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Die '''Volksschule Campus Mirabell''' ist eine der beiden [[Salzburger Volksschulen|Grundschulen]] im [[Städtisches Schulgebäude St. Andrä|Städtischen Schulgebäude St. Andrä]] im Salzburger [[Andräviertel]] am nördlichen Rand des [[Mirabellplatz]]es, die man als | Die '''Volksschule Campus Mirabell''' ist eine der beiden [[Salzburger Volksschulen|Grundschulen]] im [[Städtisches Schulgebäude St. Andrä|Städtischen Schulgebäude St. Andrä]] im Salzburger [[Andräviertel]] am nördlichen Rand des [[Mirabellplatz]]es, die man als "Andrä-Schule" bezeichnet. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Die | Die Wurzeln der Schule reichen in das Jahr [[1812]] zurück. Zeitweise bestanden getrennte Schulen je für Knaben und Mädchen, zeitweise ([[1873]]?–1899) war die alsbald fünfklassige Schule unter einer gemeinsamen Direktion in eine Knaben- und eine Mädchenschule gegliedert. Sie war im [[Collegium Virgilianum]] im [[Priesterhaus]] in der [[Dreifaltigkeitsgasse]] 12 untergebracht.<ref>Artikel "[[Städtisches Schulgebäude St. Andrä]]"</ref> Wie ihr Namensbeisatz "im recht(s)seitigen Stadttheile" andeutete, war sie für die Kinder des rechtsseitigen Stadtteils bestimmt und platzte infolge starker Zuwanderung in diesen Teil der Stadt gleichsam aus allen Nähten. Endlich konnte das am [[16. September]] [[1893]] eröffnete, als "Andräschule" bekannte Schulgebäude bezogen werden. | ||
[[ | [[Datei:Salzburg_Andraeschule_Lazarett_Erster_Weltkrieg.jpg|thumb| Das Städtische Schulgebäude St. Andrä war im [[Ersten Weltkrieg]] ein Rot-Kreuz-Spital. In der zweiten Reihe links die erste Schwester war [[Otto Scholz|Hedwig Scholz]], die Großmutter des Salzburger Fachmanns für Motorradgeschichte [[Helmut Krackowizer]], ganz rechts Mutz Scholz, ihre Schwester.]] | ||
[[1926]] wurde die Schule vollständig elektrifiziert. | Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde das gesamte Schulgebäude [[1914]] in ein Rot-Kreuz-Spital umgewandelt. Der Unterricht fand im Handelsschulgebäude an der [[Paris-Lodron-Straße]] statt. Erst [[1919]] konnte die Schule in ihr Schulhaus zurückkehren. In der Folge profitierte sie vom Ausbau der Infrastruktur des Gebäudes: [[1923]] wurde ein Schulbad eingerichtet; damit konnte jeder Schüler einmal im Monat ein warmes Duschbad nehmen. [[1926]] wurde die Schule vollständig elektrifiziert. | ||
[[1939]] wurden nach der Beschlagnahmung ihres Schulhauses ([[Plainschule]]) auch die [[Volksschule Pestalozzistraße|Volksschule Plainstraße]] und die [[Hauptschule Plainstraße]] im Schulgebäude untergebracht. Der Unterricht erfolgte im Wechsel mit der Volksschule St. Andrä und der [[Hauptschule Haydnstraße]]. | |||
Im November [[1944]] wurde das Schulgebäude durch [[Bomben auf die Stadt Salzburg|Luftangriffe]] schwer beschädigt. Obwohl in einem Teil des Schulgebäudes noch ehemalige Kriegsgefangene wohnten, wurde der Unterricht nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] baldmöglichst wieder aufgenommen. | Im November [[1944]] wurde das Schulgebäude durch [[Bomben auf die Stadt Salzburg|Luftangriffe]] schwer beschädigt. Obwohl in einem Teil des Schulgebäudes noch ehemalige Kriegsgefangene wohnten, wurde der Unterricht nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] baldmöglichst wieder aufgenommen. | ||
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Seit [[1948]] fand der Schulbetrieb wieder in allen Unterrichtsräumen statt. | Seit [[1948]] fand der Schulbetrieb wieder in allen Unterrichtsräumen statt. | ||
Seit [[1979]] wird die Schule koedukativ geführt. Seither wurde sie | Seit [[1979]] wird die Schule koedukativ geführt. Seither wurde sie "Öffentliche Volksschule für Knaben und Mädchen St. Andrä" genannt. | ||
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* | * 1873?–1896: [[Kajetan Rußegger]] | ||
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* (1812)–1859: [[Augustina Nißl]] | * (1812)–1859: [[Augustina Nißl]] | ||
* [[1860]]–1861: [[Katharina Fuchs]] | * [[1860]]–1861: [[Katharina Fuchs]] | ||
* [[1862]]–187x: [[Kunigunde Thalhammer]] | * [[1862]]–187x: [[Kunigunde Thalhammer]] | ||
* | * 1873?–1896: Kajetan Rußegger | ||
* [[1896]]–1899: Paul Simmerle | * [[1896]]–1899: Paul Simmerle | ||
* [[1899]]–1914: [[Marie Posch]] | * [[1899]]–1914: [[Marie Posch]] | ||
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* [[1927]]–1931: [[Luise Langer]] | * [[1927]]–1931: [[Luise Langer]] | ||
* [[1932]]–1935: [[Emma Scharrer]] | * [[1932]]–1935: [[Emma Scharrer]] | ||
* [[1935]]–1938: SR [[Melanie Wolfram]] | * [[1935]]–1938: SR [[Melanie Wolfrum|Melanie Wolfram]] | ||
* 1938–1938: [[Adalberta Haas]] | * 1938–1938: [[Adalberta Haas]] | ||
* [[1938]]–194x: [[Amalia Staininger]] | * [[1938]]–194x: [[Amalia Staininger]] | ||
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* 1979–1990?: [[Johann Hillebrand]] | * 1979–1990?: [[Johann Hillebrand]] | ||
* 1990?–2003: [[Gertrude Schönauer]] <!--geborene Fabris--> | * 1990?–2003: [[Gertrude Schönauer]] <!--geborene Fabris--> | ||
* | * [[2003]]–2021: [[Ursula Hinterseer|Ursula Johanna Hinterseer]] | ||
* seit [[2021]]: [[Andrea Resch]] | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
{{homepage|https://www.campusmirabell-vs.salzburg.at}} | {{homepage|https://www.campusmirabell-vs.salzburg.at}} | ||
* [[Salzburger Amtskalender]] | : [https://www.campusmirabell-vs.salzburg.at/unsere-schule/schulchronik.html Schulchronik ] | ||
* [[Salzburger Amtskalender]] | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
<references/> | <references/> | ||
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]] | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | ||
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[[Kategorie:Stadt Salzburg | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
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Aktuelle Version vom 25. März 2026, 14:16 Uhr
| Schuldaten[1]
]</ref> | |
|---|---|
| Schulkennzahl: | 501171 |
| Name der Schule: | Volksschule Campus Mirabell |
| Adresse: | Haydnstraße 3 5020 Salzburg |
| Website: | www.campusmirabell-vs.salzburg.at |
| E-Mail: | direktion@campusmirabell-vs.salzburg.at |
| Telefon: | (06 62) 87 52 74 |
| Direktorin: | Dipl.-Päd. Andrea Resch |
Die Volksschule Campus Mirabell ist eine der beiden Grundschulen im Städtischen Schulgebäude St. Andrä im Salzburger Andräviertel am nördlichen Rand des Mirabellplatzes, die man als "Andrä-Schule" bezeichnet.
Geschichte
Die Wurzeln der Schule reichen in das Jahr 1812 zurück. Zeitweise bestanden getrennte Schulen je für Knaben und Mädchen, zeitweise (1873?–1899) war die alsbald fünfklassige Schule unter einer gemeinsamen Direktion in eine Knaben- und eine Mädchenschule gegliedert. Sie war im Collegium Virgilianum im Priesterhaus in der Dreifaltigkeitsgasse 12 untergebracht.[2] Wie ihr Namensbeisatz "im recht(s)seitigen Stadttheile" andeutete, war sie für die Kinder des rechtsseitigen Stadtteils bestimmt und platzte infolge starker Zuwanderung in diesen Teil der Stadt gleichsam aus allen Nähten. Endlich konnte das am 16. September 1893 eröffnete, als "Andräschule" bekannte Schulgebäude bezogen werden.

Während des Ersten Weltkrieges wurde das gesamte Schulgebäude 1914 in ein Rot-Kreuz-Spital umgewandelt. Der Unterricht fand im Handelsschulgebäude an der Paris-Lodron-Straße statt. Erst 1919 konnte die Schule in ihr Schulhaus zurückkehren. In der Folge profitierte sie vom Ausbau der Infrastruktur des Gebäudes: 1923 wurde ein Schulbad eingerichtet; damit konnte jeder Schüler einmal im Monat ein warmes Duschbad nehmen. 1926 wurde die Schule vollständig elektrifiziert.
1939 wurden nach der Beschlagnahmung ihres Schulhauses (Plainschule) auch die Volksschule Plainstraße und die Hauptschule Plainstraße im Schulgebäude untergebracht. Der Unterricht erfolgte im Wechsel mit der Volksschule St. Andrä und der Hauptschule Haydnstraße.
Im November 1944 wurde das Schulgebäude durch Luftangriffe schwer beschädigt. Obwohl in einem Teil des Schulgebäudes noch ehemalige Kriegsgefangene wohnten, wurde der Unterricht nach Kriegsende baldmöglichst wieder aufgenommen.
Seit 1948 fand der Schulbetrieb wieder in allen Unterrichtsräumen statt.
Seit 1979 wird die Schule koedukativ geführt. Seither wurde sie "Öffentliche Volksschule für Knaben und Mädchen St. Andrä" genannt.
Seit Dezember 2014 heißt die Schule "Volksschule Campus Mirabell".
Schulleiter und Direktoren
|
|
|
| Schülerzahl | |
|---|---|
| 1810 | 66 K.+ 36 M. |
| 1815 | 101 K.+ 91 M. |
| 1940 | 229 K.+ 210 M. |
| 1993 | 213 |
| 2000 | 223 |
| 2010 | 216 |
Volksschule St. Andrä für Knaben und Mädchen
- 1979–1990?: Johann Hillebrand
- 1990?–2003: Gertrude Schönauer
- 2003–2021: Ursula Johanna Hinterseer
- seit 2021: Andrea Resch