Bucheben (Gemeinde): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Bucheben''' war bis zu seiner Eingemeindung in die Marktgemeinde [[Rauris]] zum [[1. Jänner]] [[1939]] eine selbstständige Gemeinde. | '''Bucheben''' war bis zu seiner Eingemeindung in die Marktgemeinde [[Rauris]] zum [[1. Jänner]] [[1939]] eine selbstständige Gemeinde. | ||
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| − | Die Gemeinde Bucheben umfasste die damaligen [[Katastralgemeinde Bucheben]] mit einer Fläche von ''10 449'' ha und der gleichnamigen Ortschaft [[Bucheben]]. | + | Die Gemeinde Bucheben umfasste die damaligen [[Katastralgemeinde Bucheben]] mit einer Fläche von ''10 449'' ha und der gleichnamigen Ortschaft [[Bucheben]]. |
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
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| + | Der Name leitet sich laut [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner]] nicht von [[Buche]]n ab, da in ganz Bucheben nur eine Buche steht, sondern vom bergmännischen "Pochen", das bedeutet das Zerstoßen, die Aufbereitung des Erzes. Laut [[Franz Hörburger|Hörburger]] aber ist die Namensdeutung umstritten. Aus seiner Sicht stehen die Rückführungen des Namens auf Buche oder auf Pochen einander gegenüber. "''Gegen die Ableitung von Buche scheint die Höhenlage des Ortes zu sprechen, wo die Buche heute nicht mehr gedeiht. Indessen wäre das wesentlich bessere Klima zu bedenken, das in der Blütezeit des Bergbaus (im [[14. Jahrhundert]]) den Bestand der Buche ermöglicht hätte. Den Klimawechsel beweist das Ausapern von Grubenhölzern in heute [[Gletscher]] bedeckten Gebieten, z. B. in der Ochsenweide im [[Goldbergkees|Voglmair-Ochsenkarkees]]. Bei der Bildung des Namens kann mit Buche auch die Hainbuche, althochdeutsch ''hagenpuha'', gemeint sein; diese ist ein [[Birke]]ngewächs, das in der angegebenen Höhe vorkommt.''" | ||
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| − | + | Bucheben ist in Zusammenhang mit dem [[Goldbergbau]] im inneren [[Hüttwinkltal]] mit [[Kolm-Saigurn]] zu sehen und verdankt diesem vermutlich auch seine Entstehung. Einige alte Gebäude, wie das [[Naturfreundehaus Astenschmiede]] und mächtige Schlackenhalden erinnern noch heute an die einstige wirtschaftliche Bedeutung. Der Talschluss wurde nach dem Ende des Goldbergbaus vor allem durch das [[Observatorium Sonnblick]], erbaut vom Gewerken [[Ignaz Rojacher]] unter Anleitung seines Freundes und Mentors [[Wilhelm Ritter von Arlt]], bekannt. | |
=== Eingemeindung === | === Eingemeindung === | ||
| − | + | Bucheben war von [[1850]] bis 1938 eine eigenständige politische Gemeinde und gehört seit ihrer Auflösung im Zuge diverser [[Eingemeindungen]] zur politischen Marktgemeinde Rauris. | |
| − | + | Mit der "''Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden''"<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=94&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 24. November 1938]</ref> wurde die Ortsgemeinde Bucheben zum [[1. Jänner]] [[1939]] zur Marktgemeinde Rauris [[Eingemeindungen|eingemeindet]]. | |
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== Quellen == | == Quellen == | ||
* [[Josef Lahnsteiner]]: ''Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris'', Selbstverlag [[Hollersbach im Pinzgau]], [[1960]] | * [[Josef Lahnsteiner]]: ''Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris'', Selbstverlag [[Hollersbach im Pinzgau]], [[1960]] | ||
| − | * [[Franz Hörburger]]: ''[[Salzburger Ortsnamenbuch]]'', S. 141, Hrsg. [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], | + | * [[Franz Hörburger]]: ''[[Salzburger Ortsnamenbuch]]'', S. 141, Hrsg. [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg, [[1982]] |
| − | * [ | + | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280419&query=%22Georg+Willroider%22&ref=anno-search anno], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe 19. April 1928, Seite 5 |
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Aktuelle Version vom 3. März 2025, 10:05 Uhr
Bucheben war bis zu seiner Eingemeindung in die Marktgemeinde Rauris zum 1. Jänner 1939 eine selbstständige Gemeinde.
Geografie
Ausdehnung des Gemeindegebiets
Die Gemeinde Bucheben umfasste die damaligen Katastralgemeinde Bucheben mit einer Fläche von 10 449 ha und der gleichnamigen Ortschaft Bucheben.
Geschichte
Die Herleitung des Ortsnamens
Der Name leitet sich laut Lahnsteiner nicht von Buchen ab, da in ganz Bucheben nur eine Buche steht, sondern vom bergmännischen "Pochen", das bedeutet das Zerstoßen, die Aufbereitung des Erzes. Laut Hörburger aber ist die Namensdeutung umstritten. Aus seiner Sicht stehen die Rückführungen des Namens auf Buche oder auf Pochen einander gegenüber. "Gegen die Ableitung von Buche scheint die Höhenlage des Ortes zu sprechen, wo die Buche heute nicht mehr gedeiht. Indessen wäre das wesentlich bessere Klima zu bedenken, das in der Blütezeit des Bergbaus (im 14. Jahrhundert) den Bestand der Buche ermöglicht hätte. Den Klimawechsel beweist das Ausapern von Grubenhölzern in heute Gletscher bedeckten Gebieten, z. B. in der Ochsenweide im Voglmair-Ochsenkarkees. Bei der Bildung des Namens kann mit Buche auch die Hainbuche, althochdeutsch hagenpuha, gemeint sein; diese ist ein Birkengewächs, das in der angegebenen Höhe vorkommt."
Bergbau
Bucheben ist in Zusammenhang mit dem Goldbergbau im inneren Hüttwinkltal mit Kolm-Saigurn zu sehen und verdankt diesem vermutlich auch seine Entstehung. Einige alte Gebäude, wie das Naturfreundehaus Astenschmiede und mächtige Schlackenhalden erinnern noch heute an die einstige wirtschaftliche Bedeutung. Der Talschluss wurde nach dem Ende des Goldbergbaus vor allem durch das Observatorium Sonnblick, erbaut vom Gewerken Ignaz Rojacher unter Anleitung seines Freundes und Mentors Wilhelm Ritter von Arlt, bekannt.
Eingemeindung
Bucheben war von 1850 bis 1938 eine eigenständige politische Gemeinde und gehört seit ihrer Auflösung im Zuge diverser Eingemeindungen zur politischen Marktgemeinde Rauris.
Mit der "Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden"[1] wurde die Ortsgemeinde Bucheben zum 1. Jänner 1939 zur Marktgemeinde Rauris eingemeindet.
Bürgermeister der Gemeinde Bucheben
- Hauptartikel Bürgermeister der Gemeinde Bucheben
Gemeinderäte
- 1928: Georg Grafenegger vulgo Erlehenbauer, Josef Langreiter vulgo Antrogbauer
- Die 1928 gewählten Personen gehörten alle der nichtpolitischen Bauern- und Arbeiterpartei an.
Ehrenbürger der Gemeinde Bucheben
Töchter und Söhne des Ortes
- Hauptartikel Töchter und Söhne der ehemaligen Gemeinde Bucheben
Quellen
- Josef Lahnsteiner: Unterpinzgau - Zell am See, Taxenbach, Rauris, Selbstverlag Hollersbach im Pinzgau, 1960
- Franz Hörburger: Salzburger Ortsnamenbuch, S. 141, Hrsg. Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg, 1982
- anno, Salzburger Chronik, Ausgabe 19. April 1928, Seite 5