St. Veit im Pongau

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Karte
Karte 5621.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: St. Johann/Pg. (JO)
Fläche: 56.84 km²
Geografische Koordinaten: 47°19'44" N
13°09'13" O
Höhe: 764 m ü. A.
Einwohner: 3 471 (Volkszählung 2011)
Postleitzahl: 5621
Vorwahl: 0 64 15
Gemeindekennziffer: 50420
Gemeindeamt: Markt 12
5621 St. Veit
Offizielle Website: www.gde-stveit.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Sebastian Pirnbacher (ÖVP)
Gemeinderat (2009): 19 Mitglieder:
10 ÖVP
7 SPÖ
2 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 315
1880 1 368
1890 1 343
1900 1 460
1910 1 663
1923 1 809
1934 1 821
1939 1 762
1951 1 870
1961 2 019
1971 2 332
1981 2 688
1991 3 021
2001 3 330
2011 3 471
Karte
Pfarrkirche und Marktplatz in St. Veit im Pongau

St. Veit im Pongau ist eine Gemeinde im Pongau und Luftkurort.

Geografie

Geografische Lage

St. Veit liegt auf einer Seehöhe von 763 m ü. A. sowohl nördlich als auch südlich der Salzach. Der Markt liegt oberhalb des Salzachtales auf einem Hügel vor dem Hochglocker.

Berge
  • Hochglocker: 1588m
  • Schneeberg: 1929m
  • Hochegg: 1817m
  • Gamskögerl: 1746m
  • Heukareck: 2099m
  • Sandkogel: 2249m
  • Höllwand: 2287m
  • Haßeck: 2119m
  • Luxkogel: 1824m

Geologie

Klima

St. Veit liegt an der Sonnseite des Hochglockers, nur 200 Höhenmeter über Schwarzach und ist einer der sonnenreichsten Orte von Salzburg.

Geschichte

Bereits in der frühen Bronzezeit bestand eine Siedlung am Klinglberg wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der Salzach bis in die Nähe von Salzburg transportiert hat.

In der jüngeren Eisenzeit, zirka 450 bis 15 v. Chr. war St. Veit von den Kelten besiedelt. Zwischen 800 und 1100 entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des Salzburger Erzbischofs Gebhard aus dem Jahre 1074 wurde der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen Pongaues und wurde 1244 an das Salzburger Domkapitel übertragen. Seit 1807 ist St. Veit wieder eine selbständige Pfarre. Im Spätmittelalter wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. 1284 erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde 1425 schriftlich festgelegt.

Der Pongau war das Zentrum der Protestanten in Salzburg. Im Jahre 1731 mußten 3100 evangelische Christen das Gebiet Goldegg und St. Veit verlassen. Beim Marktbrand 1863 wurde der Großteil des Ortes ein Raub der Flammen. Am 21. Februar 1989 wurde St. Veit zum ersten "Heilklimatischen Kurort" des Landes Salzburg ernannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Theatergruppe St. Veit

Bei der Verleihung des Ferdinand-Eberherr-Preises 2009, einem Theaterpreis der Salzburger Nachrichten, errang die Theatergruppe St. Veit den dritten Platz für für eine freie Bearbeitung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Daniela Gnoycke.

Museen

Seelackenmuseum

Hauptartikel: Seelackenmuseum

Das Seelackenmuseum befindet sich im Kurpark der Gemeinde St. Veit im Pongau und besteht derzeit aus dem Wallnerbauernhaus, der Seelackenmühle und dem Unterrainberg-Troadkasten.

Musik

  • Trachtenmusikkapelle
  • Kirchenchor

Bauwerke

Klosteranlage "Maria im Paradies"

Hauptartikel: Maria im Paradies

"Maria im Paradies" ist ein Kloster der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau.

Pfarrkirche

Die erste Kirche wurde im romanischen Stil in den Jahren zwischen 850 und 950 gebaut. Sie fiel dem großen Marktbrand im Jahre 1334 zum Opfer und wurde anschließend wieder neu errichtet. Die Kirche erhielt einen 42 Meter hohen Turm. In den folgenden Jahren wurden Vergrößerungen und Umbauten vorgenommen. Anstatt der ehemaligen einschiffigen Kirche entstand um 1400 eine vierschiffige, gotische Basilika die dem hl. Vitus geweiht wurde. Der achteckige Taufstein stammt aus der Zeit um 1500 und ist aus rotem Marmor gefertigt. Sehenswert in der Kirche ist die ehemalige "alte Sakristei" sowie die aus dem 14. und 17. Jahrhundert stammenden Fresken.

Naturdenkmäler

Schaubergwerk Sunnpau
Hauptartikel: Schaubergwerk Sunnpau

Grabungen 1985 bis 1989 haben am Klinglberg bei St. Veit eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1.850 v. Chr. nachgewiesen. Im Bergbaubetrieb, der um 1800 aufgelassen wurde, fand man das Grab eines 1.100 bis 1.000 v. Chr. im Berg bestatteten Mannes mit Skelettteilen und Grabbeigaben. Dieses Grab wurde im Berg wieder nachgebaut, die Originalfundstücke sind im Seelackenmuseum zu sehen. Auch zwei graphitierte Schmelztiegel aus der "Großen Halle" (der oberste Teil im Bergwerk) sind dort ausgestellt.

Naturschutzgebiet „Paarseen-Schuhflicker-Heukareck“

Hier befinden sich besonders seltene Pflanzen und geschützte Tierarten.

Naturdenkmal „Sommerlinde beim Haidachgut“

Der Baum hat eine Höhe von 35 Metern, einen Stammumfang von 6,10 Metern und einen Kronendurchmesser von 20 Metern

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter des Ortes

Quellen

  • Homepage der Gemeinde St. Veit im Pongau
  • Salzburger Nachrichten
  • Statistik Austria

Weblinks

Städte und Gemeinden im Pongau
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Über dieses Bild

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