Karte
Karte 5621.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: St. Johann/Pg. (JO)
Fläche: 56,84 km²
Geografische Koordinaten: 47°19'44" N
13°09'13" O
Höhe: 764 m ü. A.
Einwohner: 3 592 (1. Jänner 2014)
Postleitzahl: 5621
Vorwahl: 0 64 15
Gemeindekennziffer: 50420
Gemeindeamt: Markt 12
5621 St. Veit
Offizielle Website: www.gde-stveit.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Sebastian Pirnbacher (ÖVP)
Gemeindever-
tretung (2014):
21 Mitglieder:
12 ÖVP
6 SPÖ
3 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 315
1880 1 368
1890 1 343
1900 1 460
1910 1 663
1923 1 809
1934 1 821
1939 1 762
1951 1 870
1961 2 019
1971 2 332
1981 2 688
1991 3 021
2001 3 330
2011 3 471
Pfarrkirche und Marktplatz in St. Veit im Pongau

Sankt Veit im Pongau ist eine Marktgemeinde und Luftkurort im Pongau.

Geografie

Geografische Lage

Die Marktgemeinde befindet sich etwa an jener Stelle im Salzachtal, an der die von Westen kommende Salzach ihren Lauf nach Norden ändern. Sie erhebt sich von knapp unter 600 m ü. A. im Bereich der Salzach im Ortsteil Grafenhof bis auf eine Seehöhe von 1 817 m ü. A. (Hocheck) in die Grauwackenzone.

Berge im oder an der Grenze des Gemeindegebiets

Hochglocker (1 588 m ü. A.), Schneeberg (1 929 m ü. A.), Hochegg (1 817 m ü. A.), Gamskögerl (1 746 m ü. A.), Heukareck (2 099 m ü. A.), Sandkogel (2 249 m ü. A.), Höllwand (2 287 m ü. A.), Haßeck (2 119 m ü. A.), Luxkogel (1 824 m ü. A.);

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet erstreckt sich sowohl nördlich als auch südlich der Salzach. Das Zentrum der Marktgemeinde liegt oberhalb des Salzachtales auf einem Hügel südlich des Hochglockers (1 590 m ü. A.).

Ortsteile

St. Veit und Grafenhof,

Nachbargemeinden

Im Süden Schwarzach und Wagrain, im Osten Sankt Johann im Pongau, im Norden Mühlbach am Hochkönig und im Westen Goldegg.

Geologie

Klima

St. Veit ist einerseits einer der sonnenreichsten Orte von Salzburg, andererseits aufgrund seiner mittleren Höhenlage im sogenannten Reizklima, das eine der Voraussetzungen zur Anerkennung als Kurort ist.

Geschichte

Bereits in der frühen Bronzezeit bestand eine Siedlung am Klinglberg wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der Salzach bis in die Nähe von Salzburg transportiert hat.

In der jüngeren Eisenzeit, zirka 450 bis 15 v. Chr. war Sankt Veit im Pongau von den Kelten besiedelt. Zwischen 800 und 1100 entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des Salzburger Erzbischofs Gebhard aus dem Jahre 1074 wurde der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. Sankt Veit im Pongau war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen Pongaues und wurde 1244 an das Salzburger Domkapitel übertragen. Seit 1807 ist Sankt Veit im Pongau wieder eine selbständige Pfarre.

Im Spätmittelalter wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. 1284 erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde 1425 schriftlich festgelegt.

Der Pongau war das Zentrum der Protestanten in Salzburg. Im Jahre 1731 mussten 3 100 evangelische Christen das Gebiet Goldegg und Sankt Veit im Pongau verlassen.

Beim Marktbrand 1863 wurde der Großteil des Ortes ein Raub der Flammen.

Der ursprüngliche Gemeindename „St. Veit“ wurde im Jahr 1951 zu „St. Veit im Pongau“ erweitert[1]

Am 21. Februar 1989 wurde Sankt Veit im Pongau zum ersten "Heilklimatischen Kurort" des Landes Salzburg ernannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Theatergruppe St. Veit

Bei der Verleihung des Ferdinand-Eberherr-Preises 2009, einem Theaterpreis der Salzburger Nachrichten, errang die Theatergruppe Sankt Veit im Pongau den dritten Platz für für eine freie Bearbeitung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Daniela Gnoycke.

Museen

Seelackenmuseum

Hauptartikel: Seelackenmuseum

Das Seelackenmuseum befindet sich im Kurpark der Gemeinde Sankt Veit im Pongau und besteht derzeit aus dem Wallnerbauernhaus, der Seelackenmühle und dem Unterrainberg-Troadkasten.

Musik

  • Trachtenmusikkapelle
  • Kirchenchor

Bauwerke

Klosteranlage "Maria im Paradies"

Hauptartikel: Maria im Paradies

"Maria im Paradies" ist ein Kloster der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in Sankt Veit im Pongau.

Pfarrkirche

Die erste Kirche wurde im romanischen Stil in den Jahren zwischen 850 und 950 gebaut. Sie fiel dem großen Marktbrand im Jahre 1334 zum Opfer und wurde anschließend wieder neu errichtet. Die Kirche erhielt einen 42 Meter hohen Turm. In den folgenden Jahren wurden Vergrößerungen und Umbauten vorgenommen. Anstatt der ehemaligen einschiffigen Kirche entstand um 1400 eine vierschiffige, gotische Basilika die dem hl. Vitus geweiht wurde. Der achteckige Taufstein stammt aus der Zeit um 1500 und ist aus rotem Marmor gefertigt. Sehenswert in der Kirche ist die ehemalige "alte Sakristei" sowie die aus dem 14. und 17. Jahrhundert stammenden Fresken.

Naturdenkmäler

Schaubergwerk Sunnpau

Hauptartikel: Schaubergwerk Sunnpau

Grabungen 1985 bis 1989 haben am Klinglberg bei Sankt Veit im Pongau eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1.850 v. Chr. nachgewiesen. Im Bergbaubetrieb, der um 1800 aufgelassen wurde, fand man das Grab eines 1 100 bis 1 000 v. Chr. im Berg bestatteten Mannes mit Skelettteilen und Grabbeigaben. Dieses Grab wurde im Berg wieder nachgebaut, die Originalfundstücke sind im Seelackenmuseum zu sehen. Auch zwei graphitierte Schmelztiegel aus der "Großen Halle" (der oberste Teil im Bergwerk) sind dort ausgestellt.

Naturschutzgebiet „Paarseen-Schuhflicker-Heukareck“

Hier befinden sich besonders seltene Pflanzen und geschützte Tierarten.

Naturdenkmal „Sommerlinde beim Haidachgut“

Der Baum hat eine Höhe von 35 Metern, einen Stammumfang von 6,10 Metern und einen Kronendurchmesser von 20 Metern

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Sankt Veit im Pongau

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter des Ortes

Quellen

  • Homepage der Gemeinde Sankt Veit im Pongau
  • Salzburger Nachrichten
  • Statistik Austria
  • SAGIS - SAlzburger Geographisches InformationsSystem

Weblinks


Städte und Gemeinden im Pongau
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Über dieses Bild

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