Salzburger Festspiele 1951: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | * [[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]], Seite 361 | ||
Aktuelle Version vom 21. Juli 2025, 17:30 Uhr
Die 30. Salzburger Festspiele 1951 waren die siebten Salzburger Festspiele nach Ende des Zweiten Weltkriegs und fanden vom 27. Juli bis 31. August 1951 statt.
Über die Festspiele
Die Eröffnungsaufführung, Mozarts "Idomeneo", dirigierte Georg Solti. In Zusammenarbeit mit Oscar Fritz Schuh und Caspar Neher wagte Karl Böhm die Aufführung "Wozzeck" von Alban Berg. Wilhelm Furtwängler dirigierte Mozarts "Zauberflöte" und Giuseppe Verdis "Othello". Natürlich wurde der "Jedermann" und als weiteres Schauspiel "Wie es euch gefällt" von William Shakespeare im Salzburger Landestheater und Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug² aufgeführt. Der norwegische Kirchenknabenchor "Olavsguttene" und der Straßburger Domchor traten in Chorkonzerten auf.
Festspielskandal
Der Schriftsteller Bertolt Brecht war entgegen seiner Zusagen für die Salzburger Festspiele tätig zu werden, wenn seiner Frau und ihm die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen wird (April 1950), 1951 in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) übersiedelt. Sein unvollendetes Festspielstück Totentanz löste einen Skandal aus, in dessen Sog Gottfried von Einem am 31. Oktober 1951 aus dem Festspieldirektorium ausgeschlossen wurde. Wegen seines Eintretens für die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den marxistisch gesinnten Dramatiker Bert Brecht wurde der Komponist Gottfried von Einem nach kurzer heftiger Debatte mit Landeshauptmann Josef Klaus (ÖVP) während der Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele aus dem Direktorium ausgeschlossen. Von Einem bezeichnet dies als "inquisitorisches Vorgehen".
Quellen
- Kaut, Josef: Festspiele in Salzburg, Residenz Verlag Salzburg, 1965
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