Hotel und Gastgewerbe in der Stadt Salzburg

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Geschichte der Hotels und des Gastgewerbes in der Stadt Salzburg reicht weit ins Mittelalter zurück. Dieser Artikel behandelt nur jene gastgewerbliche Betriebe, die sich innerhalb der historischen Stadtgrenze befanden. Unternehmen, die in im 20. Jahrhundert eingemeindeten Stadtteilen wie Maxglan, Itzling, Morzg oder Gnigl finden Sie bei den jeweiligen Stadtteilbeschreibungen.

Geschichte

Als wichtige gesellschaftliche Treffpunkte gab es von jeher eine große Zahl an Gastwerbeeinrichtungen in der Stadt Salzburg. Der Bogen reichte von verrufenen Spelunken und Branntweinstuben über die Brauhäuser bis zu noblen Kaffeehäusern.

1764, also zur Zeit von Mozart gab es im Stadtgebiet elf bürgerliche Brauereien und jene der Augustiner-Eremiten, das Müllnerbräu, 38 Beherbergungsbetriebe, 19 Bierzapfer, zwei Kaffeesieder und je zwei Stadt- und Garküchen. Die Rechte und Pflichten der Betreiber waren in den einzelnen Gerechtsame genau geregelt. So durften Brauereien ihr Bier nur in ihren eigenen Brauhäusern oder über die Gasse verkaufen (also an Private, die sich ihr Bier in den Brauhäusern selbst abholten). Normalerweise waren die Wirte im Besitz von Bier- und Weinausschank-Gerechtsame. Die Bierschenken, man nannte sie auch Zapfer, durften Bier ausschenken und kaltes Fleisch oder Würste dazu anbieten. Faktoreien und Handelsherren wiederum hatten das Vorrecht, welschen Süßwein und Muskateller zu verkaufen. Welsch wurden jene Länder bezeichnet, die südlich von Bozen bereits italienisch sprechende waren.

Das Steinbräu (heute Hotel Stein) von Josef Virgil Popp war die größte Brauerei der Stadt Salzburg um 1764. Zum Besitz des Steinbräus gehörten der Gasthof Zur goldenen Sonne in der Kaigasse 31 und später auch der "Sauwinkel" in der Steingasse 12. Die bekanntestes Gasthäuser dieser Zeit waren die Stadttrinkstube am Waagplatz Nr. 1 und das Hotel Zum Goldenen Schiff am Residenzplatz neben der St. Michaelskirche.

Nach dem Zweiten Weltkrieg litt die Salzburger Hotellerie unter Zwangseinquartierungen der Besatzungstruppen. Am 10. April 1948 wurde festgelegt, dass die Vergütung für beschlagnahmte Beherbergungsbetriebe durch die USFA pro Bett und Tag durchschnittlich 1,50 bis 2 Schilling beträgt. Für die 16 beschlagnahmten Salzburger Betriebe werden im Monat 111.837 Schilling ausbezahlt. Nach Räumung durch die Besatzungsmacht wird jedem Betrieb für Sachschäden, außerordentliche Abnützung und Verlust eine angemessene Entschädigung gezahlt.

Auszug Gastgewerbebetriebe um 1764

Brauer:

Gaststätten verschiedener Epochen

Gastgewerbetriebe derzeit noch undatiert

Gastgewerbebetriebe um 1900

in der damaligen Schreibweise - Hotel wurde mit ^ über dem o geschrieben, da das Wort aus dem Französischen stammt
in alphabetischer Reihenfolgen der näheren Bezeichnung (nicht als nach Gasthaus oder Hôtel usw.)
B
E
F
  • Gasthhaus zur Fürstenallee
G
H
  • Gasthaus Hahnwirth
  • Hatschek-Bierhalle
  • Gasthaus Heske
  • Hofwirt in der Schallmooser Hauptstraße
  • Restaurant Hohensalzburg auf der Festung Hohensalzburg
  • Höllbräukeller
  • Höllbräubierhalle
  • Gasthof zur Hölle in der Judengasse
  • Weinstube Hübner
I
J
K
L
M
N
O
P
R
S
Sch
St
T
W
Z

Siehe auch

Quellen