Gandolph Graf von Kuenburg: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Graf Kuenburg war seit [[9. August]] [[] | + | Graf Kuenburg war seit [[9. August]] [[1869]] verheiratet mit Maria Adelheid, geborene Gräfin Saint-Julien von Wallsee (* [[3. Mai]] [[1847]]; † [[13. Juli]] [[1908]]), die ihm vier Kinder schenkte: Ida (* [[6. Juni]] [[1870]; Elsa (* [[6. Juli]] [[1873]]; † [[20. Jänner]] [[1946]] in St. Georgen im Attergau); Martha (* [[17. Juli]] [[1876]] in St. Georgen im Attergau); Maximilian Gandolph (* [[16. August]] [[1884]]; † [[9. Oktober]] [[1915]] bei Kolki, [[Polen]]), Rittmeister. |
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Version vom 18. Dezember 2018, 03:04 Uhr
Dr. jur. Gandolph Josef Graf von Kuenburg (* 12. Mai 1841 in Bransdorf [Brantice], österr. Schlesien); † 2. Mai 1921 in Salzburg) war ein österreichischer Jurist und Politiker, der in seinem Ruhestand in der Stadt Salzburg lebte und auf kulturellem Gebiet wirkte.
Familiärer Hintergrund
Gandolph Graf von Kuenburg entstammte ebenso wie Fürsterzbischof Max Gandolf († 1687) dem Geschlecht der Kuenburger.
Sein Vater Amand Josef Graf von Kuenburg (* 9. Februar 1809; † 24. März 1886, war Landeshauptmann des österreichischen Schlesien, sein Bruder Walther (* 25. Juni 1850; † 10. Oktober 1920) k.k. Landgerichtspräsident in Salzburg, dessen Gemahlin Bertha Gräfin Küenburg-Stolberg (* 1854; 1924) Schriftstellerin.
Graf Kuenburg war seit 9. August 1869 verheiratet mit Maria Adelheid, geborene Gräfin Saint-Julien von Wallsee (* 3. Mai 1847; † 13. Juli 1908), die ihm vier Kinder schenkte: Ida (* 6. Juni [[1870]; Elsa (* 6. Juli 1873; † 20. Jänner 1946 in St. Georgen im Attergau); Martha (* 17. Juli 1876 in St. Georgen im Attergau); Maximilian Gandolph (* 16. August 1884; † 9. Oktober 1915 bei Kolki, Polen), Rittmeister.
Karriere
Nach rechtswissenschaftlichem Studium in Prag und Wien (Dr.jur.) trat er 1863 bei der niederösterreichischen Hofkammerprokuratur in den Staatsdienst ein. 1865 wechselte er in den Justizdienst, war Auskultant in Wien, dann in Salzburg, 1871 Landesgerichtsadjunkt in Linz, 1877 Staatsanwaltssubstitut, 1882 Landesgerichtsrat in Linz und wurde 1892 zum Senatspräsidenten des k. k. Obersten Gerichtshofes ernannt.
Neben seiner Gerichtslaufbahn war er politisch tätig: 1874 wurde er als Vertreter des Großgrundbesitzes (verfassungstreue Partei) in den oberösterreichischen Landtag, 1888 als Vertreter der Stadt Linz in den Reichsrat gewählt.
Am 24. Dezember 1891 wurde er als Vertrauensmann der Vereinigten deutschen Linken zum Minister ohne Portefeuille im Kabinett Taaffe ernannt. Am 24. November 1892 demissionierte er, woraufhin er zum Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes ernannt wurde. 1897 wurde er Herrenhausmitglied auf Lebenszeit.
Kulturelles Wirken
Graf Kuenburg war schon 1891 bis 1907 Präsident des Linzer Museums Francisco-Carolinum gewesen.
In Salzburg, wo er seinen Ruhestand verbrachte, wirkte er vom 20. Juli 1899 bis zum 3. April 1911 als Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum, die unter seiner Führung in den Jahren 1901, 1904, 1906 und 1910 glänzende Musikfeste veranstaltete und von 1912 bis 1914 das Mozarthaus errichtet wurde.
In der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde setzte sich Graf Kuenburg für die Fortsetzung des Salzburger Urkundenbuches ein.
Während des Ersten Weltkrieges wirkte er im Landeskriegshilfskomitee.
Ehrung
Gandolph Graf von Kuenburg wurde zum Ehrenpräsidenten der Internationalen Stiftung Mozarteum ernannt.
Quellen
- Brockhaus' Konversationslexikon, 14. Auflage, Berlin–Wien (1894-1896), 10. Band, S. 797
- Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Band 4, S. 326.
| Vorgänger |
Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum 1899−1911 |
Nachfolger |