Salzburger Athletiksport-Klub 1914: Unterschied zwischen den Versionen
TriQ (Diskussion | Beiträge) |
TriQ (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | {{Infotabelle | + | {{Infotabelle Ballverein |
| − | | image = | + | | image = |
| kurzname = SAK 1914 | | kurzname = SAK 1914 | ||
| − | | langname = Salzburger | + | | langname = Salzburger Athletiksport-Klub 1914 |
| − | + | | gegründet = [[24. Juni]] [[1914]] (Erstgründung) <br> [[7. Mai]] [[1958]] | |
| − | | gegründet = [[24. Juni]] [[1914]] | + | | farben = Blau-Gelb |
| stadion = SAK-Platz<br>Salzburg-Nonntal | | stadion = SAK-Platz<br>Salzburg-Nonntal | ||
| plätze = 2.000 | | plätze = 2.000 | ||
| präsident = Josef Penco | | präsident = Josef Penco | ||
| trainer = Hannes Pfandl | | trainer = Hannes Pfandl | ||
| − | | adresse = | + | | adresse = Mühlbacherhofweg 7<br>5020 Salzburg |
| − | + | | liga = [[1. Landesliga]] | |
| + | | zvr = 927960825 | ||
}} | }} | ||
| − | |||
[[Bild:Sak_2.jpg|thumb|300px|Die SAK Sportanlage in [[Salzburg]]-[[Nonntal]]]] | [[Bild:Sak_2.jpg|thumb|300px|Die SAK Sportanlage in [[Salzburg]]-[[Nonntal]]]] | ||
[[Bild:Sak_3.jpg|thumb|300px|Tribüne vom Platz aus gesehen]] | [[Bild:Sak_3.jpg|thumb|300px|Tribüne vom Platz aus gesehen]] | ||
[[Bild:Sak_1.jpg|thumb|300px|Tribüne]] | [[Bild:Sak_1.jpg|thumb|300px|Tribüne]] | ||
| − | Der ''' | + | Der '''Salzburger Athletiksport-Klub 1914''' ist ein Allround-Sportverein aus [[Salzburg]]. Der im Stadtteil [[Nonntal]] beheimatete Verein führt die Sektionen Fußball, Fechten, Eiskunstlauf, Fitness und Rollschuhlauf. Die mittlerweile aufgelöste Sektion Handball wurde 1971 Österreichischer Meister bei den Männern. |
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
=== Gründung === | === Gründung === | ||
| − | Der | + | Der SAK 1914 wurde am [[24. Juni]] [[1914]] im [[Gasthof Traube]] in der [[Linzer Gasse]] als Fußballverein gegründet und ist damit der älteste Fußballklub des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]]. Die Vereinsfarben wurden bei der Gründung mit Rot-Weiß festgelegt und [[1919]] auf Blau-Gelb geändert. Bereits vor der Vereinsgründung bestritt die Mannschaft am [[4. Juni]] [[1914]] auf der [[Trabrennbahn]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] ihr erstes Spiel gegen den FC Traunstein, das die [[Bayern]] mit 4:1 für sich entschieden. |
| + | |||
| + | Der Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]s setzte dem Sport vorerst ein Ende. | ||
===Erfolgreiche Zwischenkriegszeit=== | ===Erfolgreiche Zwischenkriegszeit=== | ||
Eine "goldene Ära" begann für den SAK 1914 nach dem Krieg. Im Land war der Verein nahezu konkurrenzlos, in den westlichen Bundesländern über viele Jahre dominierend. [[1921]] bezog der Klub seine Heimstätte auf den Berchtholdgründen (benannt nach dem ehemaligen Außenminister Graf von Berchthold) im Nonntal. Durch den Fehler eines Dressenlieferanten, der gelbe Leibchen mit blauen Krägen lieferte, wurden die Vereinsfarben auf gelb-blau geändert. | Eine "goldene Ära" begann für den SAK 1914 nach dem Krieg. Im Land war der Verein nahezu konkurrenzlos, in den westlichen Bundesländern über viele Jahre dominierend. [[1921]] bezog der Klub seine Heimstätte auf den Berchtholdgründen (benannt nach dem ehemaligen Außenminister Graf von Berchthold) im Nonntal. Durch den Fehler eines Dressenlieferanten, der gelbe Leibchen mit blauen Krägen lieferte, wurden die Vereinsfarben auf gelb-blau geändert. | ||
| − | In einer gemeinsamen Liga mit [[Oberösterreich]] war der SAK 1934 und 1935 Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für | + | In einer gemeinsamen Liga mit [[Oberösterreich]] war der SAK 1934 und 1935 Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Amateurvereine: Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden. |
| − | [[1936]] wurden die SAK-Spieler [[Edi Kainberger]], [[Karl Kainberger]], [[ | + | [[1936]] wurden die SAK-Spieler [[Edi Kainberger]], [[Karl Kainberger]], [[Adolf Laudon]] und [[Ernst Bacher]] ins österreichische Amateurteam für die Olympischen Spiele berufen und holten in Berlin die Silbermedaille. |
[[1943]] schloss sich der SAK auf Grund der immer kleiner werdenden Spielerkader mit [[SV Austria Salzburg]] und dem [[1. SSK 1919]] zur [[Fußballgemeinschaft Salzburg]] zusammen, die noch am [[8. April]] [[1945]] ein Spiel gegen eine Luftwaffen-Elf bestritt. | [[1943]] schloss sich der SAK auf Grund der immer kleiner werdenden Spielerkader mit [[SV Austria Salzburg]] und dem [[1. SSK 1919]] zur [[Fußballgemeinschaft Salzburg]] zusammen, die noch am [[8. April]] [[1945]] ein Spiel gegen eine Luftwaffen-Elf bestritt. | ||
| Zeile 39: | Zeile 41: | ||
Nach einer Verjüngung war der SAK 1914 ab [[1966]] wieder zweitklassig und etablierte sich dort als feste Größe bis [[1974]], als Reform bedingt ein Abstieg folgte. Mittlerweile um spätere Klublegenden wie Torhüter [[Helmut Friedl]] und [[Hermann Roitner]] verstärkt, gelang 1975 der Aufstieg in die Nationalliga (später 2. Division). Sportliche Achterbahnfahrten und häufige finanzielle und vereinspolitische Dissonanzen bestimmten die Folgezeit: Abstieg [[1977]], Wiederaufstieg [[1980]], dazwischen häufige Trainerwechsel, ehe [[1984]] [[Kurt Wiebach]] das Zepter in die Hand nahm. Er verhinderte gerade noch den erneuten Abstieg aus der 2. Division und führte den SAK [[1985]] völlig unerwartet in die 1. Division. [[Zlatko Hanicar]], [[Wolfgang Dietinger]], [[Harald Fesl]] und [[Gustl Kofler]] waren herausragende Akteure. Der dritte Auftritt im Oberhaus verlief aber ebenso enttäuschend wie die beiden ersten: Kein Sieg, letzter Platz in der Zwölferliga mit sieben Punkten und im Frühjahr [[1986]] auch Schlusslicht im mittleren Play-off. Einer der wenigen Lichtblicke im gelb-blauen Dress war ein junger Niederländer namens Frenkie Schinkels. | Nach einer Verjüngung war der SAK 1914 ab [[1966]] wieder zweitklassig und etablierte sich dort als feste Größe bis [[1974]], als Reform bedingt ein Abstieg folgte. Mittlerweile um spätere Klublegenden wie Torhüter [[Helmut Friedl]] und [[Hermann Roitner]] verstärkt, gelang 1975 der Aufstieg in die Nationalliga (später 2. Division). Sportliche Achterbahnfahrten und häufige finanzielle und vereinspolitische Dissonanzen bestimmten die Folgezeit: Abstieg [[1977]], Wiederaufstieg [[1980]], dazwischen häufige Trainerwechsel, ehe [[1984]] [[Kurt Wiebach]] das Zepter in die Hand nahm. Er verhinderte gerade noch den erneuten Abstieg aus der 2. Division und führte den SAK [[1985]] völlig unerwartet in die 1. Division. [[Zlatko Hanicar]], [[Wolfgang Dietinger]], [[Harald Fesl]] und [[Gustl Kofler]] waren herausragende Akteure. Der dritte Auftritt im Oberhaus verlief aber ebenso enttäuschend wie die beiden ersten: Kein Sieg, letzter Platz in der Zwölferliga mit sieben Punkten und im Frühjahr [[1986]] auch Schlusslicht im mittleren Play-off. Einer der wenigen Lichtblicke im gelb-blauen Dress war ein junger Niederländer namens Frenkie Schinkels. | ||
| − | Beinahe wäre es in dieser Zeit zur Fusion mit [[SV Austria Salzburg]] gekommen, die vor allem von derem Klubchef [[Rudolf | + | Beinahe wäre es in dieser Zeit zur Fusion mit [[SV Austria Salzburg]] gekommen, die vor allem von derem Klubchef [[Rudolf Quehenberger]] betrieben und in der Austria-Mitgliederversammlung mehrheitlich beschlossen wurde. Die SAK-Mitglieder erteilten dem Vorhaben mit 56:3 Stimmen hingegen eine klare Absage, beide Klubs blieben eigenständig. |
===Die Ära Roitner=== | ===Die Ära Roitner=== | ||
Der Absturz war nach dem Erstliga-Abenteuer nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Mittel nicht aufzuhalten. [[1994]] war mit Rang neun in der fünftklassigen Landesliga die Talsohle erreicht. Trainer [[Hermann Roitner]] hielt den Stamm, der fast ausschließlich aus dem eigenen Nachwuchs kam, aber über mehrere Jahre zusammen und wurde [[1998]] mit Rang vier in der Regionalliga West belohnt. Nach dem Abgang Roitners und zahlreicher Spieler verhinderte der SAK drei Mal in Folge nur knapp den Abstieg, ehe [[2004]] der bittere Gang in die Landesliga nicht mehr zu verhindern war. Trotz einer kurzfristigen Rückkehr in die Westliga [[2005]] müssen weiterhin bescheidene Ziele gesetzt werden. Mit dem Bau des [[Sportzentrum Mitte|Sportzentrums Mitte]] ab Sommer [[2007]] soll das Umfeld für künftige neue Höhenflüge geschaffen werden. | Der Absturz war nach dem Erstliga-Abenteuer nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Mittel nicht aufzuhalten. [[1994]] war mit Rang neun in der fünftklassigen Landesliga die Talsohle erreicht. Trainer [[Hermann Roitner]] hielt den Stamm, der fast ausschließlich aus dem eigenen Nachwuchs kam, aber über mehrere Jahre zusammen und wurde [[1998]] mit Rang vier in der Regionalliga West belohnt. Nach dem Abgang Roitners und zahlreicher Spieler verhinderte der SAK drei Mal in Folge nur knapp den Abstieg, ehe [[2004]] der bittere Gang in die Landesliga nicht mehr zu verhindern war. Trotz einer kurzfristigen Rückkehr in die Westliga [[2005]] müssen weiterhin bescheidene Ziele gesetzt werden. Mit dem Bau des [[Sportzentrum Mitte|Sportzentrums Mitte]] ab Sommer [[2007]] soll das Umfeld für künftige neue Höhenflüge geschaffen werden. | ||
| − | == Erfolge == | + | ==Titel und Erfolge == |
| − | + | ===Titel== | |
| − | + | 30 x [[Fußball-Landesmeisterschaft|Salzburger Landesmeister]]: 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1942, 1946, 1947, 1952, 1960, 1961, 1963, 1972, 1979, 1980, 1991, 1998. | |
| − | + | 6 x [[Salzburger Fußballcup|Salzburger Landescupsieger]]: 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934 | |
| − | + | 2 x Meister der Liga Oberösterreich-Salzburg: 1934, 1935 | |
| − | + | 4 x Meister der Zweiten Spielstufe: 1952, 1960 (Tauernliga), 1961 (Regionalliga West), 1985 (Bundesliga 2. Division) | |
| − | + | 3 x Meister Dritte Spielstufe: 1966 (Landesliga), 1975 (Salzburger Liga), 1980 (Alpenliga) | |
| − | + | 1 x Meister Vierte Spielstufe: 2005 (1. Landesliga) | |
| − | + | 1 x Meister Fünfte Spielstufe: 1995 (1. Landesliga) | |
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | |||
| − | + | ===Erfolge=== | |
| + | 3 Erstligasaisonen: 1953 (Staatsliga A), 1962 (Nationalliga), 1986 (Bundesliga) | ||
| + | 3 x Österreichischer Vize-Amateurstaatsmeister: 1934, 1935, 1937 | ||
| + | 2 x Viertelfinale im ÖFB Pokal: 1962, 1985 | ||
| + | 3 x Salzburger Landescupfinalist: 1937, 1947, 1948 | ||
| − | [[ | + | ==Bekannte Spieler== |
| + | * [[Ernst Bacher]] | ||
| + | * [[Wolfgang Dietinger]] | ||
| + | * [[Kurt Foka]] | ||
| + | * [[Helmut Friedl]] | ||
| + | * [[Zlatko Hanicar]] | ||
| + | * [[Hermann Hochleitner]] | ||
| + | * [[Karl Kainberger]] | ||
| + | * [[Edi Kainberger]] | ||
| + | * [[Bernd Langgruber]] | ||
| + | * [[Adolf Laudon]] | ||
| + | * [[Günter Praschak]] | ||
| + | * [[Erich Probst]] | ||
| + | * [[Karl Sachs]] | ||
| + | * [[Frenk Schinkels]] | ||
| + | * [[Walter Zeman]] | ||
| + | * [[Alfred Zieher]] | ||
| − | [[Adam Popowicz]] | + | ==Bekannte Trainer== |
| + | * [[Adolf Blutsch]] | ||
| + | * [[Adam Popowicz]] | ||
| + | * [[Hermann Roitner]] | ||
| + | * [[Robert Tschaut]] | ||
| + | * [[Kurt Wiebach]] | ||
==Weitere Sektionen== | ==Weitere Sektionen== | ||
| Zeile 112: | Zeile 97: | ||
* Dieter Lindenau: 75 Jahre SAK 1914. Festschrift 1989. | * Dieter Lindenau: 75 Jahre SAK 1914. Festschrift 1989. | ||
| − | [http://www.sak1914.at Offizielle Homepage] | + | ==Weblinks== |
| + | * [http://www.sak1914.at Offizielle Homepage] | ||
[[Kategorie:Nonntal]] | [[Kategorie:Nonntal]] | ||
[[Kategorie:Sportverein]] | [[Kategorie:Sportverein]] | ||
[[Kategorie:Fußballverein]] | [[Kategorie:Fußballverein]] | ||
Version vom 24. Juni 2008, 11:25 Uhr
| Voller Name | Salzburger Athletiksport-Klub 1914 |
| Gegründet | 24. Juni 1914 (Erstgründung) 7. Mai 1958 |
| Vereinsfarben | Blau-Gelb |
| Stadion | SAK-Platz Salzburg-Nonntal |
| Plätze | 2.000 |
| Präsident/Obmann | Josef Penco |
| Trainer | Hannes Pfandl |
| Adresse | Mühlbacherhofweg 7 5020 Salzburg |
| Spielklasse | 1. Landesliga |
| Vereinsregister | 927960825 |
| Dachverband | {{{verband}}} |
Der Salzburger Athletiksport-Klub 1914 ist ein Allround-Sportverein aus Salzburg. Der im Stadtteil Nonntal beheimatete Verein führt die Sektionen Fußball, Fechten, Eiskunstlauf, Fitness und Rollschuhlauf. Die mittlerweile aufgelöste Sektion Handball wurde 1971 Österreichischer Meister bei den Männern.
Geschichte
Gründung
Der SAK 1914 wurde am 24. Juni 1914 im Gasthof Traube in der Linzer Gasse als Fußballverein gegründet und ist damit der älteste Fußballklub des Bundeslandes Salzburg. Die Vereinsfarben wurden bei der Gründung mit Rot-Weiß festgelegt und 1919 auf Blau-Gelb geändert. Bereits vor der Vereinsgründung bestritt die Mannschaft am 4. Juni 1914 auf der Trabrennbahn in der Elisabeth-Vorstadt ihr erstes Spiel gegen den FC Traunstein, das die Bayern mit 4:1 für sich entschieden.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs setzte dem Sport vorerst ein Ende.
Erfolgreiche Zwischenkriegszeit
Eine "goldene Ära" begann für den SAK 1914 nach dem Krieg. Im Land war der Verein nahezu konkurrenzlos, in den westlichen Bundesländern über viele Jahre dominierend. 1921 bezog der Klub seine Heimstätte auf den Berchtholdgründen (benannt nach dem ehemaligen Außenminister Graf von Berchthold) im Nonntal. Durch den Fehler eines Dressenlieferanten, der gelbe Leibchen mit blauen Krägen lieferte, wurden die Vereinsfarben auf gelb-blau geändert.
In einer gemeinsamen Liga mit Oberösterreich war der SAK 1934 und 1935 Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Amateurvereine: Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden.
1936 wurden die SAK-Spieler Edi Kainberger, Karl Kainberger, Adolf Laudon und Ernst Bacher ins österreichische Amateurteam für die Olympischen Spiele berufen und holten in Berlin die Silbermedaille.
1943 schloss sich der SAK auf Grund der immer kleiner werdenden Spielerkader mit SV Austria Salzburg und dem 1. SSK 1919 zur Fußballgemeinschaft Salzburg zusammen, die noch am 8. April 1945 ein Spiel gegen eine Luftwaffen-Elf bestritt.
Salzburgs Pioniere in der höchsten Klasse
Nach der Wiedergründung feierte der SAK 1946 und 1947 zwei weitere Landesmeistertitel. Doch die Konkurrenten SV Austria Salzburg und UFC Salzburg hatten aufgeholt. 1952 schließlich gelang der Aufstieg in die höchste Spielklasse. Als erster Salzburger Verein spielte der SAK - nach Siegen gegen Schwarz-Weiß Bregenz und Wiener Neustadt im Aufstiegsturnier - in der Staatsliga A. Die Saison 1952/53 wurde dann aber kein Ruhmesblatt: Nur vier Punkte schaffte der SAK, dessen Größen Hermann Hochleitner, Günter Praschak und Bertl Schmiedinger den Klasseunterschied zu den großen Wiener Klubs anerkennen mussten.
Zwar übernahm in der Stadt zunehmend Austria Salzburg die Führungsrolle, aber in der Saison 1960/61 gelang dem SAK 1914 das Kunststück Aufstieg ein weiteres Mal, diesmal in einem harten Duell gegen Wacker Innsbruck in der Regionalliga West. Auch beim zweiten Anlauf blieb es bei Achtungserfolgen, dabei waren mit Erich Probst sogar ein WM-erprobter Stürmer und im Frühjahr 1962 auch Torhüterlegende Walter Zeman mit von der Partie. Dem Höhenflug folgte der Absturz. 1964 war der SAK gar nur noch drittklassig.
Die wilden 70er und 80er-Jahre
Nach einer Verjüngung war der SAK 1914 ab 1966 wieder zweitklassig und etablierte sich dort als feste Größe bis 1974, als Reform bedingt ein Abstieg folgte. Mittlerweile um spätere Klublegenden wie Torhüter Helmut Friedl und Hermann Roitner verstärkt, gelang 1975 der Aufstieg in die Nationalliga (später 2. Division). Sportliche Achterbahnfahrten und häufige finanzielle und vereinspolitische Dissonanzen bestimmten die Folgezeit: Abstieg 1977, Wiederaufstieg 1980, dazwischen häufige Trainerwechsel, ehe 1984 Kurt Wiebach das Zepter in die Hand nahm. Er verhinderte gerade noch den erneuten Abstieg aus der 2. Division und führte den SAK 1985 völlig unerwartet in die 1. Division. Zlatko Hanicar, Wolfgang Dietinger, Harald Fesl und Gustl Kofler waren herausragende Akteure. Der dritte Auftritt im Oberhaus verlief aber ebenso enttäuschend wie die beiden ersten: Kein Sieg, letzter Platz in der Zwölferliga mit sieben Punkten und im Frühjahr 1986 auch Schlusslicht im mittleren Play-off. Einer der wenigen Lichtblicke im gelb-blauen Dress war ein junger Niederländer namens Frenkie Schinkels.
Beinahe wäre es in dieser Zeit zur Fusion mit SV Austria Salzburg gekommen, die vor allem von derem Klubchef Rudolf Quehenberger betrieben und in der Austria-Mitgliederversammlung mehrheitlich beschlossen wurde. Die SAK-Mitglieder erteilten dem Vorhaben mit 56:3 Stimmen hingegen eine klare Absage, beide Klubs blieben eigenständig.
Die Ära Roitner
Der Absturz war nach dem Erstliga-Abenteuer nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Mittel nicht aufzuhalten. 1994 war mit Rang neun in der fünftklassigen Landesliga die Talsohle erreicht. Trainer Hermann Roitner hielt den Stamm, der fast ausschließlich aus dem eigenen Nachwuchs kam, aber über mehrere Jahre zusammen und wurde 1998 mit Rang vier in der Regionalliga West belohnt. Nach dem Abgang Roitners und zahlreicher Spieler verhinderte der SAK drei Mal in Folge nur knapp den Abstieg, ehe 2004 der bittere Gang in die Landesliga nicht mehr zu verhindern war. Trotz einer kurzfristigen Rückkehr in die Westliga 2005 müssen weiterhin bescheidene Ziele gesetzt werden. Mit dem Bau des Sportzentrums Mitte ab Sommer 2007 soll das Umfeld für künftige neue Höhenflüge geschaffen werden.
Titel und Erfolge
=Titel
30 x Salzburger Landesmeister: 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1942, 1946, 1947, 1952, 1960, 1961, 1963, 1972, 1979, 1980, 1991, 1998. 6 x Salzburger Landescupsieger: 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934 2 x Meister der Liga Oberösterreich-Salzburg: 1934, 1935 4 x Meister der Zweiten Spielstufe: 1952, 1960 (Tauernliga), 1961 (Regionalliga West), 1985 (Bundesliga 2. Division) 3 x Meister Dritte Spielstufe: 1966 (Landesliga), 1975 (Salzburger Liga), 1980 (Alpenliga) 1 x Meister Vierte Spielstufe: 2005 (1. Landesliga) 1 x Meister Fünfte Spielstufe: 1995 (1. Landesliga)
Erfolge
3 Erstligasaisonen: 1953 (Staatsliga A), 1962 (Nationalliga), 1986 (Bundesliga) 3 x Österreichischer Vize-Amateurstaatsmeister: 1934, 1935, 1937 2 x Viertelfinale im ÖFB Pokal: 1962, 1985 3 x Salzburger Landescupfinalist: 1937, 1947, 1948
Bekannte Spieler
- Ernst Bacher
- Wolfgang Dietinger
- Kurt Foka
- Helmut Friedl
- Zlatko Hanicar
- Hermann Hochleitner
- Karl Kainberger
- Edi Kainberger
- Bernd Langgruber
- Adolf Laudon
- Günter Praschak
- Erich Probst
- Karl Sachs
- Frenk Schinkels
- Walter Zeman
- Alfred Zieher
Bekannte Trainer
Weitere Sektionen
Neben Fußball werden im SAK 1914 heute noch Fechten, Eiskunstlauf und Rollschuhsport betrieben. Diese Sektionen haben sich in erster Linie der Nachwuchsförderung verschrieben.
Im Handball war der SAK 1971 österreichischer Meister, ging dann aber 1978 in einer Fusion mit dem Stadtrivalen UHC Salzburg auf. Weitere heute nicht mehr bestehende Klubsektionen waren Basketball, Kraftsport, Boxen, Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Rad und Ski.
Quellen
- 90 Jahre SAK 1914. Festschrift 2004.
- Dieter Lindenau: 75 Jahre SAK 1914. Festschrift 1989.