Staatsbrücke: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Staatsbrücke Salzburg 1877 im Jahr der Eröffnung.jpg|thumb|Im Mai 1877 fotografierte Dr. Hermann Heid (* 1834 in Darmstadt; † 21. März 1891 in Wien), ein Chemiker, Fotograf und Fabrikant, das offizielle Bild zur Eröffnung der Staatsbrücke.]]
 
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[[Datei:Staatsbrücke, Ansicht vom Rudolskai.jpg|thumb|Staatsbrücke, Ansicht vom [[Rudolfskai]] ]]
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[[Datei:Staatsbrücke.jpg|thumb|Die Staatsbrücke (vorne) <br/> und der [[Marko-Feingold-Steg]] (dahinter) über die [[Salzach]].]]
[[Datei:Gedenktafel_Zwangsarbeiter_Staatsbrücke.jpg|thumb|Gedenktafel für die Zwangsarbeiter an der Staatsbrücke]]
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Die '''Staatsbrücke''' ist eine der drei zentralen Brücken über die [[Salzach]] in der [[Stadt Salzburg]] und verbindet das [[Salzburger Rathaus|Rathaus]] ([[Altstadt]]) mit dem [[Platzl]]-[[Linzer Gasse]] ([[Altstadt (rechtes Salzachufer)|in der rechtsufrigen Altstadt]]).
[[Datei:Beyond Recall - Salzburg, Staatsbrücke 03.jpg|thumb|Das Kunstwerk "[[Beyond Recall]]" von [[Brigitte Kowanz]], das 2011 im Rahmen des "[[Kunstprojekt Salzburg|Kunstprojekts Salzburg]]" an der Staatsbrücke installiert wurde]].
 
[[Datei:Staatsbrücke und Rathaus (Stadt Salzburg) in der Altstadt der Stadt Salzburg.jpg|thumb|Staatsbrücke und [[Rathaus (Stadt Salzburg)|Rathaus]] in der [[Altstadt]] der Stadt Salzburg]]
 
[[Datei:Ausblick vom Mozartsteg nach Norden zur Staatsbrücke.jpg|thumb|Ausblick vom [[Mozartsteg]] nach Norden zur Staatsbrücke]]
 
[[Datei:Blick auf die Staatsbrücke in Richtung zum Platzl und die Altstadt am rechten Salzachufer.jpg|thumb|Blick auf die Staatsbrücke in Richtung zum [[Platzl]] und die [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Altstadt am rechten Salzachufer]]]]
 
Die '''Staatsbrücke''' ist eine der drei zentralen Brücken über die [[Salzach]] in der [[Salzburg|Stadt Salzburg]] und verbindet das [[Salzburger Rathaus|Rathaus]] ([[Altstadt]]) mit dem [[Platzl]]-[[Linzer Gasse]] ([[Altstadt (rechtes Salzachufer)]]).
 
 
 
== Geschichte ==
 
  
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[[Datei:Hochwasser September 1899 Stadt Salzburg Stadtbrücke.jpg|thumb|Das [[Hochwasser]] im September [[1899]] bei der Stadtbrücke; [[Ansichtskarten von Salzburg|historische Ansichtskarte]];]]
 
===== Die erste Brücke =====
 
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Alten Berichten zufolge soll die erste hölzerne Brücke [[1090]] einem [[Hochwasser]] zum Opfer gefallen sein.
 
Alten Berichten zufolge soll die erste hölzerne Brücke [[1090]] einem [[Hochwasser]] zum Opfer gefallen sein.
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===== Die achte Brücke =====
 
===== Die achte Brücke =====
[[Markus Sittikus]] ließ den Pfeiler wieder abbrechen und es kam [[1612]] zu einem weiteren Neubau. Wieder zwischen Rathaus und Platzl. [[1620]] wurde sie unter Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] fertiggestellt. Es war bereits eine sehr moderne Brücke: neben der Fahrbahn waren Gehsteige und die Brücke war mit einem Dach gedeckt (das allerdings nach einem Hochwasser [[1786]] entfernt werden musste).
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[[Markus Sittikus]] ließ den Pfeiler wieder abbrechen und es kam [[1612]] zu einem weiteren Neubau. Wieder zwischen Rathaus und Platzl. [[1620]] wurde sie unter Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] fertiggestellt. Es war bereits eine sehr moderne Brücke: neben der Fahrbahn waren Gehsteige und die Brücke war mit einem Dach gedeckt (das allerdings nach einem Hochwasser [[1786]] entfernt werden musste). [[1736]] stand auf dem Brückenkopf beim [[Rathaus der Stadt Salzburg|Rathaus]] die heutige [[Nepomukstatue am Franz-Josef-Kai]] des Salzburger Bildhauers [[Josef Anton Pfaffinger]].
====== Alte Ansichten ======
 
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Datei:Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 14 Kapuzinerkloster.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner|Werner, Friedrich Bernhard; Stadtansicht von 1740, Detail Nr 14 ]]
 
Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 51 Staatsbrücke.jpg|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich; Stadtansicht von 1750, Detail Nr 51 ]]
 
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===== Die neunte Brücke =====
 
===== Die neunte Brücke =====
wurde [[1877]] — wie die [[Länderbrücke|Oberndorfer Brücke]] — als eiserne Fachwerkbrücke errichtet. Alle bisherigen Brücken waren aus Holz gefertigt worden. Da die Eisenbrücke aus staatlichen Mitteln erbaut wurde, entstand der Name ''Staatsbrücke''. Die Brücke Nr. 9 war 87,15 m lang und 12,35 m breit, somit etwa acht Mal so lang wie breit. Durch zwei je 2,37 m breite massive [[Konglomerat]]-Steinpfeiler wurde die Lichtweite in drei gleiche Öffnungen von je 27,47 m unterteilt. Das freiaufliegende Parallelfachwerk aus Eisen war für eine Nutzlast von 468 kg je Quadratmeter berechnet. Die Breite der Fahrbahn betrug 7 Meter, die der Gehsteige je 2,19 m. Das reichte zunächst für Fuhrwerke. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19391228&seite=4&zoom=33&query=%22Staatsbr%C3%BCcke%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 28. Dezember 1939, samt Foto]</ref>
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wurde [[1877]] — wie die [[Länderbrücke|Oberndorfer Brücke]] — als eiserne Fachwerkbrücke errichtet. Alle bisherigen Brücken waren aus Holz gefertigt worden. Da die Eisenbrücke aus staatlichen Mitteln erbaut wurde, entstand der Name ''Staatsbrücke''. Die Brücke Nr. 9 war 87,15 m lang und 12,35 m breit, somit etwa acht Mal so lang wie breit. Durch zwei je 2,37 m breite massive [[Konglomerat]]-Steinpfeiler wurde die Lichtweite in drei gleiche Öffnungen von je 27,47 m unterteilt. Das freiaufliegende Parallelfachwerk aus Eisen war für eine Nutzlast von 468 kg je Quadratmeter berechnet. Die Breite der Fahrbahn betrug 7 Meter, die der Gehsteige je 2,19 m. Das reichte zunächst für Fuhrwerke.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19391228&seite=4&zoom=33&query=%22Staatsbr%C3%BCcke%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 28. Dezember 1939, samt Foto]</ref>
 
Um die Wende zum [[20. Jahrhundert]] war die Brücke verkehrstechnisch bereits unglaublich veraltet. [[1909]] wurde verschiedene Ausbesserungen durchführt und die Brücke mit verkehrstechnischen Einschränkungen 1910 als Provisorium freigegeben. Man plante eine neue Brücke. Einzig, die zuständigen Ministerien in Wien und die Stadt Salzburg konnten sich auf keinen Aufteilungsschlüssel für die Kosten einigen.  
 
Um die Wende zum [[20. Jahrhundert]] war die Brücke verkehrstechnisch bereits unglaublich veraltet. [[1909]] wurde verschiedene Ausbesserungen durchführt und die Brücke mit verkehrstechnischen Einschränkungen 1910 als Provisorium freigegeben. Man plante eine neue Brücke. Einzig, die zuständigen Ministerien in Wien und die Stadt Salzburg konnten sich auf keinen Aufteilungsschlüssel für die Kosten einigen.  
  
[[1925]] ergab eine Verkehrszählung folgende Frequenz: 492 Personenfahrzeuge, 163 Geschäftsauto, 201 Motorräder, 135 Lastwagen, 496 laufende Pferdefuhrwerke, 258 schwere Fuhrwerke, 892 Handwagen, 3253 Radfahrer und 32.560 Personen, die die Brücke an einem einzigen Tag benützt hatten. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19260809&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=7 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 9. August 1926]</ref>
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[[Datei:Staatsbrücke Stadt Salzburg bei Nacht 1925.jpg|thumb|Die Staatsbrücke 1925.]]
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[[1925]] ergab eine Verkehrszählung folgende Frequenz: 492 Personenfahrzeuge, 163 Geschäftsauto, 201 Motorräder, 135 Lastwagen, 496 laufende Pferdefuhrwerke, 258 schwere Fuhrwerke, 892 Handwagen, 3253 Radfahrer und 32.560 Personen, die die Brücke an einem einzigen Tag benützt hatten.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19260809&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=7 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 9. August 1926]</ref>
  
[[1931]] wurde über zwei Projekte diskutiert. Die Erkenntnis setzte sich langsam durch, dass das Platzproblem durch zwei breite Fahrbahnen durch eine Neugestaltung der Brückenköpfe auf beiden Seiten gelöst werden kann. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19310812&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 12. August 1931]</ref>
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[[1931]] wurde über zwei Projekte diskutiert. Die Erkenntnis setzte sich langsam durch, dass das Platzproblem durch zwei breite Fahrbahnen durch eine Neugestaltung der Brückenköpfe auf beiden Seiten gelöst werden kann.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19310812&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 12. August 1931]</ref>
  
 
===== Die zehnte und bisher letzte Brücke =====
 
===== Die zehnte und bisher letzte Brücke =====
[[1940]] wurden von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zwei Behelfsbrücken errichtet und [[1941]] mit dem Bau einer neuen Konstruktion begonnen. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=buf&datum=19400101&query=((text:Staatsbr%c3%bccke))&ref=anno-search&seite=4 anno.onb.ac.at, Betrieb und Front: Heft 1 1940]</ref>  
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[[1940]] wurden von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zwei Behelfsbrücken errichtet und [[1941]] mit dem Bau einer neuen Konstruktion begonnen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=buf&datum=19400101&query=((text:Staatsbr%c3%bccke))&ref=anno-search&seite=4 anno.onb.ac.at, Betrieb und Front: Heft 1 1940]</ref>  
[[1941]] ist der Abbruch der alten Staatsbrücke nahezu beendet. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19410315&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=7 anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 15. März 1941, samt Fotos]</ref>
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[[1941]] ist der Abbruch der alten Staatsbrücke nahezu beendet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19410315&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=7 anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 15. März 1941, samt Fotos]</ref>
[[1942]] wird bereits an den gewaltigen Salzburger Wappenlöwen aus [[Adneter Marmor]] durch den Bildhauer [[Jakob Adlhart]] gearbeitet, die einmal auf den Sockeln der Brückenköpfe sitzen sollten. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=szt&datum=19421222&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/ Salzburger Zeitung, 22. Dezember 1942]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19421006&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/ Salzburger Volksblatt, 6. Oktober 1942]</ref>  
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[[1942]] wurde bereits an den gewaltigen Salzburger Wappenlöwen aus [[Untersberger Marmor]] durch den Bildhauer [[Jakob Adlhart (Bildhauer)]] gearbeitet, die einmal auf den Sockeln der Brückenköpfe sitzen sollten.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=szt&datum=19421222&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/ Salzburger Zeitung, 22. Dezember 1942]</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19421006&query=%22Staatsbr%c3%bccke%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/ Salzburger Volksblatt, 6. Oktober 1942]</ref> Die zwei Löwen wurden [[1949]] vor dem Hauptbahnhof in [[Linz]] aufgestellt und befinden sich seither dort.<ref>[http://www.linzwiki.at/wiki/Datei:Hauptbahnhof-Linz.jpg www.linzwiki.at]</ref>
  
Neben freiwilligen "Fremdarbeitern" kamen auf der Baustelle auch jugoslawische Zwangsarbeiter sowie französische und sowjetische Kriegsgefangene zum Einsatz, die in Baracken im [[Volksgarten]] lebten. Im Juni [[1944]] arbeiteten 259 Arbeiter an der Staatsbrücke, die zu diesem Zeitpunkt im Gedenken an einen [[1942]] verstorbenen Rüstungsminister Dr.-Todt-Brücke hieß. Als die Staatsbrücke nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] am [[1. Juli]] [[1949]] wieder dem Verkehr freigeben wird, finden die Zwangsarbeiter keine Erwähnung.  
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Neben freiwilligen "Fremdarbeitern" kamen auf der Baustelle auch jugoslawische Zwangsarbeiter sowie französische und sowjetische Kriegsgefangene zum Einsatz, die in Baracken im [[Volksgarten]] lebten. Im Juni [[1944]] arbeiteten 259 Arbeiter an der Staatsbrücke, die zu diesem Zeitpunkt im Gedenken an den [[1942]] verstorbenen Rüstungsminister Fritz Todt "Dr.-Todt-Brücke" hieß. Als die Staatsbrücke nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] am [[1. Juli]] [[1949]] wieder dem Verkehr freigeben wird, finden die Zwangsarbeiter keine Erwähnung.  
  
 
Die neue Brücke - Nr. 10 - ist etwas über 80 m lang und 20 m breit (somit vier Mal so lang wie breit).
 
Die neue Brücke - Nr. 10 - ist etwas über 80 m lang und 20 m breit (somit vier Mal so lang wie breit).
  
[[2007]] wurde die Staatsbrücke komplett saniert, was zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Im Zuge dieser Generalsanierung wurde auch eine Gedenktafel enthüllt, auf der zu lesen steht: ''Zum Gedenken an die hunderten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die von 1941 bis 1945 gegen ihren Willen und unter großen Opfern an der Errichtung dieser Brücke arbeiten mussten - die Stadt Salzburg aus Anlass der Brückensanierung 2007.''
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[[Datei:Salzburg Altstadt Staatsbrücke Festung Hohensalzburg Risch-Lau.jpg|thumb|Aufnahme in den [[1960er]]-Jahren.]]
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[[2007]] wurde die Staatsbrücke komplett saniert, was zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Im Zuge dieser Generalsanierung wurde auch eine Gedenktafel enthüllt, auf der zu lesen steht: "Zum Gedenken an die hunderten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die von 1941 bis 1945 gegen ihren Willen und unter großen Opfern an der Errichtung dieser Brücke arbeiten mussten - die Stadt Salzburg aus Anlass der Brückensanierung 2007." Auf dem Gehsteig wurde beim Brückenkopf [[Platzl]] ein [[Stolperstein]] für [[René Lucien Coilliaux]], einem französischen Zwangsarbeiter, der beim Bau tödlich verunglückte, verlegt.
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==== Die Staatsbrücke heute ====
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Neben der [[Karolinenbrücke]] im Süden und der [[Lehener Brücke]] im Norden des Stadtgebiets stellt die Staatsbrücke die dritte wichtige Verkehrsverbindung über die Salzach im zentralen Stadtgebiet dar. Zahlreiche [[Obus]]linien führen über diese Brücke. Von [[Aigen]] und [[Parsch]] in Richtung [[Mülln]] und [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] fließt hier der Verkehr ebenso wie jener aus der [[Neustadt]] nach [[Nonntal]] oder [[Riedenburg]] fließende Verkehr.
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[[Datei:2023 05 13 Altstadt Salzburg vom Platzl.jpg|thumb|2023, Blick vom [[Platzl]] über die Staatsbrücke.]]
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Für Fußgänger ist er die Verbindung zwischen der [[Linzer Gasse|Linzer]]- und [[Getreidegasse]]. Die Brücke ist immer wieder zu verschiedenen Anlässe mit Blumenschmuck versehen oder beflaggt.
  
 
== Wappen ==
 
== Wappen ==
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* Wappen des [[Salzburger Landeswappen|Landes Salzburg]] (als selbständiges Land)
 
* Wappen des [[Salzburger Landeswappen|Landes Salzburg]] (als selbständiges Land)
 
* Wappen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] (als Stadt mit eigenem Statut und Landeshauptstadt)
 
* Wappen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] (als Stadt mit eigenem Statut und Landeshauptstadt)
 
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Datei:Wappen der Republik Österreich Staatsbrücke Salzburg 01.jpg|Wappen der [[Staatswappen|Republik]] [[Österreich]]
 
Datei:Wappen des Landes Salzburg Staatsbrücke Salzburg 01.jpg|Wappen des [[Bundesland Salzburg|Landes Salzburg]] (als Gliedstaat im Bund)
 
Datei:Wappen des Landes Salzburg Staatsbrücke Salzburg 02.jpg|Wappen des [[Salzburger Landeswappen|Landes Salzburg]] (als selbständiges Land)
 
Datei:Wappen der Stadt Salzburg Staatsbrücke Salzburg 01.jpg|Wappen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] (als Stadt mit eigenem Statut und Landeshauptstadt)
 
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== Moderne Kunst ==
 
== Moderne Kunst ==
: ''Hauptartikel: [[Spirit of Mozart]]'' von Marina Abramović
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: ''Hauptartikel [[Spirit of Mozart]]'' von Marina Abramović
 
Marina Abramović schuf [[2004]] die interaktive Installation aus Stühlen ''Spirit of Mozart'' an der nördlichen oder rechten Seiten der Staatsbrücke.
 
Marina Abramović schuf [[2004]] die interaktive Installation aus Stühlen ''Spirit of Mozart'' an der nördlichen oder rechten Seiten der Staatsbrücke.
  
: ''Hauptartikel: [[Beyond Recall]]'' von Brigitte Kowanz
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: ''Hauptartikel [[Beyond Recall]]'' von Brigitte Kowanz
 
Das [[2011]] geschaffene Kunstwerk ''Beyond Recall'' von Brigitte Kowanz aus vier Kunstobjekten über den Konglomerat-Sockeln auf der Staatsbrücke.
 
Das [[2011]] geschaffene Kunstwerk ''Beyond Recall'' von Brigitte Kowanz aus vier Kunstobjekten über den Konglomerat-Sockeln auf der Staatsbrücke.
  
== Bildergalerie ==
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== Bilder ==
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'''Bild 1:''' Staatsbrücke, Ansicht vom [[Rudolfskai]].<br />
Datei:Rathaus mit Festung.jpg|Blick vom [[Platzl]] über die Staatsbrücke zum [[Salzburger Rathaus]]
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'''Bild 2:''' Die Staatsbrücke  mit [[Festung Hohensalzburg]] bei Nacht.<br />
Datei:Staatsbrücke mit Palmbuschen.jpg|Staatsbrücke mit Palmbuschen; April 2011
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'''Bild 3:''' Der [[Stolperstein]] für [[René Lucien Coilliaux]] auf der Staatsbrücke.<br />
Datei:Ausstellung an der Staaatsbrücke, April 2011.jpg|Kunstobjekte an der Staatsbrücke, April 2011
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'''Bild 4:''' In Zusammenhang mit dem Symposium zu [[Maria Theresia Ledóchowska]] war vom 10. bis zum 18. Juni 2023 die Staatsbrücke in der [[Stadt Salzburg]] mit von dem Salzburger Künstler [[Karl Hartwig Kaltner]] gestalteten Fahnen bestückt.<br />
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'''Bild 5:''' Die [[Gedenktafel für Zwangsarbeiter an der Staatsbrücke|Gedenktafel Zwangsarbeiter]]. <br />
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Datei:Staatsbrücke, Ansicht vom Rudolskai.jpg|Staatsbrücke, Ansicht vom [[Rudolfskai]].
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Datei:Staatsbrücke bei Nacht.jpg|Die Staatsbrücke  mit Festung Hohensalzburg bei Nacht.
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Datei:2023_06_16_Stolperstein_Staatsbrucke_Rene_Coilliaux_Salzburg.jpg|Der [[Stolperstein]] für [[René Lucien Coilliaux]] auf der Staatsbrücke.
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Datei:2023_06_16_Symposium_Maria_Theresia_Ledochowska__Salzburg.jpg|In Zusammenhang mit dem Symposium zu [[Maria Theresia Ledóchowska]] war vom 10. bis zum 18. Juni 2023 die Staatsbrücke in der [[Stadt Salzburg]] mit von dem Salzburger Künstler [[Karl Hartwig Kaltner]] gestalteten Fahnen bestückt.
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Datei:Gedenktafel Zwangsarbeiter Staatsbrücke.jpg|Die [[Gedenktafel für Zwangsarbeiter an der Staatsbrücke|Gedenktafel Zwangsarbeiter]].
 
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==Weblinks==
 
* [http://www.salzburg-city.com/history/1wigeb/1644_02.htm Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden, 1644 (Ausschnitt Stadtbrücke) ]
 
  
== Quelle ==
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== Weblinks ==
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* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.80129&mlon=13.04464#map=17/47.80129/13.04464 www.openstreetmap.org]
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* Historische Aufnahme um 1900  [https://archive.org/details/arkivkopia.se-digmus-tek-TEKA0157740 archive.org]
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== Quellen ==
 
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
 
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
*[http://www.imschatten.org/01.html Im Schatten der Mozartkugel]
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* [http://www.imschatten.org/01.html Im Schatten der Mozartkugel]
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* [https://kulturerleben.salzburgresearch.at/poi/staatsbruecke/ kulturerleben.salzburgresearch.at]
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* [[Peter Krackowizer]]: "Die Staatsbrücke heute"
  
== Fußnoten ==
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== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Infrastruktur]]
 
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
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Aktuelle Version vom 10. Dezember 2025, 11:04 Uhr

Im Mai 1877 fotografierte Dr. Hermann Heid (* 1834 in Darmstadt; † 21. März 1891 in Wien), ein Chemiker, Fotograf und Fabrikant, das offizielle Bild zur Eröffnung der Staatsbrücke.
Karte
Die Staatsbrücke (vorne)
und der Marko-Feingold-Steg (dahinter) über die Salzach.

Die Staatsbrücke ist eine der drei zentralen Brücken über die Salzach in der Stadt Salzburg und verbindet das Rathaus (Altstadt) mit dem Platzl-Linzer Gasse (in der rechtsufrigen Altstadt).

Geschichte

Das Hochwasser im September 1899 bei der Stadtbrücke; historische Ansichtskarte;
Die erste Brücke

Alten Berichten zufolge soll die erste hölzerne Brücke 1090 einem Hochwasser zum Opfer gefallen sein.

Die zweite Brücke

Auch diese ereilte 1316 dasselbe Schicksal.

Die dritte Brücke

Sie stand beim Klampferertor, wurde im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts erbaut und war überdacht.

Am 3. November 1947 gab der außergewöhnlich niedrige Wasserstand der Salzach im Stadtgebiet von Salzburg am linken Flussufer Reste der Pilotenpfähle dieser mittelalterlichen Holzbrücke frei.

Die vierte Brücke

Auf dieser 1512 durch Brand beschädigten Brücke befanden sich neben der fürstlichen Brückenzollstätte auch Verkaufsbuden, darunter zwölf Metzgerläden (später an den Gries verlegt) und zwei Sudelküchen, der bequemen Abfallsbeseitung wegen.

Die fünfte Brücke

War im Grunde wie die vierte, doch ihr setzten zwei Hochwasser arg zu: 1568 wurden sechs Buden mit den Wassermassen mitgerissen, 1598 brachte ein Hochwasser die Brücke zum Einsturz, an deren Resten dann gerade mal eine Notbrücke errichtet wurde

Diese Brücken standen etwas flussaufwärts als die heute zwischen Imberg und der Altstadt, wo die Salzach am schmalsten war.

Die sechste Brücke

Diese vom Rathausbogen zum Platzl führende Brücke wurde 1599 unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau vollendet. Die herrlich schöne Pruggen war mit Wappen und Blechfähnlein geschmückt, aber es gab keine Verkaufsbuden mehr. Jedoch technisch war sie eine Fehlkonstruktion: um der Salzachschifffahrt die Durchfahrt unter der Brücke zu erleichtern, verringerte man die Anzahl der Joche (= Stützen) von sieben auf vier. Mit der Auswirkung, dass sich die Brücke bald durchbog und Wolf Dietrich zu einem Neubau gezwungen sah.

Die siebte Brücke

Sie wurde 1608 nochmals etwas flussabwärts errichtet zwischen Löchlbogen und Lederertor. Aber auch sie stand nicht lange. Wolf Dietrich ließ Brücke Nummer sechs ganz abreißen und wollte eine Steinbrücke erbauen lassen. Doch kaum war der erste Steinpfeiler gesetzt, wurde Wolf Dietrich gefangen genommen.

Die achte Brücke

Markus Sittikus ließ den Pfeiler wieder abbrechen und es kam 1612 zu einem weiteren Neubau. Wieder zwischen Rathaus und Platzl. 1620 wurde sie unter Erzbischof Paris Graf Lodron fertiggestellt. Es war bereits eine sehr moderne Brücke: neben der Fahrbahn waren Gehsteige und die Brücke war mit einem Dach gedeckt (das allerdings nach einem Hochwasser 1786 entfernt werden musste). 1736 stand auf dem Brückenkopf beim Rathaus die heutige Nepomukstatue am Franz-Josef-Kai des Salzburger Bildhauers Josef Anton Pfaffinger.

Die neunte Brücke

wurde 1877 — wie die Oberndorfer Brücke — als eiserne Fachwerkbrücke errichtet. Alle bisherigen Brücken waren aus Holz gefertigt worden. Da die Eisenbrücke aus staatlichen Mitteln erbaut wurde, entstand der Name Staatsbrücke. Die Brücke Nr. 9 war 87,15 m lang und 12,35 m breit, somit etwa acht Mal so lang wie breit. Durch zwei je 2,37 m breite massive Konglomerat-Steinpfeiler wurde die Lichtweite in drei gleiche Öffnungen von je 27,47 m unterteilt. Das freiaufliegende Parallelfachwerk aus Eisen war für eine Nutzlast von 468 kg je Quadratmeter berechnet. Die Breite der Fahrbahn betrug 7 Meter, die der Gehsteige je 2,19 m. Das reichte zunächst für Fuhrwerke.[1] Um die Wende zum 20. Jahrhundert war die Brücke verkehrstechnisch bereits unglaublich veraltet. 1909 wurde verschiedene Ausbesserungen durchführt und die Brücke mit verkehrstechnischen Einschränkungen 1910 als Provisorium freigegeben. Man plante eine neue Brücke. Einzig, die zuständigen Ministerien in Wien und die Stadt Salzburg konnten sich auf keinen Aufteilungsschlüssel für die Kosten einigen.

Die Staatsbrücke 1925.

1925 ergab eine Verkehrszählung folgende Frequenz: 492 Personenfahrzeuge, 163 Geschäftsauto, 201 Motorräder, 135 Lastwagen, 496 laufende Pferdefuhrwerke, 258 schwere Fuhrwerke, 892 Handwagen, 3253 Radfahrer und 32.560 Personen, die die Brücke an einem einzigen Tag benützt hatten.[2]

1931 wurde über zwei Projekte diskutiert. Die Erkenntnis setzte sich langsam durch, dass das Platzproblem durch zwei breite Fahrbahnen durch eine Neugestaltung der Brückenköpfe auf beiden Seiten gelöst werden kann.[3]

Die zehnte und bisher letzte Brücke

1940 wurden von den Nationalsozialisten zwei Behelfsbrücken errichtet und 1941 mit dem Bau einer neuen Konstruktion begonnen.[4] 1941 ist der Abbruch der alten Staatsbrücke nahezu beendet.[5] 1942 wurde bereits an den gewaltigen Salzburger Wappenlöwen aus Untersberger Marmor durch den Bildhauer Jakob Adlhart (Bildhauer) gearbeitet, die einmal auf den Sockeln der Brückenköpfe sitzen sollten.[6][7] Die zwei Löwen wurden 1949 vor dem Hauptbahnhof in Linz aufgestellt und befinden sich seither dort.[8]

Neben freiwilligen "Fremdarbeitern" kamen auf der Baustelle auch jugoslawische Zwangsarbeiter sowie französische und sowjetische Kriegsgefangene zum Einsatz, die in Baracken im Volksgarten lebten. Im Juni 1944 arbeiteten 259 Arbeiter an der Staatsbrücke, die zu diesem Zeitpunkt im Gedenken an den 1942 verstorbenen Rüstungsminister Fritz Todt "Dr.-Todt-Brücke" hieß. Als die Staatsbrücke nach dem Zweiten Weltkrieg am 1. Juli 1949 wieder dem Verkehr freigeben wird, finden die Zwangsarbeiter keine Erwähnung.

Die neue Brücke - Nr. 10 - ist etwas über 80 m lang und 20 m breit (somit vier Mal so lang wie breit).

Aufnahme in den 1960er-Jahren.

2007 wurde die Staatsbrücke komplett saniert, was zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Im Zuge dieser Generalsanierung wurde auch eine Gedenktafel enthüllt, auf der zu lesen steht: "Zum Gedenken an die hunderten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die von 1941 bis 1945 gegen ihren Willen und unter großen Opfern an der Errichtung dieser Brücke arbeiten mussten - die Stadt Salzburg aus Anlass der Brückensanierung 2007." Auf dem Gehsteig wurde beim Brückenkopf Platzl ein Stolperstein für René Lucien Coilliaux, einem französischen Zwangsarbeiter, der beim Bau tödlich verunglückte, verlegt.

Die Staatsbrücke heute

Neben der Karolinenbrücke im Süden und der Lehener Brücke im Norden des Stadtgebiets stellt die Staatsbrücke die dritte wichtige Verkehrsverbindung über die Salzach im zentralen Stadtgebiet dar. Zahlreiche Obuslinien führen über diese Brücke. Von Aigen und Parsch in Richtung Mülln und Lehen fließt hier der Verkehr ebenso wie jener aus der Neustadt nach Nonntal oder Riedenburg fließende Verkehr.

2023, Blick vom Platzl über die Staatsbrücke.

Für Fußgänger ist er die Verbindung zwischen der Linzer- und Getreidegasse. Die Brücke ist immer wieder zu verschiedenen Anlässe mit Blumenschmuck versehen oder beflaggt.

Wappen

Am linken und rechten Brückenkopf, unterhalb der Sockeln, jeweils Flussseite, befinden sich vier Wappen

Moderne Kunst

Hauptartikel Spirit of Mozart von Marina Abramović

Marina Abramović schuf 2004 die interaktive Installation aus Stühlen Spirit of Mozart an der nördlichen oder rechten Seiten der Staatsbrücke.

Hauptartikel Beyond Recall von Brigitte Kowanz

Das 2011 geschaffene Kunstwerk Beyond Recall von Brigitte Kowanz aus vier Kunstobjekten über den Konglomerat-Sockeln auf der Staatsbrücke.

Bilder

Bild 1: Staatsbrücke, Ansicht vom Rudolfskai.
Bild 2: Die Staatsbrücke mit Festung Hohensalzburg bei Nacht.
Bild 3: Der Stolperstein für René Lucien Coilliaux auf der Staatsbrücke.
Bild 4: In Zusammenhang mit dem Symposium zu Maria Theresia Ledóchowska war vom 10. bis zum 18. Juni 2023 die Staatsbrücke in der Stadt Salzburg mit von dem Salzburger Künstler Karl Hartwig Kaltner gestalteten Fahnen bestückt.
Bild 5: Die Gedenktafel Zwangsarbeiter.

weitere Bilder

 Staatsbrücke – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Staatsbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise