Änderungen

6.647 Bytes hinzugefügt ,  11:22, 19. Jul. 2019
aktualisiert und ergänzt
Zeile 8: Zeile 8:  
[[Datei:Salzburgring.JPG|thumb|Salzburgring, Ansicht vom Gaisberg aus]]
 
[[Datei:Salzburgring.JPG|thumb|Salzburgring, Ansicht vom Gaisberg aus]]
 
Der '''Salzburgring''' ist eine permanente Rundkurs-Rennstrecke im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]]. Seine Länge beträgt 4 241 m bei einer Mindestbreite von zehn Metern und zwölf Kurven.
 
Der '''Salzburgring''' ist eine permanente Rundkurs-Rennstrecke im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]]. Seine Länge beträgt 4 241 m bei einer Mindestbreite von zehn Metern und zwölf Kurven.
 +
 +
== Geschichte ==
 +
Der Salzburgring wurde am [[21. September]] [[1969]] mit einem Renntag eröffnet. Er befindet sich im [[Nesselgraben]], der zum größten Teil zur Gemeinde [[Koppl]], zu einem kleinen Teil zur Gemeinde [[Plainfeld]] gehört. Er wurde zeitgleich mit dem 'Österreichring' bei Zeltweg, [[Steiermark]], gebaut. Seine Errichtung geht auf [[Wilhelm Löwinger|Wilhelm ''Willy'' Löwinger]], den Präsidenten des Österreichischen Automobil-Sport-Clubs (ÖASC) der geistige "Vater" der Europa-Bergmeisterschaft für Automobile, zurück.
 +
 +
Der Vertrag mit dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] als Grundeigentümer lief bis [[2015]]. Pächter ist die [[Internationale Gemeinnützige Motorsportverein Salzburg-Ring]] (IGMS), der 2014 Kaufinteresse bekundete.<ref>[https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2653417/ salzburg.orf.at], 18. Juni 2014</ref> 
 +
 +
=== 1980er-Jahre: Wird der Salzburgring aufgelöst? ===
 +
Zwei Tage nach dem Beschluss der [[Salzburger Landesregierung]] Ende März 1981 den Salzburgring zu schließen, wurde die Aktion "''Ja zum Salzburg-Ring''" ins Leben gerufen. Sofort stellten sich der [[Club der Streckenfunktionäre]] bei seiner Jahreshauptversammlung in [[Mayrwies]] und der dabei durch Dieter Lode vertretene AC Bavaria sofort in den Dienst der Sache. Der SC Salzburg-Ring, der [[Motor Veteranen Club Salzburg]], der Kart-Rennklub und schließlich der [[Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs Landesorganisation Salzburg|ARBÖ Salzburg]] schlossen sich dieser Aktion an.
 +
 +
[[Landeshauptmann]] Dr. [[Wilfried Haslauer senior|Wilfried Haslauer]] konnten wenige Monate später bereits 25&nbsp;000 Unterschriften übergeben werden - angefangen von der Sportprominenz wie [[Annemarie Moser-Pröll]] oder [[David Zwilling]] und natürlich den Motorsportlern bis hin zum einfachsten Motorsport-Fan. Und selbst Nicht-Motorsportfreunde konnten angesprochen werden, denn "''es wäre ein Unsinn, im Nesselgraben 70 Millionen [[Schilling]] und mehr zu verschütten.''"<ref>rund 5,1 Millionen Euro</ref> Insgesamt kamen über 30&nbsp;000 Unterschriften zustande, darunter auch aus [[Neuseeland]], den [[USA]], aus [[Chile]] und [[Südafrika]] sowie aus europäischen Ländern.<ref name="MLBA">Quelle [[Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]]</ref>
 +
 +
Im März [[1982]] wurde dann der ''Internationale Gemeinnützige Motorsportverein Salzburg-Ring'' gegründet. Diesem gehörten laut Statut sieben ordentliche Mitglieder an: fünf nicht gemeinnützige Motorsportvereine, ein "Club der Streckenfunktionäre" und die Gemeinde Plainfeld. Darin sahen die [[Gewerbebehörde]] und die [[Vereinsbehörde]] ein Vergehen und erließen Strafbescheide. In ihrer Begründung führten sie an, ''daß der Betrieb des Salzburg-Ringes überwiegend gewerbsmäßigen Charakter besitzt und daher eine gewerbliche Betriebsstättengenehmigung benötigt.''<ref name="MLBA"></ref>
 +
 +
1982 konnte die IGMS bereits positiv bilanzieren. Einnahmen in der Höhe von 2,6 Millionen Schilling (188.900 Euro) standen Ausgaben in der Höhe von 2,1 Millionen Schilling (152.600 Euro) gegenüber.<ref name="MLBA"></ref>
 +
 +
"''Nachdem der ARBÖ Salzburg noch im Februar [[1985]] im Alleingang vergeblich versucht hatte, die Rennstrecke in Eigenregie zu übernehmen, war im März 1985 allen am Weiterbestand interessierten Motorsportklubs klar, dass sie nur unter der Leitung eines parteipolitisch unabhängigen Fachmanns eine Chance hätten, von der [[Landesregierung]] die Zustimmung zur Weiterführung des Ringes zu erhalten. Der darauf angesprochene Obmann des Motor Veteranen Clubs Salzburg, Dipl.-Kfm. Dr. [[Helmut Krackowizer]] übernahm den Vorsitz des neu gegründeten Vereins'' [Anm.: IGMS] ''und vermochte bald darauf in einem das Ringschicksal entscheidenden Gespräch den damals ressortzuständigen Finanz-[[Landesrat]] Dipl.-Ing. [[Anton Bonimaier]] von der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Weiterführung des Salzburgrings zu überzeugen, worauf die IG Salzburgring mit der Führung des Ringbetriebs betraut wurde.''" (Pressemeldung 19. März 1985 von Helmut Krackowizer<ref name="MLBA"></ref>)
 +
 +
Dr. Schmalzl vom [[Amt der Salzburger Landesregierung]] in einem Schreiben vom 30. Juli 1985 an Dr. Krackowizer:
 +
 +
"''... 1) Wie bereits dargestellt, wurden die von Ihnen angesprochenen Verhandlungen über eine Verpachtung des Salzburg-Ringes an den IGMS im Juli und August 1981 unter Vorsitz von [[Hofrat|HR]] Dr. [[Johann Schernthanner]] bzw. LR Dipl.-Ing. Bonimaier abgehalten.<br />
 +
''2) Unbestritten ist für das Amt der Salzburger Landesregierung Ihre hervorragende Rolle bei den Bemühungen um eine Weiterführung des Salzburg-Ringes. Das gefertigte Amt geht davon aus, <u>daß ohne Ihre Initiativen eine Verpachtung an den IGMS entweder nicht oder nur zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt erfolgt wäre.</u>''"<ref name="MLBA"></ref>
 +
 +
=== Wie ging es weiter? ===
 +
Mit dem Auslaufen der Lizenz 1985 wurden seitens der ''Fédération Internationale de Motocyclisme'' (FIM) und ''Fédération Internationale du Sport Automobile'' (FISA) verschiedene Änderungsvorschläge in Bezug auf Streckenführung und Sicherheitseinrichtungen am Ring vorgeschrieben. Der IGMS investierte von Oktober 1985 bis April 1986 rund 2,8 Millionen Schilling (rund 203.000 Euro).
 +
 +
[[2006]] liefen Gespräche mit dem oberösterreichischen Motorradhersteller [[KTM]], der in der Nähe der Teststrecke auch ein Kompetenzzentrum aufbauen wollte, jedoch kam es zu keinem Übereinkommen.
 +
 +
[[2011]] investierte die Ringgesellschaft drei Millionen Euro für eine vom internationalen Automobilsportverband FIA geforderte direkte Lkw-Zufahrt hinter den Boxen. Gleichzeitig wurden auch andere Baumaßnahmen durchgeführt wie ein Retentionsbecken für Regenwasser.
 +
 +
[[Red Bull|Red-Bull]]-Eigentümer [[Dietrich Mateschitz]] hatte Interesse an einem Kauf der Rennstrecke bekundet. Nachdem im September 2015 bekannt wurde, dass Mateschitz die Rennstrecke für drei Millionen Euro erwerben wollte, wurde der entsprechende Vertrag im Jänner 2016 unterschrieben. Anfang Juli 2016 wurde jedoch bekannt, dass der Verkauf an Dietrich Mateschitz geplatzt ist.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/sport/mixed/red-bull-boss-mateschitz-wird-den-salzburgring-kaufen-2134363 17. September 2015] und [https://www.meinbezirk.at/flachgau/c-wirtschaft/mateschitz-kauft-den-salzburgring_a1471666 www.meinbezirk.at], 16. September 2015</ref><ref>[https://www.motorsport-magazin.com/motogp/news-229193-mateschitz-kauft-salzburgring-doch-nicht/  www.motorsport-magazin.com] mateschitz-kauft-salzburgring-doch-nicht, 1. Juli 2016</ref>
 +
 +
Die 50-Jahr-Feier fand am [[3. August|3.]] und [[4. August]] [[2019]] statt.
    
==Der Ring==
 
==Der Ring==
Der Salzburgring wurde [[1969]] eröffnet und befindet sich im [[Nesselgraben]], der zum größten Teil zur Gemeinde [[Koppl]], zu einem kleinen Teil zur Gemeinde [[Hof bei Salzburg]] gehört. Er wurde zeitgleich mit dem 'Österreichring' bei Zeltweg, [[Steiermark]], gebaut.  
+
Die Streckenlänge betrug anfangs 4&nbsp;241 m, heute nach Umbauten (2019) 4&nbsp;255 m. Die zwei langen Geraden (wobei die Gegengerade zur Start- und Zielgeraden leicht ansteigend ist), sowie die an diese Gegengerade anschließende lang gezogene Rechtskurve oberhalb des Fahrerlagers, ließen diese Strecke zu einer sehr schnellen Rennstrecke werden. Es gibt auch die Möglichkeit zu einer kürzeren Runde von nur 2&nbsp;910 m, die durch eine Verbindung der beiden Geraden vor Erreichen der ''[[Nockstein]]-Kehre'' (am Ende der Startgerade) möglich ist.
   −
Die Streckenlänge beträgt 4 241 m: die zwei langen Geraden (wobei die Gegengerade zur Start- und Zielgeraden leicht ansteigend ist), sowie die an diese Gegengerade anschließende lang gezogene Rechtskurve oberhalb des Fahrerlagers, ließen diese Strecke zu einer sehr schnellen Rennstrecke werden.  
+
Die minimale Breite der Strecke beträgt zehn Meter. Der Ring verfügt über zwölf Kurven, je sechs Rechts- und Linkskurven. Von den vier Geraden ist jene bei Start und Ziel mit 750 m die Längste. Die größte Steigung findet sich mit 3,8 % auf der Gegengeraden, das höchsten Gefälle mit 1,8 % in der Fahrerlagerkurve. Insgesamt überwindet der Kurs einen Höhenunterschied von knapp 22 m.  Der Ring befindet sich zwischen 648,3 [[m ü. A.]] und 670,5 m ü. A..
   −
Die minimale Breite der Strecke beträgt 10 Meter. Der Ring verfügt über 12 Kurven, je sechs Rechts- und Linkskurven. Von den vier Geraden ist jene bei Start und Ziel mit 750 m die Längste. Die größte Steigung findet sich mit 3,8% auf der Gegengeraden, das höchsten Gefälle mit 1,8% in der Fahrerlagerkurve. Insgesamt überwindet der Kurs einen Höhenunterschied von 25 m.
+
Der Boxenkomplex bei Start und Ziel verfügt über 31 Boxen (aktuell?), das Fahrerlager mitten im Ring über eine Gesamtfläche von 24 900 m²
 
  −
Der Boxenkomplex bei Start und Ziel verfügt über 31 Boxen, das Fahrerlager mitten im Ring über eine Gesamtfläche von 24 900 m²
      
Durch die stetig erweiterten Sicherheitsauflagen für Motorsportveranstaltungen wurden im Laufe der Jahre mehrere Umbauten notwendig. Unter anderem entstanden so genannte Schikanen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie Sturzräume, was auf Grund der Talkessellage des Rings sehr schwer bzw. teuer und aufwendig war.  
 
Durch die stetig erweiterten Sicherheitsauflagen für Motorsportveranstaltungen wurden im Laufe der Jahre mehrere Umbauten notwendig. Unter anderem entstanden so genannte Schikanen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie Sturzräume, was auf Grund der Talkessellage des Rings sehr schwer bzw. teuer und aufwendig war.  
Zeile 23: Zeile 53:     
==Die Veranstaltungen==
 
==Die Veranstaltungen==
Eine Woche vor seinem Tod fuhr [[Jochen Rindt]] am [[30. August]] [[1970]] hier einen Formel-2-Lauf, den [["Festspielpreis" Formel II 1970]], den damaligen Vorläufer der Formel 1.
+
Eine Woche vor seinem Tod fuhr [[Jochen Rindt]] am [[30. August]] [[1970]] hier einen Formel-2-Lauf, den [[Festspielpreis Formel II 1970|"Festspielpreis"]].
 
  −
Motorrad-Asse wie [[Giacomo Agostini]] auf MV Agusta oder Toni Mang begeisterten bei [[Großer Preis von Österreich|Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen]] (ab [[1970]]) bis zu 100&nbsp;000 Zuschauer. Der letzte Motorrad-Weltmeisterschaftslauf fand [[1994]] statt, später noch einmal ein Seitenwagen-WM-Lauf. Während des Rennens am [[1. Mai]] [[1977]] verunglückte der Schweizer [[Hans Stadelmann]] tödlich.
     −
Zwischen [[1975]] und [[1994]] gab es mehrere Jahre den "[[Oldtimer Grand Prix]]" für historische Motorräder und Automobile, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte (u. a. [[Juan Manuel Fangio]] [Argentinien], [[Niki Lauda]], John Surtees [[GB], [[Luigi Taveri]] [CH] u.a.). Diese Veranstaltung musste dann aufgrund von damals verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundesland [[Salzburg]]s eingestellt werden. Seit einigen Jahren jedoch findet wieder eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Solo-Motorradweltmeister, [[Rupert Hollaus]], statt.
+
Motorrad-Asse wie [[Giacomo Agostini]] (MV Agusta) oder Toni Mang begeisterten bei [[Großer Preis von Österreich|Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen]] (ab 1970 wurden am Salzburg die legendären [[1. Mai Rennen]] gefahren) bis zu 100&nbsp;000 Zuschauer. Der letzte Motorrad-Weltmeisterschaftslauf fand [[1994]] statt, später noch einmal ein Seitenwagen-WM-Lauf. Während des Rennens am [[1. Mai]] [[1977]] verunglückte der Schweizer [[Hans Stadelmann]] tödlich.
   −
Am [[20. Mai]] [[2012]] kehrte mit der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) international hochrangiger Motorsport auf den Salzburgring zurück. Der WM-Lauf kostet den Veranstalter rund eine halbe Million Euro, davon erhält der WTCC 160.000 Euro. Die erste Auflage wurde laut Aussage von Ringleiter [[Alex Reiner]] von [[Red Bull]]-Chef [[Dietrich Mateschitz]] unterstützt.<ref>{{Quelle SN|7. Oktober 2011}}</ref>
+
Zwischen [[1975]] und [[1994]] gab es mehrere Male den "[[Oldtimer Grand Prix]]" für historische Motorräder und Automobile, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte (u. a. [[Juan Manuel Fangio]] [Argentinien], [[Niki Lauda]], John Surtees [[GB]], dem einzige Weltmeister auf Motorrad <u>und</u> in der Formel 1), [[Luigi Taveri]] [[CH]] u. a.). Diese Veranstaltung musste dann aufgrund von damals verschärften Lärmschutzbestimmungen des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] eingestellt werden. Von [[2004]] bis [[2010]] fanden die [[Rupert Hollaus Gedächtnisrennen]], eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Solo-Motorradweltmeister  [[Rupert Hollaus]], statt.
   −
Im Rahmen des WTCC fuhren erstmals auch die Ferrari- und Maserati-Challenge in Salzburg. 2012 waren fünf Marken am Start: neben dem Werkteam von Chevrolet die Privatteams mit BMW, SEAT, Volvo und Honda.<ref>{{Quelle SN|4. November 2011}}</ref>
+
Am [[20. Mai]] [[2012]] kehrte mit der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) international hochrangiger Motorsport auf den Salzburgring zurück. Der WM-Lauf kostet den Veranstalter rund eine halbe Million Euro, davon erhält der WTCC 160.000 Euro. Die erste Auflage wurde laut Aussage von Ringleiter [[Alex Reiner]] von [[Red Bull]]-Chef [[Dietrich Mateschitz]] unterstützt.<ref>{{Quelle SN|7. Oktober 2011}}</ref>  Im Rahmen des WTCC fuhren erstmals auch die Ferrari- und Maserati-Challenge in Salzburg. 2012 waren fünf Marken am Start: neben dem Werkteam von Chevrolet die Privatteams mit BMW, SEAT, Volvo und Honda.<ref>{{Quelle SN|4. November 2011}}</ref>
    
Die Veranstaltung stand auch 2013 als einziger Lauf im deutschsprachigen Raum auf dem Kalender der WTCC.
 
Die Veranstaltung stand auch 2013 als einziger Lauf im deutschsprachigen Raum auf dem Kalender der WTCC.
   −
Die Anzahl der großen Motorsportveranstaltungen ist auf fünf pro Jahr limitiert. Es finden aber auch regelmäßig andere Veranstaltungen wie Fahrzeugpräsentationen von Automobil-Herstellern, Fahrerlehrgänge und Clubtreffen statt. Zudem beherbergte der Salzburgring von [[2002]] bis [[2008]] im Sommer das [[Frequency Festival]]. Im Juli [[2013]] erlebt der Ring mit dem [[Electric Love]] seine Wiedergeburt als Festivallocation.
+
Die Anzahl der großen Motorsportveranstaltungen ist auf fünf pro Jahr limitiert. Es finden aber auch regelmäßig andere Veranstaltungen wie Fahrzeugpräsentationen von Automobil-Herstellern, Fahrerlehrgänge und Clubtreffen statt.  
   −
Obwohl kaum noch Motorsportevents mit vielen Zuschauern stattfinden, ist der Salzburgring von März bis November jedes Jahr ausgebucht und kann sich selbst bei einem jährlichen Umsatz von 1,5 Millionen Euro ohne Subventionen finanzieren und bringt der umliegenden Wirtschaft zusätzliches Geld.
+
Von [[1978]] bis 1986? fanden [[Elefantentreffen]] im Winter statt, von [[2002]] bis [[2008]] im Sommer das [[Frequency Festival]]. Im Juli [[2013]] erlebte der Ring mit dem  [[Electric Love Festival]] seine Wiedergeburt als ''Festival-Location''.
   −
== Die Zukunft ==
+
Obwohl kaum noch Motorsport-[[Event]]s mit vielen Zuschauern stattfinden, ist der Salzburgring von März bis November jedes Jahr ausgebucht und kann sich selbst bei einem jährlichen Umsatz von 1,5 Millionen Euro ohne Subventionen finanzieren und bringt der umliegenden Wirtschaft zusätzliches Geld.
Der Vertrag mit dem Land Salzburg als Grundeigentümer läuft bis [[2015]]. Seit [[2006]] laufen Gespräche mit dem oberösterreichischen Motorradhersteller [[KTM]], der in der Nähe der Teststrecke auch ein Kompetenzzentrum aufbauen will. [[2011]] investierte die Ringgesellschaft drei Millionen Euro für eine vom internationalen Automobilsportverband FIA geforderte direkte Lkw-Zufahrt hinter den Boxen. Gleichzeitig wurden auch andere Baumaßnahmen durchgeführt wie ein Retentionsbecken für Regenwasser.  
      
==Schwere Unfälle am Salzburgring==
 
==Schwere Unfälle am Salzburgring==
Zeile 75: Zeile 102:  
==Literatur==
 
==Literatur==
 
* ''Legende Salzburgring - Im Windschatten der Geschichte'', [[Verlag Anton Pustet]] 2014, ISBN 978-3-7025-0762-6
 
* ''Legende Salzburgring - Im Windschatten der Geschichte'', [[Verlag Anton Pustet]] 2014, ISBN 978-3-7025-0762-6
 
+
*  Florian T. Mrazek: ''Legend Salzburgring Tradition meets Innovation'', 50 Jahre Salzburgring, Verlag Anton Pustet, 2019, ISBN 978-3-7025-0942-2
 
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* {{wikipedia-de|Salzburgring}}
 
* {{wikipedia-de|Salzburgring}}
Zeile 81: Zeile 108:  
* Salzburger Nachrichten, Februar 2011 und Mai 1977
 
* Salzburger Nachrichten, Februar 2011 und Mai 1977
 
* [http://www.news.at/articles/0223/20/36184/oetc-rennen-unfall www.news.at Unfälle]
 
* [http://www.news.at/articles/0223/20/36184/oetc-rennen-unfall www.news.at Unfälle]
* Homepage
+
{{Homepage|http://www.salzburgring.com}}
 
   
==Weblink==
 
==Weblink==
{{Homepage|http://www.salzburgring.com/de/index.php}}
+
{{Homepage|http://www.salzburgring.com}}
 
*[http://www.the-fastlane.co.uk/racingcircuits/Austria/Salzburgring.html Salzburgring in der Welt größten Rennstrecken-Datenbank; mit Verlauf der Streckenänderungen]
 
*[http://www.the-fastlane.co.uk/racingcircuits/Austria/Salzburgring.html Salzburgring in der Welt größten Rennstrecken-Datenbank; mit Verlauf der Streckenänderungen]