Salzburger Athletiksport-Klub 1914: Unterschied zwischen den Versionen

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Der ''Salzburger AK 1914'' ist der älteste Fußballverein der Stadt Salzburg. Gegründet wurde er am [[24. Juni]] [[1914]] im [[Gasthof Traube]] in der [[Linzer Gasse]]. Vereinsfarben waren ursprünglich rot und weiß. Bereits am [[4. Juni]] [[1914]] hatte die Mannschaft ihr erstes Spiel bestritten: Gegen den FC Traunstein aus [[Bayern]] gab es auf der [[Trabrennbahn]] in [[Elisabeth-Vorstadt|Froschheim]] eine 1:4-Niederlage. Der Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]s setzte dem Sport vorerst ein Ende.
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Der ''Salzburger AK 1914'' ist der älteste Fußballverein der Stadt Salzburg. Erstmals gegründet wurde er am [[24. Juni]] [[1914]] im [[Gasthof Traube]] in der [[Linzer Gasse]]. Die Vereinsfarben waren ursprünglich rot und weiß. Bereits am [[4. Juni]] [[1914]] hatte die Mannschaft ihr erstes Spiel bestritten. Gegen den FC Traunstein aus [[Bayern]] gab es auf der [[Trabrennbahn]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] eine 1:4-Niederlage. Der Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]s setzte dem Sport vorerst ein Ende.
  
 
===Erfolgreiche Zwischenkriegszeit===
 
===Erfolgreiche Zwischenkriegszeit===

Version vom 24. Juni 2008, 10:50 Uhr

SAK 1914
Sakwappen.jpg
Voller Name Salzburger
Athletiksportklub 1914
Spitzname(n) "Athletiker", Nonntaler
Gegründet 24. Juni 1914
Stadion SAK-Platz
Salzburg-Nonntal
Plätze/Mitglieder 2.000
Präsident/Obmann Josef Penco
Trainer Hannes Pfandl
Adresse Mühlbacherhofweg 7
5020 Salzburg
E-Mail {{{email}}}
Homepage {{{homepage}}}
Die SAK Sportanlage in Salzburg-Nonntal
Tribüne vom Platz aus gesehen
Tribüne

Der SAK 1914 ist ein Sportklub, der in der Stadt Salzburg (Stadtteil Nonntal) beheimatet ist und derzeit (2007) in der 1. Landesliga spielt.

Geschichte

Gründung

Der Salzburger AK 1914 ist der älteste Fußballverein der Stadt Salzburg. Erstmals gegründet wurde er am 24. Juni 1914 im Gasthof Traube in der Linzer Gasse. Die Vereinsfarben waren ursprünglich rot und weiß. Bereits am 4. Juni 1914 hatte die Mannschaft ihr erstes Spiel bestritten. Gegen den FC Traunstein aus Bayern gab es auf der Trabrennbahn in der Elisabeth-Vorstadt eine 1:4-Niederlage. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs setzte dem Sport vorerst ein Ende.

Erfolgreiche Zwischenkriegszeit

Eine "goldene Ära" begann für den SAK 1914 nach dem Krieg. Im Land war der Verein nahezu konkurrenzlos, in den westlichen Bundesländern über viele Jahre dominierend. 1921 bezog der Klub seine Heimstätte auf den Berchtholdgründen (benannt nach dem ehemaligen Außenminister Graf von Berchthold) im Nonntal. Durch den Fehler eines Dressenlieferanten, der gelbe Leibchen mit blauen Krägen lieferte, wurden die Vereinsfarben auf gelb-blau geändert.

In einer gemeinsamen Liga mit Oberösterreich war der SAK 1934 und 1935 Meister. In beiden Jahren scheiterte der Klub am höchsten damals erreichbaren Ziel für Klubs außerhalb Wiens: Im Finale der Amateurstaatsmeisterschaft scheiterte der SAK an Sturm Graz und - durch eine Entscheidung am Grünen Tisch - an Baden.

1936 wurden die SAK-Spieler Edi Kainberger, Karl Kainberger, Karl Laudon und Ernst Bacher ins österreichische Amateurteam für die Olympischen Spiele berufen und holten in Berlin die Silbermedaille.

1943 schloss sich der SAK auf Grund der immer kleiner werdenden Spielerkader mit SV Austria Salzburg und dem 1. SSK 1919 zur Fußballgemeinschaft Salzburg zusammen, die noch am 8. April 1945 ein Spiel gegen eine Luftwaffen-Elf bestritt.

Salzburgs Pioniere in der höchsten Klasse

Nach der Wiedergründung feierte der SAK 1946 und 1947 zwei weitere Landesmeistertitel. Doch die Konkurrenten SV Austria Salzburg und UFC Salzburg hatten aufgeholt. 1952 schließlich gelang der Aufstieg in die höchste Spielklasse. Als erster Salzburger Verein spielte der SAK - nach Siegen gegen Schwarz-Weiß Bregenz und Wiener Neustadt im Aufstiegsturnier - in der Staatsliga A. Die Saison 1952/53 wurde dann aber kein Ruhmesblatt: Nur vier Punkte schaffte der SAK, dessen Größen Hermann Hochleitner, Günter Praschak und Bertl Schmiedinger den Klasseunterschied zu den großen Wiener Klubs anerkennen mussten.

Zwar übernahm in der Stadt zunehmend Austria Salzburg die Führungsrolle, aber in der Saison 1960/61 gelang dem SAK 1914 das Kunststück Aufstieg ein weiteres Mal, diesmal in einem harten Duell gegen Wacker Innsbruck in der Regionalliga West. Auch beim zweiten Anlauf blieb es bei Achtungserfolgen, dabei waren mit Erich Probst sogar ein WM-erprobter Stürmer und im Frühjahr 1962 auch Torhüterlegende Walter Zeman mit von der Partie. Dem Höhenflug folgte der Absturz. 1964 war der SAK gar nur noch drittklassig.

Die wilden 70er und 80er-Jahre

Nach einer Verjüngung war der SAK 1914 ab 1966 wieder zweitklassig und etablierte sich dort als feste Größe bis 1974, als Reform bedingt ein Abstieg folgte. Mittlerweile um spätere Klublegenden wie Torhüter Helmut Friedl und Hermann Roitner verstärkt, gelang 1975 der Aufstieg in die Nationalliga (später 2. Division). Sportliche Achterbahnfahrten und häufige finanzielle und vereinspolitische Dissonanzen bestimmten die Folgezeit: Abstieg 1977, Wiederaufstieg 1980, dazwischen häufige Trainerwechsel, ehe 1984 Kurt Wiebach das Zepter in die Hand nahm. Er verhinderte gerade noch den erneuten Abstieg aus der 2. Division und führte den SAK 1985 völlig unerwartet in die 1. Division. Zlatko Hanicar, Wolfgang Dietinger, Harald Fesl und Gustl Kofler waren herausragende Akteure. Der dritte Auftritt im Oberhaus verlief aber ebenso enttäuschend wie die beiden ersten: Kein Sieg, letzter Platz in der Zwölferliga mit sieben Punkten und im Frühjahr 1986 auch Schlusslicht im mittleren Play-off. Einer der wenigen Lichtblicke im gelb-blauen Dress war ein junger Niederländer namens Frenkie Schinkels.

Beinahe wäre es in dieser Zeit zur Fusion mit SV Austria Salzburg gekommen, die vor allem von derem Klubchef Rudi Quehenberger betrieben und in der Austria-Mitgliederversammlung mehrheitlich beschlossen wurde. Die SAK-Mitglieder erteilten dem Vorhaben mit 56:3 Stimmen hingegen eine klare Absage, beide Klubs blieben eigenständig.

Die Ära Roitner

Der Absturz war nach dem Erstliga-Abenteuer nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Mittel nicht aufzuhalten. 1994 war mit Rang neun in der fünftklassigen Landesliga die Talsohle erreicht. Trainer Hermann Roitner hielt den Stamm, der fast ausschließlich aus dem eigenen Nachwuchs kam, aber über mehrere Jahre zusammen und wurde 1998 mit Rang vier in der Regionalliga West belohnt. Nach dem Abgang Roitners und zahlreicher Spieler verhinderte der SAK drei Mal in Folge nur knapp den Abstieg, ehe 2004 der bittere Gang in die Landesliga nicht mehr zu verhindern war. Trotz einer kurzfristigen Rückkehr in die Westliga 2005 müssen weiterhin bescheidene Ziele gesetzt werden. Mit dem Bau des Sportzentrums Mitte ab Sommer 2007 soll das Umfeld für künftige neue Höhenflüge geschaffen werden.

Erfolge

30 x Salzburger Landesmeister
6 x Landescup-Sieger
1929 - 1934
2 x Ligameister von Oberösterreich und Salzburg
1934, 1935
3 x Westkreis-Meister
1934, 1935, 1952
2 x Finalist der Amateurstaatsmeisterschaft
1934, 1935
1 x Meister der Regionalliga West
1960/61
1 x Alpenligameister
1979/80
1 x Meister der 2. Division
1984/85

Prominente Spieler

Karl Kainberger

Edi Kainberger

Karl Sachs

Günter Praschak

Bernd Langgruber

Hermann Hochleitner

Walter Zeman

Erich Probst

Helmut Friedl

Kurt Foka

Zlatko Hanicar

Wolfgang Dietinger

Frenk Schinkels

Alfred Zieher

Prominente Trainer

Adolf Blutsch

Kurt Wiebach

Hermann Roitner

Robert Tschaut

Adam Popowicz

Weitere Sektionen

Neben Fußball werden im SAK 1914 heute noch Fechten, Eiskunstlauf und Rollschuhsport betrieben. Diese Sektionen haben sich in erster Linie der Nachwuchsförderung verschrieben.

Im Handball war der SAK 1971 österreichischer Meister, ging dann aber 1978 in einer Fusion mit dem Stadtrivalen UHC Salzburg auf. Weitere heute nicht mehr bestehende Klubsektionen waren Basketball, Kraftsport, Boxen, Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Rad und Ski.

Quellen

  • 90 Jahre SAK 1914. Festschrift 2004.
  • Dieter Lindenau: 75 Jahre SAK 1914. Festschrift 1989.

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