Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg''' (* [[6. April]] [[1809]] in [[Wien]]; † [[27. März]] [[1885]] ebenda) war von [[1835]] bis [[1850]] (Fürst)[[Erzbischof von Salzburg]].
'''Friedrich VI. Fürst zu Schwarzenberg''' (* [[6. April]] [[1809]] in Wien; † [[27. März]] [[1885]] ebenda) war von [[1835]] bis [[1850]] [[Erzbischof]] von Salzburg.
 
  
 
==Leben==  
 
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Friedrich Johann Joseph Cölestin Fürst zu Schwarzenberg war Sohn des Joseph Johann Fürsten zu Schwarzenberg (* 1769, † 1833) und der Prinzessin Pauline Caroline d'[[Arenberg]] (* 1774, † 1810).  
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Friedrich Johann Joseph Cölestin Fürst zu Schwarzenberg war Sohn des Joseph Johann Fürsten zu Schwarzenberg (* 1769; † 1833) und der Prinzessin Pauline Caroline d'[[Arenberg]] (* 1774; † 1810). Seine Schwester war [[Bertha Fürstin Lobkowitz]], geborene Schwarzenberg.
  
 
[[1826]] begann er nach Absolvierung des Philosophischen Cursus ein Studium der Rechte an der Universität Wien.
 
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[[1833]] wurde er in Salzburg zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als Kooperator an der [[Salzburger Dom|Dom]]pfarrei und [[Domkapitel|Domizellar]].
 
[[1833]] wurde er in Salzburg zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als Kooperator an der [[Salzburger Dom|Dom]]pfarrei und [[Domkapitel|Domizellar]].
  
===Erzbischof von Salzburg===
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Am [[5. August]] [[1850]] wurde ihm die [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürgerschaft]] der [[Stadt Salzburg]] verliehen.
[[1836]] wählte das Domkapitel den erst 27-Jährigen zum Fürsterzbischof – nunmehr Friedrich VI. – von Salzburg. Im selben Jahr wurde er zum Doktor der Theologie promoviert.  
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[[1836]] wählte das Domkapitel den erst 27-Jährigen zum Erzbischof – nunmehr Friedrich VI. – von Salzburg. Im selben Jahr wurde er zum Doktor der Theologie promoviert.  
  
 
[[1842]] wurde ihm die Kardinalswürde verliehen.
 
[[1842]] wurde ihm die Kardinalswürde verliehen.
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Seine Sorge als Erzbischof galt vor allem der Förderung des Weltpriesternachwuchses, wofür er [[1847]] das [[Borromäum]] errichten ließ. Seine seelsorgerischen Konzepte umfassten auch Volksmissionen, Volksandachten und Exerzitien.
 
Seine Sorge als Erzbischof galt vor allem der Förderung des Weltpriesternachwuchses, wofür er [[1847]] das [[Borromäum]] errichten ließ. Seine seelsorgerischen Konzepte umfassten auch Volksmissionen, Volksandachten und Exerzitien.
  
[[1841]] berief er die [[Barmherzige_Schwestern_vom_Heiligen_Vinzenz_von_Paul#Die_Entstehung_der_Provinz_Salzburg|Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul]] nach Salzburg, deren Niederlassungen er auch aus seinen Privatmitteln förderte.
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[[1841]] berief er die [[Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul#Die Entstehung der Provinz Salzburg|Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul]] nach Salzburg, deren Niederlassungen er auch aus seinen Privatmitteln förderte.
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Im Revolutionsjahr [[1848]] berief Kardinal Schwarzenberg auch seine sechs Suffraganbischöfe nach Salzburg zu einer Versammlung ein, die vom in Wien tagenden Reichstag die „Freiheit der Kirche“ forderte. Seit seiner Teilnahme an der ersten Konferenz des deutschen Episkopates, die 1848 in Würzburg (Franken, [[Bayern]]) stattfand, setzte er sich für die Bildung einer ähnlichen Zusammenkunft des österreichischen Episkopates ein; diese tagte [[1849]] in Wien unter seinem Vorsitz.
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Im Revolutionsjahr [[1848]] berief Kardinal Schwarzenberg auch seine sechs Suffraganbischöfe nach Salzburg zu einer Versammlung ein, die vom in Wien tagenden Reichstag die "Freiheit der Kirche" forderte. Seit seiner Teilnahme an der ersten Konferenz des deutschen Episkopates, die 1848 in Würzburg (Franken, [[Bayern]]) stattfand, setzte er sich für die Bildung einer ähnlichen Zusammenkunft des österreichischen Episkopates ein; diese tagte [[1849]] in Wien unter seinem Vorsitz.
  
 
Am [[1. Juli]] 1848 gründete er die [[Salzburger Constitutionelle Zeitung]], eine katholisch-konservative [[Tageszeitungen|Tageszeitung]], die Ende 1851 wieder eingestellt wurde.
 
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Fürst Schwarzenberg war auch ein begeisterter [[Alpinismus|Alpinist]].
 
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[[1825]] gelang ihm die Erstbesteigung des [[Großer Hundstod|Großen Hundstods]], [[1830]] der [[Schönfeldspitze]], [[1841]] – zusammen mit Pfarrer [[Augustin Markus Embacher|Augustin Embacher]] und fünf Begleitern – des [[Wiesbachhorn]]s.
  
 
===Erzbischof von Prag===
 
===Erzbischof von Prag===
 
1849 wurde Fürst Schwarzenberg zum Erzbischof von [[Tschechien#Böhmen|Prag]] ernannt; 1850 erfolgte seine Translation und damit das Ende seines Salzburger Wirkens.
 
1849 wurde Fürst Schwarzenberg zum Erzbischof von [[Tschechien#Böhmen|Prag]] ernannt; 1850 erfolgte seine Translation und damit das Ende seines Salzburger Wirkens.
  
==Quellen und Weiterführend==
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== Ehrungen ==
Für Informationen zu Friedrich VI. Fürsten zu Schwarzenberg, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel
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In der Salzburger [[Altstadt]] ist nach ihm das [[Kardinal-Schwarzenberg-Haus]] benannt. Auch die [[Schwarzenberghütte]] in den [[Hohen Tauern]] wurde nach ihm benannt.
* den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_zu_Schwarzenberg ''„Friedrich zu Schwarzenberg“'']
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==Quellen ==
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* {{wikipedia-de|Friedrich_zu_Schwarzenberg}}
 
* von Schulte: [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008391/images/index.html?seite=297 Schwarzenberg, Friedrich Johann Josef Cölestin v.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 33. Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 295–303.]  
 
* von Schulte: [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00008391/images/index.html?seite=297 Schwarzenberg, Friedrich Johann Josef Cölestin v.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 33. Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 295–303.]  
 
* Ursula Olschewski: [http://www.bbkl.de/s/s1/schwarzenberg_f_f_z.shtml Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 17], Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8, [http://www.bbkl.de/s/s1/schwarzenberg_f_f_z.shtml Sp. 1280–1281.]
 
* Ursula Olschewski: [http://www.bbkl.de/s/s1/schwarzenberg_f_f_z.shtml Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 17], Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8, [http://www.bbkl.de/s/s1/schwarzenberg_f_f_z.shtml Sp. 1280–1281.]
 
Siehe auch den Artikel „[[Barmherzige_Schwestern_vom_Heiligen_Vinzenz_von_Paul#Die_Entstehung_der_Provinz_Salzburg|Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul]]“
 
  
 
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Aktuelle Version vom 1. März 2023, 09:45 Uhr

Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg, eine zeitgenössischen Darstellung 1885.

Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg (* 6. April 1809 in Wien; † 27. März 1885 ebenda) war von 1835 bis 1850 (Fürst)Erzbischof von Salzburg.

Leben

Friedrich Johann Joseph Cölestin Fürst zu Schwarzenberg war Sohn des Joseph Johann Fürsten zu Schwarzenberg (* 1769; † 1833) und der Prinzessin Pauline Caroline d'Arenberg (* 1774; † 1810). Seine Schwester war Bertha Fürstin Lobkowitz, geborene Schwarzenberg.

1826 begann er nach Absolvierung des Philosophischen Cursus ein Studium der Rechte an der Universität Wien.

1827 bis 1831 studierte er Theologie, und zwar bis 1830 in Salzburg – wo der spätere Wiener Kardinalerzbischof Rauscher zu seinen Lehrern gehörte –, von 1830 bis 1831 in Wien.

1833 wurde er in Salzburg zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als Kooperator an der Dompfarrei und Domizellar.

Am 5. August 1850 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Salzburg verliehen.

Erzbischof von Salzburg

1836 wählte das Domkapitel den erst 27-Jährigen zum Erzbischof – nunmehr Friedrich VI. – von Salzburg. Im selben Jahr wurde er zum Doktor der Theologie promoviert.

1842 wurde ihm die Kardinalswürde verliehen.

Seine Sorge als Erzbischof galt vor allem der Förderung des Weltpriesternachwuchses, wofür er 1847 das Borromäum errichten ließ. Seine seelsorgerischen Konzepte umfassten auch Volksmissionen, Volksandachten und Exerzitien.

1841 berief er die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul nach Salzburg, deren Niederlassungen er auch aus seinen Privatmitteln förderte.

Seine Hauskapelle in der Residenz ließ er sich um 1844 von dem Maler Georg Pezolt ausgestalten.

Im Revolutionsjahr 1848 berief Kardinal Schwarzenberg auch seine sechs Suffraganbischöfe nach Salzburg zu einer Versammlung ein, die vom in Wien tagenden Reichstag die "Freiheit der Kirche" forderte. Seit seiner Teilnahme an der ersten Konferenz des deutschen Episkopates, die 1848 in Würzburg (Franken, Bayern) stattfand, setzte er sich für die Bildung einer ähnlichen Zusammenkunft des österreichischen Episkopates ein; diese tagte 1849 in Wien unter seinem Vorsitz.

Am 1. Juli 1848 gründete er die Salzburger Constitutionelle Zeitung, eine katholisch-konservative Tageszeitung, die Ende 1851 wieder eingestellt wurde.

Alpinist

Fürst Schwarzenberg war auch ein begeisterter Alpinist.

1825 gelang ihm die Erstbesteigung des Großen Hundstods, 1830 der Schönfeldspitze, 1841 – zusammen mit Pfarrer Augustin Embacher und fünf Begleitern – des Wiesbachhorns.

Erzbischof von Prag

1849 wurde Fürst Schwarzenberg zum Erzbischof von Prag ernannt; 1850 erfolgte seine Translation und damit das Ende seines Salzburger Wirkens.

Ehrungen

In der Salzburger Altstadt ist nach ihm das Kardinal-Schwarzenberg-Haus benannt. Auch die Schwarzenberghütte in den Hohen Tauern wurde nach ihm benannt.

Quellen

Zeitfolge
Salzburger Bischöfe, Erz- und Fürsterzbischöfe
Liste bitte

Bischöfe, 7. bis 8. Jahrhundert
Rupert von Salzburg · Vitalis · Flobrigis · Johannes I. · Virgil


Erzbischöfe
8. bis 10. Jahrhundert
Arn · Adalram · Liupram · Adalwin · Adalbert I. · Theotmar I. · Pilgrim I. · Adalbert II. · Egilolf · Herold · Friedrich I. · Hartwig
11. Jahrhundert
Gunther von Meißen · Thietmar II. · Baldwin · Gebhard · Berthold von Moosburg · Thiemo
12. Jahrhundert
Konrad I. von Abenberg · Eberhard I. von Biburg · Konrad II. von Babenberg · Adalbert III. von Böhmen · Heinrich von Berchtesgaden · Konrad III. von Wittelsbach · Adalbert III. von Böhmen
13. Jahrhundert
Eberhard II. von Regensberg · Burkhart I. von Ziegenhain · Philipp von Spanheim · Ulrich I. · Wlodizlaus von Schlesien · Friedrich II. von Walchen · Rudolf I. von Hohenegg · Stephan von Niederbayern · Konrad IV. von Fohnsdorf
14. Jahrhundert
Weichart von Polheim · Friedrich III. von Leibnitz · Heinrich von Pirnbrunn


Fürsterzbischöfe
Ortolf von Weißeneck · Pilgrim II. von Puchheim · Gregor Schenk von Osterwitz
15. Jahrhundert
Berthold von Wehingen · Eberhard III. von Neuhaus · Eberhard IV. von Starhemberg · Johann II. von Reisberg · Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg · Sigmund I. von Volkersdorf · Burkhard II. von Weißpriach · Bernhard von Rohr · Johann III. Beckenschlager · Friedrich V. Graf von Schaunberg · Sigmund II. von Hollenegg
16. Jahrhundert
Leonhard von Keutschach · Matthäus Lang von Wellenburg · Ernst Herzog von Bayern · Michael von Kuenburg · Johann Jakob Kuen von Belasy · Georg von Kuenburg · Wolf Dietrich von Raitenau
17. Jahrhundert
Markus Sittikus von Hohenems · Paris Graf von Lodron · Guidobald Graf von Thun und Hohenstein · Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg · Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein
18. Jahrhundert
Franz Anton Fürst Harrach · Leopold Anton Freiherr von Firmian · Jakob Ernst Graf Liechtenstein · Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein · Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach · Hieronymus Graf Colloredo


Erzbischöfe, die noch den Titel "Fürsterzbischof" trugen, aber keine weltliche Macht mehr hatten
19. Jahrhundert
Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg · Leopold Maximilian von Firmian · Augustin Johann Joseph Gruber · Maximilian Josef von Tarnóczy · Franz de Paula Albert Eder · Johann IV. Evangelist Haller
20. Jahrhundert
Johann V. Baptist Katschthaler · Balthasar Kaltner · Ignaz Rieder · Sigismund IV. von Waitz · Andreas II. Rohracher


Erzbischöfe 20. und 21. Jahrhundert
Eduard Macheiner · Karl Berg · Georg Eder ·Alois Kothgasser · Franz Lackner