Köstendorf: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Auflösung der Gemeinde Köstendorf und Wiedererrichtung'''.
 
 
Im März [[1938]], beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, wurde  die Gemeinde von den nationalsozialistischen Verwaltungsbehörden aufgelöst und der Gemeinde Neumarkt a.W. eingegliedert. Der  westliche Teil ab Fischachmühlen, kam zu Schleedorf.
 
Erst am 4.4.1950 gelang es nach intensiven Bemühungen einiger Gemeindebürger,  die Selbstständigkeit als Gemeinde wiederzuerlangen.
 
 
Allerdings mußte man dabei auf einige wesentliche Ortschaften vom früheren Gemeindegebiet verzichten. Von den ursprünglich 20 Ortschaften, die die Gemeinde bildeten, mußten Pfongau, Lengroid, Sommerholz, Wertheim, Sighartstein,  Neufahrn, Schalkham, Thalham, Wertheim und Maierhof zurückgelassen  werden.
 
 
 
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===Wappen===

Version vom 16. Juni 2012, 18:19 Uhr

Ortsbild
Karte
Karte 5203.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: 23,1 km²
Geografische Koordinaten: 47° 57' N, 13° 12' O
Höhe: 561 m ü. A.
Einwohner: 2.519 (Volkszählung 2011)
Postleitzahl(en): 5203
Vorwahl: 0 62 16
Gemeindekennziffer: 50 320
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5203 Köstendorf
Kirchenstraße 5
Offizielle Website: www.koestendorf.at
Politik
Bürgermeister: Josef Krois (ÖVP)
Gemeinderat (2009): 19 Mitglieder:
13 ÖVP,
4 SPÖ,
2 FPÖ
Karte

Köstendorf ist eine Ortsgemeinde im nördlichen Flachgau.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Köstendorf liegt 23 km nördlich der Landeshauptstadt Salzburg im Salzburger Alpenvorland.

Sie ist eingebettet in die sanft hügelige Landschaft des Salzburger Seenland, zwischen den Trumer Seen und dem Irrsee und verfügt über einen schmalen Zugang zum Wallersee.

Orstgliederung

Die Ortsgemeinde besteht aus den beiden Katastralgemeinden Köstendorf und Tödtleinsdorf. Weiters unterteilt sich Köstendorf in folgende Ortschaften:

  • Enharting 60
  • Gramling 30
  • Helming 229
  • Hilgertsheim 109
  • Köstendorf 1 007
  • Kleinköstendorf 335
  • Spanswag 303
  • Tödtleinsdorf 151
  • Tannham 69
  • Weng 160

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Seekirchen am Wallersee, Mattsee, Straßwalchen, Neumarkt am Wallersee, Henndorf und im Nordosten die oberösterreichische Gemeinde Lochen im Innviertel.

Köstendorf-Panorama, westliche Ansicht aus Spanswag
Köstendorf in der Winterlandschaft, aus westlicher Ansicht

Geschichte

Die erste Erwähnung Köstendorfs stammt aus dem Jahr 784, allerdings noch unter dem Namen Chesindorf.

Im März 1938, beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, wurde die Gemeinde von den nationalsozialistischen Verwaltungsbehörden aufgelöst und der Gemeinde Neumarkt am Wallersee eingegliedert. Der westliche Teil ab Fischachmühlen, kam zu Schleedorf. Erst am 4. April 1950 gelang es nach intensiven Bemühungen einiger Gemeindebürger, die Selbstständigkeit als Gemeinde wiederzuerlangen. Allerdings musste man dabei auf einige wesentliche Ortschaften vom früheren Gemeindegebiet verzichten. Von den ursprünglich 20 Ortschaften, die die Gemeinde bildeten, mussten Pfongau, Lengroid, Sommerholz, Wertheim, Sighartstein, Neufahrn, Schalkham, Thalham, Wertheim und Maierhof zurückgelassen werden.

Religion

Dekanatspfarrkirche Köstendorf "Zu unserer lieben Frau Geburt", Innenansicht

Die erste Kirche des Ortes dürfte bereits im 8. Jahrhundert entstanden sein. Die heutige Dekanatskirche "Zu unserer lieben Frau Geburt" stammt aus dem Jahr 1500. Sie besaß einen Hochaltar des Salzburger Bildhauers Jakob Gerold und war bis in das 18. Jahrhundert eine viel besuchte Wallfahrtskirche. Im selben Jahrhundert folgte eine Barockisierung der im Kern gotischen Kirche. Teile der Innenausstattung stammen u. a. von den bekannten Salzburger Bildhauern Wolfgang und Johann Baptist Hagenauer.

Dechanthof mit Kirche

Die Filialkirche St. Johann am Berg wurde 1447 erstmals erwähnt. Die im Kern gotische und später barockisierte Kirche beherbergt drei barocke Altäre der Neumarkter Meister Matthias Wichlhamer und Josef Andrä Eisl.

Im Ortsteil Weng befindet sich die Filialkirche St. Leonhard in Weng. Wie die beiden anderen Kirchen des Ortes handelt es sich auch bei ihr um eine ursprünglich aus dem 8. Jahrhundert stammende gotische, später barockisierte Anlage. Der Altar von Simon Fries stammt aus dem Jahr 1689. Das Altarbild stellt den Kirchenpatron St. Leonhard dar, flankiert vom hl. Wolfgang und dem hl. Bartholomäus, der im Hochmittelalter hier Kirchenpatron war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In diesem Weiler im Nordosten der Gemeinde kultivierte der Bauer Roland Maislinger mit seinem Weggefährten Christof Prossinger das einst stark bewaldete Gebiet für die Landwirtschaft. Die beiden ersten dort erbauten Häuser stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind heute aufgrund ihres Alters und ihrer einfachen Bauweise eine gern besuchte Sehenswürdigkeit.
Das Heimatmuseum zeigt alte Kulturgüter aus der Gemeinde und bietet Dichterlesungen und Diskussionsrunden. Fallweise werden auch Sonderausstellungen geboten.
Die durch den Tiefsteinbach gespeiste Klamm liegt an der Gemeindegrenze zu Schleedorf

Sport

Mit dem Freizeitcenter Köstendorf verfügt die Gemeinde über eine moderne und attraktive Freizeitanlage, in der Tennis, Squash und vielen Fitness-Programme angeboten werden.

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof Neumarkt Köstendorf

Die Gemeinde wird durch den im im Ortsteil Kleinköstendorf an der Gemeindegrenze zu Neumarkt am Wallersee gelegenen Bahnhof Neumarkt-Köstendorf an das Schienennetz der von Salzburg nach Wien führenden Westbahn angebunden.


Die Gemeinde liegt an der L 206, der Köstendorfer Landesstraße, die Steindorf mit Mattsee verbindet.

Ansässige Unternehmen

Politik

Wappen

Der rechte Teil des Wappens erinnert an den Tannberg, der zugleich das Wahrzeichen der Gemeinde darstellt, sowie an die Herren von Tann, die bis in das 14. Jahrhundert Lehenbesitzer des Gerichts und Grundherren im Ort waren. Die linke Hälfte zeigt das Wappen der Herren von Puchheim, die im Mittelalter das Gebiet des Ortsteils Weng besaßen und sich zeitweise auch Herren von Weng nannten.

Beschreibung: „In einem gespaltenen Schild rechts innerhalb eines von Silber und Rot gestückten Bordes in Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Tanne, links in Silber ein roter Balken“.

Die Verleihung des Wappens durch die Salzburger Landesregierung fand am 5. April 1951 statt.

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Bildergalerie

Quellen

  • Website der Gemeinde Köstendorf
  • Statistik Austria
  • Friederike Zaisberger, Nikolaus Pfeiffer: Salzburger Gemeindewappen. Verlag Alfred Winter. Salzburg 1985. ISBN 3-85380-048-3

Weblinks

Städte und Gemeinden im Flachgau
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