Franziska Spängler: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Textersetzung - „, † “ durch „; † “)
K (+ {{Kobler-Spängler-Briefe}}, + SORTIERUNG, + Kat, Linkfix)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Franziska Schlegel''' genannt Fanni (* [[1. Juni]] [[1848]] in Salzburg; † [[21. März]] [[1905]] in Krems) war die Enkelin von [[Franziska Kobler]], „die [[Höllbräu]]in“, genannt „Fanny“.
+
[[Datei:Kobler Franziska Brief 1876.jpg.jpg|thumb|Brief der Franziska Kobler vom 21. Febuar 1876]]'''Franziska Schlegel''' genannt Fanni (* [[1. Juni]] [[1848]] in der [[Stadt Salzburg]]; † [[21. März]] [[1905]] in Krems an der [[Donau]], [[NÖ]].) war die Enkelin von [[Franziska Kobler]], „die [[Höllbräu]]in“, genannt „Fanny“.
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Sie heiratet 1872 Dr. Franz [[Spängler]] (* 10. April 1839 in Salzburg; † 24. Jänner 1912 in Krems; [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler]]). Sie wächst bei der Großmutter in der Höllbräu auf. Zahlreiche Briefe aus ihrem ganzen Leben zeugen von der engen und innigen, gegenseitigen Verbundenheit zwischen Fanni Schlegel und ihrer Großmutter Fanny Kobler.<ref>Belege im Besitz der Familie: Geburtsurkunde, Trauschein, zahlreiche Briefe, Todesanzeigen u. a.</ref>
+
Sie heiratet [[1872]] Dr. [[ [[Franz (II.) Xaver Gregor Spängler|Franz Spängler]] (* [[1839]]; † [[1912]] in Krems an der Donau). Sie wächst bei der Großmutter ''in der Höllbräu'' auf. Zahlreiche Briefe aus ihrem Leben zeugen von der engen und innigen, gegenseitigen Verbundenheit zwischen Fanni Schlegel und ihrer Großmutter Fanny Kobler.<ref>Belege im Besitz der Familie: Geburtsurkunde, Trauschein, zahlreiche Briefe, Todesanzeigen u. a.</ref>
[[Datei:Kobler Franziska Brief 1876.jpg.jpg|thumb|Brief der Franziska Kobler vom 21. Febuar 1876]]
 
==== ein Brief der Franziska Kobler vom 21. Februar 1876 an Fanni ====
 
Fanny Kobler („Fanny“ im Unterschied zu ihrer Enkelin „Fanni“), die  Briefschreiberin, ist an diesem Datum ([[21. Februar]] [[1876]]) 79 Jahre alt. Im Anschluss an  einen Brief von Ida Schlögelhofer, einer Salzburger Jugendfreundin ihrer Enkelin, schreibt sie eigenhändig ebenfalls an diese Enkelin, Franziska  (Fanni) Spängler,  in Wien, die mit dem späteren  Oberlandesgerichtsrat in Krems Dr. Franz Xaver Spängler verheiratet ist. Sie planen und erwarten ihr erstes Kind;  Franziska (Franzi) Spängler, wird dann am 18. Juni 1877 in Wien  geboren als älteste einer Geschwisterreihe (Franzi Spängler ist später  Musiklehrerin in Salzburg und stirbt dort am 23. März 1962).
 
  
[auf  einer vorhergehenden Seite:] ''Liebe Fanni! Wie mich das glüklich macht heute 8 Tag dich in Geselschaft der guten Mutter'' [Maria Anthonia Spängler, geb. [[Lürzer von Zechenthal]], * 1803; † 1882 in Salzburg] ''und erfahrene Frau zu'' [siehe Abbildung:] ''wissen kann ich dir nicht beschreiben, nach dem dein Befinden Gott sey Dank immer so gut als es unter diesen Umständen seyn kann ist, so wird alles gut vorüber geh’n. Mein Befinden ist zimmlich gut, daher kannst du auch in dieser Beziehung ruhig sein. Laschanzki'' [ [[Laschensky]] = Cäcilia Laschensky; † 1877 in Salzburg, 84 Jahre alt] ''seine Frau wird auch schon im März entbunden; es'' [geht] ''gut soviel ich von seiner Mutter höre welche dich vielmals grüßen läßt. Frau v: Bauernfeind'' [ [[Paurnfeind]] = wohl Josefa Baurnfeind; † 1878 in Salzburg, 72 Jahre alt] ''ist von Reumatischenschmerz im Fuß schon 8 Wochen im Bett. Wenn dein Wuzl Gethauft und eingewikelt ist, so'' [gib ihm] ''einen lan lange''[n], ''lange''[n] ''Kuß von mir, was würde ich darum geben wenn ich bey euch sein könnte. Lebe wohl liebe Fanni, grüße deinen Mann. Meine Augen erlauben mir nicht länger zu schreiben. Fanni.''<ref>Briefbeleg im Besitz der Familie [siehe oben], ebenso Partezettel für Laschensky und Baurnfeind</ref>
+
Nachstehend ein Beispiel aus der umfangreichen Korrespondenz, die im [[Salzburgwiki]], verteilt auf mehrere Artikel, nachzulesen ist (siehe Navigationsleiste unten):
 +
   
 +
==== Ein Brief der Franziska Kobler vom 21. Februar 1876 an Fanni ====
 +
Fanny Kobler („Fanny“ im Unterschied zu ihrer Enkelin „Fanni“), die Briefschreiberin, ist an diesem Datum ([[21. Februar]] [[1876]]) 79 Jahre alt. Im Anschluss an einen Brief von Ida Schlögelhofer, einer Salzburger Jugendfreundin ihrer Enkelin, schreibt sie eigenhändig ebenfalls an diese Enkelin, Franziska (Fanni) Spängler, in [[Wien]], die mit dem späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems Dr. Franz Xaver Spängler verheiratet ist. Sie planen und erwarten ihr erstes Kind: Franziska (Franzi) Spängler, wird dann am [[18. Juni]] [[1877]] in Wien geboren als älteste einer Geschwisterreihe (Franzi Spängler ist später Musiklehrerin in Salzburg und stirbt dort am [[23. März]] [[1962]]).
 +
 
 +
[auf einer vorhergehenden Seite:]  
 +
''Liebe Fanni! Wie mich das glüklich macht heute 8 Tag dich in Geselschaft der guten Mutter'' [Maria Anthonia Spängler, geb. [[Lürzer von Zechenthal]], * 1803; † 1882 in Salzburg] ''und erfahrene Frau zu'' [siehe Abbildung:] ''wissen kann ich dir nicht beschreiben, nach dem dein Befinden Gott sey Dank immer so gut als es unter diesen Umständen seyn kann ist, so wird alles gut vorüber geh’n. Mein Befinden ist zimmlich gut, daher kannst du auch in dieser Beziehung ruhig sein. Laschanzki'' [ [[Laschensky]] = Cäcilia Laschensky; † 1877 in Salzburg, 84 Jahre alt] ''seine Frau wird auch schon im März entbunden; es'' [geht] ''gut soviel ich von seiner Mutter höre welche dich vielmals grüßen läßt. Frau v: Bauernfeind'' [ [[Paurnfeind]] = wohl Josefa Baurnfeind; † 1878 in Salzburg, 72 Jahre alt] ''ist von Reumatischenschmerz im Fuß schon 8 Wochen im Bett. Wenn dein Wuzl Gethauft und eingewikelt ist, so'' [gib ihm] ''einen lan lange''[n], ''lange''[n] ''Kuß von mir, was würde ich darum geben wenn ich bey euch sein könnte. Lebe wohl liebe Fanni, grüße deinen Mann. Meine Augen erlauben mir nicht länger zu schreiben. Fanni.''<ref>Briefbeleg im Besitz der Familie [siehe oben], ebenso Partezettel für Laschensky und Baurnfeind</ref>
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Franziska Kobler]]
 
 
<references/>
 
<references/>
  
[[Kategorie:Person|Schlegel, Franziska]]
+
{{Kobler-Spängler-Briefe}}
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Schlegel, Franziska]]
+
 
[[Kategorie:Privatperson|Schlegel, Franziska]]
+
{{SORTIERUNG: Schlegel, Franziska}}
 +
[[Kategorie:Person]]
 +
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
 +
[[Kategorie:Privatperson]]
 +
[[Kategorie:Spängler]]

Version vom 1. Januar 2021, 17:41 Uhr

Brief der Franziska Kobler vom 21. Febuar 1876

Franziska Schlegel genannt Fanni (* 1. Juni 1848 in der Stadt Salzburg; † 21. März 1905 in Krems an der Donau, .) war die Enkelin von Franziska Kobler, „die Höllbräuin“, genannt „Fanny“.

Leben

Sie heiratet 1872 Dr. [[ Franz Spängler (* 1839; † 1912 in Krems an der Donau). Sie wächst bei der Großmutter in der Höllbräu auf. Zahlreiche Briefe aus ihrem Leben zeugen von der engen und innigen, gegenseitigen Verbundenheit zwischen Fanni Schlegel und ihrer Großmutter Fanny Kobler.[1]

Nachstehend ein Beispiel aus der umfangreichen Korrespondenz, die im Salzburgwiki, verteilt auf mehrere Artikel, nachzulesen ist (siehe Navigationsleiste unten):

Ein Brief der Franziska Kobler vom 21. Februar 1876 an Fanni

Fanny Kobler („Fanny“ im Unterschied zu ihrer Enkelin „Fanni“), die Briefschreiberin, ist an diesem Datum (21. Februar 1876) 79 Jahre alt. Im Anschluss an einen Brief von Ida Schlögelhofer, einer Salzburger Jugendfreundin ihrer Enkelin, schreibt sie eigenhändig ebenfalls an diese Enkelin, Franziska (Fanni) Spängler, in Wien, die mit dem späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems Dr. Franz Xaver Spängler verheiratet ist. Sie planen und erwarten ihr erstes Kind: Franziska (Franzi) Spängler, wird dann am 18. Juni 1877 in Wien geboren als älteste einer Geschwisterreihe (Franzi Spängler ist später Musiklehrerin in Salzburg und stirbt dort am 23. März 1962).

[auf einer vorhergehenden Seite:] Liebe Fanni! Wie mich das glüklich macht heute 8 Tag dich in Geselschaft der guten Mutter [Maria Anthonia Spängler, geb. Lürzer von Zechenthal, * 1803; † 1882 in Salzburg] und erfahrene Frau zu [siehe Abbildung:] wissen kann ich dir nicht beschreiben, nach dem dein Befinden Gott sey Dank immer so gut als es unter diesen Umständen seyn kann ist, so wird alles gut vorüber geh’n. Mein Befinden ist zimmlich gut, daher kannst du auch in dieser Beziehung ruhig sein. Laschanzki [ Laschensky = Cäcilia Laschensky; † 1877 in Salzburg, 84 Jahre alt] seine Frau wird auch schon im März entbunden; es [geht] gut soviel ich von seiner Mutter höre welche dich vielmals grüßen läßt. Frau v: Bauernfeind [ Paurnfeind = wohl Josefa Baurnfeind; † 1878 in Salzburg, 72 Jahre alt] ist von Reumatischenschmerz im Fuß schon 8 Wochen im Bett. Wenn dein Wuzl Gethauft und eingewikelt ist, so [gib ihm] einen lan lange[n], lange[n] Kuß von mir, was würde ich darum geben wenn ich bey euch sein könnte. Lebe wohl liebe Fanni, grüße deinen Mann. Meine Augen erlauben mir nicht länger zu schreiben. Fanni.[2]

Quellen

  1. Belege im Besitz der Familie: Geburtsurkunde, Trauschein, zahlreiche Briefe, Todesanzeigen u. a.
  2. Briefbeleg im Besitz der Familie [siehe oben], ebenso Partezettel für Laschensky und Baurnfeind
Korrespondenz der Familien Kobler und Spängler