Salzburger Druck- und Verlagshaus Kiesel: Unterschied zwischen den Versionen

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==Geschichte==
==Geschichte==
Nach Keyls Tod [[1869]] führte Kiesel zuerst die Geschäfte weiter und kaufte dann am [[5. April]] [[1870]] die Druckerei. Ende des Jahres erscheint dann die erste Probenummer des [[Salzburger Volksblatt]]es, das ab [[1871]] dann vorerst dreimal wöchentlich erscheint. [[1872]] verkauft Kiesel Zeitung und Blatt an ein Konsortium unter der Führung von [[Gustav Trauner]], aber zwei Jahre später holt er sie wieder in seinen Besitz zurück.
=== Die Anfänge ===
Nach Keyls Tod [[1869]] führte Kiesel zuerst die Geschäfte weiter und kaufte dann am [[5. April]] [[1870]] die Druckerei. Ende des Jahres erscheint dann die erste Probenummer des [[Salzburger Volksblatt]]es, das ab [[1871]] dann vorerst dreimal wöchentlich erscheint. [[1872]] verkaufte Kiesel Zeitung und Blatt an ein Konsortium unter der Führung von [[Gustav Trauner]], aber zwei Jahre später holte er sie wieder in seinen Besitz zurück.


[[1893]] bekommt die Redaktion des Volksblatts den ersten Telefonanschluss Salzburgs. Es dauert fast zwanzig Jahre, bis das Volksblatt für seinen Eigentümer endlich einen Gewinn abwirft. Als Reinhold Kiesel am [[2. November]] [[1897]] stirbt, übernimmt seine Witwe [[Marie Kiesel|Marie]] das Unternehmen. [[1904]] wird die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.
=== Erster Telefonanschluss Salzburgs ===
[[1893]] bekam die Redaktion des Volksblatts den ersten Telefonanschluss Salzburgs. Es dauerte fast zwanzig Jahre, bis das Volksblatt für seinen Eigentümer endlich einen Gewinn abwarf. Als Reinhold Kiesel am [[2. November]] [[1897]] starb, übernahm seine Witwe [[Marie Kiesel|Marie]] das Unternehmen.  


Am [[2. Juli]] [[1909]] gehen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne [[Hans Glaser der Ältere|Hans Glaser]], [[Engelbert Buchroithner]] und [[Josef Rutzinger]] über.
[[1904]] wurde die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.
 
Am [[2. Juli]] [[1909]] gingen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne [[Hans Glaser der Ältere|Hans Glaser]], [[Engelbert Buchroithner]] und [[Josef Rutzinger]] über.


Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kaufte das Unternehmen die ''Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei'' in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach [[Tirol]], Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kaufte das Unternehmen die ''Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei'' in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach [[Tirol]], Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.


Am [[25. November]] [[1924]] übersiedelte die Druckerei vom [[Waagplatz]] in der [[Altstadt]] in das von [[Wunibald Deininger]] geplante [[Kieselgebäude]] an der [[Rainerstraße]]. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die ''Oberösterreichische Tageszeitung'' wurde hier gedruckt. Im August [[1929]] wurde der [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] gegründet und [[Kurt Walter]] als Generaldirektor eingesetzt.
Am [[25. November]] [[1924]] übersiedelte die Druckerei vom [[Waagplatz]] in der [[Altstadt]] in das von [[Wunibald Deininger]] geplante [[Kieselgebäude]] an der [[Rainerstraße]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]]. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die ''Oberösterreichische Tageszeitung'' wurde hier gedruckt. Im August [[1929]] wurde der [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] gegründet und [[Kurt Walter]] als Generaldirektor eingesetzt.


Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde zwar keine Tageszeitung mehr hergestellt, das Verlagshaus blieb aber sowohl unter den Nationalsozialisten wie auch später unter den Amerikanern immer in Besitz der Familie Glaser. Ab [[1945]] wurden dann das [[Demokratisches Volksblatt|Demokratische Volksblatt]] ([[SPÖ]]), das [[Salzburger Tagblatt (KPÖ)]], kurz die [[Österreichische Allgemeine Zeitung]] und ab [[1950]] auch wieder das Volksblatt gedruckt.
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde zwar keine Tageszeitung mehr gedruckt, das Verlagshaus blieb aber sowohl unter den [[Nationalsozialisten]] wie auch später unter den Amerikanern immer in Besitz der Familie [[Glaser]]. Ab [[1945]] wurden dann das [[Demokratisches Volksblatt|Demokratische Volksblatt]] ([[SPÖ]]), das [[Salzburger Tagblatt (KPÖ)]], kurz die [[Österreichische Allgemeine Zeitung]] und ab [[1950]] auch wieder das Volksblatt gedruckt.


In den [[1970er]]-Jahren begann der rasante Abstieg des Unternehmens. Im Juni [[1976]] übernahm die [[Salzburger Beteiligungsgesellschaft]] (SABEG) die Mehrheitsanteile, kurz darauf auch den Rest. [[Gerd Bacher]] wurde als Generaldirektor eingesetzt, ihm folgte nach seinem Wechsel zum [[ORF]] [[1978]] [[Manfred Holztrattner]] nach.
In den [[1970er]]-Jahren begann der rasante Abstieg des Unternehmens. Im Juni [[1976]] übernahm die [[Salzburger Beteiligungsges.m.b.H.]] (SABEG) die Mehrheitsanteile, kurz darauf auch den Rest. [[Gerd Bacher]] wurde als Generaldirektor eingesetzt, ihm folgte nach seinem Wechsel zum [[ORF]] [[1978]] [[Manfred Holztrattner]] nach.


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Um [[1980]] endet die Geschichte des Verlagshauses und das Gebäude wurde zu einem Büro- und Einkaufszentrum umgebaut.


==Zeitungen==
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== Bücher ==
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* [[Salzburger Amts-Kalender]]
* [[Salzburger Amts-Kalender]]
==Literatur==
* [[Ursula Kramml|Kramml, Ursula]]: [http://www.wienbibliothek.at/dokumente/kramml_ursula.pdf ''Salzburger Verlagsgeschichte von 1945 bis 1959'']. Diplomarbeit, Salzburg 2002. Insb. S. 126 ff.


==Quelle==
==Quelle==
*[[Waltraud Jakob|Jakob, Waltraud]]: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, [[Landespressebüro]] 1979
*[[Waltraud Jakob|Jakob, Waltraud]]: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, [[Landespressebüro]] 1979
==Literatur==


* [[Ursula Kramml|Kramml, Ursula]]: [http://www.wienbibliothek.at/dokumente/kramml_ursula.pdf ''Salzburger Verlagsgeschichte von 1945 bis 1959'']. Diplomarbeit, Salzburg 2002. Insb. S. 126 ff.
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]]
[[Kategorie:Unternehmen]]
[[Kategorie:Unternehmen]]
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]
[[Kategorie:Unternehmen (Geschichte)]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Elisabeth-Vorstadt]]
[[Kategorie:Druckerei]]
[[Kategorie:Druckerei]]

Version vom 27. März 2019, 11:37 Uhr

Das Salzburger Verlagshaus Kiesel war die vierte Druckerei, die in der Stadt Salzburg gegründet wurde, als sich 1865 Anton Pustets Teilhaber Friedrich Keyl selbständig machte und Reinhold Kiesel mit in die neue Druckerei nahm.

Geschichte

Die Anfänge

Nach Keyls Tod 1869 führte Kiesel zuerst die Geschäfte weiter und kaufte dann am 5. April 1870 die Druckerei. Ende des Jahres erscheint dann die erste Probenummer des Salzburger Volksblattes, das ab 1871 dann vorerst dreimal wöchentlich erscheint. 1872 verkaufte Kiesel Zeitung und Blatt an ein Konsortium unter der Führung von Gustav Trauner, aber zwei Jahre später holte er sie wieder in seinen Besitz zurück.

Erster Telefonanschluss Salzburgs

1893 bekam die Redaktion des Volksblatts den ersten Telefonanschluss Salzburgs. Es dauerte fast zwanzig Jahre, bis das Volksblatt für seinen Eigentümer endlich einen Gewinn abwarf. Als Reinhold Kiesel am 2. November 1897 starb, übernahm seine Witwe Marie das Unternehmen.

1904 wurde die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.

Am 2. Juli 1909 gingen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne Hans Glaser, Engelbert Buchroithner und Josef Rutzinger über.

Nach dem Ersten Weltkrieg kaufte das Unternehmen die Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach Tirol, Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.

Am 25. November 1924 übersiedelte die Druckerei vom Waagplatz in der Altstadt in das von Wunibald Deininger geplante Kieselgebäude an der Rainerstraße in der Elisabeth-Vorstadt. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die Oberösterreichische Tageszeitung wurde hier gedruckt. Im August 1929 wurde der Verlag "Das Bergland-Buch" gegründet und Kurt Walter als Generaldirektor eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges wurde zwar keine Tageszeitung mehr gedruckt, das Verlagshaus blieb aber sowohl unter den Nationalsozialisten wie auch später unter den Amerikanern immer in Besitz der Familie Glaser. Ab 1945 wurden dann das Demokratische Volksblatt (SPÖ), das Salzburger Tagblatt (KPÖ), kurz die Österreichische Allgemeine Zeitung und ab 1950 auch wieder das Volksblatt gedruckt.

In den 1970er-Jahren begann der rasante Abstieg des Unternehmens. Im Juni 1976 übernahm die Salzburger Beteiligungsges.m.b.H. (SABEG) die Mehrheitsanteile, kurz darauf auch den Rest. Gerd Bacher wurde als Generaldirektor eingesetzt, ihm folgte nach seinem Wechsel zum ORF 1978 Manfred Holztrattner nach.

Um 1980 endet die Geschichte des Verlagshauses und das Gebäude wurde zu einem Büro- und Einkaufszentrum umgebaut.

Zeitungen

Folgende Salzburger Tageszeitungen wurden zumindest zeitweise im Salzburger Verlagshaus Kiesel hergestellt:

Magazine

Bücher

Literatur

Quelle