Volksschule Mauterndorf: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
| − | Die Schulgeschichte lässt sich in Mauterndorf bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Im 19. Jahrhundert fand der Unterricht im Mesnerhaus, später im Bürgerhaus und im alten Pfleghaus statt. [[1856]] wurde das Mautamtsgebäude vom [[Bruderhaus Mauterndorf|Bruderhaus]]fonds gepachtet. [[1859]] wurde das alte Schul- und Mesnerhaus dem Bruderhausfonds überlassen, dieser verpflichtete sich im Gegenzug dauerhaft dazu, zwei Klassenräume, Lehrer-, Mesner- und Organistenwohnung sowie Aushilfslehrerzimmer im ehemaligen Mautgebäude [[Mauterndorf]] 89 unterzubringen. | + | Die Schulgeschichte lässt sich in Mauterndorf bis ins [[16. Jahrhundert]] zurückverfolgen. Im [[19. Jahrhundert]] fand der Unterricht im Mesnerhaus, später im Bürgerhaus und im alten Pfleghaus statt. [[1856]] wurde das Mautamtsgebäude vom [[Bruderhaus Mauterndorf|Bruderhaus]]fonds gepachtet. [[1859]] wurde das alte Schul- und Mesnerhaus dem Bruderhausfonds überlassen, dieser verpflichtete sich im Gegenzug dauerhaft dazu, zwei Klassenräume, Lehrer-, Mesner- und Organistenwohnung sowie Aushilfslehrerzimmer im ehemaligen Mautgebäude [[Mauterndorf]] 89 unterzubringen. |
Als die Schule [[1874]] zweiklassig wurde, war sie kurzzeitig im Wallnerfranzenhaus untergebracht. Am [[27. März]] [[1882]] fiel die Schulchronik einem Brand zum Opfer. | Als die Schule [[1874]] zweiklassig wurde, war sie kurzzeitig im Wallnerfranzenhaus untergebracht. Am [[27. März]] [[1882]] fiel die Schulchronik einem Brand zum Opfer. | ||
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Beide Klassen übersiedelten am [[15. Oktober]] [[1887]] ins Gemeindehaus. | Beide Klassen übersiedelten am [[15. Oktober]] [[1887]] ins Gemeindehaus. | ||
| − | Am [[6. Oktober]] [[1907]] wurde das neue Schulgebäude mit Lehrerwohnung eingeweiht. [[1908]] wurden eine Turnhalle und eine Waschküche gebaut. Nach Erweiterung des Mauterndorfer Schulsprengels um [[Steindorf]] wurde die Volksschule [[1910]] dreiklassig. Die dritte Klasse musste vorübergehend im Gemeindehaus untergebracht werden. [[1927]] wurde dann ein Klassenraum in die Turnhalle eingebaut. [[1947]] erfolgte der Umbau der Turnhalle zu einem vierten Klassenraum. | + | Am [[6. Oktober]] [[1907]] wurde das neue Schulgebäude mit Lehrerwohnung eingeweiht. [[1908]] wurden eine Turnhalle und eine Waschküche gebaut. Nach Erweiterung des Mauterndorfer Schulsprengels um [[Steindorf (Gemeinde)|Steindorf]] wurde die Volksschule [[1910]] dreiklassig. Die dritte Klasse musste vorübergehend im Gemeindehaus untergebracht werden. [[1927]] wurde dann ein Klassenraum in die Turnhalle eingebaut. [[1947]] erfolgte der Umbau der Turnhalle zu einem vierten Klassenraum. |
[[1949]] wurde die Lehrerwohnung in zwei Klassenräume umgebaut. Die Baukosten betrugen 15.000 [[Schilling|öS]].<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 120.</ref> Die Volksschule war nun sechsklassig, wurde [[1959]] jedoch wieder fünfklassig. | [[1949]] wurde die Lehrerwohnung in zwei Klassenräume umgebaut. Die Baukosten betrugen 15.000 [[Schilling|öS]].<ref>[[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963''. Hrsg. vom [[Landesschulrat für Salzburg]]. Salzburg 1965, S. 120.</ref> Die Volksschule war nun sechsklassig, wurde [[1959]] jedoch wieder fünfklassig. | ||
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* [[1852]]–1853: [[Matthias Pölzl]] (Schulprovisor) | * [[1852]]–1853: [[Matthias Pölzl]] (Schulprovisor) | ||
| − | * [[1853]]–1856: [[Josef Schattauer]] (Schulprovisor) | + | * [[1853]]–1856: [[Josef Schattauer junior]] jun. (Schulprovisor) |
| − | * [[1856]] | + | * [[1856]]–1861: [[Leonhard Palfner]] |
* [[1861]]–1869: [[Michael Lindenthaler]] | * [[1861]]–1869: [[Michael Lindenthaler]] | ||
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| − | * [[1936]]–1937: Walter Riedel ( | + | * [[1936]]–1937: Walter Riedel (provisorisch) |
| − | * [[1937]]–1938: Alfred Öttl ( | + | * [[1937]]–1938: Alfred Öttl (provisorisch) |
* [[1938]]–1941: [[Adolf Dengg]] | * [[1938]]–1941: [[Adolf Dengg]] | ||
* [[1942]]–194x: [[Franz Illig (Politiker)|Franz Illig]] | * [[1942]]–194x: [[Franz Illig (Politiker)|Franz Illig]] | ||
* 194x–1945: [[Michael Hohensinn]] | * 194x–1945: [[Michael Hohensinn]] | ||
* [[1945]]–1951: [[Matthias Trattler]] | * [[1945]]–1951: [[Matthias Trattler]] | ||
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* [[Anton Behacker|Behacker, Anton]] (Hrsg.): ''Materialien zur Geschichte der Volksschulen des Herzogtumes Salzburg''. Salzburg (Mayr) 1912, S. 25f. | * [[Anton Behacker|Behacker, Anton]] (Hrsg.): ''Materialien zur Geschichte der Volksschulen des Herzogtumes Salzburg''. Salzburg (Mayr) 1912, S. 25f. | ||
* [[Anton Heitzmann|Heitzmann, Anton]] und [[Michael Jessner]]: ''Johannes der Schulmeister. 650 Jahre Schule im Lungau.'' Tamsweg 2001. | * [[Anton Heitzmann|Heitzmann, Anton]] und [[Michael Jessner]]: ''Johannes der Schulmeister. 650 Jahre Schule im Lungau.'' Tamsweg 2001. | ||
* [[Alfred Rinnerthaler|Rinnerthaler, Alfred]] und [[Marieluise Löcker]]: ''Die Pfarr- und Marktschule Mauterndorf.'' In: [[Peter Klammer|Klammer, Peter]]: und [[Hermann Rumschöttel]] (Hrsg.): ''Mauterndorf - der königliche Markt''. Maruapfarr (Peter Klammer) 2017. | * [[Alfred Rinnerthaler|Rinnerthaler, Alfred]] und [[Marieluise Löcker]]: ''Die Pfarr- und Marktschule Mauterndorf.'' In: [[Peter Klammer|Klammer, Peter]]: und [[Hermann Rumschöttel]] (Hrsg.): ''Mauterndorf - der königliche Markt''. Maruapfarr (Peter Klammer) 2017. | ||
| − | + | * [[Salzburger Amtskalender]] | |
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
<references/> | <references/> | ||
Aktuelle Version vom 29. Oktober 2025, 09:04 Uhr
| Schuldaten[1] | |
|---|---|
| Schulkennzahl: | 505041 |
| Name der Schule: | Volksschule Mauterndorf |
| Adresse: | 5570 Mauterndorf 229 |
| Website: | www.vs-mauterndorf.salzburg.at |
| E-Mail: | direktion@vs-mauterndorf.salzburg.at |
| Telefon: | (0 64 72) 72 72 |
| Direktorin: | VOL Dipl.-Päd. Andrea Frischauf |
Die Volksschule Mauterndorf ist eine Grundschule in der Lungauer Marktgemeinde Mauterndorf. Sie nennt sich seit 2015 auch "Biosphärenschule".
Geschichte
Die Schulgeschichte lässt sich in Mauterndorf bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Im 19. Jahrhundert fand der Unterricht im Mesnerhaus, später im Bürgerhaus und im alten Pfleghaus statt. 1856 wurde das Mautamtsgebäude vom Bruderhausfonds gepachtet. 1859 wurde das alte Schul- und Mesnerhaus dem Bruderhausfonds überlassen, dieser verpflichtete sich im Gegenzug dauerhaft dazu, zwei Klassenräume, Lehrer-, Mesner- und Organistenwohnung sowie Aushilfslehrerzimmer im ehemaligen Mautgebäude Mauterndorf 89 unterzubringen.
Als die Schule 1874 zweiklassig wurde, war sie kurzzeitig im Wallnerfranzenhaus untergebracht. Am 27. März 1882 fiel die Schulchronik einem Brand zum Opfer.
Beide Klassen übersiedelten am 15. Oktober 1887 ins Gemeindehaus.
Am 6. Oktober 1907 wurde das neue Schulgebäude mit Lehrerwohnung eingeweiht. 1908 wurden eine Turnhalle und eine Waschküche gebaut. Nach Erweiterung des Mauterndorfer Schulsprengels um Steindorf wurde die Volksschule 1910 dreiklassig. Die dritte Klasse musste vorübergehend im Gemeindehaus untergebracht werden. 1927 wurde dann ein Klassenraum in die Turnhalle eingebaut. 1947 erfolgte der Umbau der Turnhalle zu einem vierten Klassenraum.
1949 wurde die Lehrerwohnung in zwei Klassenräume umgebaut. Die Baukosten betrugen 15.000 öS.[2] Die Volksschule war nun sechsklassig, wurde 1959 jedoch wieder fünfklassig.
In den Jahren 1957 bis 1959 wurde ein neues Schulgebäude errichtet, am 14. Dezember 1959 bezogen und 1960 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 2.600.000 öS.[3] Seit 1960 beherbergte die Schule auch die zuvor in Tamsweg ansässige gewerbliche Berufsschule.
Am 5. Februar 1971 wurde die neue Turnhalle eröffnet. 2008 hatte die Schule drei Klassen.
Schulleiter und Direktoren
| Schülerzahl | |
|---|---|
| 1802 | 82 |
| 1818 | 115 |
| 1838 | 127 |
| 1848 | 98 |
| 1869 | 106 |
| 1882 | 130 |
| 1904 | 110 |
| 1914 | 196 |
| 1940 | 194 |
| 1958 | 178 |
| 1962 | 203 |
| 1993 | 99 |
| 2000 | 119 |
| 2010 | 52 |
- (1575): Leonhard Cassian (Schulmeister)
- 17xx–1751: Baltasar Fürstenhofer
- 1751–1763: Antonia Fürstenhofer
- 1764–1780: Joachim Fürstenhofer
- 1780–1793: Anton Strugger
- 1794–1827: Johann Wintersteller
- 1827–1828: Lehrer Mooshamer ?
- 1828–1852: Kaspar Gizoller († 24. August 1852)
- 1852–1853: Matthias Pölzl (Schulprovisor)
- 1853–1856: Josef Schattauer junior jun. (Schulprovisor)
- 1856–1861: Leonhard Palfner
- 1861–1869: Michael Lindenthaler
- 187x–1888: Alexander Egger
- 1888–1895: Pater Schintelmaißer
- 1895–1895: Anton Guggenberger
- 1895–1915: Franz Keidel († 1916)
- 1915–1916: Gottfried Mittersakschmöller († 1916)
- 1923–1935: Alois Meller
- 1935–1936: Josef Mittersakschmöller (provisorisch)
- 1936–1937: Walter Riedel (provisorisch)
- 1937–1938: Alfred Öttl (provisorisch)
- 1938–1941: Adolf Dengg
- 1942–194x: Franz Illig
- 194x–1945: Michael Hohensinn
- 1945–1951: Matthias Trattler
- 1951–1958: OSR Josef Mittersakschmöller (erneut)
- 1959–1959: SR Friederike Gietl (provisorisch)
- 1959–1973: OSR Herbert Margreiter
- 1974–1992: OSR Adolf Aigner
- 1992–1992: SR Marieluise Löcker (provisorisch)
- 1992–2003: OSR Alois Maier
- 2003–2016: Gertrude Pichler
- 2017–2018: SR Elke Bärnthaler
- seit 2018: Andrea Frischauf
Quellen
- Behacker, Anton (Hrsg.): Materialien zur Geschichte der Volksschulen des Herzogtumes Salzburg. Salzburg (Mayr) 1912, S. 25f.
- Heitzmann, Anton und Michael Jessner: Johannes der Schulmeister. 650 Jahre Schule im Lungau. Tamsweg 2001.
- Rinnerthaler, Alfred und Marieluise Löcker: Die Pfarr- und Marktschule Mauterndorf. In: Klammer, Peter: und Hermann Rumschöttel (Hrsg.): Mauterndorf - der königliche Markt. Maruapfarr (Peter Klammer) 2017.
- Salzburger Amtskalender
Einzelnachweise
- ↑ www.lsr-sbg.gv.at
- ↑ Laireiter, Matthias: Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963. Hrsg. vom Landesschulrat für Salzburg. Salzburg 1965, S. 120.
- ↑ Laireiter, Matthias: Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963. Hrsg. vom Landesschulrat für Salzburg. Salzburg 1965, S. 117.