Franz Stengl: Unterschied zwischen den Versionen
Linkfix, + Kategorie(n), + Bild |
K + Bild |
||
| (2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Gaisbergrennen | [[Datei:Gaisbergrennen 1969 Magnus und Stengl.jpg|thumb|[[Gaisbergrennen 1969]] am 7. September, von links: [[Anton Magnus|Toni Magnus]], [[Friedrich Stengl|Fritz Stengl]] und stehend sein Vater [[Franz Stengl]].]] | ||
'''Franz Stengl''' (* [[14. April]] [[1895]]; † [[24. Februar]] [[1960]])<ref>21. Februar lt. Grabstein auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]], Info von Enkelin Dr. Hannelore Salachner-Stengl per E-Mail an Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] am 9. Dezember 2021, die [https://www.stadt-salzburg.at/MagSbg.Web.App.SucheVerstorbene/SucheVerstorbene.aspx#searchResults Gräbersuche-Abfrage] ergibt aber als Sterbedatum den 24. Februar 1960, ebenso die Abfrage im Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", die Parte am 25. Februar 1960.</ref> war Gerichtssekretär und ein Salzburger Motorsportpionier. | '''Franz Stengl''' (* [[14. April]] [[1895]]; † [[24. Februar]] [[1960]])<ref>21. Februar lt. Grabstein auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]], Info von Enkelin Dr. Hannelore Salachner-Stengl per E-Mail an Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] am 9. Dezember 2021, die [https://www.stadt-salzburg.at/MagSbg.Web.App.SucheVerstorbene/SucheVerstorbene.aspx#searchResults Gräbersuche-Abfrage] ergibt aber als Sterbedatum den 24. Februar 1960, ebenso die Abfrage im Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", die Parte am 25. Februar 1960.</ref> war Gerichtssekretär und ein Salzburger Motorsportpionier. | ||
==Familie == | ==Familie == | ||
Er war der Vater von [[Friedrich Stengl]], Großvater des Doppelrodelsitzer-Olympiasiegers [[Manfred Stengl]] und der Salzburger Orthopädin Dr. med. [[Hannelore Salachner-Stengl]]. | Er war der Vater von [[Friedrich Stengl]], Großvater des Doppelrodelsitzer-Olympiasiegers [[Manfred Stengl]] und der Salzburger Orthopädin Dr. med. [[Hannelore Salachner-Stengl]]. | ||
[[Datei:Gaisbergrennen (historisch) 1963 Magnus Stengl.jpg|thumb|[[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennen]] 1963: die beiden sitzenden Herren mit Hut sind links Fahrschulbesitzer und ehemaliger Rennfahrer [[Anton Magnus|Toni Magnus]] und rechts Franz Stengl, ein bekannten Salzburger Rennleiter.]] | |||
== Leben == | == Leben == | ||
| Zeile 22: | Zeile 24: | ||
== Franz Stengl schildert, wie es zum 1. Internationalen Großglockner-Rennen 1935 kam == | == Franz Stengl schildert, wie es zum 1. Internationalen Großglockner-Rennen 1935 kam == | ||
Nachstehend ein Auszug aus der "Österreichischen Auto-Rundschau", Ausgabe 2. August 1935, zwei Tage vor dem [[1. Internationales Großglockner Rennen | Nachstehend ein Auszug aus der "Österreichischen Auto-Rundschau", Ausgabe 2. August 1935, zwei Tage vor dem [[1. Internationales Großglockner-Rennen für Automobile und Motorräder|1. Internationalen Großglockner-Rennen für Automobile und Motorräder]] auf der am [[3. August]] [[1935]] eröffneten [[Großglockner Hochalpenstraße]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=mfr&datum=19350802&query=%22Franz+Stengl%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Österreichischen Auto-Rundschau, Ausgabe 2. August 1935</ref> | ||
[[Datei:Franz Stengl Botho Graf Coreth beim ersten Großglockner Rennen auf der Großglockner Hochalpenstraße 1935.jpg|thumb|Franz Stengl (links) und [[Botho Graf Coreth]] beim [[1. Internationales Großglockner Rennen | [[Datei:Franz Stengl Botho Graf Coreth beim ersten Großglockner Rennen auf der Großglockner Hochalpenstraße 1935.jpg|thumb|Franz Stengl (links) und [[Botho Graf Coreth]] beim [[1. Internationales Großglockner-Rennen für Automobile und Motorräder|ersten Großglockner Rennen auf der Großglockner Hochalpenstraße 1935]].]] | ||
<blockquote>Wie es zum 1. Internationalen Großglockner-Rennen kam. | <blockquote>Wie es zum 1. Internationalen Großglockner-Rennen kam. | ||
| Zeile 40: | Zeile 42: | ||
Angespornt durch das in der [[Schweiz]] jedes zweite Jahr zur Durchführung gelangende Internationale Klausen[pass]-Rennen, das im Laufe der Jahre zu einem nationalen Volksfest ersten Ranges geworden ist, verankerte sich der Gedanke und Wille zum I. Großglockner-Rennen immer mehr in uns. Unserem damaligen Sekretär, Baron Seyffertitz, gelang es, den Herrn [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl|Rehrl]] für diese Veranstaltung zu interessieren, und somit war die erste Grundlage für die Verwirklichung des Planes gegeben. Es kam in der Folge zu ersten diesbezüglichen Aussprachen mit den führenden Funktionären des Oesterreichischen Automobil-Clubs, insbesondere mit Vizepräsident Graf Pachta. Der Gedanke fand auch hier größte Unterstützung. | Angespornt durch das in der [[Schweiz]] jedes zweite Jahr zur Durchführung gelangende Internationale Klausen[pass]-Rennen, das im Laufe der Jahre zu einem nationalen Volksfest ersten Ranges geworden ist, verankerte sich der Gedanke und Wille zum I. Großglockner-Rennen immer mehr in uns. Unserem damaligen Sekretär, Baron Seyffertitz, gelang es, den Herrn [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl|Rehrl]] für diese Veranstaltung zu interessieren, und somit war die erste Grundlage für die Verwirklichung des Planes gegeben. Es kam in der Folge zu ersten diesbezüglichen Aussprachen mit den führenden Funktionären des Oesterreichischen Automobil-Clubs, insbesondere mit Vizepräsident Graf Pachta. Der Gedanke fand auch hier größte Unterstützung. | ||
Unzählige Schwierigkeiten, die sich der Fertigstellung der Straße entgegensetzten und deren Ueberwindung wohl in allererster Linie Herrn [[ | Unzählige Schwierigkeiten, die sich der Fertigstellung der Straße entgegensetzten und deren Ueberwindung wohl in allererster Linie Herrn [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl|Rehrl]] und Herrn Oberbaurat Ing. [[Franz Friedrich Wallack|Wallack]] zu verdanken ist, verhinderten natürlich auch den Beginn der Organisationsarbeiten für ein Glockner-Rennen. Erst im Frühjahr [[1934]] lebte der Plan neuerlich auf, gewann durch die in Bälde zu erwartende Eröffnung der gesamten [[Nordrampe der Großglockner Hochalpenstraße|Nordrampe]] der Glocknerstraße immer mehr an Interesse und führte dazu, daß zu diesem Zeitpunkte durch den Salzburger Automobil-Club über die Oberste Nationale Sportkommission bei der "Association Internationale des Automobile-Clubs Reconnus" in Paris um den Termin für das "I. Internationale Großglockner-Rennen 1935" angesucht wurde. Mit dieser Anmeldung war nun endlich die Organisierungsgrundlage für dieses Rennen, als deren Veranstalter der Oesterreichische und der Salzburger Automobil Club gemeldet waren, gegeben. | ||
Im Herbste 1934, nach erfolgter Eröffnung der Nordrampe der Straße, wurde nun die für das Rennen in Betracht gezogene Strecke von Baron [[Theobald Seyffertitz|Seyffertitz]] und mir eingehendst besichtigt, jedes Straßenstück und insbesondere die [[Kehren der Großglockner Hochalpenstraße|Kehren]] in bezug auf ihre renntechnischen Eigenschaften begutachtet. Diese Arbeit führte zu dem Resultat, daß wohl kaum eine andere Bergstraße in Europa für ein großaufgezogenes Bergrennen besser geeignet sei, als das gewählte Straßenstück, das einerseits in längeren Geradestrecken höchste Geschwindigkeiten erlauben werde, anderseits aber durch die Bewältigung eines enormen Höhenunterschiedes und durch die Länge der Rennstrecke selbst, sowie durch die vierzehn großen Kehren enorme Anforderungen an Maschine und Fahrer stellen werde. | Im Herbste 1934, nach erfolgter Eröffnung der Nordrampe der Straße, wurde nun die für das Rennen in Betracht gezogene Strecke von Baron [[Theobald Seyffertitz|Seyffertitz]] und mir eingehendst besichtigt, jedes Straßenstück und insbesondere die [[Kehren der Großglockner Hochalpenstraße|Kehren]] in bezug auf ihre renntechnischen Eigenschaften begutachtet. Diese Arbeit führte zu dem Resultat, daß wohl kaum eine andere Bergstraße in Europa für ein großaufgezogenes Bergrennen besser geeignet sei, als das gewählte Straßenstück, das einerseits in längeren Geradestrecken höchste Geschwindigkeiten erlauben werde, anderseits aber durch die Bewältigung eines enormen Höhenunterschiedes und durch die Länge der Rennstrecke selbst, sowie durch die vierzehn großen Kehren enorme Anforderungen an Maschine und Fahrer stellen werde. | ||
| Zeile 54: | Zeile 56: | ||
Nun werden wir am 4. August beweisen, daß das I. Internationale Großglockner-Rennen in volkswirtschaftlicher wie in sportlicher Hinsicht eine Veranstaltung größten Formates und größter Bedeutung so wie der lebende Ausdruck unwandelbaren Aufbauwillens im Dienste unserer Fremdenverkehrswerbung ist. | Nun werden wir am 4. August beweisen, daß das I. Internationale Großglockner-Rennen in volkswirtschaftlicher wie in sportlicher Hinsicht eine Veranstaltung größten Formates und größter Bedeutung so wie der lebende Ausdruck unwandelbaren Aufbauwillens im Dienste unserer Fremdenverkehrswerbung ist. | ||
Wir werden beweisen, daß Bergrennen in richtiger Aufmachung nach wie vor von allergrößtem Publikums | Wir werden beweisen, daß Bergrennen in richtiger Aufmachung nach wie vor von allergrößtem Publikums Interesse sind und bleiben werden."</blockquote> | ||
==Quelle== | ==Quelle== | ||