Volksschule St. Veit im Pongau: Unterschied zwischen den Versionen

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! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | Schuldaten<ref>[http://www.lsr-sbg.gv.at/quicklinks/schulsuche/?searchdetail=1&id=30116396 www.lsr-sbg.gv.at]</ref>
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| Telefon: ||(0 64 15) 65 39  
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| Direktorin: ||VOL [[Margarethe Reisenauer]]
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Existenz einer Schule in St. Veit ist seit [[1568]] belegt. vom 17. bis ind 19. Jahrhundert waren die Schulmeister auch Mesner und Organisten der [[Pfarre St. Veit|Pfarrgemeinde]]. Der Unterricht fand zunächst im ''Priesterhäusl'' statt, nach dessen Verkauf an einen Schuhmacher im ''Mesnerhaus''. Im Juni [[1733]] fielen beide einer Feuersbrunst zum Opfer, worauf an gleicher Stelle 1734 ein neues Mesner- und Schulhaus (das heutige ''Mesnerhaus'') errichtet wurde. Dieses umfasste den Unterrichtsraum und eine Küche im Erdgeschoss sowie die Lehrerwohnung im ersten Stock.
Die Existenz einer Schule in St. Veit ist seit [[1568]] belegt. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert waren die Schulmeister auch Mesner und Organisten der [[Pfarre St. Veit im Pongau|Pfarrgemeinde]]. Der Unterricht fand zunächst im ''Priesterhäusl'' statt, nach dessen Verkauf an einen Schuhmacher im ''Mesnerhaus''. Im Juni [[1733]] fielen beide einer Feuersbrunst zum Opfer, worauf an gleicher Stelle 1734 ein neues Mesner- und Schulhaus (das heutige ''Mesnerhaus'') errichtet wurde. Dieses umfasste den Unterrichtsraum und eine Küche im Erdgeschoss sowie die Lehrerwohnung im ersten Stock.


Aufgrund steigender Schülerzahl wurde ab [[1830]] ein zweiter Unterrichtsraum im ''Lochswirtshaus'' (das spätere Gasthaus Grafenhof) angemietet und ein Hilfslehrer eingestellt (bezahlt durch die [[Rosenkranzbruderschaft]]. Ab [[1838]] wurde dieser in den zweiten Stock des Verwalterhauses des Domkapitels
Aufgrund steigender Schülerzahl wurde ab [[1830]] ein zweiter Unterrichtsraum im ''Lochswirtshaus'' (das spätere Gasthaus Grafenhof) angemietet und ein Hilfslehrer eingestellt (bezahlt durch die [[Rosenkranzbruderschaft]]). Ab [[1838]] wurde dieser in den zweiten Stock des Verwalterhauses des Domkapitels verlegt, gut zwanzig Jahre später ins ''Totengräberhaus''. Seit [[1872]] wurde das ''Minuthaus'', ein altes Kramerhaus, angekauft und zum Schulhaus umgebaut. Allerdings entschied sich die Gemeinde aufgrund der Raumknappheit [[1874]] zum Bau eines eigenen Schulhauses an der Stelle des alten ''Ledererhauses'' und des ''Maurerhäusls''. Dieses umfasste zwei Unterrichtsräume im ersten Stock, die Lehrerwohnung und das Gemeindeamt im Erdgeschoss und wurde am [[23. September]] [[1878]] fertig und vier Wochen später (am [[20. Oktober]]) eingeweiht.
verlegt, gut zwanzig Jahre später ins ''Totengräberhaus''. Seit [[1872]] wurde das ''Minuthaus'', ein altes Kramerhaus angekauft und zum Schulhaus umgebaut. Allerdings entschied sich die Gemeinde aufgrund der Raumknappheit [[1874]] zum Bau eines eigenen Schulhause an der Stelle des alten ''Ledererhauses'' und des ''Maurerhäusls''. Dieses umfasste zwei Unterrichtsräume im ersten Stock, die Lehrerwohnung und das Gemeindeamt im Erdgeschoss und wurde am [[23. September]] [[1878]] fertig und vier Wochen später (am [[20. Oktober]]) eingeweiht.


Am [[11. September]] [[1905]] fand die Eröffnung einer Expositurklasse der Volksschule St. Veit in der [[Privaten Mädchen-Volksschule Schwarzach der Barmherzigen Schwestern|Privaten Mädchen-Volksschule Schwarzach]] statt. Im selben Jahr wurde ein ''Landwirtschaftlicher Fortbildungskurs'' eingerichtet.
Am [[11. September]] [[1905]] fand die Eröffnung einer Expositurklasse der Volksschule St. Veit in der [[Private Mädchen-Volksschule Schwarzach der Barmherzigen Schwestern|Privaten Mädchen-Volksschule Schwarzach]] statt. Im selben Jahr wurde ein ''Landwirtschaftlicher Fortbildungskurs'' eingerichtet.


Am [[26. April]] [[1907]] erfolgte die Umwandlung der Expositur in Schwarzach in eine einklassige [[Volksschule Schwarzach|Volksschule]], die im August von der Volksschule St. Veit getrennt wurde. Im Jänner [[1909]] wurde die Schule dreiklassig, die dritte Klasse fand im Raum des Gemeindeamtes Platz.  
Am [[26. April]] [[1907]] erfolgte die Umwandlung der Expositur in Schwarzach in eine einklassige [[Volksschule Schwarzach|Volksschule]], die im August von der Volksschule St. Veit getrennt wurde. Im Jänner [[1909]] wurde die Schule dreiklassig, die dritte Klasse fand im Raum des Gemeindeamtes Platz.  
[[1948]] wurde die Schule vierklassig. Von November bis März wurde deine landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Berufsschule eingerichtet.
[[1948]] wurde die Schule vierklassig. Von November bis März wurde deine landwirtschaftliche und hauswirtschaftliche Berufsschule eingerichtet.
[[1950]] wurde das Schulhaus umgebaut. Die Baukosten betrugen 138.000 [[Schilling|öS]].<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 119.</ref>


Am [[1. November]] [[1953]] wurde im [[Kinderheim Grafenhof]] drei Sonderklassen eingerichtet. Diese werden [[1971]] wieder aufgelöst.  
Am [[1. November]] [[1953]] wurden im [[Kinderheim Grafenhof]] drei Sonderklassen eingerichtet. Diese wurden [[1971]] wieder aufgelöst.  


[[1960]] erfolgte der Einbau einer Zentralheizung. Nachdem man [[1964]] beschlossen hatte, im ''Obermayrfeld'' ein neues, sechsklassiges Schulhaus mit Schulküche, Werkraum und Turnsaal zu errichten, wurde die Schule [[1965]] fünfklassig. Der Bau wurde nach seiner Fertigstellung am [[9. September]] [[1968]] bezogen. Die Eröffnung erfolgte jedoch erst nach Fertigstellung der Turnhalle, am [[13. Juli]] [[1969]].
[[1957]] wurden die Sanitären Anlagen umgebaut (Baukosten 72.990 [[Schilling|öS]].<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 119.</ref> [[1960]] erfolgte der Einbau einer Zentralheizung. Nachdem man [[1964]] beschlossen hatte, im ''Obermayrfeld'' ein neues, sechsklassiges Schulhaus mit Schulküche, Werkraum und Turnsaal zu errichten, wurde die Schule [[1965]] fünfklassig. Der Bau wurde nach seiner Fertigstellung am [[9. September]] [[1968]] bezogen. Die Eröffnung erfolgte jedoch erst nach Fertigstellung der Turnhalle, am [[13. Juli]] [[1969]].


Das neu erbaute Schulhaus konnte bezogen werden. [[1970]] wurde die Volksschul-Oberstufe aufgelöst. Für einige Zeit wurden zwei Klassen der [[Hauptschule Schwarzach]] im Schulhaus St. Veit untergebracht. [[1973]] wurde in den ungenutzten Räumen (Schulküche und Bastelraum) ein [[Kindergarten St. Veit im Pongau|Kindergarten]] eingerichtet.
Das neu erbaute Schulhaus konnte bezogen werden. [[1970]] wurde die Volksschul-Oberstufe aufgelöst. Für einige Zeit wurden zwei Klassen der [[Hauptschule Schwarzach]] im Schulhaus St. Veit untergebracht. [[1973]] wurde in den ungenutzten Räumen (Schulküche und Bastelraum) ein [[Kindergarten St. Veit im Pongau|Kindergarten]] eingerichtet.


[[1980]] wurde die Schule sechsklassig, [[1984]] für ein Jahr neunklassig, dann wieder achtklassig.
[[1980]] wurde die Schule sechsklassig, [[1984]] für ein Jahr neunklassig, dann wieder achtklassig.
Schülerzahl:
:1945: 142
:1965: 148
:1980: 145


=== Schulleiter und Direktoren ===
=== Schulleiter und Direktoren ===
{| class="toccolours" cellpadding="4" cellspacing="0" style="margin:0 0 1em 1em; font-size: 95%; float:right;"
|-
! colspan=2 bgcolor="#EFEFEF" align="center"| Schülerzahl
|-
| align="center"| 1802 || align="right"| 74
|-
| align="center"| 1911 || align="right"| 116
|-
| align="center"| 1939 || align="right"| 145
|-
| align="center"| 1945 || align="right"| 142
|-
| align="center"| 1965 || align="right"| 148
|-
| align="center"| 1980 || align="right"| 145
|-
| align="center"| 1993 || align="right"| 183
|-
| align="center"| 2000 || align="right"| 164
|-
| align="center"| 2010 || align="right"|  143
|-
|}
* (1580): Georg Seemüller
* (1580): Georg Seemüller
* (158x): Martin Altenburger
* (158x): Martin Altenburger
* (1597): Sebastian Hasenknopf
* (1597): Sebastian Hasenknopf


* [[1630]]-163x: [[Kaspar Angerer]] (Mesner, Organist und Schulmeister)
* 162x–163x: [[Kaspar Angerer]] (Mesner, Organist und Schulmeister)
* [[1632]]-1643: [[Martin Lenz]]
* [[1632]]–1643: [[Martin Lenz]]
* [[1648]]-1669: [[Martin Weissenburger]]
* [[1648]]–1669: [[Martin Weissenburger]]
* [[1669]]-1672: [[Georg Kranebetter]]
* [[1669]]–1672: [[Georg Kranebetter]] (Mesner und Schulleiter)
* [[1672]]-1675: [[Franz Sailer]]
* [[1672]]–1675: [[Franz Sailer]]
* [[1675]]-1683: [[Ferdinand Lenz]]
* [[1675]]–1683: [[Ferdinand Lenz]]
* [[1684]]-1702?: [[Johann Richard Rottmayr]]
* [[1684]]–1702?: [[Johann Richard Rottmayr]]
* 17xx-17xx: [[Johann Baptist Hauser]]
* 17xx–17xx: [[Johann Baptist Hauser]]
* [[1716]]-1734: [[Johann Gräfling]]
* [[1716]]–1734: [[Johann Gräfling]]
* [[1734]]-1752: Christoph [[Ainkhäs]]
* [[1734]]–1752: Christoph [[Ainkhäs]]
* [[1752]]-1788: [[Josef Kalkhofer]]
* [[1752]]–1788<!--1789?-->: [[Josef Kalkhofer]]
* [[1788]]-1817: [[Jakob Niederreiter]]
* [[1788]]–1817: [[Jakob Niederreiter]]
* [[1817]]-1849: [[Josef Niederreiter]]
* [[1817]]–1849: [[Josef Niederreiter]]
* [[1849]]-1852: [[Johann Lackner (Maria Alm)|Johann Lackner]]
* [[1849]]–1852: [[Johann Lackner (Maria Alm)|Johann Lackner]]
* [[1852]]-1878: [[Johann Frauenlob]] (Lehrer, Mesner und Organist)
* [[1852]]–1878: [[Johann Frauenlob]] (Lehrer, Mesner und Organist)
* [[1878]]-1888: [[Franz Gugl]] (Oberlehrer)
* [[1878]]–1888: [[Franz Gugl]] (Oberlehrer)
* [[1888]]-1903: [[Franz Hollin]]
* [[1888]]–1903: [[Franz Hollin]]
* [[1904]]-1906: [[Karl Kriechbaumer]]
* [[1904]]–1906: [[Karl Kriechbaumer]]
* [[1906]]-1918: [[Franz Druckenbacher]]
* [[1906]]–1918: [[Franz Druckenbacher]]
* [[1918]]-1919: [[Josef Wirth]]
* [[1918]]–1919: [[Josef Wirth]]
* [[1919]]-1934: [[Josef Waibl]]
* [[1919]]–1934: [[Josef Waibl]]
* [[1934]]-1935: [[Hubert Embacher]]
* [[1934]]–1935: [[Hubert Embacher]]
* [[1935]]-1936: [[Erwin Friedhuber]]
* [[1935]]–1936: [[Erwin Friedhuber]]
* [[1936]]-1946: [[Robert Holz]]
* [[1936]]–1946: [[Robert Holz]]
* [[1946]]-1956: [[Franz Nickerl]] (ab 23. August 1953: Direktor)
* [[1946]]–1955: [[Franz Nickerl]] (ab 23. August 1953: Direktor)
* [[1956]]-1972: [[Karl Heinz Brandstätter]]
* [[1955]]–1972: [[Karl Heinz Brandstätter]]
* [[1972]]-1978: [[Alfred Slowak]]
* [[1972]]–1978: [[Alfred Slowak]]
* [[1978]]-1997: [[Gertraud Urban]]
* [[1978]]–1997: [[Gertraud Urban]]
* [[1997]]-2017: [[Waltraud Seidl]]
* [[1997]]–2017: [[Waltraud Seidl]]
* seit [[2017]]: [[Margarethe Reisenauer]]
* seit [[2017]]: [[Margarethe Reisenauer]]


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* [[Karin Lindenthaler|Lindenthaler, Karin]]: ''Heimatbuch St. Veit. Unsere Marktgemeinde einst und jetzt.'' Marktgemeinde St. Veit 1991.
* [[Karin Lindenthaler|Lindenthaler, Karin]]: ''Heimatbuch St. Veit. Unsere Marktgemeinde einst und jetzt.'' Marktgemeinde St. Veit 1991.


== Fußnoten ==
== Einzelnachweise ==
<references/>
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[[Kategorie:Volksschule]]
[[Kategorie:Volksschule]]
[[Kategorie:Volkskultur]]
[[Kategorie:Volkskultur]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Pongau|Volksschule St. Veit im]]
[[Kategorie:St. Veit im Pongau]]
[[Kategorie:St. Veit im Pongau|Volksschule]]