Rotes Kreuz Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Allegorische Statuen Helfen von Hans Pontiller am Rettungheim des Roten Kreuzes in der Paris-Lodron-Straße.JPG|thumb|Allegorische Statuen "Helfen" von [[Hans Pontiller]] am Rettungheim des Roten Kreuzes in der [[Paris-Lodron-Straße]]]].
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurde von den [[Freiwillige Feuerwehr|Salzburger Feuerwehren]] Sanitätsabteilungen erstellt. In der Stadt Salzburg war der Apotheker Mag. [[Karl Hinterhuber]] von der [[Engel-Apotheke]] der Zugsführer dieser Abteilung.  
 
Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurde von den [[Freiwillige Feuerwehr|Salzburger Feuerwehren]] Sanitätsabteilungen erstellt. In der Stadt Salzburg war der Apotheker Mag. [[Karl Hinterhuber]] von der [[Engel-Apotheke]] der Zugsführer dieser Abteilung.  
  
Erster denkwürdiger Termin war der [[5. März]] [[1906]] mit der Indienststellung des ersten Rettungswagens, gezogen von einem Pferdegespann. Erst am [[11. August]] erfolgte aber die erste Anforderung eines Krankentransportes; ein an einer Blinddarmentzündung erkrankter Sommergast wurde von [[Mondsee]] nach [[Salzburg]] transportiert. Schließlich fand am [[6. Jänner]] [[1909]] bei der Generalversammlung die Gründung der Rotkreuz-Rettungsabteilung der [[Stadt Salzburg]] statt. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Berger]] erkannte die Notwendigkeit der Errichtung einer solchen Rettungsabteilung und übernahm auch gleich deren Protektorat.
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Erster denkwürdiger Termin war der [[5. März]] [[1906]] mit der Indienststellung des ersten Rettungswagens, gezogen von einem Pferdegespann. Erst am [[11. August]] erfolgte aber die erste Anforderung eines Krankentransportes; ein an einer Blinddarmentzündung erkrankter Sommergast wurde von [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] nach [[Salzburg]] transportiert. Schließlich fand am [[6. Jänner]] [[1909]] bei der Generalversammlung die Gründung der Rotkreuz-Rettungsabteilung der [[Stadt Salzburg]] statt. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Berger]] erkannte die Notwendigkeit der Errichtung einer solchen Rettungsabteilung und übernahm auch gleich deren Protektorat.
  
 
Am [[21. November]] 1909 wurde die erste Rettungsstation im [[Bruderhof]] eröffnet. [[1913]] erhielt es das erste motorbetriebene Rettungsfahrzeug. Erst am [[6. Februar]] [[1927]] erfolgte die organisatorische Trennung von der [[Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof|Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof]]. Der damalige Präsident Dr. [[Christian Varnschein]] legte im selben Jahr noch den Grundstein für das neue Rettungsheim an der [[Paris-Lodron-Straße]], das [[1928]] fertig gestellt wurde.
 
Am [[21. November]] 1909 wurde die erste Rettungsstation im [[Bruderhof]] eröffnet. [[1913]] erhielt es das erste motorbetriebene Rettungsfahrzeug. Erst am [[6. Februar]] [[1927]] erfolgte die organisatorische Trennung von der [[Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof|Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof]]. Der damalige Präsident Dr. [[Christian Varnschein]] legte im selben Jahr noch den Grundstein für das neue Rettungsheim an der [[Paris-Lodron-Straße]], das [[1928]] fertig gestellt wurde.
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==Weblinks==
 
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Version vom 3. Mai 2019, 17:27 Uhr

Der Landesverband Salzburg des Österreichischen Roten Kreuzes ist eine gemeinnützige Rettungsorganisation im Bundesland Salzburg.

Allgemeines

Er ist einer der neun Landesverbände des Österreichischen Roten Kreuzes. Der Landesverband Salzburg ist in sechs Gaue mit 26 Dienststellen bei acht Bezirksstellen untergliedert. Das Rote Kreuz Salzburg ist eine private, demokratisch aufgebaute Organisation der uneigennützigen Nächstenhilfe, die nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Es arbeitet überparteilich und überkonfessionell.

Geschichte

Rettungsheim des Salzburger Roten Kreuzes an der Paris-Lodron-Straße, erbaut v. Architekt Wunibald Deininger um 1927.
Allegorische Statuen "Helfen" von Hans Pontiller am Rettungheim des Roten Kreuzes in der Paris-Lodron-Straße.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von den Salzburger Feuerwehren Sanitätsabteilungen erstellt. In der Stadt Salzburg war der Apotheker Mag. Karl Hinterhuber von der Engel-Apotheke der Zugsführer dieser Abteilung.

Erster denkwürdiger Termin war der 5. März 1906 mit der Indienststellung des ersten Rettungswagens, gezogen von einem Pferdegespann. Erst am 11. August erfolgte aber die erste Anforderung eines Krankentransportes; ein an einer Blinddarmentzündung erkrankter Sommergast wurde von Mondsee nach Salzburg transportiert. Schließlich fand am 6. Jänner 1909 bei der Generalversammlung die Gründung der Rotkreuz-Rettungsabteilung der Stadt Salzburg statt. Bürgermeister Franz Berger erkannte die Notwendigkeit der Errichtung einer solchen Rettungsabteilung und übernahm auch gleich deren Protektorat.

Am 21. November 1909 wurde die erste Rettungsstation im Bruderhof eröffnet. 1913 erhielt es das erste motorbetriebene Rettungsfahrzeug. Erst am 6. Februar 1927 erfolgte die organisatorische Trennung von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof. Der damalige Präsident Dr. Christian Varnschein legte im selben Jahr noch den Grundstein für das neue Rettungsheim an der Paris-Lodron-Straße, das 1928 fertig gestellt wurde.

Während des Zweiten Weltkrieges war das Rote Kreuz Salzburg nicht aktiv, da sämtliche Arbeiten dem Deutschen Roten Kreuz übertragen worden waren. Dies geschah am 7. November 1938. Dem Deutschen Roten Kreuz wurde als dem alleinigen Träger des Rettungswesens im Großdeutschen Reich diese Tätigkeit überlassen.

Im Juni 1945 erfolgte der Neubeginn, als die provisorische Landesregierung Medizinalrat Dr. Andreas Viehauser zum kommissarischen Leiter des Roten Kreuzes Salzburg bestellte.

Im Jahre 1969 wurde Hofrat Primar Dr. Josef Hohenwallner zum Präsidenten des Landesverbandes gewählt, dem er 25 Jahre bis März 1984 vorstand. Seine Rolle übernahm am 23. Juni 1984 Dr. Karl Margreiter. Nach 25 Jahren im Amt wurde am 6. Juni 2009 Josef Wenger zu seinem Nachfolger gewählt.

Am 26. Jänner 1995 erfolgte der feierliche Spatenstich für eine neue Dienststelle. Am 14. Oktober 1996 konnte der Dienstbetrieb im Gebäude des Landesrettungskommandos Rotes Kreuz Salzburg in der Dr.-Karl-Renner-Straße aufgenommen werden.

2009 feierte das Rote Kreuz Salzburg sein 100jähriges Bestehen mit einer Reihe von Veranstaltungen. 2010 wurde es zu internationalen Hilfseinsätze in Haiti und Pakistan (beides wegen Erdbeben) gerufen.

2013 schloss das Rote Kreuz vier seiner bisherigen sechs Leitstellen im Land Salzburg. Seit 2015 werden alle Einsätze von der Stadt Salzburg und von Zell am See aus koordiniert. Die Zahl der Dienststellen und Stützpunkte in den Salzburger Bezirken bleibt unverändert. Die Notrufe 144 (Rotes Kreuz) und 140 (Bergrettung) aus dem Lungau, Pongau und Pinzgau werden künftig in Zell am See entgegengenommen und die Einsatzkräfte in der jeweiligen Region alarmiert. Außerdem wurden seit 2013 rund 1,3 Millionen Euro in die beiden verbleibenden Rot-Kreuz-Leitstellen investiert werden[1].

Präsidenten des Landesverbandes

Aufgaben

Daten

2011

3 500 Freiwillige, und 800 hauptberufliche Mitarbeiter sowie 300 Zivildiener, 800 000 Stunden pro Jahr; Salzburg ist die einzige Landeshauptstadt Österreichs, in der die Nachtschichten und Wochenenddienste von Ehrenamtlichen bewältigt werden[2]; der Landesverband hat seinen Sitz in der Dr.-Karl-Renner-Straße 7.

2015

Die Bilanzsumme betrug 60,5 Mill. Euro; 208 000 Einsätze gab es, bei denen 5,4 Mill. Kilometer von den Fahrer abgewickelt wurden; 34 200 Blutspenden, 216 000 zugestellte Essen und 660 betreute Senioren gab es 2015;

Kosten

Pro Einwohner muss jede Gemeinde 4,51 Euro beitragen, das Land Salzburg pro Bürger 6,10 Euro. Mitfinaziert wird der Rettungsdienst durch die Einnahmen des [Parkplatz Rotes Kreuz|Rotkreuzparkplatz]] von rund 620.000 Euro.

Asylbetreuung

In Seekirchen am Wallersee (zwei Häuser) und Tamsweg sind 2015 Holzhäuser für je 76 Asylwerber entstanden. Die Kosten von je einer Million Euro werden kreditfinanziert und über die Einnahmen der Grundversorgung (21 Euro pro Person und Tag) zurückgezahlt.

In kommenden Jahren sollen Holzhäuser für 240 Asylwerber beim Flussbauhof entstehen. Geplant wird auch in Hallwang, wo Daniell Porsche ein Grundstück zur Verfügung stellt[3].

Sonstiges

In der Landeszentrale befindet sich Europas einziges Rot-Kreuz-Museum.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  • Aussendung des Roten Kreuzes über die 100-Jahr-Feier im Februar 2009

Fußnoten

  1. "Salzburger Woche", Ausgabe "Pinzgauer Nachrichten", 24. Jänner 2013
  2. "Salzburger Nachrichten", 25. Februar 2012
  3. "Salzburger Nachrichten", 30. Dezember 2015