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| | In die kurze Amtsperiode Schumachers als Bürgermeister fiel die Auflassung der Frühjahrsdult und die Einstellung der Karolinenbrückenmaut. | | In die kurze Amtsperiode Schumachers als Bürgermeister fiel die Auflassung der Frühjahrsdult und die Einstellung der Karolinenbrückenmaut. |
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| − | Als Landeshauptmann nahm er regen Anteil an den politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit (Regierung Badeni). Während seiner beiden Funktionsperioden wurde am [[1. Mai]] [[1890]] erstmals der Arbeiterfeiertag begangen. Im selben Jahr kam es zur Eröffnung des elektrischen Aufzugs auf den [[Mönchsberg]] und zur Gründung der [[Salzkammergut-Lokalbahn Aktiengesellschaft]], des Gewerbeförderungsinstituts (heutiges [[Wirtschaftsförderungsinstitut]]) sowie der [[Halleiner Zellulosefabrik]], dem heute größten Industriebetrieb des Bundeslandes Salzburg. | + | Als Landeshauptmann nahm er regen Anteil an den politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit (Regierung Badeni). Während seiner beiden Funktionsperioden wurde am [[1. Mai]] [[1890]] erstmals der Arbeiterfeiertag begangen. Im selben Jahr kam es zur Eröffnung des elektrischen Aufzugs auf den [[Mönchsberg]] und zur Gründung der [[Ischlerbahn|Salzkammergut-Lokalbahn Aktiengesellschaft]], des Gewerbeförderungsinstituts (heutiges [[Wirtschaftsförderungsinstitut]]) sowie der [[Halleiner Zellulosefabrik]], dem heute größten Industriebetrieb des Bundeslandes Salzburg. |
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| − | Für die Stadt Salzburg von nachhaltiger Bedeutsamkeit waren der Bau der [[Riedenburgkaserne]] ([[1890]] - [[1892]]), die Anlage des [[Jüdischer Friedhof Salzburg|Jüdischen Friedhofs]] in [[Aigen]] ([[1893]]), der Neubau des [[Salzburger Landestheater|Stadttheaters]], die Regulierung des [[Hellbrunnerbach]]es, die Kanalisierung der [[Riedenburg]] ([[1901]] - [[1905]]) und die Einstellung der [[Dult]], die ihre Wiederbelebung erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr. | + | Für die Stadt Salzburg von nachhaltiger Bedeutsamkeit waren der Bau der [[Riedenburgkaserne]] ([[1890]] - [[1892]]), die Anlage des [[Jüdischer Friedhof Salzburg|Jüdischen Friedhofs]] in [[Aigen]] ([[1893]]), der Neubau des [[Salzburger Landestheater|Stadttheaters]], die Regulierung des [[Hellbrunnerbach]]es, die Kanalisierung der [[Riedenburg]] ([[1901]] - [[1905]]) und die Einstellung der [[Dult]], die ihre Wiederbelebung erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erfuhr. |
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| | [[1896]]/[[1897|97]] erlebte er die Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe, die neben der Landeshauptstadt vor allem Hallein und [[Oberndorf]] stark in Mitleidenschaft zog und zur Beschlussfassung über die Verlegung des Marktes Oberndorf (Ortsteile Alt-Oberndorf und Altach) bzw. zum Bau von Neu-Oberndorf – dem heutigen Ortskern der Stadt Oberndorf – führte. | | [[1896]]/[[1897|97]] erlebte er die Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe, die neben der Landeshauptstadt vor allem Hallein und [[Oberndorf]] stark in Mitleidenschaft zog und zur Beschlussfassung über die Verlegung des Marktes Oberndorf (Ortsteile Alt-Oberndorf und Altach) bzw. zum Bau von Neu-Oberndorf – dem heutigen Ortskern der Stadt Oberndorf – führte. |
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| | Schumachers persönliches Interesse galt dem Ausbau des Schulwesens, hierbei förderte er besonders die für die Wirtschaft wichtigen Schulen, etwa die Landwirtschaftsschulen (z. B. [[Berti-Hof]] in [[Kleingmain]] und [[Winklhof]] in [[Oberalm]]). Während seiner Amtszeit kam es aber auch zum Bau zahlreicher Volksschulen, darunter die [[Volks- und Bürgerschule St. Andrä]] (1893) in der später Albert Einstein seine Relativitätstheorie vortrug, die evangelische Volksschule in der [[Schwarzstraße]] (1906) und die [[Mülln]]er Volksschule. Ein weiteres Anliegen war ihm der Bau der „[[Vereinigte Versorgungsanstalten|Vereinigten Versorgungsanstalten der Stadt Salzburg]]“ in [[Nonntal]], mit deren Errichtung die bisherigen Anstalten [[Bürgerspital]], [[Kronhaus]] ([[Griesgasse]]), [[Bruderhaus]] ([[Linzergasse]]) und [[Erhardspital]] (Nonntal) einem anderen Verwendungszweck zugeführt werden konnten. | | Schumachers persönliches Interesse galt dem Ausbau des Schulwesens, hierbei förderte er besonders die für die Wirtschaft wichtigen Schulen, etwa die Landwirtschaftsschulen (z. B. [[Berti-Hof]] in [[Kleingmain]] und [[Winklhof]] in [[Oberalm]]). Während seiner Amtszeit kam es aber auch zum Bau zahlreicher Volksschulen, darunter die [[Volks- und Bürgerschule St. Andrä]] (1893) in der später Albert Einstein seine Relativitätstheorie vortrug, die evangelische Volksschule in der [[Schwarzstraße]] (1906) und die [[Mülln]]er Volksschule. Ein weiteres Anliegen war ihm der Bau der „[[Vereinigte Versorgungsanstalten|Vereinigten Versorgungsanstalten der Stadt Salzburg]]“ in [[Nonntal]], mit deren Errichtung die bisherigen Anstalten [[Bürgerspital]], [[Kronhaus]] ([[Griesgasse]]), [[Bruderhaus]] ([[Linzergasse]]) und [[Erhardspital]] (Nonntal) einem anderen Verwendungszweck zugeführt werden konnten. |
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| − | Die Bedeutung Schumachers für Salzburg und besonders für die Salzburger Wirtschaft liegt vor allem in seinem unermüdlichen Einsatz für den Ausbau des Eisenbahnnetzes, wozu er unter anderem die Erlassung des „Landeseisenbahngesetzes“ zur Förderung der Lokalbahnen veranlasste. [[1891]] eröffnete er in seiner Funktion als Landeshauptmann die [[Salzkammergut-Lokalbahn]] von [[Salzburg]] nach [[Mondsee]]. [[1894]] wurde die Salzkammergut-Lokalbahn bis ins oberösterreichische Bad Ischl und die, vor allem für den [[Lungau]] wichtige, [[Murtalbahn]] vom steirischen Unzmarkt nach [[Mauterndorf]] fertiggestellt und eröffnet. [[1896]] folgte die Inbetriebnahme der Lokalbahn von Salzburg über Oberndorf nach [[Lamprechtshausen]]. | + | Die Bedeutung Schumachers für Salzburg und besonders für die Salzburger Wirtschaft liegt vor allem in seinem unermüdlichen Einsatz für den Ausbau des Eisenbahnnetzes, wozu er unter anderem die Erlassung des „Landeseisenbahngesetzes“ zur Förderung der Lokalbahnen veranlasste. [[1891]] eröffnete er in seiner Funktion als Landeshauptmann die [[Salzkammergut-Lokalbahn]] von [[Salzburg]] nach [[Mondsee]]. [[1894]] wurde die Salzkammergut-Lokalbahn bis ins oberösterreichische Bad Ischl und die, vor allem für den [[Lungau]] wichtige, [[Murtalbahn]] vom steirischen Unzmarkt nach [[Mauterndorf]] fertiggestellt und eröffnet. [[1896]] folgte die Inbetriebnahme der [[Salzburger Lokalbahn|Lokalbahn]] von Salzburg über Oberndorf nach [[Lamprechtshausen]]. |
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| − | Am [[20. September]] [[1905]] eröffnete Schuhmacher gemeinsam mit Kaiser Franz Joseph am Bahnhof in [[Sankt Veit im Pongau]] (heute [[Schwarzach im Pongau]]) das erste Teilstück der [[Tauernbahn]] bis [[Bad Gastein]]. Kurz vor Ende seiner zweiten Amtszeit folgte am [[5. Juli]] [[1909]] die offizielle Eröffnung der zweiten Teilstrecke von [[Badgastein]] durch den [[Tauerntunnel (Bahn)|Tauerntunnel]] nach Spittal an der Drau, womit der Bau der Tauernbahn, die sich nachhaltig als wirtschaftlicher Entwicklungsmotor für das ganze Salzburger Land und vor allem für den [[Pongau]] erwiesen hat, vollendet war. | + | Am [[20. September]] [[1905]] eröffnete Schuhmacher gemeinsam mit [[Kaiser Franz Joseph I.]] am Bahnhof in [[Sankt Veit im Pongau]] (heute [[Schwarzach im Pongau]]) das erste Teilstück der [[Tauernbahn]] bis [[Bad Gastein]]. Kurz vor Ende seiner zweiten Amtszeit folgte am [[5. Juli]] [[1909]] die offizielle Eröffnung der zweiten Teilstrecke von [[Badgastein]] durch den [[Tauerntunnel (Bahn)|Tauerntunnel]] nach Spittal an der Drau, womit der Bau der Tauernbahn, die sich nachhaltig als wirtschaftlicher Entwicklungsmotor für das ganze Salzburger Land und vor allem für den [[Pongau]] erwiesen hat, vollendet war. |
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| | Gegen sein Lebensende hin verfasste Schumacher eine umfangreiche Autobiographie, die er in nur 40 Exemplaren drucken und bis zum Tod all seiner Zeitgenossen unter Sperre halten ließ. Dieses Werk warte bis heute auf eine Auswertung. | | Gegen sein Lebensende hin verfasste Schumacher eine umfangreiche Autobiographie, die er in nur 40 Exemplaren drucken und bis zum Tod all seiner Zeitgenossen unter Sperre halten ließ. Dieses Werk warte bis heute auf eine Auswertung. |