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* [[Johann Klier (junior)|Johann Klier]] (* 1874; † 1957 in Oberndorf), Oberlehrer , Kirchenmusiker, Komponist und Schulleiter der [[Volksschule Michaelbeuern]] und der [[Volksschule Lamprechtshausen]] | * [[Johann Klier (junior)|Johann Klier]] (* 1874; † 1957 in Oberndorf), Oberlehrer , Kirchenmusiker, Komponist und Schulleiter der [[Volksschule Michaelbeuern]] und der [[Volksschule Lamprechtshausen]] | ||
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* [[Johann Michael Rottmayr]] (* 1654; † 1730 in [[Wien]]) war einer der bedeutendsten Vollender der hochbarocken Monumentalmalerei italienischer Prägung | * [[Johann Michael Rottmayr]] (* 1654; † 1730 in [[Wien]]) war einer der bedeutendsten Vollender der hochbarocken Monumentalmalerei italienischer Prägung | ||
Version vom 19. Juni 2019, 11:37 Uhr
Die Stadt Laufen an der Salzach in Bayern ist eng mit der Salzburger Geschichte, vor allem mit der Salzschifffahrt verbunden. Im Stadtgemeindegebiet von Laufen befindet sich der Biburger Weiher.
Stadtgliederung
Abtsee, Arbisbichl, Daring, Dorfen, Emmering, Froschham, Gastag, Geisbach, Haarmoos, Haiden, Kulbing, Laufen, Leobendorf, Mayerhofen, Moosham, Niederheining, Niedervillern, Oberheining, Obervillern, Triebenbach und Wiedmannsfelden[1];
Leobendorf
Leobendorf befindet sich auf einem Höhenrücken nördlich des Abtsdorfer Sees und gehört seit 1978 zur Stadt Laufen an der Salzach. Es ist der größte Stadtteil Laufens. Leobendorf gilt als ein schon lange bestehendes Siedlungsgebiet. Hier wurden bajuwarische Reihengräberfunde aus dem 6./8. Jahrhundert entdeckt. Das Erscheinungsbild des Stadtteils wird von der verhältnismäßig großen Kirche geprägt. Ihr Bestehen ist erstmals im Jahr 1347 erwähnt, sie wurde mehrmals erweitert, zuletzt im Jahr 1913. Die Pfarre gehört zum Pfarrverband Laufen an der Salzach.
Geschichte
Siedlungsgeografisch liegt Laufen an einer günstigen Stelle. Durch die Salzachschlaufe wurde die Ansiedlung von drei Seiten geschützt. Die Stromschnelle zwang die Salzschiffe zum Anlegen und die Waren, meist Salz, wurden händisch um die Stromschnelle getragen und dann in Schiffe der Laufener umgeladen. Bis Laufen waren es Halleiner oder Salzburger Schiffer.
Der Stadtname leitet sich vom althochdeutschen Wort für 'Stromschnelle' ab: ad laufom, loufen; ab 1165/1166 dann Laufen[2]. Es war auch Sitz eines Pflegegerichts, wie im Atlas Salisburgensis vom Salzburger Kartografen Joseph Jakob Fürstaller angeführt. Wolf Josef Steinhauser war 1701 Stadtschreiber zu Laufen.
- Jungsteinzeit: Einzelfunde lassen auf die Anwesenheit von Menschen im Gebiet von Oberndorf/Laufen schließen
- Römerzeit: Eine römische Niederlassung, vermutlich ein Gutshof, lag im Gebiet des heutigen Stadtzentrums ( Funde von einigen Münzen aus dem 2- 4. Jhd.)
- 748: Der bayerische Herzog Odilo schenkt Bischof Virgil den Besitz in Laufen.
- 798: Das Schenkungsgut Herzog Odilos wird in den Breves Notitiae, einem Güterverzeichnis der Salzburger Kirche, als "Dorf" (villa) Laufen aufgezählt.
- 826: Erster Hinweis auf eine Salzachschifffahrt.
- 1100: Erste urkundliche Nennung der Kirche St. Nikola, in der 1818 das Lied "Stille Nacht" uraufgeführt wird.
- Vor Mitte des 12. Jahrhunderts wird in Laufen die erste Salzburger Münzstätte, die Münze Laufen, gegründet.
- 1166: Am 29. März hält Kaiser Friedrich I. Barbarossa einen Hof- und Gerichtstag im Schloss Laufen ab und erlässt dabei die Reichsacht über das Erzbistum Salzburg unter Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Reichsacht, was zur Zerstörung der Stadt Salzburg durch die Grafen von Plain führte
- Um 1200 wird mit dem Bau der Stiftskirche Laufen begonnen
- 1333: Kaiser Ludwig von Bayern ordnet an, dass das Salz aus Hallein nur mehr zu Wasser verfrachtet werden darf. Laufen war der große Umladeplatz von kleinen Schiffen auf größere, welche in Laufen gebaut wurden (siehe Salzschifffahrt).
- 1446: Festlegung der Schifferrechte.
- 1447: Stadt kauft zwei benachbarte Häuser und verwendet sie als Rathaus (Altes Rathaus).
- 1540: Laufen bekommt eine Wasserleitung. Der Wasserturm steht heute noch in Altoberndorf.
- 1590: Die Schiffer übernehmen die Postbeförderung.
- 1663: Ein Feuer legt in den Morgenstunden des 30. Augusts die halbe Stadt in Schutt und Asche.
- 1742: Das Schifferstechen wird auf der Salzach vor dem Hofstaat aufgeführt.
- 1773: Der Nocken, ein gefährlicher Felsen im Flussbett, wird gesprengt (siehe auch Salzachschifffahrt).
- 1790: Die Schifffahrt erreicht ihren Höhepunkt. Von 1790 bis 1800 werden 6 248 Salzschiffe gebaut, ca. 1 100 Mann sind bei der Schifffahrt beschäftigt.
- 1816: Die Salzach wird ab Liefering flussabwärts Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland (Vertrag von München vom 14. April 1816).
- 1818: In der Schifferkirche St. Nikola wird erstmals das "Stille Nacht Lied" öffentlich vorgetragen
- 1866: Der Bau der Eisenbahn bewirkt großen Rückgang des Frachtguttransportes auf der Salzach; letzter königlich bayerischer Salztransport nach Passau auf dem Wasserweg.
- 1899: Das größte Hochwasser der Salzach erreicht einen Pegelstand von 10,30 m.
- 1903: Die neue Eisenbrücke über die Salzach wird feierlich eröffnet.
- 1911:Der Freilassinger Fabrikanten Georg Wrede stiftet für die Gefallenen des Krieges 1870–1871 das Kriegerdenkmal, das später für die Toten der beiden Weltkriege erweitert wird.
- 1970: Eingemeindung von Heining und Triebenbach.
- 1972: Gebietsreform: Die Landkreise Laufen und Berchtesgadener Land werden zusammengelegt, das Landratsamt kommt nach Bad Reichenhall. Das Landratsamtsgebäude (ehemaliges Stadtpalais des Geschlechtes der Haunsperger) in Laufen wird Amtsgebäude (Neues Rathaus).
Das Alte Rathaus wird zu einem Veranstaltungsort für die Vereine und die Volkshochschule.
- 1978: Eingemeindung von Leobendorf.
- 1998: 1 250-Jahr-Feier.
- 2003: Festivitäten zum Jubiläum 100 Jahre Länderbrücke Laufen-Oberndorf.
- 2005 bis 2006: Generalsanierung der Länderbrücke.
- 2006: Eine neue Fußgängerbrücke, der Europasteg zwischen Oberndorf und Laufen wird eröffnet.
Bericht über die Laufener Urnengräber
Die Laufener Urnengräber sind 3000 Jahre alt. Zu diesem Ergebnis kamen die archäologischen Grabungen in der Laufener Ortschaft Niedervillern, an denen die Archäologin Katharina Ramstetter maßgeblich beteiligt war. Es wurden über 1 000 Fundstücke und über 10 000 Keramikteile geborgen. Darunter befanden sich die frühesten Gewandfibeln, welche jemals nördlich der Alpen entdeckt wurden. Es wurden in den Jahren 2016 und 2017 99 Urnengräber geöffnet, in denen sich Grabbeigaben befanden. Die ältesten Gräber dürften bei 3000 Jahre alt sein. Die Grabungen ergaben durch die Exploration eines zukünftigen Gewerbegebietes.
Historische Gebäude
- Stiftskirche Laufen
- Schloss Triebenbach
- Schloss Laufen
Bürgermeister der Stadt
Auszeichnungen der Stadt
Ehrenbürger der Stadt
- Franz Fuchs, Bürgermeister von Laufen
- Anton Megele, Amtsrichter und Vorgeschichtsforscher
Träger der Bürgermedaille der Stadt Laufen an der Salzach
Töchter und Söhne der Stadt
- Felix Baumann (* 1753; † 1818 ebenda), Kupferschmied und Stadtchronist von Laufen
- Andreas Brunnmayr (* 1762; † 1815 in Salzburg), ein Salzburger Organist und Komponist
- Joseph Bernhard Haim (* 1757; † 1825), Chemiker
- Felix Heitzer (* 1879; † ?), Betreiber der Wasensteicherei Woerlemoos in Eugendorf
- Johann Klier (* 1874; † 1957 in Oberndorf), Oberlehrer , Kirchenmusiker, Komponist und Schulleiter der Volksschule Michaelbeuern und der Volksschule Lamprechtshausen
- Hans Roth (* 1938; † 2016 in Traunstein, Oberbayern), bayerischer Heimatforscher
- Johann Michael Rottmayr (* 1654; † 1730 in Wien) war einer der bedeutendsten Vollender der hochbarocken Monumentalmalerei italienischer Prägung
Bildergalerie
weitere Bilder
Laufen an der Salzach – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Laufen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Weblinks
- Kirche St. Laurentius in Niederheining bei Laufen
- Beschreibung der Pfarrkirche und der Geschichte von Leobendorf
- Bericht über die Laufener Urnengräber in der Neuen Presse Passau
Quellen
- www.stadt-laufen.de
- Salzburgwiki-Beiträge z. B. Salzachschifffahrt oder Salzhandel und Salzburger Münze
- Andreas Hirsch, Bad Reichenhall, Abschnitt "Bericht über die Laufener Urnengräber"
Fußnoten
- ↑ Quelle www.plz-suche.org
- ↑ Quelle Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung. Oberbayern ... von Wolf-Armin von Reitzenstein