Salzburger Festspielpreis der Stadt Salzburg 1970

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Start, erste Reihe 21 - Jo Siffert, 19 - Jacky Ickx, 14 - Ernesto Brambilla, zweite Reihe 15 - Vittorio Brambilla

Der Salzburger Festspielpreis der Stadt Salzburg 1970 war eine Motorsportveranstaltung am 30. August 1970 am Salzburgring.

Die Rennveranstaltung

Im Rahmen dieses Rennwochenendes fanden verschiedene Rennen statt.

Formel-2-Rennen

Eines davon war der Formel-2-Lauf. Es sollte das letzte Rennen für den deutschen Jochen Rindt werden, der damals mit österreichischer Sportlizenz als erster Österreicher Formel-1-Weltmeister posthum wurde. Das vom SAMTC und ÖASC[1] veranstaltete Rennen brachte die Formel-2-Weltelite nach Salzburg. Neben Rindt (Lotus F2) waren der Belgier Jacky Ickx (BMW), der Brasilianer Emerson Fittipaldi (Lotus), der Schweizer Jo Siffert (BMW), der englische ex-Weltmeister Graham Hill (Lotus F2), der Österreicher Dieter Quester, der Italiener Ernesto Brambilla, der Argentinier Carlos Reutemann, der Ire Brian Cullen (alle Braham) und der Schweizer March-Pilot Xavier Perrot erschienen.

Die beiden Läufe führten über jeweils 25 Runden à 4 255 m, somit gesamt 212,75 Kilometer. 40 000 Zuschauer erlebten dann am Sonntag vier Stunden hervorragenden Automobilsport (es gab auch noch Formel-Vau-Läufe). Es kam zu einem spannenden Duell zwischen Rindt und Ickx, das der Belgier für sich entscheiden konnte. Rindt, der sich aufgrund der nur neuntbesten Trainingszeit keine großen Hoffnungen machte, wäre aus der vierten Startreihe ins Rennen gegangen. Wäre! Denn der Lotus von Rindt hatte kurz vor dem Start einen Defekt (lecke Zylinderkopfdichtung), der nicht mehr behoben werden konnte. Rindt, der stets als großer Sportsmann Fairness zeigte, stellte sich in die letzte Startreihe, um niemanden zu gefährden. Nach der Startrunde fuhr er ins Fahrerlager, wo sein Lotus perfekt für den zweiten Lauf repariert wurde[2]. Er gewann den zweiten Lauf mit 31:27,95 min (Schnitt 202,66 km/h) vor Ickx (31:28,62), der den ersten Lauf gewonnen hatte (31:55,41 - 199,15 km/h).

  • Pole Position: Ernesto Brambilla mit einer Rundenzeit von 1:14,2 min.
  • Schnellste Rund im Rennen: Jochen Rindt mit einer Rundenzeit von 1:13,8 min.

Zu dem bedeutendsten Automobilrennen Salzburgs waren über 100 Journalisten aus sieben Ländern angereist.

Die Ergebnisse der beiden Läufe getrennt

Rang 1. Lauf 2. Lauf Gesamt
1. Ickx Rindt Ickx
2. Brambilla Ickx Brambilla
3. Quester Brambilla Quester
4. Fittipaldi Quester Fittipaldi
5. Hill Brambilla Hill

Gesamtergebnis Formel 2 Rennen

Rang Startnr. Land Fahrer Team Fahrzeug Runden Zeit
1. 19 Belgien Jacky Ickx BMW Motorsport GmbH BMW 270 50 01:03:24,03 St.
2. 15 Italien Vittorio Brambilla North Italian Racing Developments Brabham BT30 - Ford 50 01:03:25,80 St.
3. 3 Österreich Dieter Quester BMW Motorsport GmbH BMW 270 50 01:03:30,28 St.
4. 5 Brasilien Emerson Fittipaldi Team Bardahl Lotus 69 - Ford 50 01:03:31,17 St.
5. 2 England Graham Hill Jochen Rindt Racing Lotus 69 - Ford 50 01:03:40,83 St.
6. 4 Schweiz Xavier Perrot Squadra Tartaruga March 702 - Ford 50 01:04:17,07 St.
7. 11 Deutschland Roland Binder privat Tecno TF68 - Ford 49
8. 20 Italien Giancarlo Gagliardi Scuderia Jolly Club Brabham BT30 - Ford 48
9. 9 Irland Brian Cullen privat Brabham BT23C Ford 48
10. 10 Schweiz Bruno Frey Midland Racing Team Tecno TF69 - Ford 47
DNF 8 Frankreich Adam Potocki privat Lotus 69 - Ford 45
DNF 14 Italien Ernesto Brambilla North Italian Racing Developments Brabham BT30 - Ford 40
DNF 1 Österreich Jochen Rindt Jochen Rindt Racing Lotus 69 - Ford 26
DNF 21 Schweiz Jo Siffert BMW Motorsport GmbH BMW 270 24

Weitere Fahrer nicht in der Wertung waren Jean-Pierre Jabouille (FRA), 24 Runden, Carlos Reutemann (Argentinien) 9 Runden

Formel Vau

Formel Vau war eine beliebte Rennwagenklasse um 1970. Am Sonntag fand mit diesen Rennwagen auch ein Lauf am Salzburgring statt. Hier das Ergebnis.

Rang Formel Vau Formel Ford
1. Breinberg Riedl (Ö)
2. Ertl Carling (GB)
3. Peter Peter Lawrence (GB)

alle drei auf Austro Kaimann

Quellen

Einzelnachweise

  1. Österreichischer Automobil-Sport-Club (ÖASC)
  2. das hing mit den Regeln zur Erlangung von Startgelder zusammen: das Rennen musste begonnen werden