Leopoldskron-Moos (Gemeinde): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(ergänzt)
K (Textersetzung - „Salzburgwiki“ durch „SALZBURGWIKI“)
 
(30 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Die früher eigenständige Gemeinde '''Leopoldskron-Moos''' wurde [[1939]] in die Stadt [[Salzburg]] eingemeindet und ist heute der [[Salzburger Stadtteil]] [[Leopoldskroner Moos]].
+
{{Dieser Artikel|behandelt die ehemalige [[Flachgau]]er Gemeinde Leopoldskron-Moos. Über den heutigen [[Salzburger Stadtteil]] Leopoldskroner Moos informiert der Artikel [[Leopoldskroner Moos]].}}
 +
[[Datei:Landschaftsraum Leopoldskroner Weiher Leopoldskron-Moos Lufbild Walter Mittelholzer 1933.jpg|thumb|Blick über die [[Festung Hohensalzburg]] nach Südwesten: Zunächst sieht man das [[Landschaftsraum Leopoldskroner Weiher]], den südwestlichen Teil des [[Salzburger Stadtteil]]s [[Riedenburg]], darüber rechts schließt sich die Gemeinde Leopoldskron-Moos an und im Hintergrund erhebt sich der [[Untersbergstock]].]]
 +
Die früher selbstständige '''Gemeinde Leopoldskron-Moos''' wurde [[1939]] in die Stadt Salzburg eingemeindet und bildet heute den [[Salzburger Stadtteil]] [[Leopoldskroner Moos]].
 +
 
 +
== Geografie ==
 +
=== Ausdehnung des Gemeindegebiets ===
 +
Die Gemeinde Leopoldskron-Moos umfasste die damalige [[Katastralgemeinde Leopoldskron]] mit einer Fläche von ''803'' ha und der gleichnamigen Ortschaft Leopoldskron.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
Das weitum einzigartige doppelreihige Dorf ''Moos'' an der schnurgeraden [[Moosstraße]] begann sich nach Beginn der Entsumpfung des [[Leopoldskroner Moor]]es Mitte des [[18. Jahrhundert]]s zu entwickeln. Zur Entfaltung kam das Dorf dann in der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s.<ref>siehe Quelle Seefeldner Seite 509</ref>
 
Das weitum einzigartige doppelreihige Dorf ''Moos'' an der schnurgeraden [[Moosstraße]] begann sich nach Beginn der Entsumpfung des [[Leopoldskroner Moor]]es Mitte des [[18. Jahrhundert]]s zu entwickeln. Zur Entfaltung kam das Dorf dann in der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s.<ref>siehe Quelle Seefeldner Seite 509</ref>
  
Im Norden des Leopoldskroner Moores war an einem schon vorher bestehenden [[Leopoldskroner Weiher|Weiher]] von [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] von [[1736]] [[1740]] ein [[Schloss Leopoldskron|Schloss]] errichtet wordne. Zu diesem Schloss gehörte als Grundeigentum auch das ''Wildmoos'' (das Leopoldskroner Moor, auch Moos), wodurch sich allmählich der neue Name ''Leopoldskron-Moos'' einbürgerte.  
+
Im Norden des Leopoldskroner Moores war an einem schon vorher bestehenden [[Leopoldskroner Weiher|Weiher]] von [[Fürsterzbischof]] [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] von [[1736]] bis [[1740]] ein [[Schloss Leopoldskron|Schloss]] errichtet worden. Zu diesem Schloss gehörte als Grundeigentum auch das ''Wildmoos'' (das Leopoldskroner Moor, auch Moos), wodurch sich allmählich der neue Name ''Leopoldskron-Moos'' einbürgerte.
 +
 
 +
[[1828]] gründete der Stadtphysikus Dr. Oberlechner mit dem Mittermoos-Bad, dem späteren "[[Marienbad]]" das erste Kurbad. Der bekannte [[Frühgeschichte des Salzburger Medizinalwesens#Die Wundärzte|Wundarzt]] Dr. [[Anton Fiebiger]] errichtete [[1841]] ein zweites Kurbad, das er nach dem bayrischen König "[[König Ludwigs-Bad]]" taufte.
 +
 
 +
[[1858]] standen alle [[Moos (Leopoldskron)|Mooser]] Moorbadeanstalten unter der gemeinsamen Oberleitung des k. k. Bezirksarztes Dr. Sauter.<ref>[https://books.google.at/books?id=WKE8AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=true ''Die Torfmoos-Bad- und Molkenkur-Anstalt Marienbad in Leopoldskron bei Salzburg''. Salzburg (Endl & Penker) 1858, S. 46]</ref>
 +
 
 +
Mit der ''"Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 30. September 1938 über die Erweiterung des Gebietes der Stadt Salzburg und über Gebietsänderungen einiger ihrer Umgebungsgemeinden"''<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=86&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 17. Oktober 1938]</ref> wurde die Gemeinde Leopoldskron-Moos zum [[1. Jänner]] [[1939]] in die Landeshauptstadt Salzburg [[Eingemeindungen#Stadt Salzburg|eingemeindet]].
 +
 
 +
=== Volksschule ===
 +
:''Hauptartikel [[Volksschule Leopoldskron-Moos]]''
 +
 
 +
=== Wahlsprengel ===
 +
[[1930]] gab für alle Wahlsprengel mit folgendes Agitationslokal<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19301108&query=%22Erich+K%C3%A4stner%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 8. November 1930, Seite 8</ref>
 +
 
 +
== Bürgermeister der Gemeinde Leopoldskron ==
 +
: ''Hauptartikel [[Bürgermeister der Gemeinde Leopoldskron-Moos]]''
  
== Bürgermeister ==
+
== Ehrenbürger der Gemeinde Leopoldskron-Moos ==
:''Hauptartikel [[Bürgermeister der Gemeinde Leopoldskron-Moos]]''
+
: ''Hauptartikel [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Leopoldskron-Moos]]''
* [[Georg Willroider]] um 1931
 
  
 
== Töchter und Söhne der Gemeinde Leopoldskron-Moos ==
 
== Töchter und Söhne der Gemeinde Leopoldskron-Moos ==
* [[Georg Prodinger]] (* 1924, † 1944 im Zuchthaus Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim [ermordet]) war ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in [[Salzburg]]
+
:''Hauptartikel [[Töchter und Söhne der ehemaligen Gemeinde Leopoldskron-Moos]]
  
 
== Quelle ==
 
== Quelle ==
* Salzburgwiki-Artikel  
+
* SALZBURGWIKI-Artikel  
  
== Fußnoten ==
+
== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
<references/>
  
 +
{{Gemeinden nicht mehr bestehend}}
 +
 +
[[Kategorie:Geschichte]]
 +
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Geografie]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Leopoldskroner Moos]]
 
[[Kategorie:Leopoldskroner Moos]]
 +
[[Kategorie:Ort (historisch)]]
 
[[Kategorie:Ort (Flachgau)]]
 
[[Kategorie:Ort (Flachgau)]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]

Aktuelle Version vom 28. August 2024, 10:15 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die ehemalige Flachgauer Gemeinde Leopoldskron-Moos. Über den heutigen Salzburger Stadtteil Leopoldskroner Moos informiert der Artikel Leopoldskroner Moos.
Blick über die Festung Hohensalzburg nach Südwesten: Zunächst sieht man das Landschaftsraum Leopoldskroner Weiher, den südwestlichen Teil des Salzburger Stadtteils Riedenburg, darüber rechts schließt sich die Gemeinde Leopoldskron-Moos an und im Hintergrund erhebt sich der Untersbergstock.

Die früher selbstständige Gemeinde Leopoldskron-Moos wurde 1939 in die Stadt Salzburg eingemeindet und bildet heute den Salzburger Stadtteil Leopoldskroner Moos.

Geografie

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Gemeinde Leopoldskron-Moos umfasste die damalige Katastralgemeinde Leopoldskron mit einer Fläche von 803 ha und der gleichnamigen Ortschaft Leopoldskron.

Geschichte

Das weitum einzigartige doppelreihige Dorf Moos an der schnurgeraden Moosstraße begann sich nach Beginn der Entsumpfung des Leopoldskroner Moores Mitte des 18. Jahrhunderts zu entwickeln. Zur Entfaltung kam das Dorf dann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.[1]

Im Norden des Leopoldskroner Moores war an einem schon vorher bestehenden Weiher von Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian von 1736 bis 1740 ein Schloss errichtet worden. Zu diesem Schloss gehörte als Grundeigentum auch das Wildmoos (das Leopoldskroner Moor, auch Moos), wodurch sich allmählich der neue Name Leopoldskron-Moos einbürgerte.

1828 gründete der Stadtphysikus Dr. Oberlechner mit dem Mittermoos-Bad, dem späteren "Marienbad" das erste Kurbad. Der bekannte Wundarzt Dr. Anton Fiebiger errichtete 1841 ein zweites Kurbad, das er nach dem bayrischen König "König Ludwigs-Bad" taufte.

1858 standen alle Mooser Moorbadeanstalten unter der gemeinsamen Oberleitung des k. k. Bezirksarztes Dr. Sauter.[2]

Mit der "Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 30. September 1938 über die Erweiterung des Gebietes der Stadt Salzburg und über Gebietsänderungen einiger ihrer Umgebungsgemeinden"[3] wurde die Gemeinde Leopoldskron-Moos zum 1. Jänner 1939 in die Landeshauptstadt Salzburg eingemeindet.

Volksschule

Hauptartikel Volksschule Leopoldskron-Moos

Wahlsprengel

1930 gab für alle Wahlsprengel mit folgendes Agitationslokal[4]

Bürgermeister der Gemeinde Leopoldskron

Hauptartikel Bürgermeister der Gemeinde Leopoldskron-Moos

Ehrenbürger der Gemeinde Leopoldskron-Moos

Hauptartikel Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Leopoldskron-Moos

Töchter und Söhne der Gemeinde Leopoldskron-Moos

Hauptartikel Töchter und Söhne der ehemaligen Gemeinde Leopoldskron-Moos

Quelle

  • SALZBURGWIKI-Artikel

Einzelnachweise

Gemeinden, die nicht mehr als selbständige Gemeinden im Land Salzburg existieren

Im Flachgau: Seekirchen-Markt mit Seekirchen-Land wurden zu Seekirchen am Wallersee · In Straßwalchen: Straßwalchen-Land · in Thalgau: Thalgauberg

Im Lungau: in Mariapfarr: Pichl - Zankwarn · in Mauterndorf: Steindorf · in St. Michael im Lungau: St. Michael-Land · in Tamsweg: Lasaberg - Haiden - Mörtelsdorf - Sauerfeld - Seetal - Wölting

Im Pinzgau: in Bruck an der Großglocknerstraße: St. Georgen im Pinzgau · in Lend: Embach · in Mittersill: Mittersill-Land · in Rauris: Bucheben · in Saalfelden am Steinernen Meer: Saalfelden-Land · in Taxenbach: Eschenau - Sonnberg - Wolfbachthal · in Zell am See: Bruckberg - Thumersbach

Im Pongau: in Altenmarkt im Pongau: Palfen - Sinnhub · in Eben im Pongau: Gasthof - Schattbach · in Goldegg: Goldeggweng · in Bad Hofgastein: Hofgastein-Land · in Hüttau: Sonnberg · in Radstadt: Radstadt-Land · in St. Johann im Pongau: St. Johann-Land · in Wagrain: Wagrain-Land · in Werfen: Werfen-Land

In der Stadt Salzburg: Aigen - Gnigl - Leopoldskron-Moos - Maxglan - Morzg

Im Tennengau: Annaberg im Lammertal · in Golling an der Salzach: Obergäu - Torren · in Hallein: Burgfried - Dürnberg - Taxach

Gemeinden, die 1939 entstanden, sich aber nach dem Krieg wieder änderten

Dorfwerfen (wurde wieder Pfarrwerfen) · Krimml-Wald (wurde aufgelöst) · Marienpichl (wurde wieder Mariapfarr) · Markt Pongau (wurde wieder St. Johann im Pongau) · Neumarkt-Köstendorf (wurde aufgelöst)