Karte
Karte 5302.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: 23,47 km²
Geografische Koordinaten: 47° 53' N, 13° 10' O
Höhe: 551 m ü. A.
Einwohner: 4 767 ((1. Jänner 2012)
Postleitzahl(en): 5302
Vorwahl: 0 62 14
Gemeindekennziffer: 50 317
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5302 Henndorf am Wallersee
Hauptstraße 65
Offizielle Website: www.henndorf.at
Politik
Bürgermeister: Rupert Eder (ÖVP)
Gemeinderat (2009): 21 Mitglieder:
13 ÖVP,
6 SPÖ
2 FDH
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 071
1880 1 095
1890 1 096
1900 1 092
1910 1 195
1923 1 150
1934 1 288
1939 1 278
1951 1 692
1961 1 827
1971 2 264
1981 2 832
1991 3 923
2001 4 647
2011 4 765
Henndorfansicht von Südost
Henndorf, Ostansicht
Pfarrkirche Henndorf, Südansicht
Ortsbild nach der Verkehrsberuhigung durch den Umfahrungstunnel im Aug. 2009
Henndorf von Hankham aus
Henndorf Winter-Panoramabild 7.1.2011
Henndorf von Südost mit Buchberg

Henndorf am Wallersee ist eine am Wallersee gelegene Gemeinde im Flachgau.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde befindet sich im Nordosten des Flachgaus im Salzburger Seenland am Südostufer des Wallersees. Im Osten der Gemeinde erheben sich die Große Plaike (1 034 m ü. A.) und der Lehmberg (1 027 m ü. A.). Durch das Gemeindegebiet führt der Mozart-Radweg.

Ortsgliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die Katastralgemeinden Henndorf und Hof. Weiters gliedert sich Henndorf am Wallersee in folgende Ortschaften: Berg (209), Enzing (58), Fenning (190), Hankham (86), Hatting (16), Henndorf am Wallersee (3 742), Hof (152), Ölling (127) und Wankham (67) [Anmerkung: Mit der Zahl in Klammer wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.]

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Henndorf am Wallersee grenzt an die Gemeinden Eugendorf, Seekirchen am Wallersee, Köstendorf, Neumarkt am Wallersee und Thalgau.

Geschichte

Nach einer im Ortsbereich von Henndorf gefundenen römischen Meilensäule ist zu schließen, dass die Römerstraße, die Iuvavum (Salzburg) mit Ovilava (Wels) verband, durch Henndorf führte. Der Ortsname taucht bereits in den ersten Güterverzeichnissen (Notitia Arnonis und Breves Notitiae) des späten 8. Jahrhunderts auf, zunächst unter der Bezeichnung Eondorf (ursprüngliche Bedeutung: Höhendorf).

Zu Beginn des Mittelalters wirkte der fränkischen Bischof Rupert von Worms, der Gründerheilige von Salzburg, in der Nachbarschaft von Henndorf. Die Zeit des späten Mittelalters war durch die Herrschaft der Herren von Tann (bis Ende des 14. Jahrhunderts), damals eines der mächtigsten Salzburger Adelsgeschlechter und deren jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit dem Salzburger Erzbischof geprägt. An die durch Teilung der Grafschaft im 14. Jahrhundert entstandenen beiden Pfleggerichte erinnern heute noch der Burgstall Altentann sowie die Ruine Lichtentann südwestlich bzw. westlich von Henndorf.

Während der französischen Besetzung in den Anfangsjahren des 19. Jahrhunderts waren im Ort neben französischen Soldaten auch Kriegsgefangene untergebracht.

Im 20. Jahrhundert, in der Zwischenkriegszeit, machte sich Henndorf am Wallersee einen Namen als kreatives Zentrum der deutschsprachigen Literatur. Dies geht vor allem auf den Henndorfer Kreis rund um den deutschen Schriftsteller Carl Zuckmayer zurück. Auch Ödön von Horváth lebte zwischen 1933 und 1934 in dieser Gemeinde. Johannes Freumbichler, Heimatschriftsteller und Großvater Thomas Bernhards, war Henndorfer. Bernhard selbst verbrachte während seiner Kindheit viel Zeit in dieser Gemeinde am Wallersee.

Der ursprüngliche Gemeindename „Henndorf“ wurde im Jahr 1951 zu „Henndorf am Wallersee“ erweitert.[1]

Religionen

Henndorf am Wallersee gehörte seit 1627 zum Dekanat Köstendorf. Neben der heutigen Pfarrkirche bestanden damals drei Filialkirchen. Während die Filialkirche St. Brigida in Ölling bis heute erhalten blieb, existieren die Schlosskapelle von Gut Altentann und die vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammende Ulrichskirche in Kirchfenning (Fenning) nicht mehr. Letztere wurde auf Grund ihres schlechten baulichen Zustandes 1785 gesperrt und 1816 zur Gänze abgetragen.

1864 wurde Henndorf am Wallersee zum Vikariat und 1867 zur eigenständigen Pfarre erhoben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 
Gut Aiderbichl
Der größte österreichische Gnadenhof für Tiere in Not wurde im Jahr 2000 von Michael Aufhauser gegründet.
Wanderweg auf den Spuren des eiszeitlichen Salzachgletschers
Das an der Hauptstraße gelegene Gebäude gehört zu einem Bauensemble von ehemaligen Brauereigebäuden (Häuser Nr. 55-59) aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die Caspar Moser ab 1786 erwarb.
 
Henndorf, Ansicht vom Eugendorfer Berg aus

Freizeit

Eines der größten Strandbäder des gesamten Salzburger Alpenvorlandes, mit beheiztem Freischwimmbecken und eigener Surfzone.

Sport

Vereine

Freiwillige Feuerwehr Henndorf am Wallersee, ASKÖ Henndorf (Sport), ÖTSU Henndorf (Sport), Prangerschützen Henndorf a. W., Seniorenbund Henndorf am Wallersee, Verein Literaturhaus Henndorf – im Freumbichlerhaus;

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Henndorf am Wallersee liegt an der Wiener Straße (B 1), die Salzburg mit der Bundeshauptstadt verbindet. Seit 30. Juli 2009 führt die B 1 auf der Umfahrung Henndorf östlich am Ortskern vorbei, davor plagten sich täglich bis zu 20 000 Kraftfahrzeuge durch den kurvigen, engen Ort. Durch den Wallersee von der Westbahn getrennt, stellt die Buslinie 130 (Straßwalchen - Salzburg) die einzige Anbindung an den öffentlichen Verkehr dar.

Straßen der Gemeinde Henndorf am Wallersee

Hauptartikel: Straßen der Gemeinde Henndorf am Wallersee

Beherbergungsunternehmen

Ansässige Unternehmen

 
Henndorf, im Vordergrund mit der Käserei Woerle, nördliche Ansicht

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Henndorf am Wallersee

Wappen

Die Farben des Wappens und die rechte Schildhälfte wurden aus dem Wappen des im Jahr 1391 ausgestorbenen Salzburger Dienstmannengeschlechts derer von Tann entnommen, dessen Stammburgen Altentann und Lichtentann im Gemeindegebiet lagen und das auch die Gerichtsherrschaft dort innehatte. Die Henne deutet auf den Ortsnamen hin.

Beschreibung: "Schräglinkens geteilt; rechts dreimal von Schwarz und Silber schräglinks geteilt; links in Schwarz eine goldbewehrte Henne mit rotem Kamm und ebensolchen Lappen".

Die Verleihung des Wappens durch die Salzburger Landesregierung erfolgte am 6. Mai 1954.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Bildergalerie

Panoramabilder von Henndorf

allgemeine Henndorfbilder

Quellen

Weblinks

Städte und Gemeinden im Flachgau
TennengauStadt SalzburgFlachgauPongauLungauPinzgau 
Über dieses Bild

Stadtgemeinden: Neumarkt am WallerseeOberndorf bei SalzburgSeekirchen am Wallersee
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