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| + | Mit der ''"Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden."''<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=94&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 24. November 1938]</ref> wurde die Ortsgemeinde Bucheben zum [[1. Jänner]] [[1939]] zur Marktgemeinde Rauris eingemeindet. | ||
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| + | Bucheben ist in Zusammenhang mit dem [[Goldbergbau]] im inneren Hüttwinkltal mit Kolm-Saigurn zu sehen und verdankt diesem vermutlich auch seine Entstehung. Einige alte Gebäude, wie das [[Naturfreundehaus Astenschmiede]] und mächtige Schlackenhalden erinnern noch heute an die einstige wirtschaftliche Bedeutung. In der Gegenwart sind es vor allem bäuerliche Anwesen und in erster Linie die [[Almwirtschaft]], die die Landschaft prägen, wobei einige kleinere Bauern[[Viertelhof|lehen]] gebäudemäßig abgekommen sind und andere nicht mehr bewohnt werden, wie z. B. das Gattererlehen. Andere, wie z. B. das Nigglgut, das Isländerpferde hält, haben sich erfolgreiche dem Tourismus verschrieben. Der Talschluss wurde nach dem Ende des Goldbergbaus vor allem durch das [[Observatorium Sonnblick]], erbaut vom Gewerken [[Ignaz Rojacher]] unter Anleitung seines Freundes und Mentors [[Wilhelm Ritter von Arlt]], bekannt. Heute ist Kolm-Saigurn mit dem Gasthaus [[Ammererhof]] und dem [[Naturfreundehaus Kolm-Saigurn]] vor allem ein Ort des Skitourensports und des [[Fremdenverkehr]]s. In Kolm-Saigurn befindet sich auch ein interessantes [[Bergbaumuseum Naturfreundehaus Kolm-Saigurn|Bergbaumuseum]], das an den Ursprung erinnern soll. | ||
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| + | * [[Josef Lahnsteiner]]: ''Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris'', Selbstverlag [[Hollersbach im Pinzgau]], [[1960]] | ||
| + | * [[Franz Hörburger]]: ''[[Salzburger Ortsnamenbuch]]'', S. 141, Hrsg. [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], [[Salzburg]], [[1982]] | ||
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280419&query=%22Georg+Willroider%22&ref=anno-search anno], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe 19. April 1928, Seite 5 | * [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280419&query=%22Georg+Willroider%22&ref=anno-search anno], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe 19. April 1928, Seite 5 | ||
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Version vom 23. April 2019, 09:54 Uhr
Die Gemeinde Bucheben war bis 1938 eine eigenständige Gemeinde. Heute ist sie als Bucheben ein Ortsteil der Marktgemeinde Rauris
Geschichte
Bucheben war von 1850 bis 1938 eine eigenständige politische Gemeinde und gehört seit ihrer Auflösung im Zuge diverser Eingemeindungen zur politischen Gemeinde Rauris.
Die Herleitung des Ortsnamens
Der Name leitet sich laut Lahnsteiner nicht von Buchen ab, da in ganz Bucheben nur eine Buche steht, sondern vom bergmännischen „Pochen“, das bedeutet das Zerstoßen, die Aufbereitung des Erzes. Laut Hörburger aber ist die Namensdeutung umstritten. Aus seiner Sicht stehen die Rückführungen des Namens auf Buche oder auf Pochen einander gegenüber. „Gegen die Ableitung von Buche scheint die Höhenlage des Ortes zu sprechen, wo die Buche heute nicht mehr gedeiht. Indessen wäre das wesentlich bessere Klima zu bedenken, das in der Blütezeit des Bergbaus (im 14. Jahrhundert) den Bestand der Buche ermöglicht hätte. Den Klimawechsel beweist das Ausapern von Grubenhölzern in heute Gletscher bedeckten Gebieten, z. B. in der Ochsenweide im Voglmair-Ochsenkarkees. Bei der Bildung des Namens kann mit Buche auch die Hainbuche, althochdeutsch hagenpuha, gemeint sein; diese ist ein Birkengewächs, das in der angegebenen Höhe vorkommt.“
Eingemeindung
Mit der "Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden."[1] wurde die Ortsgemeinde Bucheben zum 1. Jänner 1939 zur Marktgemeinde Rauris eingemeindet.
Bucheben gestern und heute
Bucheben ist in Zusammenhang mit dem Goldbergbau im inneren Hüttwinkltal mit Kolm-Saigurn zu sehen und verdankt diesem vermutlich auch seine Entstehung. Einige alte Gebäude, wie das Naturfreundehaus Astenschmiede und mächtige Schlackenhalden erinnern noch heute an die einstige wirtschaftliche Bedeutung. In der Gegenwart sind es vor allem bäuerliche Anwesen und in erster Linie die Almwirtschaft, die die Landschaft prägen, wobei einige kleinere Bauernlehen gebäudemäßig abgekommen sind und andere nicht mehr bewohnt werden, wie z. B. das Gattererlehen. Andere, wie z. B. das Nigglgut, das Isländerpferde hält, haben sich erfolgreiche dem Tourismus verschrieben. Der Talschluss wurde nach dem Ende des Goldbergbaus vor allem durch das Observatorium Sonnblick, erbaut vom Gewerken Ignaz Rojacher unter Anleitung seines Freundes und Mentors Wilhelm Ritter von Arlt, bekannt. Heute ist Kolm-Saigurn mit dem Gasthaus Ammererhof und dem Naturfreundehaus Kolm-Saigurn vor allem ein Ort des Skitourensports und des Fremdenverkehrs. In Kolm-Saigurn befindet sich auch ein interessantes Bergbaumuseum, das an den Ursprung erinnern soll.
Bürgermeister der Gemeinde Bucheben
Gemeinderäte
- 1928: Georg Grafenegger vulgo Erlehenbauer, Josef Langreiter vulgo Antrogbauer
Die 1928 gewählten Personen gehörten alle der nichtpolitischen Bauern- und Arbeiterpartei an.
Quellen
- Josef Lahnsteiner: Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris, Selbstverlag Hollersbach im Pinzgau, 1960
- Franz Hörburger: Salzburger Ortsnamenbuch, S. 141, Hrsg. Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg, 1982
- anno, Salzburger Chronik, Ausgabe 19. April 1928, Seite 5