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St. Josef - Ansicht von der Hellbrunner Straße
St. Josef - Gartenansicht
Das Ausbildungszentrum St. Josef ist eine berufsbildende mittlere Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. Es befindet sich im Kloster St. Josef in Salzburg-Nonntal und wird vom Verein der Schwestern vom Guten Hirten für Bildung und Erziehung geführt.
Schulformen
Einjährige Wirtschaftsfachschule
"Modell St. Josef"
Die einjährige Wirtschaftsfachschule ist eine "integrative Schule", das heißt, dass hier auch leistungsschwächere Schülerinnen unterrichtet werden, ebenso solche aus schwierigen persönlichen Verhältnissen.
Schulmodell: COOL mit Formen der Marchtalpädagogik
Neben dem projektorientierten Unterricht wird seit dem Schuljahr 2007/08 an der einjährigen Wirtschaftsfachschule nach dem Konzept der "Coolen Schule" (Cooperatives Offenes Lernen) unterrichtet. Der Begriff "Cooperatives Offenes Lernen" beschreibt eher sehr allgemein "neue" Formen des Lernens und Lehrens, die auf verschiedene reformpädagogische Ansätze Bezug nehmen und neben der "Erziehung" zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit (selbst-gesteuertes Lernen) vor allem die Entwicklung sozialer Kompetenz in den Vordergrund stellen.
Zweijährige Wirtschaftsfachschule
Die zweijährige Wirtschaftsfachschule vermittelt allgemein bildende und spezielle berufsbildende Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Soziales, Tourismus, Wirtschaft und Verwaltung. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Praxisorientierung. Diese wird durch die verpflichtende berufspraktische Woche sowie durch verschiedenste Projekte verstärkt. Das Kennen lernen anderer Kulturen soll zu Weltoffenheit und Toleranz führen. Auf diese Weise sollen die jungen Menschen auf ein demokratisches Denken und ein Leben in multikulturellen Gesellschaften vorbereitet werden. Durch die Anlehnung an die Marchtalpädagogik soll ein ruhiges und konfliktfreies Arbeitsklima geschaffen werden.
Schule für medizinische Verwaltung
In „St. Josef“ wurde mit Beginn des Schuljahres 2003/04 erstmalig in Österreich eine spezielle schulische Ausbildung für das Verwaltungspersonal in sozial - medizinischen Einrichtungen mit allgemein bildenden, rechtlich-kaufmännischen und medizinischen Schwerpunkten geschaffen. Besonderheiten dieser 2-jährigen Ausbildung sind Kroatisch als 2. lebende Fremdsprache, eine Übungsarztpraxis, die Vorbereitung auf die staatliche Ordinationsgehilfenprüfung, der Erwerb des ECDL, des europäischen Computerführerscheins und das Diplom „Medizinisch kaufmännische Assistentin“ nach einer positiven Abschlussprüfung und einem einmonatigem Praktikum.
Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW)
Mit Beginn des Schuljahres 2009/10 wurde das Bildungsangebot in St. Josef mit einer HLW mit dem Schwerpunkt "Welt der Medizin" erweitert. Die Klassen werden als Netbook-Klassen geführt. Zwei Klassenvorstände kümmern sich um die Organisation und die Betreuung der Schülerinnen.
Schulleitung
Der Direktor Mag. Alexander Schallhammer wird in der Administration von Prof. Mag.a[2] Ute Januschka-Markovitsch bei der Leitung der Schule unterstützt. Der Dienststellenausschuss setzt sich zusammen aus Prof. Mag.a Heidi Müller-Zotter, Dipl.Päd. Eva-Maria Lederer und Prof. Mag.a Bianca Kocher.
Schulträger
Schulerhalter ist der Verein der Schwestern vom Guten Hirten für Bildung und Erziehung.
Geschichte
Verleihung Fairness - Award durch Ministerin Elisabeth Gehrer
Verleihung Klimaschutz - Preis durch BM Dr. Pröll
Verleihung Sprachengütesiegel 2010 durch BM Dr. Claudia Schmied
- Am 27. März 1884 erfolgte die Grundsteinlegung zur Kirche in Nonntal und am 17. Juni 1886 die Einweihung der Kirche durch Fürsterzbischof Eder.
- Bis 1885 besuchten die schulpflichtigen Kinder die Schule im Benediktinenstift Nonnberg. Von 1885 bis 1908 wurde im Haus von den Schwestern Privatunterricht erteilt.
- Am 16. September 1908 wurde die Privat-Volksschule unter der Leitung einer Schwester eröffnet. Im Mai 1918 wurde der Schule das Öffentlichkeitsrecht verliehen. Im Laufe der Zeit stieg die Zahl der Kinder und Jugendlichen auf 100 bis 120. Die dem Pflichtschulalter Entwachsenen wurden durch Kurse und verschiedene praktische Arbeiten für alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten vorbereitet.
- Am 23. September 1935 wurde in St. Josef die erste Hauswirtschaftsschule gegründet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Schule geschlossen und im Kloster ein Lazarett eingerichtet.
- Am 1. Jänner 1947 erfolgte die Auflösung des Heimkehrerspitals und die Rückgabe des Hauses für die eigentliche Aufgabe - Wiedereröffnung der Hauswirtschaftsschule;
- 1999/2000: Prämierung der Kuh "Josefa" beim Salzburger Gestaltungswettbewerb "Kunst und Kuh".
- 2000/01 übernahm Prof. Mag.Reinhold Freinbichler von StR. Monika Graf die Leitung der Wirtschaftsfachschule. Sie wurde beim Pro-Tourismus-Award mit einem 1. Platz und zwei 2. Plätzen zur besten Salzburger Schule.
- 2001/02: Beginn des Schulversuches Zweijährige Wirtschaftsfachschule
- 2003/04: Eröffnung der Schule für medizinische Verwaltung; Gewinner des Tourismuswettbewerbes „Future Mountain“;
- 2004/05: Beginn des Schulversuches Einjährige Wirtschaftsfachschule Modell "St. Josef", Verleihung des Dekretes ENIS-Schule (european network of innovative schools), Anerkennungspreis Museum Online durch das BM:BWK.
- 2005/06: 1. und 3. Platz beim Fairness-Award des BM:BWK als innovativste Schule Österreichs, Verleihung des 1. Salzburger Kinderrechtspreises, Förderpreis der Europäischen Union für das EUREGIO-Projekt "Burgen und seine virtuelle Geschichte", Anerkennungspreis „european spring day“;
- 2006/07: Sieger des Klimaschutzpreises des Landes Salzburg, Überreichung des Dekretes „Klimabündnis Schule“, Preisträger des Wettbewerbes „Bridging the Generation Gap“ des BM:BWK, Preisträger des „Young Consumer Award“ des BMSK, Fotopreis beim Wettbewerb „Love Your Lungs“;
- 2007/08: Beginn des Unterrichtsmodells „COOL“ (Cooperatives Offenes Lernen) in der einjährigen Wirtschaftsfachschule, Preisträger beim 2. Salzburger Kinderrechtspreis, Auszeichnung "klima:aktiv" für Engagement im Klimaschutz, Preisträger beim "l@arnie award" für das EuRegio - Projekt "Burgen und seine virtuelle Geschichte", Sieger beim Kreativwettbewerb "Jugend interpretiert Kunst" der Salzburg Foundation, Preisträger des Umweltwettbewerbes des Landes Salzburg zum Thema "Lärm", Preisträger beim Kreativwettbewerb der Firma Nestle-Schöller für die Eiskreation "Eismusik"
- 2008/09: Sieger beim großen Salzburger Schulwettbewerb zum Thema "Ökologischer Fußabdruck";
- 2009/10: Eröffnung der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) mit dem Ausbildungsschwerpunkt "Medizinische Verwaltung"; Gewinner des 3. Salzburger Kinderrechtspreises; Direktor Freinbichler wird von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer der Berufstitel "Hofrat" verliehen; Hauptpreis des BMUKK - Kreativwettbewerbes „Projekt Europa“ mit dem Projekt "Europa in mir – und darüber hinaus“; Sieger im Salzburger Schulwettbewerb zum Thema „SchülerInnen machen Zukunft! was können wir heute für morgen tun?“ mit dem Projekt "Slow Down!";
- 2010/11: Verleihung des Europäischen Sprachengütesiegels 2010; Anerkennungspreis durch Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied für das Projekt "Interkulturalität und Mehrsprachigkeit"; Verleihung des Salzburger Löwen, des Volkskulturpreises der Salzburger Landesregierung; Preisträger der Salzburg Biennale 2011 „Live dabei“ für die Stummfilmvertonung des Charlie Chaplin Films „The Adventurer“; Preisträger des Salzburger Schulwettbewerb für umweltbewusstes Verhalten;
- 2011/12: Förderpreis für das Integrationsprojekt "Ich und die Anderen"; Förderpreis des BMUKK für den "Klassenraum der Zukunft" im Rahmen der EU-Initiative ITEC; Verleihung des Zertifikates "COOL-Netzwerk-Partner"; St. Josef ist ÖKOLOG-Schule; Auszeichnung als "innovativste berufsbildende Schule Salzburgs" durch den Landesschulrat und die Wirtschaftskammer
- 2012/13: Mag. Alexander Schallhammer übernimmt von Hofrat Mag. Reinhold Freinbichler die Leitung der Schule; Verleihung des SPIN-Dekretes durch das Österreichische Sprachenkompetenzzentrum (ÖSZ) als Anerkennung für seine qualitätsgesicherte, innovative Arbeit im Sprachenbereich; Verleihung des "media_literacy_award" - des Medienpreises des Unterrichtsministeriums.
Weblinks
Quellen
- Chronik des Klosters St. Josef
- Schulchronik
- Homepage der Schule
Fußnoten
- ↑ www.lsr-sbg.gv.at
- ↑ Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.
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