Salzburger Druck- und Verlagshaus Kiesel: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
K Textersetzung - „Jakob, Waltraud“ durch „Jakob, Waltraud“
 
(9 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Salzburger Volksblatt Reinhold Kiesel.jpg|thumb|Titelseite der Ausgabe "50 Jahre Salzburger Volksblatt vom [[31. Jänner]] [[1920]] mit einem Bild von [[Reinhold Kiesel]].]]
Das '''Salzburger Verlagshaus Kiesel''' war die vierte Druckerei, die in der [[Stadt Salzburg]] gegründet wurde, als sich [[1865]] [[Anton Pustet]]s Teilhaber [[Friedrich Keyl]] selbständig machte und [[Reinhold Kiesel]] mit in die [[Keyl'sche Buchdruckerei|neue Druckerei]] nahm.  
Das '''Salzburger Verlagshaus Kiesel''' war die vierte Druckerei, die in der [[Stadt Salzburg]] gegründet wurde, als sich [[1865]] [[Anton Pustet]]s Teilhaber [[Friedrich Keyl]] selbständig machte und [[Reinhold Kiesel]] mit in die [[Keyl'sche Buchdruckerei|neue Druckerei]] nahm.  


Zeile 10: Zeile 11:
[[1904]] wurde die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.
[[1904]] wurde die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.


Am [[2. Juli]] [[1909]] gingen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne [[Hans Glaser der Ältere|Hans Glaser]], [[Engelbert Buchroithner]] und [[Josef Rutzinger]] über.
Am [[2. Juli]] [[1909]] gingen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne [[Hans Glaser senior|Hans Glaser]], [[Engelbert Buchroithner]] und [[Josef Rutzinger]] über.


Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kaufte das Unternehmen die ''Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei'' in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach [[Tirol]], Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.
Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] kaufte das Unternehmen die ''Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei'' in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach [[Tirol]], Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.


Am [[25. November]] [[1924]] übersiedelte die Druckerei vom [[Waagplatz]] in der [[Altstadt]] in das von [[Wunibald Deininger]] geplante [[Kieselgebäude]] an der [[Rainerstraße]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]]. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die ''Oberösterreichische Tageszeitung'' wurde hier gedruckt. Im August [[1929]] wurde der [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] gegründet und [[Kurt Walter]] als Generaldirektor eingesetzt.
Am [[25. November]] [[1924]] übersiedelte die Druckerei vom [[Waagplatz]] in der [[Altstadt]] in das von [[Wunibald Deininger]] geplante [[Kieselgebäude]] an der [[Rainerstraße]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]]. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die ''Oberösterreichische Tageszeitung'' wurde hier gedruckt. Im August [[1929]] wurde der [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] gegründet und [[Kurt Walter senior]] als Generaldirektor eingesetzt.


=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===
Zeile 23: Zeile 24:
Um [[1980]] endet die Geschichte des Verlagshauses und das Gebäude wurde zu einem Büro- und Einkaufszentrum umgebaut.
Um [[1980]] endet die Geschichte des Verlagshauses und das Gebäude wurde zu einem Büro- und Einkaufszentrum umgebaut.


==Zeitungen==
== Zeitungen ==
Folgende Salzburger [[Tageszeitungen]] wurden zumindest zeitweise im Salzburger Verlagshaus Kiesel hergestellt:
Folgende Salzburger [[Tageszeitungen]] wurden zumindest zeitweise im Salzburger Verlagshaus Kiesel hergestellt:


Zeile 38: Zeile 39:
* [[Salzburger Amts-Kalender]]
* [[Salzburger Amts-Kalender]]


==Literatur==
== Literatur ==
* [[Ursula Kramml|Kramml, Ursula]]: [http://www.wienbibliothek.at/dokumente/kramml_ursula.pdf ''Salzburger Verlagsgeschichte von 1945 bis 1959'']. Diplomarbeit, Salzburg 2002. Insb. S. 126 ff.
* [[Ursula Kramml|Kramml, Ursula]]: [http://www.wienbibliothek.at/dokumente/kramml_ursula.pdf ''Salzburger Verlagsgeschichte von 1945 bis 1959'']. Diplomarbeit, Salzburg 2002. Insb. S. 126 ff.


==Quelle==
== Quellen ==
*[[Waltraud Jakob|Jakob, Waltraud]]: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, [[Landespressebüro]] 1979
* Jakob, Waltraud: ''[[Salzburger Zeitungsgeschichte (Publikation)|Salzburger Zeitungsgeschichte]]'', [[Schriftenreihe des Landespressebüros]], September 1979, Band Nr. 39
* Salzburger Volksblatt, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19200101&seite=1&zoom=33&query=%22hans%2Bglaser%22~10&ref=anno-search Ausgabe vom 1. Jänner 1920, Seiten 1–2: ''Fünfzig Jahre "Salzburger Volksblatt".''] (via [[ANNO]])


[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]

Aktuelle Version vom 20. November 2024, 11:21 Uhr

Titelseite der Ausgabe "50 Jahre Salzburger Volksblatt vom 31. Jänner 1920 mit einem Bild von Reinhold Kiesel.

Das Salzburger Verlagshaus Kiesel war die vierte Druckerei, die in der Stadt Salzburg gegründet wurde, als sich 1865 Anton Pustets Teilhaber Friedrich Keyl selbständig machte und Reinhold Kiesel mit in die neue Druckerei nahm.

Geschichte

Die Anfänge

Nach Keyls Tod 1869 führte Kiesel zuerst die Geschäfte weiter und kaufte dann am 5. April 1870 die Druckerei. Ende des Jahres erscheint dann die erste Probenummer des Salzburger Volksblattes, das ab 1871 dann vorerst dreimal wöchentlich erscheint. 1872 verkaufte Kiesel Zeitung und Blatt an ein Konsortium unter der Führung von Gustav Trauner, aber zwei Jahre später holte er sie wieder in seinen Besitz zurück.

Erster Telefonanschluss Salzburgs

1893 bekam die Redaktion des Volksblatts den ersten Telefonanschluss Salzburgs. Es dauerte fast zwanzig Jahre, bis das Volksblatt für seinen Eigentümer endlich einen Gewinn abwarf. Als Reinhold Kiesel am 2. November 1897 starb, übernahm seine Witwe Marie das Unternehmen.

1904 wurde die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.

Am 2. Juli 1909 gingen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne Hans Glaser, Engelbert Buchroithner und Josef Rutzinger über.

Nach dem Ersten Weltkrieg kaufte das Unternehmen die Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach Tirol, Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.

Am 25. November 1924 übersiedelte die Druckerei vom Waagplatz in der Altstadt in das von Wunibald Deininger geplante Kieselgebäude an der Rainerstraße in der Elisabeth-Vorstadt. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die Oberösterreichische Tageszeitung wurde hier gedruckt. Im August 1929 wurde der Verlag "Das Bergland-Buch" gegründet und Kurt Walter senior als Generaldirektor eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges wurde zwar keine Tageszeitung mehr gedruckt, das Verlagshaus blieb aber sowohl unter den Nationalsozialisten wie auch später unter den Amerikanern immer in Besitz der Familie Glaser. Ab 1945 wurden dann das Demokratische Volksblatt (SPÖ), das Salzburger Tagblatt (KPÖ), kurz die Österreichische Allgemeine Zeitung und ab 1950 auch wieder das Volksblatt gedruckt.

In den 1970er-Jahren begann der rasante Abstieg des Unternehmens. Im Juni 1976 übernahm die Salzburger Beteiligungsges.m.b.H. (SABEG) die Mehrheitsanteile, kurz darauf auch den Rest. Gerd Bacher wurde als Generaldirektor eingesetzt, ihm folgte nach seinem Wechsel zum ORF 1978 Manfred Holztrattner nach.

Um 1980 endet die Geschichte des Verlagshauses und das Gebäude wurde zu einem Büro- und Einkaufszentrum umgebaut.

Zeitungen

Folgende Salzburger Tageszeitungen wurden zumindest zeitweise im Salzburger Verlagshaus Kiesel hergestellt:

Magazine

Bücher

Literatur

Quellen