Von diesen heimatvertriebenen Menschen wurde sie ‚Mutter vom Elsaß' genannt, eine Ehrung, die ihr vor allen die liebste war." Als die Deutschen in Mont-de-Marsan einmarschierten, blieb der Marquise die Flucht erspart: "Das erste Regiment, das in die Stadt einmarschierte, war das Regiment von Königsberg, von dem sie fast alle Offiziere kannte." Sie durfte auch weiterhin als Übersetzerin arbeiten. Unermüdlich setzte sich Peyrebère bei den Behörden für eine Verbesserung der Lage von Flüchtlingen und Gefängnisinsassenein. Außerdem war sie Präsidentin des Roten Kreuzes, gründete ein Institut für Kriegswaisen und kam Hunderten von Bitten um Hilfe oder Intervention nach.

So gelang ihr mit der Verteilung einer täglich zweiten Suppe im Gefängnis eine deutliche Verbesserung der Ernährung der Inhaftierten. Für Peyrebère waren ihre Bitten und Intervention eine Gradwanderung, wie weit ihr die Besatzer freie Hand ließen. In einem Fall musste sie jedoch erkennen, dass ihr Einfluss nicht zur Rettung von Menschenleben half. Es handelte sich um die jüdische Familie Grünberg. Beim Überschreiten der nahegelegenen Demarkationslinie des besetzten Frankreichs zum "freien" Frankreich wurde Frau Grünberg mit ihren beiden Töchtern von Soldaten erwischt. Ihrem Mann und ihrem Sohn (oder Söhne?) war die Überschreitung einige Tage vorher gelungen. Peyrebère setzte sich für die Freilassung der Grünbergs ein. Für die zweijährige Tochter Nicole konnte sie dies erreichen. Ihre Mutter und ihre ältere Schwester wurden 1942 in das KZ Auschwitz, wo sie umkamen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß es in Salzburg "Die Marquise ist wieder da!"

Nach Kriegsende kehrte Madame Peyrebère nach Salzburg zurück und nahm ihre Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät wieder auf. Ihre finanziellen Verhältnisse verschleierte sie erfolgreich vor der Salzburger Öffentlichkeit. Groß war daher die Überraschung, als nach ihrem Tod am 9. Dezember 1961 ein Vermögen von 1,5 Millionen Schilling vorgefunden wurde. Aus diesen Mitteln vergibt die Stadtgemeinde Salzburg noch heute ein "Interkulturstipendium" für Kunst- und Kulturprojekte. 1937 vermachte sie der Studienbibliothek (heute Universitätsbibliothek) 663 Bänden mit bedeutender französischer Literatur. Viele Bücher sind aufgrund handschriftlicher Widmungen besonders wertvoll.

Das Grab von Jeanne de Peyrebère, Marquise de Guilloutet, auf dem Friedhof von St. Peter.

Begraben wurde Jeanne de Peyrebère auf dem Petersfriedhof. Auf dem stark verwitterten Grabstein mit schlichtem Kreuz kann man die Worte entziffern: Credo in vitam aeternam – "Ich glaube an das ewige Leben." (Erdgrab Nr. 56a zwischen Margarethenkapelle und Gruften an der Mönchsbergwand).

Ehrungen

Verdientermaßen wurde sowohl von österreichischer als auch von französischer Seite das außergewöhnliche Engagement von Jeanne de Peyrebère um den österreichisch-französischen Kulturaustausch angemessen gewürdigt. Bereits 1930 erhielt sie das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Anlässlich einer ausgedehnten Vortragstour in Paris wurde 1933 zu ihren Ehren ein glanzvoller Festabend im Palais du Trocadéro gegeben, bei dem ein Chor von Jagdhörnern die Familienfanfare "„Die Königin von der Gascogner Heide" intonierte. Überdies verlieh ihr die französische Regierung 1935 den Orden der Ehrenlegion.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt sie 1949 das "Ehrenzeichen der Französischen Dankbarkeit".

Vortragsabend am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula =

Am 4. Juni 2025, anlässlich des 150. Geburtstages von Jeanne de Peyrebère, Marquise de Guilloutet, fand ein Vortragsabend in der Bibliotheksaula der Alten Universität statt.

Mag. Andreas Rotheneder, Leiter der Universitätsbibliothek, nahm die Begrüßung vor und sprach einleitende Worte.

Dr. Christoph Brandhuber, Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen erzählte aus dem Leben der "Marquise von Salzburg".

Mag.a Dr. Michaela Esser, Provinenzforschung im Universitätsarchiv Salzburg, konnte von interessanten Details aus der Büchersammlung von Madame Peyrebère berichtet.

Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, beschäftigte sich mit dem verschlungenen Thema, wie Jeanne de Peyrebère zu ihren Adelstitel(n) gelangte.

Univ.-Prof. Dr. Dietmar Werner Winkler, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät nahm in seinem Schlusswort Bezug auf die geschichtliche Entwicklung der Frau in der Universität. 1878 durften Frauen erstmals und bestimmten Voraussetzung an Vorlesungen an österreichischen Universitäten teilnehmen. 1900 hatten Frauen erstmals Zugang zur Medizinischen Universität, 1920 dann auch zur Technischen Universität. Erst nach 1960 öffneten sich die Universitäten allgemein für Frauen. Die erste weibliche Professorin an der heutigen Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg kam erst im Jahr 2000.

Bilder vom Vortragsabend

Bild 1 und 2: Vortragsabend am 4. Juni 2025 mit Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von Jeanne de Peyrebère, Marquise de Guilloutet, in der Bibliotheksaula. Die Marquise von Salzburg vor dem Globus "Der Fürstaller" von Joseph Jakob Fürstaller (* 1730; † 1775), Mesner, Lehrer und Geograf.
Bild 3: Die Vortragenden von links: Mag. Andreas Rotheneder, Leiter der Universitätsbibliothek, Univ.-Prof. Dr. Dietmar Werner Winkler, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Mag.a Dr. Michaela Esser, Provinenzforschung Universitätsarchiv Salzburg und Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg. Nicht im Bild Dr. Christoph Brandhuber, Leiter Universitätsarchiv und Bibliothekensammlungen.

Fenster zum Thema am Universitätsgebäude

siehe Kulturpfad

Gegenüber dem Großen Festspielhaus öffnet die Universitätsbibliothek Salzburg ihre Fenster in der Hofstallgasse als Ausstellungsraum. Aktuell (Juni 2025) waren darin Themen rund um die "Marquise von Salzburg" zu sehen.

Bilder entlang des "Kulturpfades"

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 cprd-landes.org
  2. lt. Ausführungen von Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, bei seinem Vortrag am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula
Frauen in der Geschichte der Salzburger Universität