Alpenverein Salzburg

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OeAV Salzburg
Logo
Voller Name Oesterreichischer Alpenverein
Sektion Salzburg
Vorsitzender Ing. Ulrich Mühlthaler
Adresse Nonntaler Hauptstraße 86
5020 Salzburg
Telefon: (06 62) 82 26 92
Homepage OeAV Sektion Salzburg
E-Mail service@alpenverein-salzburg.at

Der Landesverband Salzburg des Oesterreichischen Alpenvereines ist mit 42 000 Mitgliedern (2015) der größte Bergsportverein des Landes Salzburg.

Allgemeines

Er bietet seinen Mitgliedern eine breite Palette an alpiner Ausbildung und ganzjährig ein reichhaltiges Tourenprogramm. Für Indoor-Kletterer steht eine gut ausgestattete Kletterhalle in Seekirchen am Wallersee zur Verfügung. Österreichweit betreiben alpine Vereine 475 Schutzhütten und erhalten mit 32 000 Funktionären ein Wegenetz von 50 000 Kilometern[1]. Der Verein hat österreichweit rund 500 000 Mitglieder. Im Bundesland Salzburg betreibt er 235 Hütten mit 13 000 Betten und hat ein Wegenetz von 26 000 km zu erhalten[2].

Geschichte

Alpenvereinshaus an der Nonntaler Hauptstraße

Die Sektion Salzburg wurde 1868 gegründet.

Am 12. und 13. August 1882 fand in Salzburg in der Aula der alten Universität der IV. internationale alpine Kongress statt, dem am 14. August die neunte Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins folgte[3].

Vom 16. bis 18. Juli 1893 fand die Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in Zell am See statt[4].

Die Sektion Salzburg des Österreichischen Alpenvereines wurde von 2002 bis zum 21. April 2010 von Univ. Prof. Dr. Heinz Slupetzky in der Nachfolge von DI Dieter Besl als 1. Vorsitzendem geleitet. Mit April 2010 wurde diese Position von Ing. Ulrich Mühlthaler übernommen.

Vereinsstruktur

Kletterwand des Thalgauer Alpenvereins beim Thalgauer Marktfest

Im Bundesland Salzbug gib es folgende Sektionen und Ortsgruppen

Bewirtschaftete Schutzhütten

Tourenprogramm

Orientierungstafel des Österreichischen Alpenvereins in Unken

Das umfangreiche Tourenprogramm steht allen Alpenvereinsmitgliedern zur Verfügung.

Alpines Ausbildungsprogramm

Die OeAV Sektion Salzburg bietet ein umfangreiches alpines Ausbildungsprogramm für Alpenvereinsmitgliedern an.

Das vollständige Kursprogramm - siehe Weblinks.

Probleme der Zukunft

Die Jahreshauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) in der Halleiner Salzberghalle am 17. Oktober 2009 nahm der Vorstand zum Anlass, um auf die Problematik der Wegeerhaltung hinzuweisen. 44 000 ehrenamtliche Helferstunden sind jährlich notwendig, um rund 26 000 Kilometer Wander- und Bergwege in Österreich instand zu halten. Dafür investiert der ÖAV jährlich rund € 600.000.--. Dr. Christian Wadsack, Alpenvereinspräsident, nannte zwei Probleme, die nun auftauchen:

Investitionen aufgrund des Ansteigen der Permafrostgrenze im Gebirge

Zum einen die großen Investitionen, die in jüngerer Zeit aufgrund des Ansteigens der Permafrostgrenze notwendig werden, das im Gebirge das komplette Verlegen ganzer Wander- und Bergwege erforderlich macht. Aufgetautes Gestein bricht ab und zerstört oft über viele hundert Meter alte Wege. Dazu nehmen sich dann Unterstützungen von öffentlicher Hand, wie beispielsweise € 99.000.— vom Land Salzburg, bescheiden aus, wenn man hört, dass Kärnten € 220.000.— dem ÖAV dafür zur Verfügung stellt.

Beispiel Obersulzbachtal im Oberpinzgau. Dort wurde 2005 die Fahrstraße auf mehreren Hundert Metern verschüttet. Die Straße musste aus Sicherheitsgründen auf der anderen Talseite errichtet werden. Kostenpunkt: € 300.000, mitgezahlt haben Weggenossenschaft, Gemeinde und Nationalpark. Die Straße ist für die Wanderer zur Kürsinger Hütte notwendig[1].

Investitionen in Hütten

Der Betrieb der Warnsdorfer Hütte sei eine Herausforderung, obwohl sie über eine eigene Stromversorgung und eine Materialseilbahn verfügt. Wasser kommt vom Restgletscher am Keeskogel. Da im Frühjahr wenig Wasser kommt, gibt es einen Puffertank. Manchmal muss dieser aber auch mit Wasser aus dem Tal befüllt werden. An manchen Tagen steht dann nur ein halber Liter pro Minute zur Verfügung - bei einer Hütte mit 150 Schlafplätze. So kommt dann eine Klospülung auf bis zu fünf Euro.

Ein anderes Problem sind behördliche Vorschriften für Hütten in hochalpinen Lagen. So müssen Fluchttüren nach außen aufgehen. Wenig sinnvoll, wenn Schnee gegen die Türen drücken oder heftiger Wind[1].

Gerichtlich festgestellte Haftungen

Ein zunehmend nicht mehr zu bewältigendes Problem stellen aber gerichtlich festgestellte Haftungen des ÖAV dar.

Beispiel 1: Da turnt beispielsweise ein Kind auf einem Gipfelkreuz herum, fällt mit diesem um und verletzt sich. Ein Drittel Schuld wird der Republik Österreich zugewiesen, weil die Lehrkraft ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen war, ein Drittel trägt der ÖAV als „Erhalter“ des Gipfelkreuzes und ein Drittel der Gipfelkreuzerrichter, weil er es nicht „stabil“ genug errichtet hatte.

Beispiel 2: Ein 150 kg schwerer Mann lehnte sich an ein Geländer eines Wanderweges am Attersee und brach ins Gelände ab. Der Bürgermeister wurde als Wegeerhalter, als unbescholtener Bürger, zu einer persönlichen unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er hätte jährlich einen Holzsachverständigen die Geländer überprüfen lassen müssen.

Die Liste der Klagen und Verurteilungen zur Haftung ließe sich nun fortsetzten, wie Dr. Andreas Ermacora, Vizepräsident des ÖAV und Rechtsanwalt, ausführte. Fakt ist, dass es dem ÖAV finanziell unmöglich ist, jede Brücke, jeden Karabiner im Fels, jedes Seil jährlich von Experten überprüfen zu lassen. Der Ausweg? Eine Schließung der Wege, wobei allein der Hinweis „Betreten auf eigene Gefahr“ laut einem oberstgerichtlichen Urteil auch nicht reicht. „…denn einem Wanderer sei es nicht zuzumuten, selbst festzustellen, ob der Weg für ihn sicher sei oder nicht…“ erklärte Brigitte Slupetzky, Vorsitzende des Landesverbandes Salzburg des Österreichischen Alpenvereins.

„Wir stehen zur Wegeerhaltung, aber es geht um die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, dass die Eigenverantwortung im Naturraum stärker werden muss“, meinte Dr. Wadsack und wurde ergänzt von DI Peter Kapelari, Referent für Hütten und Wege: „Wir wollen keine Besenreine Wege. Wir brauchen aber auch die Wege, um unseren Hütten das Überleben zu garantieren. Dem Wanderer muss klar werden, dass man sich in der Natur nicht hundertprozentig gegen alle Gefahren absichern kann“.

Siehe auch

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Alpenverein Salzburg, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Weblinks

Quellen

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 "Salzburger Woche", Ausgabe "Pinzgauer Nachrichten", 22. August 2013
  2. "Salzburger Nachrichten", "Hallo Nachbar", 17. Oktober 2015
  3. Quelle Jahresbericht 1882, anno
  4. Quelle www.gemeinschaftskatalog.de: Buch "XX. Generalversammlung des Deutschen und österreichischen Alpenvereines, Zell am See"