Großglockner Hochalpenstraße Straßenverlauf: Unterschied zwischen den Versionen
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Die [[Großglockner Hochalpenstraße]] gliedert sich in drei Straßen: | Die [[Großglockner Hochalpenstraße]] gliedert sich in drei Straßen: | ||
* | * In die sogenannte Durchzugsstraße von [[Bruck an der Großglocknerstraße]] im [[Bundesland Salzburg]] im [[Pinzgau]] nach [[Heiligenblut am Großglockner]] in [[Kärnten]]. Sie 47,8 Kilometer lang, hat 26 Kehren und einer Höchststeigung von zwölf Prozent. | ||
* | * In die [[Edelweißstraße]], die vom [[Parkplatz Fuscher Törl I]] zur [[Edelweißspitze]] führt. Sie ist 1,6 Kilometer lang, hat sechs Kehren und einer Höchststeigung von 14 Prozent. | ||
* | * In die [[Gletscherstraße]] vom höchstgelegenen [[Kreisverkehr Guttal|Kreisverkehr]] Europas auf Kärntner Seite in [[Guttal]] hinauf zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]. Sie ist 8,7 Kilometer lang, mit fünf Kehren und einer Höchststeigung von zwölf Prozent. | ||
* Alle Kehren siehe [[Großglockner Hochalpenstraße die Kehren]]. | |||
* Parkplätze siehe [[Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße]]. | |||
* [[Großglockner Hochalpenstraße Gastronomie und Übernachtung]] | |||
Der Kilometer Null befindet sich an der Kreuzung der [[Pinzgauer Straße]] (B 311) und der | == Beginn bei Kilometer Null an der Nordrampe == | ||
[[Datei:Ferleitental Großglockner Hochalpenstraße 1933.jpg|thumb|Blick in das südliche Ferleitental. An den linken Berghängen erkennt man die Großglockner Hochalpenstraße, die bis [[Hochmais (Großglockner Hochalpenstraße)|Hochmais]] bereits fertiggestellt war (Aufnahme 1933).]] | |||
Der Kilometer Null befindet sich im [[Salzachtal]] an der Kreuzung der [[Pinzgauer Straße]] (B 311) und der [[Großglockner Landesstraße]] (L 271) im Gemeindegebiet von Bruck an der Großglocknerstraße. Von hier verläuft sie ziemlich genau nach Süden durch das Gemeindegebiet von [[Fusch an der Großglocknerstraße]], das bis zum [[Fuscher Törl]] reicht. Nach dem Gemeindezentrum steigt die Straße an und führt durch die [[Bärenschlucht]]. Die Straße schlängelt sich durch das [[Fuscher Tal]] in das [[Ferleitental]] hinauf, wo bei [[Kassenstelle Ferleiten]] dann die mautpflichigte Panoramastraße beginnt. | |||
Am | Am Schleierwasserfall vorbei geht es in die Schlucht des Pfierslgrabens und über vier Kehren auf etwa 1 500 m ü. A. zur [[Piff Alm]]. An der Straße befindet sich in 1 620 [[m ü. A.]] beim [[Piffkar]] der erste größere [[Parkplatz Piffkar|Parkplatz]]. Die Baumwuchsgrenze erreicht man nur zwei Kehren weiter auf 1 850 m ü. A. beim Parkplatz [[Hochmais (Großglockner Hochalpenstraße)|Hochmais]]. Nach einem kurzen Straßenabschnitt mit weiteren zwei Kehren, der parallel zum Ferleitental verläuft und bei schönem Wetter herrliche Blicke auf die Bergwelt bietet, erreicht man die sogenannte [[Hexenküche]], ein vorgeschichtliches Bergsturzgebiet. Die Straße windet sich immer höher in die baumlose Zone durch die "Hexenküche" unterhalb der [[Edelweißwand]] im ''Unteren Nassfeld'' zum [[Oberes Nassfeld|Nassfeld]] (2 374 m ü. A.), wo sich die nächsten Kehren befnden. Dann sieht man bereits rechts oben zum [[Fuscher Törl]] und links die [[Edelweißspitze]]. | ||
Am unteren Rand des Oberen Nassfelds steht das [[Wilfried-Haslauer-Haus]] (auch Haus Alpine Naturschau genannt). Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die das Ferleiten- und [[Käfertal]] umgebende Bergwelt mit ihren [[Gletscher]]n. Sie kann die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der [[Ostalpen]], die Ostseite des [[Großes Wiesbachhorn|Großen Wiesbachhorns]], sehen, sowie andere Bergriesen der [[Glocknergruppe]] wie das [[Sinwelleck]], den [[Fuscher-Kar-Kopf]] oder die [[Hohe Dock]]. | |||
=== Edelweißstraße und Edelweißspitze === | === Edelweißstraße und Edelweißspitze === | ||
Am oberen Rand des Oberen Naßfelds, beim [[Dr.-Franz-Rehrl-Haus]] zweigt die [[Edelweißstraße]] von der Durchzugsstraße ab. Sie führt hinauf zur [[Edelweißspitze]] (2 571 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße. Von dort bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 [[Gletscher]] und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] bildet. | Am oberen Rand des Oberen Naßfelds, beim [[Dr.-Franz-Rehrl-Haus]], zweigt die [[Edelweißstraße]] von der Durchzugsstraße ab. Sie führt hinauf zur [[Edelweißspitze]] (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße. Von dort bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 [[Gletscher]] und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] bildet. | ||
=== | === Die Scheitelstrecke === | ||
[[Datei:Fuscher Lacke.jpg|thumb|Blick über die Scheitelstrecke nach Süden zum Hochtor Tunnel.]] | |||
:'' siehe auch [[Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße]] | |||
Die Scheitelstrecke beginnt im Norden beim [[Hochmais (Großglockner Hochalpenstraße)|Hochmais]] und führt hinauf zum Fuscher Törl (2 428 m ü. A. und 27,4 Kilometer vom Kilometer Null entfernt), wo man vom [[Parkplatz Fuscher Törl II]] auf den [[Törlkopf]] steigen oder das [[Gedenkzeichen Fuscher Törl|Gedenkzeichen]] besichtigen kann. Dann verläuft die Straße abwärts, an der [[Fuscher Lacke]] (2 261 m ü. A.), wo sich ein ehemaliges Straßenwärterhaus mit der [[Großglockner Hochalpenstraße Ausstellung Bau der Straße]] und dem ehemaligen [[Gasthof Fuscherlacke|Gasthof Fuscherlacke "Mankeiwirt"]], der heute [[F.A.T. - Mankei]] heißt, vorbei und durch den 117 Meter langen [[Mittertörl]]tunnel. An dessen südlichen Ausgang rechter Hand befindet sich der [[Elendboden]] unterhalb des [[Brennkogel]]s (3 018 m ü. A. Hier kommt über die [[Fuscher Wegscheide]] ein uralter [[Saumpfad]] aus dem [[Raurisertal]] herauf, der auch bei der [[Großglockner Wallfahrt]] begangen wird. In zwei Kehren geht es, vorbei an der Knappenstube zum 311 Meter langen zweiten und letzten Tunnel, dem [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor Tunnel]] (2 504 m ü. A.). Jenseits des Hochtor Tunnels, in dessen Mitte die Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und [[Kärnten]] verläuft, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, auf der man ins Mölltal ins Gemeindezentrum von [[Heiligenblut am Großglockner]] gelangt. Die Scheitelstrecke endet beim [[Kreisverkehr Guttal]]. | |||
=== | === Die Südrampe der Großglockner Hochalpenstraßen auf Kärntner Seite === | ||
:'' Hauptartikel [[Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße]] | |||
Beim Kreisverkehr Guttal (1 859 m ü. A.), dem angeblich höchstgelegenen Kreisverkehr der Welt, mündet die teilweise auf der Trasse der [[Alte Glocknerhausstraße|alten Glocknerhausstraße]] geführte Kärntner Auffahrt der Großglockner-Durchzugsstraße von Heiligenblut. | |||
Zunächst geht es vom Guttal wieder bergwärts zum [[Kasereck]] (1 913 m ü. A.), wo man | Zunächst geht es vom [[Guttal]] wieder leicht bergwärts zum [[Kasereck]] (1 913 m ü. A.), von wo aus man zurückblickend den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] sehen kann und Tiefblicke ins Mölltal hat. Die Straße verläuft am Südhang der Tauernbergalpe zum [[Parkplatz Rossbach]] und zur Fleißkehre, die sich auf 1 514 m ü. A. und 45,6 Kilometer vom Kilometer Null in Salzburg befindet. Von dort kann man den [[Hohen Sonnblick]] (3 106 m ü. A.) bewundern wenn das Wetter passt. Nach der [[Kassenstelle Heiligenblut]] erreicht man Heiligenblut (1 301 m ü. A.). | ||
=== Die Gletscherstraße === | === Die Gletscherstraße === | ||
[[Datei:Großglockner Pasterze Speicher Margaritze.jpg|thumb|Am rechten Bildrand verläuft die Gletscherstraße.]] | |||
Vom Kreisverkehr Guttal zweigt die [[Gletscherstraße]] ab und führt zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]]. Zunächst gelangt man, vorbei am ehemaligen [[Parkplatz Palik]] zur [[Raststation Schöneck]], wo man einen wunderbaren Tiefblick ins Mölltal und nach Heiligenblut hat. Entlang den Abstürzen des Wasserradkopfes (3 032 m ü. A.) und mit immer wieder herrlichen Ausblicken auf den Großglockner kommt man zum [[Karl-Volkert-Haus]] (2 131 m ü. A.) sowie kurz danach zum [[Alpincenter Glocknerhaus]]. Dort befinden sich die Parkplätze [[Parkplatz Glocknerhaus I|Glocknerhaus I]] und [[Parkplatz Glocknerhaus II|Glocknerhaus II]] (zusammen 600 Parkplätze) - diese dienen zum Auffangen des Verkehrs, wenn die Parkplätze auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ausgelastet sind. Hier, auf dem sogenannten [[Bretterboden]], befindet sich die Herz-Jesu-Kapelle, Kärntens höchstgelegenes Gotteshaus. Und man blickt auf den [[Speicher Margaritze]] der [[Tauernkraftwerke Kaprun]] sowie auf jene Felsen, über die noch vor rund 100 Jahren das Eis der [[Pasterze]] floss. | |||
Nun geht es in fünf Kehren unterhalb der [[Pfandlscharte]] über den [[Pfandlschartenbach]] an der [[Freiwand]] (Freiwandspitz, 3 034 m ü. A.) entlang zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zum [[Parkhaus Freiwandeck]] (Platz für 900 Pkw und 300 Motorräder), dem Endpunkt der Gletscherstraße. Von dort aus bietet sich ein unvergleichlicher Blick über den acht Kilometer langen [[Pasterze|Pasterzen-Gletscher]] bis zum höchsten Berg Österreichs, dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]]. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein großes, kostenloses Parkhaus sowie zwei kleiner [[Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße|Parkplätze]]. | |||
Vom [[Freiwandeck]] führt die 247 m lange [[Gletscherbahn Pasterze]] zur Pasterze] hinunter sowie vom [[Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe|Besucherzentrum]] der [[Naturlehrweg Gamsgrube]] oberhalb der Pasterze in Richtung [[Oberwalderhütte]]. | |||
=== Parkplätze === | |||
Es gibt 5 000 [[Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße]]. | |||
== | == Quellen == | ||
* ''Der Großglockner und Kaprun'', bearbeitet von Dr. Hans Hanke, Umschau Verlag Frankfurt am Main, Pinguin Verlag Innsbruck, 1966 | * ''Der Großglockner und Kaprun'', bearbeitet von Dr. Hans Hanke, Umschau Verlag Frankfurt am Main, Pinguin Verlag Innsbruck, 1966 | ||
* Informationsmaterial der [[GROHAG]] | |||
* [[Franz Wallack|Wallack, Franz]]: ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues'', zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien | |||
* [[Großglockner Hochalpenstraße Straßenkarten und Beschreibungen]], Ausgabe 1963 | |||
[[Kategorie:Großglockner Hochalpenstraße]] | [[Kategorie:Großglockner Hochalpenstraße|Straßenverlauf]] | ||
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[[Kategorie:Hohe Tauern]] | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | ||
Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 19:39 Uhr

Dieser Artikel beschreibt im Detail den Straßenverlauf der Großglockner Hochalpenstraße.
Übersicht
Die Großglockner Hochalpenstraße gliedert sich in drei Straßen:
- In die sogenannte Durchzugsstraße von Bruck an der Großglocknerstraße im Bundesland Salzburg im Pinzgau nach Heiligenblut am Großglockner in Kärnten. Sie 47,8 Kilometer lang, hat 26 Kehren und einer Höchststeigung von zwölf Prozent.
- In die Edelweißstraße, die vom Parkplatz Fuscher Törl I zur Edelweißspitze führt. Sie ist 1,6 Kilometer lang, hat sechs Kehren und einer Höchststeigung von 14 Prozent.
- In die Gletscherstraße vom höchstgelegenen Kreisverkehr Europas auf Kärntner Seite in Guttal hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Sie ist 8,7 Kilometer lang, mit fünf Kehren und einer Höchststeigung von zwölf Prozent.
- Alle Kehren siehe Großglockner Hochalpenstraße die Kehren.
- Parkplätze siehe Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße.
- Großglockner Hochalpenstraße Gastronomie und Übernachtung
Beginn bei Kilometer Null an der Nordrampe

Der Kilometer Null befindet sich im Salzachtal an der Kreuzung der Pinzgauer Straße (B 311) und der Großglockner Landesstraße (L 271) im Gemeindegebiet von Bruck an der Großglocknerstraße. Von hier verläuft sie ziemlich genau nach Süden durch das Gemeindegebiet von Fusch an der Großglocknerstraße, das bis zum Fuscher Törl reicht. Nach dem Gemeindezentrum steigt die Straße an und führt durch die Bärenschlucht. Die Straße schlängelt sich durch das Fuscher Tal in das Ferleitental hinauf, wo bei Kassenstelle Ferleiten dann die mautpflichigte Panoramastraße beginnt.
Am Schleierwasserfall vorbei geht es in die Schlucht des Pfierslgrabens und über vier Kehren auf etwa 1 500 m ü. A. zur Piff Alm. An der Straße befindet sich in 1 620 m ü. A. beim Piffkar der erste größere Parkplatz. Die Baumwuchsgrenze erreicht man nur zwei Kehren weiter auf 1 850 m ü. A. beim Parkplatz Hochmais. Nach einem kurzen Straßenabschnitt mit weiteren zwei Kehren, der parallel zum Ferleitental verläuft und bei schönem Wetter herrliche Blicke auf die Bergwelt bietet, erreicht man die sogenannte Hexenküche, ein vorgeschichtliches Bergsturzgebiet. Die Straße windet sich immer höher in die baumlose Zone durch die "Hexenküche" unterhalb der Edelweißwand im Unteren Nassfeld zum Nassfeld (2 374 m ü. A.), wo sich die nächsten Kehren befnden. Dann sieht man bereits rechts oben zum Fuscher Törl und links die Edelweißspitze.
Am unteren Rand des Oberen Nassfelds steht das Wilfried-Haslauer-Haus (auch Haus Alpine Naturschau genannt). Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die das Ferleiten- und Käfertal umgebende Bergwelt mit ihren Gletschern. Sie kann die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der Ostalpen, die Ostseite des Großen Wiesbachhorns, sehen, sowie andere Bergriesen der Glocknergruppe wie das Sinwelleck, den Fuscher-Kar-Kopf oder die Hohe Dock.
Edelweißstraße und Edelweißspitze
Am oberen Rand des Oberen Naßfelds, beim Dr.-Franz-Rehrl-Haus, zweigt die Edelweißstraße von der Durchzugsstraße ab. Sie führt hinauf zur Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten befahrbaren Punkt der Großglockner Hochalpenstraße. Von dort bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 Gletscher und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern bildet.
Die Scheitelstrecke

Die Scheitelstrecke beginnt im Norden beim Hochmais und führt hinauf zum Fuscher Törl (2 428 m ü. A. und 27,4 Kilometer vom Kilometer Null entfernt), wo man vom Parkplatz Fuscher Törl II auf den Törlkopf steigen oder das Gedenkzeichen besichtigen kann. Dann verläuft die Straße abwärts, an der Fuscher Lacke (2 261 m ü. A.), wo sich ein ehemaliges Straßenwärterhaus mit der Großglockner Hochalpenstraße Ausstellung Bau der Straße und dem ehemaligen Gasthof Fuscherlacke "Mankeiwirt", der heute F.A.T. - Mankei heißt, vorbei und durch den 117 Meter langen Mittertörltunnel. An dessen südlichen Ausgang rechter Hand befindet sich der Elendboden unterhalb des Brennkogels (3 018 m ü. A. Hier kommt über die Fuscher Wegscheide ein uralter Saumpfad aus dem Raurisertal herauf, der auch bei der Großglockner Wallfahrt begangen wird. In zwei Kehren geht es, vorbei an der Knappenstube zum 311 Meter langen zweiten und letzten Tunnel, dem Hochtor Tunnel (2 504 m ü. A.). Jenseits des Hochtor Tunnels, in dessen Mitte die Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und Kärnten verläuft, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, auf der man ins Mölltal ins Gemeindezentrum von Heiligenblut am Großglockner gelangt. Die Scheitelstrecke endet beim Kreisverkehr Guttal.
Die Südrampe der Großglockner Hochalpenstraßen auf Kärntner Seite
- Hauptartikel Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße
Beim Kreisverkehr Guttal (1 859 m ü. A.), dem angeblich höchstgelegenen Kreisverkehr der Welt, mündet die teilweise auf der Trasse der alten Glocknerhausstraße geführte Kärntner Auffahrt der Großglockner-Durchzugsstraße von Heiligenblut.
Zunächst geht es vom Guttal wieder leicht bergwärts zum Kasereck (1 913 m ü. A.), von wo aus man zurückblickend den Großglockner sehen kann und Tiefblicke ins Mölltal hat. Die Straße verläuft am Südhang der Tauernbergalpe zum Parkplatz Rossbach und zur Fleißkehre, die sich auf 1 514 m ü. A. und 45,6 Kilometer vom Kilometer Null in Salzburg befindet. Von dort kann man den Hohen Sonnblick (3 106 m ü. A.) bewundern wenn das Wetter passt. Nach der Kassenstelle Heiligenblut erreicht man Heiligenblut (1 301 m ü. A.).
Die Gletscherstraße

Vom Kreisverkehr Guttal zweigt die Gletscherstraße ab und führt zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Zunächst gelangt man, vorbei am ehemaligen Parkplatz Palik zur Raststation Schöneck, wo man einen wunderbaren Tiefblick ins Mölltal und nach Heiligenblut hat. Entlang den Abstürzen des Wasserradkopfes (3 032 m ü. A.) und mit immer wieder herrlichen Ausblicken auf den Großglockner kommt man zum Karl-Volkert-Haus (2 131 m ü. A.) sowie kurz danach zum Alpincenter Glocknerhaus. Dort befinden sich die Parkplätze Glocknerhaus I und Glocknerhaus II (zusammen 600 Parkplätze) - diese dienen zum Auffangen des Verkehrs, wenn die Parkplätze auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ausgelastet sind. Hier, auf dem sogenannten Bretterboden, befindet sich die Herz-Jesu-Kapelle, Kärntens höchstgelegenes Gotteshaus. Und man blickt auf den Speicher Margaritze der Tauernkraftwerke Kaprun sowie auf jene Felsen, über die noch vor rund 100 Jahren das Eis der Pasterze floss.
Nun geht es in fünf Kehren unterhalb der Pfandlscharte über den Pfandlschartenbach an der Freiwand (Freiwandspitz, 3 034 m ü. A.) entlang zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zum Parkhaus Freiwandeck (Platz für 900 Pkw und 300 Motorräder), dem Endpunkt der Gletscherstraße. Von dort aus bietet sich ein unvergleichlicher Blick über den acht Kilometer langen Pasterzen-Gletscher bis zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein großes, kostenloses Parkhaus sowie zwei kleiner Parkplätze.
Vom Freiwandeck führt die 247 m lange Gletscherbahn Pasterze zur Pasterze] hinunter sowie vom Besucherzentrum der Naturlehrweg Gamsgrube oberhalb der Pasterze in Richtung Oberwalderhütte.
Parkplätze
Es gibt 5 000 Parkplätze an der Großglockner Hochalpenstraße.
Quellen
- Der Großglockner und Kaprun, bearbeitet von Dr. Hans Hanke, Umschau Verlag Frankfurt am Main, Pinguin Verlag Innsbruck, 1966
- Informationsmaterial der GROHAG
- Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien
- Großglockner Hochalpenstraße Straßenkarten und Beschreibungen, Ausgabe 1963