Franz Zeller (Kaufmann): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Franz Zeller''' war im [[19. Jahrhundert]] der Name eines Salzburger Kaufmanns (allenfalls: zweier Salzburger Kaufleute).
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Franz Zeller übernahm [[1837]] durch Heirat die [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik]] und etablierte sie als eines der bedeutensten Warenhäuser der Stadt Salzburg, das von seinem Sohn [[Ludwig Zeller]] weitergeführt wurde.
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== Leben ==
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=== Unternehmerische Tätigkeit===
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Sohn des Kaufmanns Joseph [[Zeller (Familie)|Zeller]], trat Franz Zeller [[1826]] als Lehrling in das väterliche Geschäft ein. Von [[1832]] bis [[1837]] arbeitete er in [[Wien]], Reichenberg (tschechisch ''Liberec'', [[Böhmen]]) und Troppau (tschechisch ''Opava'', [[Schlesien]]).
  
Franz Zeller erwarb [[1861]] die alte [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|Andräkirche]] und gründete in der [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Linzer Gasse 1]] das [[Café Zeller]].
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Er kehrte am [[19. Juli]] [[1837]] nach Salzburg zurück, trat in die im Besitz der Familie [[Bolland]] stehende Firma [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik|Andre Hofer]] ein, heiratete am [[14. August]] 1837 die Tochter des Hauses, Marie Bolland (* [[1812]]; † [[1873]]), und übernahm das Geschäft.
  
Franz Zeller war 1861/[[1862]] und [[1865]]/[[1866]] Präsident der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Handelskammer]].
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In der Folge etablierte er die Firma Andre-Hofer als eines der bedeutendsten Warenhäuser der Stadt Salzburg.
  
==Quellen==
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Franz Zeller erwarb [[1858]] das sogenannte Bolland-Haus an der Ecke [[Dreifaltigkeitsgasse]]-[[Platzl]], [[1861]] die alte [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|Andräkirche]], an deren Stelle er ein Wohnhaus ([[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Linzer Gasse 1]]) erbaute. Dieses beherbergte zunächst auch das Detailgeschäft des Unternehmens, das er vom Großhandel getrennt hatte.
* Salzburgwiki-Artikel [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik]] und [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Linzer Gasse 1]]
 
==Siehe auch==
 
* Salzburgwiki-Artikel [[Zeller]]
 
  
[[Kategorie:Person|Zeller, Franz]]
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[[1864]] kaufte er das Haus [[Platzl 1]] (damals [[Gasthaus Zum Roten Ochsen]]), in das er nun den Detailhandel verlegte, während in der Linzer Gasse 1 das [[Café Zeller]] entstehen konnte.
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Zeller, Franz]]
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[[Kategorie:Geschichte (Person)|Zeller, Franz]]
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Zudem ließ er in der neu entstandenen [[Faberstraße]] ein großes Warenhaus und in [[Parsch]] anstelle des abgebrannten [[Weichselbaumhof]]es eine neue Feigenkaffee- und Schokoladenfabrik, [[1873]] eine Feigenkaffeefabrik in [[Freilassing]] errichten, alles im Rahmen der Firma Andre Hofer.
[[Kategorie:Wirtschaftstreibender|Zeller, Franz]]
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[[Kategorie:Kaufmann|Zeller, Franz]]
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Diese führte er bis zu seinem 70. Lebensjahr. [[1881]] zog er sich ins Privatleben zurück. Das Geschäft übernahm sein Sohn [[Ludwig Zeller (Unternehmer)|Ludwig]].
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=== Öffentliches Wirken ===
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Franz Zeller war
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* von [[1848]] bis [[1858]] Mitglied der [[Salzburger Gemeinderat|Salzburger Gemeindevertretung]], von September 1848 bis Jänner [[1849]] Vizebürgermeister;
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* von [[1851]] bis [[1867]] Handelskammerrat, 1861–[[1862]] und [[1865]]–[[1866]] Präsident der Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg;
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* von 1861 an Abgeordneter (der Handelskammer) zum [[Salzburger Landtag]] sowie Mitglied des [[Landesausschuss]]es.
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Er war Förderer und Gründer der ''[[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]]- und [[Salzburger Badeanstalt Aktiengesellschaft|Bade-Anstalt]]-Aktien-Gesellschaft''; der Bau dieses Etablissements war zum Großteil sein Werk. Er setzte sich für den Bau der [[Fürstenbrunner Wasserleitung]] ein.
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Er war Mitbegründer des [[Salzburger Stadtverein|Verschönerungsverein]]s, in dessen Rahmen er sich besonders um die Gestaltung des [[Mönchsberg]]s kümmerte. Unter seiner Leitung entstanden das [[Bürgermeisterloch]], die [[König-Ludwig-Fernsicht]] und die verbreiterte Fahrstraße auf den Berg und ein Netz von Spazierwegen. Die [[Karolinenhöhe]] und der [[Bürgerwehr|Bürgerwehrsöller]] wurden neu ausgestaltet.
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== Familie ==
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Aus seiner Ehe mit Marie geborene Bolland, gingen die Kinder
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** [[Friedrich Zeller (Kaufmann)|Friedrich Zeller]] * [[1. Mai]] [[1838]]; † [[1862]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB7/?pg=88 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VII, S. 77.]</ref>,
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** Rosa (* [[11. Mai]] [[1839]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB7/?pg=116 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VII, S. 104.]</ref>; † [[1917]]), verheiratete Stiebitz,
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** Marie (* [[27. Oktober]] [[1840]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB7/?pg=175 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VII, S. 159.]</ref>; † [[1933]]), verheiratete [[Wahl]]
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** [[Ludwig Zeller (Unternehmer)|Ludwig Zeller]] (* [[27. Mai]] [[1844]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB8/?pg=27 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VIII, S. 25.]</ref>; † [[1933]]) und
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** [[Emma Schumacher|Emma]] (* [[28. Oktober]] [[1848]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB8/?pg=157 Taufbuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VIII, S. 153.]</ref>, verheiratete [[Albert Schumacher|Schumacher]]
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hervor.
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== Literatur ==
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* [[Gunda Barth-Scalmani|Gunda Barth]]: ''Annäherung an die Biographie eines Salzburger Handelsmannes und Unternehmers. Franz Zeller (1812–1891)''. In: [[Salzburg Archiv]] 1 (1986), S.&nbsp;105–117.
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== Quellen ==
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* Nekrolog in [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 31, 1891, S. 416-419.
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* SALZBURGWIKI-Artikel [[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik]], [[Linzer Gasse 1 (Denkstein-Haus)|Linzer Gasse 1]]
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* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19160919&query=%22K%c3%b6nig-Ludwig-Fernsicht%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 19. September 1916, Seite 3
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== Einzelverweise ==
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[[Kategorie:Person]]
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[[Kategorie:Person (Politik)]]
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[[Kategorie:Land Salzburg]]
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[[Kategorie:Landtag]]
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[[Kategorie:Landtagsabgeordneter]]
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
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[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Geboren 1812]]
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[[Kategorie:Gestorben 1891]]

Aktuelle Version vom 27. Dezember 2025, 11:33 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel informiert über den Kaufmann Franz Zeller. Über den Wissenschaftsjournalist und Autor informiert der Artikel Franz Zeller (Autor).

Franz Seraph Paul Zeller (* 29. Juni 1812 in Salzburg-Riedenburg[1]; † 2. März 1891) war Kaufmann, Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, Landtagsabgeordneter und Präsident der Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg.

Leben

Unternehmerische Tätigkeit

Sohn des Kaufmanns Joseph Zeller, trat Franz Zeller 1826 als Lehrling in das väterliche Geschäft ein. Von 1832 bis 1837 arbeitete er in Wien, Reichenberg (tschechisch Liberec, Böhmen) und Troppau (tschechisch Opava, Schlesien).

Er kehrte am 19. Juli 1837 nach Salzburg zurück, trat in die im Besitz der Familie Bolland stehende Firma Andre Hofer ein, heiratete am 14. August 1837 die Tochter des Hauses, Marie Bolland (* 1812; † 1873), und übernahm das Geschäft.

In der Folge etablierte er die Firma Andre-Hofer als eines der bedeutendsten Warenhäuser der Stadt Salzburg.

Franz Zeller erwarb 1858 das sogenannte Bolland-Haus an der Ecke Dreifaltigkeitsgasse-Platzl, 1861 die alte Andräkirche, an deren Stelle er ein Wohnhaus (Linzer Gasse 1) erbaute. Dieses beherbergte zunächst auch das Detailgeschäft des Unternehmens, das er vom Großhandel getrennt hatte.

1864 kaufte er das Haus Platzl 1 (damals Gasthaus Zum Roten Ochsen), in das er nun den Detailhandel verlegte, während in der Linzer Gasse 1 das Café Zeller entstehen konnte.

Zudem ließ er in der neu entstandenen Faberstraße ein großes Warenhaus und in Parsch anstelle des abgebrannten Weichselbaumhofes eine neue Feigenkaffee- und Schokoladenfabrik, 1873 eine Feigenkaffeefabrik in Freilassing errichten, alles im Rahmen der Firma Andre Hofer.

Diese führte er bis zu seinem 70. Lebensjahr. 1881 zog er sich ins Privatleben zurück. Das Geschäft übernahm sein Sohn Ludwig.

Öffentliches Wirken

Franz Zeller war

Er war Förderer und Gründer der Kurhaus- und Bade-Anstalt-Aktien-Gesellschaft; der Bau dieses Etablissements war zum Großteil sein Werk. Er setzte sich für den Bau der Fürstenbrunner Wasserleitung ein.

Er war Mitbegründer des Verschönerungsvereins, in dessen Rahmen er sich besonders um die Gestaltung des Mönchsbergs kümmerte. Unter seiner Leitung entstanden das Bürgermeisterloch, die König-Ludwig-Fernsicht und die verbreiterte Fahrstraße auf den Berg und ein Netz von Spazierwegen. Die Karolinenhöhe und der Bürgerwehrsöller wurden neu ausgestaltet.

Familie

Aus seiner Ehe mit Marie geborene Bolland, gingen die Kinder

hervor.

Literatur

  • Gunda Barth: Annäherung an die Biographie eines Salzburger Handelsmannes und Unternehmers. Franz Zeller (1812–1891). In: Salzburg Archiv 1 (1986), S. 105–117.

Quellen

Einzelverweise