Maria Antonia Habsburg-Lothringen: Unterschied zwischen den Versionen

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Erzherzogin '''Maria Antonia von Österreich''' (* [[10. Jänner]] [[1858]] in Florenz [damals Großherzogtum Toskana, heute [[Italien]]<nowiki>]</nowiki>; † [[13. April]] [[1883]] in Cannes, [[Frankreich]]) war ein Mitglied der Familie [[Habsburg-Lothringen]].
 
Erzherzogin '''Maria Antonia von Österreich''' (* [[10. Jänner]] [[1858]] in Florenz [damals Großherzogtum Toskana, heute [[Italien]]<nowiki>]</nowiki>; † [[13. April]] [[1883]] in Cannes, [[Frankreich]]) war ein Mitglied der Familie [[Habsburg-Lothringen]].
 
== Eltern ==
 
Sie war eine Tochter von [[Ferdinand IV. von Toskana]] (* [[10. Juni]] [[1835]] † [[17. Jänner]] [[1908]]), der in der [[Stadt Salzburg]] im [[Toskanatrakt]] wohnte, und dessen erster Gemahlin Anna Maria von Sachsen (* [[4. Jänner]] [[1835]]; † [[10. Februar]] [[1859]]).
 
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Die Erzherzogin verlor bereits im ersten Lebensjahr ihre leibliche Mutter. Nachdem die Habsburger die Toskana (= habsburgische Sekundogenitur) verloren hatten – diese kam nach einer Volksabstimmung 1860 an das Königreich Sardinien-Piemont, Königreich Italien erst ab März 1861 – musste Maria Antonia mit ihrem Vater ins Exil nach Salzburg gehen. Die Erzherzogin hatte eine schwache Konstitution und war daher für den geistlichen Stand bestimmt. Einige Jahre wirkte sie als Äbtissin des adeligen Damenstiftes (Theresianisches Damenstift) in Prag, übersiedelte jedoch später, als die Lungenkrankheit schlimmer wurde, nach Paris. Dort schied sie im Alter von 25 Jahren aus dem Leben. Ihre letzte Ruhestätte fand die Erzherzogin in der Kaisergruft in Wien.
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Erzherzogin Maria Antoinette war die älteste Tochter von Großherzog [[Ferdinand IV. von Toskana]] (* [[10. Juni]] [[1835]] † [[17. Jänner]] [[1908]]) und seiner ersten Gemahlin Anna Maria von Sachsen (* [[4. Jänner]] [[1835]]; † [[10. Februar]] [[1859]]). Nachdem die Habsburger die Toskana (als habsburgische Sekundogenitur) verloren hatten – diese kam nach einer Volksabstimmung 1860 an das Königreich Sardinien-Piemont, Königreich Italien erst ab März 1861 – musste Maria Antonia mit ihrer Familie ins Exil gehen. Bereits im ersten Lebensjahr verlor die Erzherzogin ihre leibliche Mutter und verbrachte ihre ersten Lebensjahre in der Obhut ihrer Großeltern, König Johann von Sachsen und seiner Frau Amalie, der Schwester des Königs [[Ludwig I. von Bayern]] und Tante von Kaiser [[Franz Joseph I.]], in der sächsischen Hauptstadt Dresden. [[1865]] übersiedelte sie zu ihrem Vater, der ab [[1867]] in der [[Stadt Salzburg]] im [[Toskanatrakt]] wohnte. Die Erzherzogin hatte eine schwache Konstitution und war daher für den geistlichen Stand bestimmt. Einige Jahre wirkte sie ab [[16. September]] [[1880]] als Äbtissin des adeligen Damenstiftes (Theresianisches Damenstift) in Prag, übersiedelte jedoch später, als die Lungenkrankheit schlimmer wurde, nach Frankreich. Dort schied sie im Alter von 25 Jahren aus dem Leben. Ihre letzte Ruhestätte fand die Erzherzogin in der Kaisergruft in [[Wien]].
 
 
Maria Antonia hatte eine leibliche Schwester (*/† 1859), sowie zehn Halbgeschwister aus der zweiten Ehe ihres Vaters mit Alicia von Bourbon-Parma (* [[27. Dezember]] [[1849]]; † [[16. November]] [[1935]]).
 
  
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Maria Antoinette hatte eine leibliche Schwester (*/† 1859), sowie zehn Halbgeschwister aus der zweiten Ehe ihres Vaters mit [[Alice von Toskana|Alicia von Bourbon-Parma]] (* [[27. Dezember]] [[1849]]; † [[16. November]] [[1935]]).
 
== Geschwister ==
 
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* Beutler, Gigi: ''Die Kaisergruft'', Wien, 2001, Seite 69
 
* Beutler, Gigi: ''Die Kaisergruft'', Wien, 2001, Seite 69
 
* Hamann, Brigitte: ''Die Habsburger in Lebensbildern'', Wien, 1988, Seite 309
 
* Hamann, Brigitte: ''Die Habsburger in Lebensbildern'', Wien, 1988, Seite 309
  
==Weblinks==
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* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18580112&seite=1&zoom=33 Meldung zur Geburt der Erzherzogin, in der Wiener Zeitung vom 12.01. 1858]
 
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18830414&seite=1&zoom=33 Meldung zum Tod der Erzherzogin, in der Wiener Zeitung vom 14.04. 1883]
 
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Version vom 24. Mai 2021, 14:08 Uhr

Erzherzogin Maria Antonia von Österreich (* 10. Jänner 1858 in Florenz [damals Großherzogtum Toskana, heute Italien]; † 13. April 1883 in Cannes, Frankreich) war ein Mitglied der Familie Habsburg-Lothringen.

Leben

Erzherzogin Maria Antoinette war die älteste Tochter von Großherzog Ferdinand IV. von Toskana (* 10. Juni 183517. Jänner 1908) und seiner ersten Gemahlin Anna Maria von Sachsen (* 4. Jänner 1835; † 10. Februar 1859). Nachdem die Habsburger die Toskana (als habsburgische Sekundogenitur) verloren hatten – diese kam nach einer Volksabstimmung 1860 an das Königreich Sardinien-Piemont, Königreich Italien erst ab März 1861 – musste Maria Antonia mit ihrer Familie ins Exil gehen. Bereits im ersten Lebensjahr verlor die Erzherzogin ihre leibliche Mutter und verbrachte ihre ersten Lebensjahre in der Obhut ihrer Großeltern, König Johann von Sachsen und seiner Frau Amalie, der Schwester des Königs Ludwig I. von Bayern und Tante von Kaiser Franz Joseph I., in der sächsischen Hauptstadt Dresden. 1865 übersiedelte sie zu ihrem Vater, der ab 1867 in der Stadt Salzburg im Toskanatrakt wohnte. Die Erzherzogin hatte eine schwache Konstitution und war daher für den geistlichen Stand bestimmt. Einige Jahre wirkte sie ab 16. September 1880 als Äbtissin des adeligen Damenstiftes (Theresianisches Damenstift) in Prag, übersiedelte jedoch später, als die Lungenkrankheit schlimmer wurde, nach Frankreich. Dort schied sie im Alter von 25 Jahren aus dem Leben. Ihre letzte Ruhestätte fand die Erzherzogin in der Kaisergruft in Wien.

Maria Antoinette hatte eine leibliche Schwester (*/† 1859), sowie zehn Halbgeschwister aus der zweiten Ehe ihres Vaters mit Alicia von Bourbon-Parma (* 27. Dezember 1849; † 16. November 1935).

Geschwister

NameGeburtsdatumGeburtsortTodesdatumSterbeort
Leopold Ferdinand 2. Dezember 1868 Salzburg, Österreich 4. Juli 1935 Berlin, Deutschland
Luisa Antonieta 2. September 1870 Salzburg, Österreich 23. März 1947 Brüssel, Belgien
Joseph Ferdinand 24. Mai 1872 Salzburg, Österreich 25. August 1942 Wien, Österreich
Peter Ferdinand 12. Mai 1874 Salzburg, Österreich 8. November 1948 St. Gilgen, Österreich
Heinrich Ferdinand 13. Februar 1878 Salzburg, Österreich 21. Mai 1969 Salzburg, Österreich
Anna Maria 17. Oktober 1879 Lindau, Deutschland 30. Mai 1961 Baden-Baden, Deutschland
Margareta 13. Oktober 1881 Salzburg, Österreich 30. April 1965 Schwertberg, Österreich
Germana 11. November 1884 Salzburg, Österreich 3. September 1955 Schwertberg, Österreich
Robert Ferdinand Salvator 15. Oktober 1885 Salzburg, Österreich 2. August 1895Salzburg, Österreich
Agnes 26. März 1891 Salzburg, Österreich 4. Oktober 1945Schwertberg, Österreich

Weblinks

Quellen

  • Beutler, Gigi: Die Kaisergruft, Wien, 2001, Seite 69
  • Hamann, Brigitte: Die Habsburger in Lebensbildern, Wien, 1988, Seite 309