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Diese Aussage ist nicht ganz richtig. Denn es gab im [[Mittelalter]] für wenige Wochen einen [[Erzbischof]], der erst nach seiner Wahl die Bischofsweihe erhielt. Probst [[Burkhart I. von Ziegenhain]], der am [[25. Februar]] [[1247]] zum Erzbischof von [[Erzbistum Salzburg|Salzburg]] gewählt, wurde aber erst am [[6. März]] in Lyon, [[Frankreich]], zum Bischof geweiht. Nachfolgend hatte er durch seinen frühen Tod sein Amt aber nie tatsächlich angetreten. | Diese Aussage ist nicht ganz richtig. Denn es gab im [[Mittelalter]] für wenige Wochen einen [[Erzbischof]], der erst nach seiner Wahl die Bischofsweihe erhielt. Probst [[Burkhart I. von Ziegenhain]], der am [[25. Februar]] [[1247]] zum Erzbischof von [[Erzbistum Salzburg|Salzburg]] gewählt, wurde aber erst am [[6. März]] in Lyon, [[Frankreich]], zum Bischof geweiht. Nachfolgend hatte er durch seinen frühen Tod sein Amt aber nie tatsächlich angetreten. | ||
Erzbischof-[[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] [[Philipp von Spanheim]], der Nachfolger von Burkhart I. von Ziegenhain war zwar Priester, ließ sich - wie einige wenige andere Geistliche auch - aber nicht zum Bischof weihen, weil mit der Annahme der höheren Weihen ex lege ein Verzicht auf den Titel des Herzogs von Kärnten (oder auf andere ähnliche Titel) verbunden gewesen wäre<ref name="Erzbischof">Quellen - die Beiträge über die beiden Erzbischöfe im | Erzbischof-[[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] [[Philipp von Spanheim]], der Nachfolger von Burkhart I. von Ziegenhain war zwar Priester, ließ sich - wie einige wenige andere Geistliche auch - aber nicht zum Bischof weihen, weil mit der Annahme der höheren Weihen ex lege ein Verzicht auf den Titel des Herzogs von Kärnten (oder auf andere ähnliche Titel) verbunden gewesen wäre<ref name="Erzbischof">Quellen - die Beiträge über die beiden Erzbischöfe im SALZBURGWIKI</ref>. | ||
== Alexander von Humboldts angeblicher Ausspruch über Salzburg == | == Alexander von Humboldts angeblicher Ausspruch über Salzburg == | ||
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"In diesem Haus lebte Konstanze Mozart mit ihren Kindern und ihrem zweiten Mann Georg von Nissen von 1820 bis 1826.'' " steht auf einer Tafel an der [[Churfürststraße]] in der [[Salzburger Altstadt]] zu lesen. Dies ist vierfach falsch: | "In diesem Haus lebte Konstanze Mozart mit ihren Kindern und ihrem zweiten Mann Georg von Nissen von 1820 bis 1826.'' " steht auf einer Tafel an der [[Churfürststraße]] in der [[Salzburger Altstadt]] zu lesen. Dies ist vierfach falsch: | ||
1. war [[Georg Nikolaus Nissen|Nissen]] nicht adelig - das war eine Erfindung von | 1. war [[Georg Nikolaus Nissen|Nissen]] nicht adelig - das war eine Erfindung von Constanze, um den Nachlass von [[Wolfgang Amadé Mozart]] besser vermarkten zu können, 2. kam die Familie erst [[1824]] nach Salzburg, 3. lebten die Söhne [[Mozart]]s zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bei ihrer Mutter in Salzburg und 4. wohnten Constanze und ihr Mann im Haus [[Alter Markt 5]] und nicht im Haus des Cafés Tomaselli. | ||
== Zwei Irrtümer bei Herbert von Karajan == | == Zwei Irrtümer bei Herbert von Karajan == | ||
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== Lager Glasenbach war ein amerikanisches Lager in der Gemeinde Elsbethen == | == Lager Glasenbach war ein amerikanisches Lager in der Gemeinde Elsbethen == | ||
Das [[Lager Glasenbach]], das den offiziellen Namen ''Camp Marcus W. Orr'' trug und von [[1945]] bis [[1948]] das größte Internierungslager für Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher auf österreichischem Gebiet war, befand sich nicht, wie der Name meint, im Ortsteil [[Glasenbach]] in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Elsbethen]], sondern im Stadtgebiet von der [[Stadt Salzburg]] im heutigen Stadtteil [[Salzburg Süd]] im heutigen Teil [[Alpensiedlung]]. Der Grund für die Bezeichnung ''Lager Glasenbach'' liegt darin, dass das damals nächst gelegene [[Postämter|Postamt]] sich in Glasenbach befunden hatte, wohin alle Post geschickt wurde<ref>Quelle | Das [[Lager Glasenbach]], das den offiziellen Namen ''Camp Marcus W. Orr'' trug und von [[1945]] bis [[1948]] das größte Internierungslager für Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher auf österreichischem Gebiet war, befand sich nicht, wie der Name meint, im Ortsteil [[Glasenbach]] in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Elsbethen]], sondern im Stadtgebiet von der [[Stadt Salzburg]] im heutigen Stadtteil [[Salzburg Süd]] im heutigen Teil [[Alpensiedlung]]. Der Grund für die Bezeichnung ''Lager Glasenbach'' liegt darin, dass das damals nächst gelegene [[Postämter|Postamt]] sich in Glasenbach befunden hatte, wohin alle Post geschickt wurde<ref>Quelle SALZBURGWIKI-Artikel ''Lager Glasenbach''</ref>. | ||
== Gersberg == | == Gersberg == | ||
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== Henkerhäusl == | == Henkerhäusl == | ||
Das in der Bevölkerung der Stadt Salzburg bezeichnete ''Henkerhäusl'' in Salzburg-[[Riedenburg]] am [[Krauthügel]], heißt richtig [[Krautwächterhäusel]] und in ihm wohnte niemals ein Scharfrichter (Henker). Dieser hatte sein Haus in [[Gneis]] im alten Haus des heutigen | Das in der Bevölkerung der Stadt Salzburg bezeichnete ''Henkerhäusl'' in Salzburg-[[Riedenburg]] am [[Krauthügel]], heißt richtig [[Krautwächterhäusel]] und in ihm wohnte niemals ein Scharfrichter (Henker). Dieser hatte sein Haus in [[Gneis]] im alten Haus des heutigen | ||
''Martinbauer''<ref>Quelle | ''Martinbauer''<ref>Quelle SALZBURGWIKI-Artikel ''Krautwächterhäusel''</ref>. | ||
== Sauterbogen == | == Sauterbogen == | ||