Josef Hohenwallner
Wirklicher Hofrat Medizinalrat Dr. Josef Hohenwallner (* 27. März 1904 in Forstau; † 22. August 1985 in der Stadt Salzburg)[1] war Chirurg, Direktor des St. Johanns-Spitals und Präsident des Landesverbandes Salzburg des Österreichischen Roten Kreuzes[2].
Leben
Der Sohn einer ledigen Bauerstochter[1] stand seit 1930 im aktiven Dienst. Er heiratete am 24. Juni 1935 in Innsbruck die Instrumentarin Josefine Fohn.[3] Als im Jahr 1945 die chirurgische Abteilung des St. Johanns-Spitals geteilt wurde, übernahm Hohenwallner – seit elf Jahren Assistenzarzt – die Leitung der neuen II. Chirurgischen Abteilung. 1964 wurde ihm auch die Direktion des Landeskrankenhauses übertragen. Seiner Initiative waren der Bau eines großen neuen Schwesternhauses und die Generalsanierung zweier alter Bauten für die Krankenschwestern zu danken. Mit Ablauf des 30. September 1970 trat Hohenwallner in den Ruhestand. Aus diesem Anlass widmete ihm sein Vorgänger und ehemaliger Vorgesetzter Erwin Domanig die folgende Laudatio:
- "Mit 30. September tritt der Primararzt der II. Chirurgischen Abteilung und Direktor des Landeskrankenhauses, Hofrat Dr. Josef Hohenwallner, in den Ruhestand. Seit 1930 im aktiven Dienst, hat er, ein Arzt aus Berufung, ein Chirurg aus Leidenschaft, seinen Kranken und dem Spital voll Hingabe mit vorbildlichem Fleiß und mit ganzer Kraft gedient. Nach Absolvierung des Ausbildungsturnus war er durch elf Jahre Assistent von Professor Domanig. 1945 wurde die große chirurgische Abteilung geteilt und Hohenwallner übernahm die Leitung der II. Chirurgie. Trotz drückender Raumnot hat er die neue Aufgabe gemeistert. 1953 konnte die Abteilung in das neu erbaute Haus übersiedeln. Als echter Allgemeinchirurg hat Hohenwallner außerordentlich vielseitig der großen Zahl seiner Kranken gedient. Seine liebenswürdige, väterliche Sorge um sie ist nie erlahmt. Immer waren der Kranke und sein Leid Inhalt und Aufgabe seiner Sorgen und seiner Arbeit.
- 1964 übernahm Hohenwallner als Nachfolger Domanigs auch die Direktion des Landeskrankenhauses. Er hat das Spital umsichtig und gerecht geleitet. Der Bau eines großen neuen Schwesternhauses und die Sanierung zweier alter Bauten für die Krankenschwestern von Grund auf ist seiner Initiative zu danken.
- Die Pflichterfüllung, der unbändige Fleiß und das große Können Hohenwallners sind gerade in den letzten Jahren, beispielhaft geworden. Durch immer wieder auftretende Krankheitsattacken hat er sich nicht niederzwingen lassen, sondern hat seinen Einsatz nur gesteigert, um seinen Aufgaben gerecht zu werden. Mit großer Dankbarkeit und Verehrung hängen viele tausend Patienten an ihm. Die Mitarbeiter am Landeskrankenhaus danken ihm seine gerechte und wohlwollende Haltung, das Land Salzburg aber seine Aufopferung und Treue.
- E. Domanig"
Ehrung
In Würdigung seiner Verdienste wurde Dr. Hohenwallner 1957 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
1984 erhielt er das Große Ehrenzeichen der Republik Österreich.[4]
Quelle
- Salzburger Nachrichten, 30. September 1970, S. 6: Primar Hofrat Dr. Hohenwallner tritt in den Ruhestand (aus dem SN‑online-Archiv)
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Forstau, Bd. III S. 19
- ↑ Rotes Kreuz Salzburg: Die Geschichte des Landesverbandes Salzburg
- ↑ Trauungsbuch der Pfarre Innsbruck-St. Jakob, Bd. 20/2 S. 316 (Scan 165)
- ↑ Anfragebeantwortung 10542/AB XXIV.GP des Bundeskanzlers vom 23. April 2012
| Vorgänger |
Rot-Kreuz-Präsident von Salzburg 1969–1984 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Direktor des St. Johanns-Spitals 1964–1970 |
Nachfolger |