Karl Steinocher (Politiker): Unterschied zwischen den Versionen

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Am [[28. April]] [[1945]] kehrte Steinocher nach Salzburg zurück und hielt sich bis zur Befreiung durch die [[USA|Amerikaner]] am [[4. Mai]] versteckt, da er desertiert war. Er kümmerte sich rasch wieder um "seinen" Salzburger Hauptbahnhof und wirkte führend am Aufbau der Salzburger Gewerkschaftsbewegung mit. Als [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Schulungsbeamter war er von [[1945]] bis [[1957]] auch für die Entnazifizierung von 4.500 Eisenbahnern zuständig.
Am [[28. April]] [[1945]] kehrte Steinocher nach Salzburg zurück und hielt sich bis zur Befreiung durch die [[USA|Amerikaner]] am [[4. Mai]] versteckt, da er desertiert war. Er kümmerte sich rasch wieder um "seinen" Salzburger Hauptbahnhof und wirkte führend am Aufbau der Salzburger Gewerkschaftsbewegung mit. Als [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Schulungsbeamter war er von [[1945]] bis [[1957]] auch für die Entnazifizierung von 4.500 Eisenbahnern zuständig.


Seit [[1945]] engagierte er sich in der [[SPÖ|Sozialistischen Partei]], deren Parteivorstand er seit [[1946]] angehörte. Von [[1945]] bis [[1950]] war er Landesobmann der Sozialistischen Jugend Salzburg.
Seit [[1945]] engagierte er sich in der [[SPÖ|Sozialistischen Partei]], deren Landesparteivorstand er seit [[1946]] angehörte. Von [[1945]] bis [[1950]] war er Landesobmann der Sozialistischen Jugend Salzburg.


[[1949]] wurde Steinocher Mitglied der Vollversammlung der [[Arbeiterkammer|Arbeiterkammer Salzburg]] und diente sich [[1956]] zum Vizepräsidenten hinauf. In den Jahren [[1965]] und [[1966]] hatte er kurzzeitig das Amt des AK-Präsidenten inne. Während seiner Amtszeit wurde das [[Berufsförderungsinstitut Salzburg]] von der Arbeiterkammer übernommen.
[[1949]] wurde Steinocher Mitglied der Vollversammlung der [[Arbeiterkammer|Arbeiterkammer Salzburg]] und diente sich [[1956]] zum Vizepräsidenten hinauf. In den Jahren [[1965]] und [[1966]] hatte er kurzzeitig das Amt des AK-Präsidenten inne. Während seiner Amtszeit wurde das [[Berufsförderungsinstitut Salzburg]] von der Arbeiterkammer übernommen. Von 1965 bis 1966 war er zudem Salzburger Landesvorsitzender des [[Österreichischer Gewerkschaftsbund, Landesorganisation Salzburg|Österreichischen Gewerkschaftsbundes]].


Seine politische Laufbahn begann [[1953]] als Mitglied des [[Salzburger Gemeinderat]]es, dem er bis [[1957]] angehörte. Von [[31. Mai]] [[1957]] bis [[2. Juli]] [[1959]] saß er für die SPÖ im [[Bundesrat]], um dann 1959 bis [[1974]] als [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] in den [[Salzburger Landtag]] zu wechseln.
Als Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Stadt Salzburg war Steinocher von 1949 bis 1966 stellvertretender SPÖ-Landesparteivorsitzender.
[[1953]] wurde er in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt, dem er bis [[1957]] angehörte. Von [[31. Mai]] [[1957]] bis [[2. Juli]] [[1959]] saß er für die SPÖ im [[Bundesrat]], um dann vom 2. Juli 1959 bis zum [[28. Mai]] [[1974]] als [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] in den [[Salzburger Landtag]] zu wechseln.


Von [[1965]] bis [[1966]] war Steinocher Salzburger Landesvorsitzender des [[Österreichischer Gewerkschaftsbund, Landesorganisation Salzburg|ÖGB]].
Vom [[3. November]] [[1966]] bis zum [[31. Oktober]] [[1976]] wirkte Steinocher als [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] von Salzburg und von [[22. April]] 1966 bis [[4. Juni]] [[1978]] auch als Landesparteiobmann der SPÖ Salzburg.


Seit [[1. Dezember]] [[1966]] bis [[1976]] wirkte Steinocher als [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] von Salzburg und von [[22. April]] 1966 bis [[4. Juni]] [[1978]] auch als Landesparteiobmann der SPÖ Salzburg.
Gemeinsam mit [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alfred Bäck]] gilt Karl Steinocher als einer der politischen Wegbereiter des [[Stadion Lehen|Lehener Stadions]].


Gemeinsam mit [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Alfred Bäck]] gilt Karl Steinocher als einer der politischen Wegbereiter des [[Stadion Lehen|Lehener Stadions]].
Von [[1967]] bis 1977 war er Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der [[Salzburger Stadtwerke|Salzburger Stadtwerke AG]], außerdem Aufsichtsratsvorsitzender der [[Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Die Salzburg"|Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Die Salzburg"]] und Obmann der [[Konsum Union|Konsumgenossenschaft West]]


Karl Steinocher ist der Vater der früheren Landtagsabgeordneten und Bundesrätin [[Ricky Veichtlbauer]].<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/spoe-urgestein-karl-steinocher-mit-93-jahren-gestorben-4856815 SN vom 31. Mai 2013]</ref>
Karl Steinocher ist der Vater der früheren Landtagsabgeordneten und Bundesrätin [[Ricky Veichtlbauer]].<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/spoe-urgestein-karl-steinocher-mit-93-jahren-gestorben-4856815 SN vom 31. Mai 2013]</ref>
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== Karl-Steinocher-Fonds ==
== Karl-Steinocher-Fonds ==
Der [[Karl-Steinocher-Fonds]] zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung im [[Land Salzburg]] ist eine Servicestelle für Geschichtskultur und anwendungsorientierte Wissenschaft.
Der [[Karl-Steinocher-Fonds]] zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung im [[Land Salzburg]] ist eine Servicestelle für Geschichtskultur und anwendungsorientierte Wissenschaft.
== Funktionen ==
* [[1966]]–[[1976]]: [[Landeshauptmann-Stellvertreter]]
* [[1959]]–[[1974]]: [[Landtagsabgeordneter]]
* [[1957]]–1959: Mitglied des [[Bundesrat]]es
* [[1953]]–1957: [[Gemeinderat]] der Stadt Salzburg
* [[1945]]–1950: Landesobmann der Sozialistischen Jugend
* Mitglied des Landesparteivorstands der Salzburger [[SPÖ]]
* Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Stadt Salzburg
* [[1949]]–1966: Stellvertretender Landesparteivorsitzender
* 1966–1978: Landesparteivorsitzender der Salzburger SPÖ
* 1949–1966: Mitglied der Vollversammlung der [[Arbeiterkammer Salzburg]]
* 1956–1965: Vizepräsident der Arbeiterkammer Salzburg
* [[1965]]–1966: Präsident der Arbeiterkammer Salzburg
* 1965–1966: Vorsitzender der Landesexekutive Salzburg des Österreichischen Gewerkschaftsbundes
* 1967–1977: Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der [[Salzburger Stadtwerke|Salzburger Stadtwerke AG]]
* Aufsichtsratsvorsitzender der [[Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Die Salzburg"|Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Die Salzburg"]]
* Obmann der [[Konsum Union|Konsumgenossenschaft West]]


== Ehrungen ==
== Ehrungen ==
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* Ehrenmitglied der [[Salzburger Volkshilfe]]
* Ehrenmitglied der [[Salzburger Volkshilfe]]


==Quellen==
== Quellen ==
<references/>
* [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart.'' Wien (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]], Band&nbsp;32. ISBN 978-3-205-77680-2. S.&nbsp;225
*[[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart.'' Wien (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]], Band&nbsp;32. ISBN 978-3-205-77680-2. S.&nbsp;225
*Salzburger Nachrichten u.a. 1. Juni 2013 (Parte)
*Salzburger Nachrichten u.a. 1. Juni 2013 (Parte)
*AK Salzburg, [http://www.ak-salzburg.at/www-597-IP-23458.html ''AK-Präsidenten der 2. Republik'']
*AK Salzburg, [http://www.ak-salzburg.at/www-597-IP-23458.html ''AK-Präsidenten der 2. Republik'']
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*Österreichisches Parlament, Biographien der Parlamentarier ab 1918, [https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01849/index.shtml Karl Steinocher]
*Österreichisches Parlament, Biographien der Parlamentarier ab 1918, [https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01849/index.shtml Karl Steinocher]
* Karl-Steinocher-Fonds [http://www.steinocher-fonds.org/index/index.php Steinocher]
* Karl-Steinocher-Fonds [http://www.steinocher-fonds.org/index/index.php Steinocher]
==== Einzelverweise ====
<references/>
{{Zeitfolge
{{Zeitfolge
|AMT=Landesparteivorsitzender<br/>der [[SPÖ|SPÖ Salzburg]]
|AMT=Landesparteivorsitzender<br/>der [[SPÖ|SPÖ Salzburg]]