Salzburger Kirchenprovinz um 798
Die Wappen des Erzbistums Salzburg und seiner Suffraganbistümer Brixen, Regensburg, Freising und Passau

Die Salzburger Kirchenprovinz war und ist der kirchliche Jurisdiktionsbereich des Erzbischofs von Salzburg. Sie unterstand und untersteht nur dem Erzbischof[1].

Welchen Sinn hatte ein Eigenbistum?

Das große kirchliche Hoheitsgebiet des Salzburger Erzbischofs ging über seinen weltlichen Herrschaftsbereich als Reichsfürst weit hinaus und lag auch innerhalb der Herrschaftsgebiete mehrerer anderer Landesfürsten in Bayern, in Österreich, in Kärnten und in der Steiermark. Nicht vorwiegend wegen seelsorglicher Gründe, sondern um etwaigen Bestrebungen der dortigen Landesfürsten entgegen zu treten, auf ihren Gebieten die Gründung eigener Landesbistümer zu erreichen, errichtete das Erzbistum Salzburg auf ihrem eigenem Diözesangebiet, so genannte "Eigenbistümer", deren Gründung natürlich vom Papst genehmigt werden musste.

Geschichte

Das Bistum Gurk in Kärnten war das erste Salzburger Eigenbistum und wurde von Erzbischof Gebhard im Jahr 1072 gegründet. Erzbischof Eberhard II. von Regensberg (12001246) folgte in seiner Amtszeit dem Beispiel Gebhards und gründete am Chiemsee (Bistum Chiemsee), in Seckau (Bistum Seckau) und in St. Andrä im Lavanttal (Bistum Lavant) drei weitere Salzburger Eigenbistümer. Auch in diesen Bistümern war der Salzburger Erzbischof eigenmächtig in der Einsetzung, in der Weihe und bei der Vergabe der geistlichen und weltlichen Hoheitsrechte.

Die Gebiete

Sie umfasste folgende Diözesen und Bistümer:

Suffraganbischöfe

Ein Suffraganbischof ist ein Bischof einer Diözese, der einem Metropoliten[2] unterstellt ist. Die vom Erzbischof geleitete Erzdiözese bildet zusammen mit den zugehörigen Suffraganbistümern eine Kirchenprovinz. Ein Suffraganbischof kann auch ein Erzbischof sein, dessen Erzdiözese einer anderen Erzdiözese unterstellt ist.

Die Salzburger Kirchenprovinz in der Gegenwart

Die Kirchenprovinz Salzburg ist eine von zweien in Österreich (die andere ist Wien), zu ihr gehören die

Quellen

Fußnote

  1. Quelle Diskussion Karl Irresberger
  2. siehe Wikipedia Metropolit