Ferdinand Holböck: Unterschied zwischen den Versionen

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==Leben==
==Leben==
Als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren, besuchte er ab [[1924]] das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Gymnasium Borromäum]], wo er [[1932]] maturierte. Anschließend studierte er am Germanicum in Rom. Am [[30. Oktober]] [[1938]] wurde Holböck zum Priester geweiht.
Als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren, besuchte er ab [[1924]] das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Gymnasium Borromäum]], wo er [[1932]] maturierte. Anschließend studierte er am Germanicum in Rom. Am [[30. Oktober]] [[1938]] wurde Holböck zum Priester geweiht. Zwei Jahre später promovierte er mit Auszeichnung zum Doktor der Theologie.


Zwei Jahre später promovierte er mit Auszeichnung zum Doktor der Theologie.
Vor Beginn des [[Zweiten Weltkrieg]]s Gegner des [[Anschluss]]es Österreichs an [[Nationalsozialismus|Nazi]]-[[Deutschland]], durfte Holböck vorerst nicht in seine Heimat einreisen. Ende [[1941]] kam er dann allerdings doch als Kaplan in die [[Pfarre Neumarkt am Wallersee]], später als Kooperator nach [[Pfarrer Zell am Ziller|Zell am Ziller]] in [[Nordtirol]], [[Pfarre Golling an der Salzach|Golling]] und [[Pfarre Bad Hofgastein|Bad Hofgastein]].
 
Vor Beginn des [[Zweiten Weltkrieg]]s Gegner des [[Anschluss]]es Österreichs an Deutschland, durfte Holböck vorerst nicht in seine Heimat einreisen. Ende 1941 kam er dann allerdings doch als Kaplan nach [[Pfarre Neumarkt am Wallersee|Neumarkt bei Salzburg]], später als Kooperator nach [[Pfarrer Zell am Ziller|Zell am Ziller]] ([[Tirol]]), [[Pfarre Golling an der Salzach|Golling]] und [[Pfarre Bad Hofgastein|Bad Hofgastein]].


Am [[15. September]] [[1945]] wurde Ferdinand Holböck zum Religionslehrer an der [[Lehrerinnenbildungsanstalt Salzburg|Bundes-Lehrerinnenbildungsanstalt Salzburg]] ernannt.
Am [[15. September]] [[1945]] wurde Ferdinand Holböck zum Religionslehrer an der [[Lehrerinnenbildungsanstalt Salzburg|Bundes-Lehrerinnenbildungsanstalt Salzburg]] ernannt.
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Nach seiner Habilitation wirkte er als Universitätsdozent an der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Theologischen Fakultät]] der [[Universität Salzburg]]. [[1948]] wurde er außerordentlicher, acht Jahre später ordentlicher Universitätsprofessor für Dogmatik. Als solcher emeritierte er [[1983]]. Daneben war er noch in der Seelsorge und von [[1961]] bis [[1964]] als [[Regens des Priesterseminars|Regens]] des [[Priesterseminar]]s tätig. Von [[1973]] bis [[1988]] gehörte er – von [[Erzbischof]] [[Karl Berg]] berufen – dem [[Domkapitel]] an.
Nach seiner Habilitation wirkte er als Universitätsdozent an der [[Katholisch-Theologische Fakultät an der Universität Salzburg|Theologischen Fakultät]] der [[Universität Salzburg]]. [[1948]] wurde er außerordentlicher, acht Jahre später ordentlicher Universitätsprofessor für Dogmatik. Als solcher emeritierte er [[1983]]. Daneben war er noch in der Seelsorge und von [[1961]] bis [[1964]] als [[Regens des Priesterseminars|Regens]] des [[Priesterseminar]]s tätig. Von [[1973]] bis [[1988]] gehörte er – von [[Erzbischof]] [[Karl Berg]] berufen – dem [[Domkapitel]] an.


Holböck war ein Marienverehrer und bezeichnete sich selbst als "Fatimist". Gerne predigte er in der Anbetungskirche [[St. Maria Loreto]] in der [[Paris-Lodron-Straße]].
Holböck war ein Marienverehrer und bezeichnete sich selbst als "Fatimist". Gerne predigte er in der Anbetungskirche [[St. Maria Loreto]] an der [[Paris-Lodron-Straße]].


Holböck verstarb im 90. Lebensjahr an den Folgen eines tragischen Unfalls. Er ist in der Domherrengruft im [[Friedhof von St. Peter|Friedhof]] in [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] beigesetzt.
Holböck verstarb im 90. Lebensjahr an den Folgen eines tragischen Unfalls. Er ist in der Domherrengruft im [[Friedhof von St. Peter|Friedhof]] in [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] beigesetzt.
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Ferdinand Holböck wurde in Anerkennung seines Lebenswerkes von Erzbischof [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]] zum Apostolischen Protonotar ernannt und in die päpstliche Akademie der Theologie berufen.  
Ferdinand Holböck wurde in Anerkennung seines Lebenswerkes von Erzbischof [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]] zum Apostolischen Protonotar ernannt und in die päpstliche Akademie der Theologie berufen.  


[[1983]] wurde er außerdem mit dem [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg|Goldenen Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] durch [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer sen.|Wilfried Haslauer]] ausgezeichnet. Außerdem war er Träger des Großen Ehrenzeichens für Kunst und Wissenschaft I. Klasse der Republik Österreich.
[[1983]] wurde er außerdem mit dem [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg|Goldenen Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] durch [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer sen.|Wilfried Haslauer]] ausgezeichnet. Darüber hinaus war er Träger des Großen Ehrenzeichens für Kunst und Wissenschaft I. Klasse der Republik Österreich.


==Literarische Werke==
==Literarische Werke==
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* ''Die Heiligen Salzburgs'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg-München 1996, 200 Seiten
* ''Die Heiligen Salzburgs'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg-München 1996, 200 Seiten
* ''Neue Heilige der katholischen Kirche'', in drei Bänden: Von Papst Johannes Paul II. in den Jahren 1979 bis 1991 kanonisierte Selige und Heilige, Stein am Rhein 1994
* ''Neue Heilige der katholischen Kirche'', in drei Bänden: Von Papst Johannes Paul II. in den Jahren 1979 bis 1991 kanonisierte Selige und Heilige, Stein am Rhein 1994
* ''Wolfgang Amad<nowiki>eu</nowiki>s Mozart. Der Salzburger [[Domorganist]] und seine Beziehungen zur katholischen Kirche'', Christiana-Verlag Stein am Rhein, 128 Seiten
* ''Wolfgang Amadeus Mozart. Der Salzburger [[Domorganist]] und seine Beziehungen zur katholischen Kirche'', Christiana-Verlag Stein am Rhein, 128 Seiten
* ''Geführt von Maria. Marianische Heilige aus allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte'', Stein am Rhein 1987, 640 Seiten
* ''Geführt von Maria. Marianische Heilige aus allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte'', Stein am Rhein 1987, 640 Seiten
* ''Fegfeuer. Leiden, Freuden und Freunde der armen Seelen'', Salzburg 1977
* ''Fegfeuer. Leiden, Freuden und Freunde der armen Seelen'', Salzburg 1977
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* ''Der eucharistische und der mystische Leib Christi in ihren Beziehungen zueinander nach der Lehre der Frühscholastik'', Rom 1941 (Doktorarbeit)
* ''Der eucharistische und der mystische Leib Christi in ihren Beziehungen zueinander nach der Lehre der Frühscholastik'', Rom 1941 (Doktorarbeit)


==Weblinks==
{{Homepage|http://www.praelat-holboeck.com}}
==Quellen==
==Quellen==
* Biograp<nowiki>hisch-Bibliograp</nowiki>hisches Kirchenlexikon [http://www.bautz.de/bbkl/h/holboeck_f.shtml]
* Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon <nowiki>www.bautz.de/bbkl/h/holboeck_f.shtml</nowiki>, bei einer Kontrolle am 20. März 2022 nicht mehr abrufbar
* [[RES]], Eintrag [https://res.icar-us.eu/index.php/Holböck,_Ferdinand_(1913-2002) "Holböck, Ferdinand (1913-2002)"]
* [[RES]], Eintrag [https://res.icar-us.eu/index.php/Holböck,_Ferdinand_(1913-2002) "Holböck, Ferdinand (1913-2002)"]
* Salzburger Nachrichten
* [[Salzburger Nachrichten]]
* Praelat-Holboeck.com
* Praelat-Holboeck.com, bei einer Kontrolle am 20. März 2022 nicht mehr abrufbar


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[[Kategorie:Universitätsprofessor]]
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[[Kategorie:Geboren 1913]]
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