Johann Stöckl (Bezirkshauptmann): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Johann Stöckl''' (* [[ | Regierungsrat '''Johann Stöckl''' (* [[23. Oktober]] [[1843]] in [[Böckstein]]; † [[23. Oktober]] [[1926]] ebenda)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/boeckstein/TFBII/?pg=11 Taufbuch der Pfarre Böckstein, Band II, S. 9.]</ref> war von [[1891]] bis [[1902]] [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See#Bezirkshauptmann|Bezirkshauptmann von Zell am See]]. | ||
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Hans Stöckl war | Hans Stöckl war der legitimierte Sohn der Schmiedemeisterstochter Theresia Schober (* 30. Jänner 1818 in St. Johann im Pongau]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/st-johann-im-pongau/TFBIX/?pg=40 Taufbuch der Pfarre St. Johann im Pongau, Band IX, S. 74.]</ref> und ihres Mannes, des Berghutmannes<ref>''Berghutmann'' ist der Vorarbeiter in einer Grube.</ref> Johann Stöckl (* 1. August 1824 in Böckstein)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/boeckstein/TFBI/?pg=23 Taufbuch der Pfarre Böckstein, Band I, S. 37.]</ref>. | ||
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Er | Er besuchte das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] und trat in den Salzburger Landesdienst. Dort war er von [[1874]] bis 1877 k.k. Regierungskonzipient im [[Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau|Pongau]], dann im [[Bezirkshauptmannschaft Tamsweg|Lungau]], wo er [[1878]] zum k.k. Regierungskommissär aufstieg. Von [[1879]] bis [[1891]] war er k.k. Regierungskommissär im [[Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Land|Flachgau]]. | ||
Seit [[1871]] war er Mitglied der [[Alpenverein Salzburg|Sektion Salzburg]] des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins und gehörte zu deren Pioniere, die der Öffentlichkeit die Welt der Alpen erschlossen. Er war langjähriger Schriftführer und von [[1883]] bis 1885 zweiter Präsident des [[Österreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischer Alpenvereins]]. Anschließend war er von [[1885]] bis 1891 Erster Vorstand der Sektion Salzburg und sorgte in dieser Funktion für die Erbauung des [[Zeppezauerhaus|Untersberghauses]] und die Höherlegung der [[Kürsingerhütte]]. | |||
Als er von [[1891]] bis 1902 [[Bezirkshauptmann]] von [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See|Zell am See]] war, kümmerte er sich um die Erschließung der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und regte die Errichtung der [[Schwarzenberghütte|Mainzer Hütte]] und der [[Gleiwitzer Hütte]] an. | |||
[[1902]] kehrte er als Landesregierungsrat bis zu seiner Pensionierung nach Salzburg zurück. | |||
Viele Jahre war er Mitglied des Weg- und Hüttenbau-Ausschusses des Alpenvereins, dann Obmann der Kommission, die einen ''Führertarif'' für das ganze Gebiet der Hohen Tauern ausarbeitete. | |||
Nach seiner Pensionierung zog er sich an seinen Geburtsort Böckstein zurück, wo er sein Gut bewirtschaftete und das ''Café Sonnblick'' führte. | |||
Seit [[1917]] war er verheiratet mit Louise, geborene Aigner.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/boeckstein/STBIII/?pg=69 Sterbebuch der Pfarre Böckstein, Band III, S. 131.]</ref> | |||
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Auch die Gemeinden [[Ehrenbürger der Gemeinde Dienten am Hochkönig|Dienten]], [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Embach|Embach]], [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Eschenau|Eschenau]], [[Ehrenbürger der Gemeinde St. Gilgen|St. Gilgen]], [[Ehrenbürger der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] und [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Thumersbach|Thumersbach]] würdigten seine Verdienste mit ihrer [[Ehrenbürger]]schaft.<ref>Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amtskalender für das Schaltjahr 1904. 32. Jg. Salzburg (Mayr) 1904.</ref> | Auch die Gemeinden [[Ehrenbürger der Gemeinde Dienten am Hochkönig|Dienten]], [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Embach|Embach]], [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Eschenau|Eschenau]], [[Ehrenbürger der Gemeinde St. Gilgen|St. Gilgen]], [[Ehrenbürger der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] und [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Thumersbach|Thumersbach]] würdigten seine Verdienste mit ihrer [[Ehrenbürger]]schaft.<ref>Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amtskalender für das Schaltjahr 1904. 32. Jg. Salzburg (Mayr) 1904.</ref> | ||
==Quellen== | Hans Stöckl war Besitzer des Ehrenzeichens des [[Österreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischer Alpenvereins]] für 50-jährige Mitgliedschaft und wurde von mehreren Sektionen des Alpenvereins zum Ehrenmitglied ernannt. Der ''Stöcklkamin'' am [[Hoher Tenn|Hohen Tenn]] wurde [[1903]] nach ihm benannt. | ||
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* Artikel „[[Bezirkshauptmannschaft Zell am See#Bezirkshauptmann|Bezirkshauptmannschaft Zell am See]]“ | * Artikel „[[Bezirkshauptmannschaft Zell am See#Bezirkshauptmann|Bezirkshauptmannschaft Zell am See]]“ | ||
* | * [http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=11520 DÖAV Mitteilungen Nr. 11, 1891, S. 147.] | ||
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Version vom 9. Januar 2021, 06:03 Uhr
Regierungsrat Johann Stöckl (* 23. Oktober 1843 in Böckstein; † 23. Oktober 1926 ebenda)[1] war von 1891 bis 1902 Bezirkshauptmann von Zell am See.
Leben
Hans Stöckl war der legitimierte Sohn der Schmiedemeisterstochter Theresia Schober (* 30. Jänner 1818 in St. Johann im Pongau]])[2] und ihres Mannes, des Berghutmannes[3] Johann Stöckl (* 1. August 1824 in Böckstein)[4].
Er besuchte das Borromäum und trat in den Salzburger Landesdienst. Dort war er von 1874 bis 1877 k.k. Regierungskonzipient im Pongau, dann im Lungau, wo er 1878 zum k.k. Regierungskommissär aufstieg. Von 1879 bis 1891 war er k.k. Regierungskommissär im Flachgau.
Seit 1871 war er Mitglied der Sektion Salzburg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins und gehörte zu deren Pioniere, die der Öffentlichkeit die Welt der Alpen erschlossen. Er war langjähriger Schriftführer und von 1883 bis 1885 zweiter Präsident des Deutschen und Österreichischer Alpenvereins. Anschließend war er von 1885 bis 1891 Erster Vorstand der Sektion Salzburg und sorgte in dieser Funktion für die Erbauung des Untersberghauses und die Höherlegung der Kürsingerhütte.
Als er von 1891 bis 1902 Bezirkshauptmann von Zell am See war, kümmerte er sich um die Erschließung der Hohen Tauern und regte die Errichtung der Mainzer Hütte und der Gleiwitzer Hütte an.
1902 kehrte er als Landesregierungsrat bis zu seiner Pensionierung nach Salzburg zurück.
Viele Jahre war er Mitglied des Weg- und Hüttenbau-Ausschusses des Alpenvereins, dann Obmann der Kommission, die einen Führertarif für das ganze Gebiet der Hohen Tauern ausarbeitete.
Nach seiner Pensionierung zog er sich an seinen Geburtsort Böckstein zurück, wo er sein Gut bewirtschaftete und das Café Sonnblick führte.
Seit 1917 war er verheiratet mit Louise, geborene Aigner.[5]
Ehrungen
In Anerkennung seiner Verdienste bei Hochwasserkatastrophen und Schulbau verlieh ihm die Gemeinde Saalbach am 11. April 1898 ihre Ehrenbürgerschaft.[6]
Auch die Gemeinden Dienten, Embach, Eschenau, St. Gilgen, Saalfelden und Thumersbach würdigten seine Verdienste mit ihrer Ehrenbürgerschaft.[7]
Hans Stöckl war Besitzer des Ehrenzeichens des Deutschen und Österreichischer Alpenvereins für 50-jährige Mitgliedschaft und wurde von mehreren Sektionen des Alpenvereins zum Ehrenmitglied ernannt. Der Stöcklkamin am Hohen Tenn wurde 1903 nach ihm benannt.
Quellen
- Salzburger Amtskalender
- Artikel „Bezirkshauptmannschaft Zell am See“
- DÖAV Mitteilungen Nr. 11, 1891, S. 147.
Einzelverweise
- ↑ Taufbuch der Pfarre Böckstein, Band II, S. 9.
- ↑ Taufbuch der Pfarre St. Johann im Pongau, Band IX, S. 74.
- ↑ Berghutmann ist der Vorarbeiter in einer Grube.
- ↑ Taufbuch der Pfarre Böckstein, Band I, S. 37.
- ↑ Sterbebuch der Pfarre Böckstein, Band III, S. 131.
- ↑ Weitlaner, Siegfried: Heimatbuch Saalbach-Hinterglemm. Vom armen Bergbauerndorf zum internationalen Fremdenverkehrsort. Gemeinde Saalbach-Hinterglemm 1987, S. 421.
- ↑ Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amtskalender für das Schaltjahr 1904. 32. Jg. Salzburg (Mayr) 1904.
| Vorgänger |
Bezirkshauptmann von Zell am See 1891–1902 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
1. Vorstand der Sektion Salzburg des DÖAV 1885–1891 |
Nachfolger |
- Person
- Person (Geschichte)
- Person (Politik)
- Beamter
- Bezirkshauptmann
- Ehrenbürger
- Ehrenbürger der Gemeinde Dienten am Hochkönig
- Ehrenbürger der Gemeinde Embach
- Ehrenbürger der Gemeinde Eschenau
- Ehrenbürger der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm
- Ehrenbürger der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer
- Ehrenbürger der Gemeinde St. Gilgen
- Ehrenbürger der Gemeinde Thumersbach
- Alpinismus
- Person (Alpinismus)
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- Zell am See
- Geboren 1843
- Gestorben 1926