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| − | '''Karl Freiherr von Schwarz''' (* [[23. Juli]] [[1817]] in Söhle bei Neutitschein (heute Žilina und | + | '''Karl Freiherr von Schwarz''' (* [[23. Juli]] [[1817]] in Söhle bei Neutitschein (heute Žilina [nicht mehr ''bei'', sondern ''Teil von'' Nový Jičín]), [[Tschechien#Mähren|Mähren]]; † [[21. Oktober]] [[1898]] in Salzburg-[[Gnigl]]) war ein Bauunternehmer der [[Gründerzeit]]. |
| − | Nového Jičína), [[Tschechien#Mähren|Mähren]]; † [[21. Oktober]] [[1898]] in Salzburg-[[Gnigl]]) war ein Bauunternehmer der [[Gründerzeit]].
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Als Sohn eines Schneidermeisters und Gemeindeschreibers einer mittellosen Familie entstammend, hatte sich Schwarz – nach Absolvierung der Hauptschule und einer Maurerlehre sowie eines Studiums an der Technischen Akademie in Olmütz – zu einem der größten Eisenbahnbauunternehmer der Monarchie empor gearbeitet. So hatte sich in Böhmen und Mähren aber auch später im heutigen Österreich eine rege Bautätigkeit des Unternehmers Schwarz entwickelt, die sich nicht nur auf den Eisenbahnbau beschränkte. | + | Als Sohn eines Schneidermeisters und Gemeindeschreibers einer mittellosen Familie entstammend, hatte sich Schwarz – nach Absolvierung der Hauptschule und einer Maurerlehre sowie eines Studiums an der Technischen Akademie in Olmütz – zu einem der größten Eisenbahnbauunternehmer der Monarchie emporgearbeitet. So hatte sich in Böhmen und Mähren, aber auch später im heutigen Österreich eine rege Bautätigkeit des Unternehmers Schwarz entwickelt, die sich nicht nur auf den Eisenbahnbau beschränkte. |
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| − | Karl Schwarz heiratete am [[30. Juni]] [[1845]] in Prag Barbara Keißler (auch Keissler) (* [[3. Oktober]] [[1822]] in Tuschkau, Böhmen; † [[16. April]] [[1895]] in Salzburg). Aus dieser Ehe gingen eine Tochter Bertha<!-- von Keissler, geborene Freiin von Schwarz, (* [[21. August]] [[1851]]; † [[25. November]] [[1935]])--> und die drei Söhne <!--Dr. phil.--> Julius (* [[12. Juni]] [[1853]]; † [[23. November]] [[1935]]), August (* [[22. Juni]] [[1855]] in Loka; † [[13. Dezember]] [[1925]] in Salzburg), Besitzer des Gutes [[Kasern]] bei Salzburg, k. u. k. Leutnant der Reserve a. D., und [[Richard Schwarz|Richard]] (* 1858; † 1926) hervor.<ref>[http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11780&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=309 Dr. [[Konstant von Wurzbach|Wurzbach, Constant von]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben.'' 32. Theil. Wien 1876.]</ref> [[1859]] ließ sich die Familie Schwarz in Salzburg nieder. | + | Karl Schwarz heiratete am [[30. Juni]] [[1845]] in Prag Barbara Keißler (auch Keissler) (* [[3. Oktober]] [[1822]] in Tuschkau, Böhmen; † [[16. April]] [[1895]] in Salzburg). Aus dieser Ehe gingen eine Tochter Bertha<!-- von Keissler, geborene Freiin von Schwarz, (* [[21. August]] [[1851]]; † [[25. November]] [[1935]])--> und die drei Söhne <!--Dr. phil.--> Julius (* [[12. Juni]] [[1853]]; † [[23. November]] [[1935]]), August (* [[22. Juni]] [[1855]] in Loka; † [[13. Dezember]] [[1925]] in Salzburg), Besitzer des Gutes [[Kasern]] bei Salzburg, k. u. k. Leutnant der Reserve a. D., und [[Richard Schwarz|Richard]] (* 1858; † 1926) hervor.<ref>[[Constant von Wurzbach|Wurzbach, Constant von]]: ''Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben.'' 32. Theil. Wien 1876. [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11780&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=309 S. 306.]</ref> [[1859]] ließ sich die Familie Schwarz in Salzburg nieder. |
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| | Auf seine Initiative erfolgte [[1860]] der Bau der [[Salzburg-Halleiner-Bahn]], die [[1871]] eröffnet wurde und Salzburg über [[Elsbethen]] und [[Puch]] - [[Oberalm]] mit [[Hallein]] verband. | | Auf seine Initiative erfolgte [[1860]] der Bau der [[Salzburg-Halleiner-Bahn]], die [[1871]] eröffnet wurde und Salzburg über [[Elsbethen]] und [[Puch]] - [[Oberalm]] mit [[Hallein]] verband. |
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| | Dann engagierte er sich für die Stadterweiterung von Salzburg. Dabei musste er gemäß einem mit der Stadt geschlossenen Vertrag die [[Salzach]] regulieren. Die durch diese [[Salzachregulierung]] gewonnenen Grundstücke durfte er behalten und weiterverkaufen. Es sind dies die Bereiche am [[Giselakai|Gisela-]] und [[Elisabethkai]] ([[Kaivillen]]). | | Dann engagierte er sich für die Stadterweiterung von Salzburg. Dabei musste er gemäß einem mit der Stadt geschlossenen Vertrag die [[Salzach]] regulieren. Die durch diese [[Salzachregulierung]] gewonnenen Grundstücke durfte er behalten und weiterverkaufen. Es sind dies die Bereiche am [[Giselakai|Gisela-]] und [[Elisabethkai]] ([[Kaivillen]]). |
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| − | Auf seine Tätigkeiten gehen die Villenbauten entlang der [[Imbergstraße]] und [[Schwarzstraße]] zurück. Auch das ''Hotel Österreichischer Hof'' (jetzt: [[Hotel Sacher]]) wurde von ihm erbaut. In Hallein erinnert die [[Ritter-von-Schwarz-Straße (Hallein)]] an ihn. | + | Auf seine Tätigkeiten gehen die Villenbauten entlang der [[Imbergstraße]] und [[Schwarzstraße]] zurück. Auch das ''Hotel Österreichischer Hof'' (jetzt: [[Hotel Sacher]]) wurde von ihm erbaut. In Hallein erinnert die [[Ritter-von-Schwarz-Straße (Hallein)|Ritter-von-Schwarz-Straße]] an ihn. |
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| | Am [[1. Dezember]] [[1862]] erfolgte seine Ernennung zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]. | | Am [[1. Dezember]] [[1862]] erfolgte seine Ernennung zum [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]. |
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| − | [[1859]] errichtete er mit Architekt [[Rudolf Bayer]] den [[Salzburger Hauptbahnhof]] und die erste [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]] im Stadtgebiet über die Salzach. Die Brücke wurde im Zug des Ausbau der S-Bahn [[2007]]/[[2008]] dreigeleisig neu errichtet. | + | [[1859]] errichtete er mit dem Architekten [[Rudolf Bayer]] den [[Salzburger Hauptbahnhof]] und die erste [[Eisenbahnbrücke (Stadt Salzburg)|Eisenbahnbrücke]] im Stadtgebiet über die Salzach. Die Brücke wurde im Zuge des Ausbaus der S-Bahn [[2007]]/[[2008]] dreigeleisig neu errichtet. |
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| | Er wohnte in der [[Baron-Schwarz-Villa]] im heutigen [[Baron-Schwarz-Park]]. [[1866]] gab er den Auftrag zum drei Tonnen schweren [[Schiller-Denkmal Salzburg|Schiller-Denkmal]], das er bei seiner Villa im Park aufstellen ließ. | | Er wohnte in der [[Baron-Schwarz-Villa]] im heutigen [[Baron-Schwarz-Park]]. [[1866]] gab er den Auftrag zum drei Tonnen schweren [[Schiller-Denkmal Salzburg|Schiller-Denkmal]], das er bei seiner Villa im Park aufstellen ließ. |
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| − | [[1867]] wurde ihm der Titel Baurat verliehen. Mit [[16. Juli]] [[1869]] erfolgte für Karl Schwarz die Erhebung in den österreichischen Adel und Ritterstand; den [[10. Juli]] [[1872]] jene in den österreichischen Freiherrenstand – der Wahlspruch des freiherrlichen Wappens lautete ''Arbeit ehrt''. | + | [[1867]] wurde ihm der Titel „Baurat“ verliehen. Mit [[16. Juli]] [[1869]] erfolgte für Karl Schwarz die Erhebung in den österreichischen Adel und Ritterstand; den [[10. Juli]] [[1872]] jene in den österreichischen Freiherrenstand – der Wahlspruch des freiherrlichen Wappens lautete „''Arbeit ehrt''“. |
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| − | Schwarz betätigte sich auch als großzügiger Mäzen. So unterstütze er neben sozialen und kulturellen Projekten u. a. den Maler [[Georg Pezolt]]. | + | Schwarz betätigte sich auch als großzügiger Mäzen. So unterstützte er neben sozialen und kulturellen Projekten u. a. den Maler [[Georg Pezolt]]. |
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| | Karl Freiherr von Schwarz starb 1898 als Wohltäter der Stadt Salzburg und ist auf dem [[Friedhof Gnigl|Friedhof]] in [[Gnigl]] begraben. | | Karl Freiherr von Schwarz starb 1898 als Wohltäter der Stadt Salzburg und ist auf dem [[Friedhof Gnigl|Friedhof]] in [[Gnigl]] begraben. |
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| | * Artikel „Schwarz, Karl“ in ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950'' (ÖBL), Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 442 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/442.pdf] und S. 443 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/443.pdf] | | * Artikel „Schwarz, Karl“ in ''Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950'' (ÖBL), Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 442 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/442.pdf] und S. 443 [http://www.biographien.ac.at/oebl_11/443.pdf] |
| | * Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil B, 92. Jahrgang, 1941, Gotha, Justus Perthes | | * Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil B, 92. Jahrgang, 1941, Gotha, Justus Perthes |
| − | * Typoskript von Peter Schindler: Karl Freiherr von Schwarz, Biographie, 2. ergänzte und erweiterte Fassung, Salzburg 2010 (Landesarchiv Salzburg u. Archiv der Stadt Salzburg) | + | * Typoskript von [[Peter Schindler]]: Karl Freiherr von Schwarz, Biographie, 2. ergänzte und erweiterte Fassung, Salzburg 2010 ([[Salzburger Landesarchiv|Landesarchiv Salzburg]] u. [[Archiv der Stadt Salzburg]]) |
| | * Typoskript von Peter Schindler: Der Stadlhof in Salzburg Itzling/Schallmoos über seine Geschichte und seine Bedeutung durch Karl Freiherr von Schwarz, 2. ergänzte und erweiterte Fassung, Salzburg 2010 (Landesarchiv Salzburg u. Archiv der Stadt Salzburg) | | * Typoskript von Peter Schindler: Der Stadlhof in Salzburg Itzling/Schallmoos über seine Geschichte und seine Bedeutung durch Karl Freiherr von Schwarz, 2. ergänzte und erweiterte Fassung, Salzburg 2010 (Landesarchiv Salzburg u. Archiv der Stadt Salzburg) |
| | * [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Schwarz Wikipedia] | | * [http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_von_Schwarz Wikipedia] |
| | + | ==Fußnote== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | [[Kategorie:Unternehmer]] | | [[Kategorie:Unternehmer]] |
| | [[Kategorie:Unternehmer (historisch)]] | | [[Kategorie:Unternehmer (historisch)]] |
| | + | [[Kategorie:Aus anderen Kronländern]] |
| | [[Kategorie:Zuagroaste]] | | [[Kategorie:Zuagroaste]] |
| | [[Kategorie:Ehrenbürger]] | | [[Kategorie:Ehrenbürger]] |
| | [[Kategorie:Ehrenbürger der Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Ehrenbürger der Stadt Salzburg]] |