Salzburger Kirchenprovinz: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Linkfix)
K
Zeile 1: Zeile 1:
 
[[Datei:Kirchenprovinz Salzburg um 798.jpg|thumb|{{PAGENAME}} um 798]]
 
[[Datei:Kirchenprovinz Salzburg um 798.jpg|thumb|{{PAGENAME}} um 798]]
 
[[Datei:Bistumswappen.jpg|thumb|Die Wappen des Erzbistums Salzburg und seiner Suffraganbistümer Brixen, Regensburg, Freising und Passau]]
 
[[Datei:Bistumswappen.jpg|thumb|Die Wappen des Erzbistums Salzburg und seiner Suffraganbistümer Brixen, Regensburg, Freising und Passau]]
Die '''Salzburger Kirchenprovinz''' war und ist der kirchliche Jurisdiktionsbereich des [[Erzbischof]]s von Salzburg. Sie unterstand und untersteht nur dem [[Erzbischof]]<ref>Quelle Diskussion [[Benutzer:Karl Irresberger|Karl Irresberger]]</ref>.  
+
Die '''Salzburger Kirchenprovinz''' war und ist der kirchliche Jurisdiktionsbereich des [[Erzbischof]]s von Salzburg. Sie unterstand und untersteht nur dem Erzbischof.<ref>Quelle Diskussion [[Benutzer:Karl Irresberger|Karl Irresberger]]</ref>.  
  
 
== Welchen Sinn hatte ein Eigenbistum? ==  
 
== Welchen Sinn hatte ein Eigenbistum? ==  
Zeile 7: Zeile 7:
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Das Bistum [[Eigenbistum Gurk|Gurk]] in [[Kärnten]] war das erste Salzburger Eigenbistum und wurde von Erzbischof [[Gebhard]] im Jahr [[1072]] gegründet. Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]] – [[1246]]) folgte in seiner Amtszeit dem Beispiel Gebhards und gründete am [[Chiemsee]] ([[Bistum Chiemsee]]), in [[Seckau]] ([[Bistum Seckau]]) und in [[St. Andrä im Lavanttal]] ([[Bistum Lavant]]) drei weitere Salzburger Eigenbistümer. Auch in diesen Bistümern war der Salzburger Erzbischof eigenmächtig in der Einsetzung, in der Weihe und bei der Vergabe der geistlichen und weltlichen Hoheitsrechte.   
+
Das Bistum [[Bistum Gurk|Gurk]] in [[Kärnten]] war das erste Salzburger Eigenbistum und wurde von Erzbischof [[Gebhard]] im Jahr [[1072]] gegründet. Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg]] ([[1200]] – [[1246]]) folgte in seiner Amtszeit dem Beispiel Gebhards und gründete am [[Chiemsee]] ([[Bistum Chiemsee]]), in [[Seckau]] ([[Bistum Seckau]]) und in [[St. Andrä im Lavanttal]] ([[Bistum Lavant]]) drei weitere Salzburger Eigenbistümer. Auch in diesen Bistümern war der Salzburger Erzbischof eigenmächtig in der Einsetzung, in der Weihe und bei der Vergabe der geistlichen und weltlichen Hoheitsrechte.   
  
 
==Die Gebiete==
 
==Die Gebiete==
 +
:''siehe auch [[Kirchenprovinz Salzburg 1825 - 1918]]''
 +
:''siehe auch [[Kirchenprovinz Salzburg Anfang des 21. Jahrhunderts]]''
 +
 
Sie umfasste folgende Diözesen und Bistümer:
 
Sie umfasste folgende Diözesen und Bistümer:
 
* [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] seit [[Arn]]
 
* [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] seit [[Arn]]
Zeile 17: Zeile 20:
 
* [[Bistum Passau]], Bayern, von 798 bis [[1728]]: Als das Bistum Passau 1728 vom Papst aus dem Salzburger Metropolitanverband ausgegliedert und direkt dem Apostolischen Stuhl unterstellt wurde, gab es heftige Salzburger Proteste. Jedoch wurde diese Exemtion [[1730]] bestätigt. Trotzdem blieb aber die Erscheinungspflicht bei vom Salzburger [[Erzbischof]] einberufenen Provinzialsynoden aufrecht. Unter den Bischöfen war unter anderem auch ein Verwandter des Salzburger Erzbischofs [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], Leopold Ernst von Firmian ([[1763]] - [[1783]]). Auch das Haus [[Auersperg]] war mit einem Bischof vertreten, mit Joseph Franz Anton von Auersperg ([[1784]] - [[1795]]).
 
* [[Bistum Passau]], Bayern, von 798 bis [[1728]]: Als das Bistum Passau 1728 vom Papst aus dem Salzburger Metropolitanverband ausgegliedert und direkt dem Apostolischen Stuhl unterstellt wurde, gab es heftige Salzburger Proteste. Jedoch wurde diese Exemtion [[1730]] bestätigt. Trotzdem blieb aber die Erscheinungspflicht bei vom Salzburger [[Erzbischof]] einberufenen Provinzialsynoden aufrecht. Unter den Bischöfen war unter anderem auch ein Verwandter des Salzburger Erzbischofs [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]], Leopold Ernst von Firmian ([[1763]] - [[1783]]). Auch das Haus [[Auersperg]] war mit einem Bischof vertreten, mit Joseph Franz Anton von Auersperg ([[1784]] - [[1795]]).
 
* [[Bistum Brixen]], [[Südtirol]], von 798 bis [[1921]]
 
* [[Bistum Brixen]], [[Südtirol]], von 798 bis [[1921]]
* [[Gurk|Gurk-Klagenfurt]], seit [[1072]]: Sie wurde als Salzburger Eigenbistum Gurk gegründet, [[1786]] dann eigenständige Diözese und der Bischofssitz von Gurk nach Klagenfurt verlegt. Unter den Bischöfen finden sich Salzburger Erzbischöfe wie [[Matthäus Lang von Wellenburg]], [[Hieronymus Graf Colloredo|Hieronymus II. Graf von Colloredo]] ([[1762]] - [[1772]]) oder [[Andreas Rohracher]] (Weihbischof von [[1933]] bis [[1939]], Kapitelvikar von [[1939]] bis [[1943]]) oder Verwandte der Salzburger Erzbischöfe wie Sebastian Bartholomäus von [[Lodron]] ([[1630]] - [[1652]]);
+
* [[Bistum Gurk|Gurk-Klagenfurt]], seit [[1072]]: Sie wurde als Salzburger Eigenbistum Gurk gegründet, [[1786]] dann eigenständige Diözese und der Bischofssitz von Gurk nach Klagenfurt verlegt. Unter den Bischöfen finden sich Salzburger Erzbischöfe wie [[Matthäus Lang von Wellenburg]], [[Hieronymus Graf Colloredo|Hieronymus II. Graf von Colloredo]] ([[1762]] - [[1772]]) oder [[Andreas Rohracher]] (Weihbischof von [[1933]] bis [[1939]], Kapitelvikar von [[1939]] bis [[1943]]) oder Verwandte der Salzburger Erzbischöfe wie Sebastian Bartholomäus von [[Lodron]] ([[1630]] - [[1652]]);
 
* [[Bistum Chiemsee]] von [[1215]]/[[1216|16]] bis [[1817]]/[[1818|18]], unter den Bischöfen war [[Sigmund Christof Graf Zeil]], Apostolischer Administrator der Erzdiözese Salzburg in Ermangelung eines Erzbischofs;
 
* [[Bistum Chiemsee]] von [[1215]]/[[1216|16]] bis [[1817]]/[[1818|18]], unter den Bischöfen war [[Sigmund Christof Graf Zeil]], Apostolischer Administrator der Erzdiözese Salzburg in Ermangelung eines Erzbischofs;
* [[Bistum Seckau|Diözese Graz-Seckau]] seit [[1218]]: Das Salzburger Eigenbistum wurde [[1786]] eigenständige Diözese der Salzburger Kirchenprovinz mit Sitz in Graz und [[1963]] in Diözese Graz-Seckau umbenannt. Auch hier finden sich unter den Bischöfen Verwandte Salzburger Erzbischöfe wie Leopold III. Ernst Graf von Firmian ([[1729]] - [[1763]]).
+
* [[Diözese Graz-Seckau]] seit [[1218]]: Das Salzburger Eigenbistum wurde [[1786]] eigenständige Diözese der Salzburger Kirchenprovinz mit Sitz in Graz und [[1963]] in Diözese Graz-Seckau umbenannt. Auch hier finden sich unter den Bischöfen Verwandte Salzburger Erzbischöfe wie Leopold III. Ernst Graf von Firmian ([[1729]] - [[1763]]).
 
* [[Bistum Lavant]] von [[1228]] bis [[1924]]: Als Salzburger Eigenbistum mit Sitz in St. Andrä im Lavanttal gegründet, [[1786]] als selbständiges Bistum der Salzburger Kirchenprovinz und seit [[1859]] Bischofssitz in Marburg (Maribor, [[Slowenien]]).
 
* [[Bistum Lavant]] von [[1228]] bis [[1924]]: Als Salzburger Eigenbistum mit Sitz in St. Andrä im Lavanttal gegründet, [[1786]] als selbständiges Bistum der Salzburger Kirchenprovinz und seit [[1859]] Bischofssitz in Marburg (Maribor, [[Slowenien]]).
 
* [[Bistum Leoben]] von [[1786]] bis [[1859]]
 
* [[Bistum Leoben]] von [[1786]] bis [[1859]]

Version vom 4. Februar 2018, 21:08 Uhr

Salzburger Kirchenprovinz um 798
Die Wappen des Erzbistums Salzburg und seiner Suffraganbistümer Brixen, Regensburg, Freising und Passau

Die Salzburger Kirchenprovinz war und ist der kirchliche Jurisdiktionsbereich des Erzbischofs von Salzburg. Sie unterstand und untersteht nur dem Erzbischof.[1].

Welchen Sinn hatte ein Eigenbistum?

Das große kirchliche Hoheitsgebiet des Salzburger Erzbischofs ging über seinen weltlichen Herrschaftsbereich als Reichsfürst weit hinaus und lag auch innerhalb der Herrschaftsgebiete mehrerer anderer Landesfürsten in Bayern, in Österreich, in Kärnten und in der Steiermark. Nicht vorwiegend wegen seelsorglicher Gründe, sondern um etwaigen Bestrebungen der dortigen Landesfürsten entgegen zu treten, auf ihren Gebieten die Gründung eigener Landesbistümer zu erreichen, errichtete das Erzbistum Salzburg auf ihrem eigenem Diözesangebiet, so genannte "Eigenbistümer", deren Gründung natürlich vom Papst genehmigt werden musste.

Geschichte

Das Bistum Gurk in Kärnten war das erste Salzburger Eigenbistum und wurde von Erzbischof Gebhard im Jahr 1072 gegründet. Erzbischof Eberhard II. von Regensberg (12001246) folgte in seiner Amtszeit dem Beispiel Gebhards und gründete am Chiemsee (Bistum Chiemsee), in Seckau (Bistum Seckau) und in St. Andrä im Lavanttal (Bistum Lavant) drei weitere Salzburger Eigenbistümer. Auch in diesen Bistümern war der Salzburger Erzbischof eigenmächtig in der Einsetzung, in der Weihe und bei der Vergabe der geistlichen und weltlichen Hoheitsrechte.

Die Gebiete

siehe auch Kirchenprovinz Salzburg 1825 - 1918
siehe auch Kirchenprovinz Salzburg Anfang des 21. Jahrhunderts

Sie umfasste folgende Diözesen und Bistümer:

Suffraganbischöfe

Ein Suffraganbischof ist ein Bischof einer Diözese, der einem Metropoliten[2] unterstellt ist. Die vom Erzbischof geleitete Erzdiözese bildet zusammen mit den zugehörigen Suffraganbistümern eine Kirchenprovinz. Ein Suffraganbischof kann auch ein Erzbischof sein, dessen Erzdiözese einer anderen Erzdiözese unterstellt ist.

Die Salzburger Kirchenprovinz in der Gegenwart

Die Kirchenprovinz Salzburg ist eine von zweien in Österreich (die andere ist Wien), zu ihr gehören die

Quellen

Fußnote

  1. Quelle Diskussion Karl Irresberger
  2. siehe Wikipedia Metropolit