Kunst in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Josef Rosenegger]], Besitzer des [[Gut Bürglstein|Gutes Bürglstein]] fand beim [[Bürglstein]] zunächst tatsächlich Altertümer, bis sie ihm ausgingen und er mit Fälschungen weiterhin Geld machte, unter anderem mit König [[Ludwig I. von Bayern]]. | |||
Am [[Mozartplatz]] wurde bei Arbeiten für das Fundament des [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmals]] ein großes römisches Mosaik des Archeloos mit einem Athletenkampfbild geborgen. | |||
Einzigartig war auch der Fund der [[Kelten|keltischen]] [[Schnabelkanne]] am [[Dürrnberg (Berg)|Dürrnberg]]. | |||
Mit [[Martin Hell]] begann um [[1910]] eine neue archäologische Forschungszeit. Es folgen Domgrabungen unter der Leitung von Dr. [[Hermann Vetters]], der Erfolge heute im [[Domgrabungsmuseum]] sehen sind. Der [[Georgenberg (Kuchl)|Georgenberg]] in [[Kuchl]] wurde zu einem archäologischen Forschungsprojekt der Universität München und des Österreichischen Archäologischen Instituts ([[1962]]/63). [[1970]] wurde aus dem Städtischen Museum in [[Hallein]] das [[Keltenmuseum]] und am Dürrnberg wurde das archäologische [[Forschungszentrum Dürrnberg]] eingerichtet. | |||
Neben etlichen Grabungen wurde das [[Das hallstattzeitliche Gräberfeld in Uttendorf im Pinzgau|hallstattzeitliche Gräberfeld]] in [[Uttendorf]] im [[Pinzgau]] und in [[Neumarkt am Wallersee]] begannen [[Archäologische Grabungen in Pfongau|archäologische Grabungen]] in [[Pfongau]]. Neben Grabungen in der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter, die Klosteranlage|Klosteranlage der Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] waren erst 2018 Grabungen im [[Burghof (Festung Hohensalzburg)|Burghof]] der Festung Hohensalzburg durchgeführt worden. | |||
== Literatur == | == Literatur == | ||
Erstmals trat im [[Mittelalter]] der [[Mönch von Salzburg]] literarisch in Erscheinung. Der kunstsinnige Fürsterzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] ([[1365]]–[[1396]]) machte ihn zu seinem [[Salzburger Fürstenhof|Hofdichter]]. | |||
Mit [[Lorenz Hübner]] holte der aufklärte letzte Landesfürst Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] einen Münchner Journalisten nach Salzburg, der hier das Zeitungswesen stark prägte. Der Schriftsteller und Journalist [[Franz Michael Vierthaler]] brachte die [[Literatur-Zeitung von Salzburg]] heraus. [[Sylvester Wagner]] und [[August Radnitzky]] ("Der Fink von Mattsee") dichteten in [[Salzburger Mundart]], [[Julius Alexander Schindler]] publizierte unter dem Künstlernamen ''Julius von der Traun''. Es kam zur Gründung von Künstlervereinigungen wie [[Pan]] ([[1897]], [[Der Wassermann]] ([[1918]]), dem [[Sonderbund österreichischer Künstler in Salzburg]], der [[Literarische Gesellschaft|Literarischen Gesellschaft]] u. a.. | |||
Mitglieder der Pan-Runde waren u. a. [[Hans Seebach-Demel]], [[Heinrich von Schullern]] und [[Irma von Troll-Borostyáni]] und der schweigsame [[Georg Trakl]], dem Salzburg später die [[Trakl Forschungs- und Gedenkstätte]] im [[Traklhaus]] in der Salzburger [[Altstadt]] widmete. | |||
In der [[Zwischenkriegszeit]] traten [[Karl Heinrich Waggerl]] (* [[1897]]; † [[1973]]), [[Georg Rendl (* [[1903]]; † [[1972]]) oder [[Georg Eberl]] (* [[1893]]; † [[1975]]) literarisch in Erscheinung. | |||
== Musik == | == Musik == | ||
== Theater == | == Theater == | ||
Im [[Steintheater]] auf dem [[Hellbrunner Berg]] ist am [[31. August]] [[1617]] die erste Freiluft-Opernaufführung Mitteleuropas dokumentiert, nämlich "''Orfeo''" von Claudio Monteverdi. Die erste bekannte Opernaufführung Mitteleuropas selbst fand wenige Jahre vorher im [[Carabinierisaal]] der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] in der Stadt Salzburg statt. | |||
Die [[Benediktineruniversität]] in Salzburg ([[1622]]–[[1778]] begann mit einer Theatertradition, die über die [[Barock]]zeit dauerte. Über 370 Stücke von 47 namentlich bekannten Dichtern sind bekannt. Unter ihnen [[Otto Aicher]] und [[Simon Rettenbacher]]. In der zweiten Hälfte des [[18. Jahrhundert]]s löste das heitere Singspiel die tragödienhaftigkeit des Barocktheaters ab - das war unter der Regentschaft von Fürsterzbischof [[Sigismund Christoph Graf Schrattenbach]]. | |||
== Museen und Galerien == | == Museen und Galerien == | ||
Version vom 11. Dezember 2018, 17:02 Uhr
Die Kunst ist im Bundesland und in der Stadt Salzburg fast allgegenwertig.
Einleitung
Das reiche Vorkommen an Bodenschätzen machte das heutige Bundesland zu einem bedeutenden Kultur- und Siedlungsraum. Kupfer, Silber, Gold, Smaragd, Untersberger-, Adneter- und Ramingsteiner Marmor und andere Bodenschätze waren die Grundlagen über Jahrhunderte für Erzeugnisse der Plastik und des Kunsthandwerks.
Neben der Baukunst entwickelte sich um 1400 Salzburg auch zu einem Zentrum "der schönen Madonnen". Hans von Burghausen oder Stephan Krumenauser arbeiteten in der damaligen Stadtpfarrkirche, der heutigen Franziskanerkirche. In der Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg schuf Hans Harperger. Michael Pacher oder Konraid Laib waren in der Stadt Salzburg tätig, um nur einige der namhaften Künstler zu erwähnen.
Im Benediktiner-Erzstift St. Peter entwickelte sich ein hochstehende Buchmalerei. In der Spätgotik traten im Bereich des Kunstgewerbes Seidensticker und Goldschmiede mit beachtenswerten liturgischen Produkten in Erscheinung. Unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau versammelten sich italienische Baukünstler und Stukkateure in der Stadt Salzburg. Dem von Wolf Dietrich gerufenen Baumeister Vincenzo Scamozzi folgte unter seinem Nachfolger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems der Baumeister Santino Solari.
Im 17. Jahrhundert entwickelten sich Hafnerkunst und mit der Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg hatte Salzburg seine eine Porzelanproduktion, wenn auch nur kurz.
1851 gründete sich der Salzburger Kunstverein. Am 18. Juni 1869 trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (Roittner-Haus), um die Internationale Stiftung Mozarteum ins Leben zu rufen und mit der Jedermann-Aufführung 1920 begannen die Salzburger Festspiele.
Archäologie
Mit der archäologischen Grabung in Loig nahe dem heutigen Flughafen Salzburg, der einen römischen Gutshof zu Tage förderte, begann am 9. August 1815 die Archäologie in Salzburg. 1817 wurden auf den sogenannten Kohlefeldern in Glas, einem Ortsteil der damaligen Gemeinde Aigen (heute Salzburger Stadtteil Aigen) von Louis Grenier 1817 von einer großen Villenanlage ein eines Herrenhauses entdeckt.
Josef Rosenegger, Besitzer des Gutes Bürglstein fand beim Bürglstein zunächst tatsächlich Altertümer, bis sie ihm ausgingen und er mit Fälschungen weiterhin Geld machte, unter anderem mit König Ludwig I. von Bayern.
Am Mozartplatz wurde bei Arbeiten für das Fundament des Mozart-Denkmals ein großes römisches Mosaik des Archeloos mit einem Athletenkampfbild geborgen.
Einzigartig war auch der Fund der keltischen Schnabelkanne am Dürrnberg.
Mit Martin Hell begann um 1910 eine neue archäologische Forschungszeit. Es folgen Domgrabungen unter der Leitung von Dr. Hermann Vetters, der Erfolge heute im Domgrabungsmuseum sehen sind. Der Georgenberg in Kuchl wurde zu einem archäologischen Forschungsprojekt der Universität München und des Österreichischen Archäologischen Instituts (1962/63). 1970 wurde aus dem Städtischen Museum in Hallein das Keltenmuseum und am Dürrnberg wurde das archäologische Forschungszentrum Dürrnberg eingerichtet.
Neben etlichen Grabungen wurde das hallstattzeitliche Gräberfeld in Uttendorf im Pinzgau und in Neumarkt am Wallersee begannen archäologische Grabungen in Pfongau. Neben Grabungen in der Klosteranlage der Benediktiner-Erzabtei St. Peter waren erst 2018 Grabungen im Burghof der Festung Hohensalzburg durchgeführt worden.
Literatur
Erstmals trat im Mittelalter der Mönch von Salzburg literarisch in Erscheinung. Der kunstsinnige Fürsterzbischof Pilgrim II. von Puchheim (1365–1396) machte ihn zu seinem Hofdichter.
Mit Lorenz Hübner holte der aufklärte letzte Landesfürst Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo einen Münchner Journalisten nach Salzburg, der hier das Zeitungswesen stark prägte. Der Schriftsteller und Journalist Franz Michael Vierthaler brachte die Literatur-Zeitung von Salzburg heraus. Sylvester Wagner und August Radnitzky ("Der Fink von Mattsee") dichteten in Salzburger Mundart, Julius Alexander Schindler publizierte unter dem Künstlernamen Julius von der Traun. Es kam zur Gründung von Künstlervereinigungen wie Pan (1897, Der Wassermann (1918), dem Sonderbund österreichischer Künstler in Salzburg, der Literarischen Gesellschaft u. a..
Mitglieder der Pan-Runde waren u. a. Hans Seebach-Demel, Heinrich von Schullern und Irma von Troll-Borostyáni und der schweigsame Georg Trakl, dem Salzburg später die Trakl Forschungs- und Gedenkstätte im Traklhaus in der Salzburger Altstadt widmete.
In der Zwischenkriegszeit traten Karl Heinrich Waggerl (* 1897; † 1973), [[Georg Rendl (* 1903; † 1972) oder Georg Eberl (* 1893; † 1975) literarisch in Erscheinung.
Musik
Theater
Im Steintheater auf dem Hellbrunner Berg ist am 31. August 1617 die erste Freiluft-Opernaufführung Mitteleuropas dokumentiert, nämlich "Orfeo" von Claudio Monteverdi. Die erste bekannte Opernaufführung Mitteleuropas selbst fand wenige Jahre vorher im Carabinierisaal der Alten Residenz in der Stadt Salzburg statt.
Die Benediktineruniversität in Salzburg (1622–1778 begann mit einer Theatertradition, die über die Barockzeit dauerte. Über 370 Stücke von 47 namentlich bekannten Dichtern sind bekannt. Unter ihnen Otto Aicher und Simon Rettenbacher. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts löste das heitere Singspiel die tragödienhaftigkeit des Barocktheaters ab - das war unter der Regentschaft von Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf Schrattenbach.
Museen und Galerien
Das Wappen des Landes Salzburg
Begriffe in der Kunst
Hinweis: Die Erklärungen von Kunstbegriffen stammen entweder von Autoren im Salzburgwiki oder sind mit Quellen belegt. Es müssen also nicht alle Definitionen allgemein gültig sein. Die Einteilung bei Bildern beispielsweise kann jeder Salzburgwiki-Fotograf selbst vornehmen.
Was ist eine Plastik?
Eine Erklärung von Mag. Thomas Schmiedbauer (keine Quellenangaben)
- Plastik ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik gestaltet wird. Eine Plastik entsteht durch Antragen von Material (Modellieren, ..) und einen Aufbau von innen nach außen
- Skulptur ist ein dreidimensionales, körperhaftes Werk eines Bildhauers, das durch eine formgebende Technik herausgearbeitet wird. Eine Skulptur entsteht durch Abschlagen und Wegschneiden von Stein oder Holz und den Abbau von außen nach innen.
- Diese technisch genaue Differenzierung hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt
- Für alle künstlerischen Bildwerke wird zusammenfassend der Ausdruck Plastik bevorzugt.
Was ist eine Skulptur?
Der Begriff Skulptur ist heute gleichbedeutend mit Plastik oder Bildhauerei verwendet.
Der Begriff Skulptur, im Lateinischen sculpere, bedeutet schnitzen. Skulpturen wurden vielfach zu Luxusgütern aus Marmor und Bronze. Skulpturen sind im engsten Sinne ihrer Herstellungsprozesse nur dann Skulpturen, wenn sie aus einem festen Material geschnitzt, herausgeschnitten oder aus Stein gehauen werden. Man nennt die Technik zur Schaffung einer Skulptur abtragendes Verfahren.
Bei einer Plastik wird Material hinzugefügt.[1]
Bilder
Kunst in Salzburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quelle
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1
Fußnote
- ↑ Quelle www.stadt-wien.at