Faistenau: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Gemeindeamt, Raiffeisenkasse Faistenau, Aufnahme beim Jakobikirtag 25.7.2016.jpg|thumb|Gemeindeamt, Tourismusverband, Raiffeisenkasse Faistenau]]
[[Datei:Bramsaubräu-Aussicht in Richtung Ortszentrum v. Faistenau.jpg|thumb|Blick vom [[Bramsau-Bräu]] in Richtung Ortszentrum v. Faistenau]]
 
 
'''Faistenau''' ist eine Gemeinde im südlichen [[Flachgau]] am Rande des [[Salzkammergut]]s und liegt etwa 20 km östlich der [[Stadt Salzburg]].
 
'''Faistenau''' ist eine Gemeinde im südlichen [[Flachgau]] am Rande des [[Salzkammergut]]s und liegt etwa 20 km östlich der [[Stadt Salzburg]].
  
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== Geschichte == </noinclude>
 
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==== Erstmalige Erwähnug der ''Vaistenow'' 1324 ====
 
==== Erstmalige Erwähnug der ''Vaistenow'' 1324 ====
Erstmals erwähnt ist ein Gemeindegebiet der Faistenau schon [[1182]], allerdings lediglich die Tiefbrunnau: anlässlich der Weihe der Pfarrkirche Thalgau am 17. Mai 1182 schenkte Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach |Konrad&nbsp;III.]] der Pfarre Thalgau ''die Tiefbrunnau''.<ref>Siehe: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18790003&query=((text:Tiefbrunnau))&ref=anno-search&seite=33]</ref><br/>Am [[1. Mai]] [[1324]] wies Vicedom ''Heinrich von Lampoding'' († 1347) in einer Urkunde<ref>Siehe Urkunde [http://monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgDK/AUR_1324_V_01/charter], aufgerufen am 24. Jänner 2015.</ref> einen Bauplatz für eine Kirche auf dem Gebiet des heutigen Dorfes, das durch ''[[Schwenden]]''<ref>Wikipedia, Schwendbau: [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwendbau], aufgerufen am 27. Dezember 2015.</ref> gerodet worden war, und nennt dann den Ort darin ''in der Geswant''.<ref>Mit „Gschwandtler“ oder „Gschwandtlerin“ ist in der Faistenau ein Dörfler oder eine Dörflerin gemeint, also eine Person, die direkt im Dorfe Faistenau wohnt oder von dort stammt.</ref><br/>In einer weiteren Urkunde,<ref>Siehe Urkunde: [http://monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgDK/AUR_1324_XI_11/charter], aufgerufen am 25. Jänner 2015.</ref> die Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz|Friedrich III.]] am [[11. November]] [[1324]] unterzeichnete, wird die Gegend innerhalb ''des waldes'' erwähnt: ''Vaistenow'', ''Tevffenprunneow'' und ''Chueleuten'', also die jetzigen Ortschaften ''Wald'', ''Faistenau'' und ''Tiefbrunnau'', zudem das Gebiet der ''Kühleiten'' in der Tiefbrunnau.
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Erstmals erwähnt ist ein Gemeindegebiet der Faistenau schon [[1182]], allerdings lediglich die Tiefbrunnau: anlässlich einer Schenkung überließ Erzbischof [[Konrad III. von Wittelsbach |Konrad&nbsp;III.]] der Pfarre Thalgau ''die Tiefbrunnau''.<br/>Am [[1. Mai]] [[1324]] wies Vicedom ''Heinrich von Lampoding'' († 1347) in einer Urkunde<ref>Siehe Urkunde [http://monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgDK/AUR_1324_V_01/charter], aufgerufen am 24. Jänner 2015.</ref> einen Bauplatz für eine Kirche auf dem Gebiet des heutigen Dorfes, das durch ''[[Schwenden]]''<ref>Wikipedia, Schwendbau: [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwendbau], aufgerufen am 27. Dezember 2015.</ref> gerodet worden war, und nennt dann den Ort darin ''in der Geswant''.<ref>Bis jetzt (2015) ist/war der Ausdruck „Gschwandtler“ oder „Gschwandtlerin“ in der Faistenau zu hören, mit dem ein Dörfler oder eine Dörflerin gemeint ist, also eine Person, die direkt im Dorfe Faistenau wohnt oder von dort stammt.</ref><br/>In einer weiteren Urkunde,<ref>Siehe Urkunde: [http://monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgDK/AUR_1324_XI_11/charter], aufgerufen am 25. Jänner 2015.</ref> die Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz|Friedrich III.]] am [[11. November]] [[1324]] unterzeichnete, wird die Gegend innerhalb ''des waldes'' erwähnt: ''Vaistenow'', ''Tevffenprunneow'' und ''Chueleuten'', also die jetzigen Ortschaften ''Wald'', ''Faistenau'' und ''Tiefbrunnau'', zudem das Gebiet der ''Kühleiten'' in der Tiefbrunnau.
  
 
==== Beschreibung der Faistenau 1832 ====
 
==== Beschreibung der Faistenau 1832 ====
[[Benedikt Pillwein]] veröffentlichte 1843, mit dem Wissensstand von 1832 bzw. basiert derselbe auf Angaben des Faistenauer Vikars (1826 – 1832) Simon Bauernfeind, Folgendes über das Vikariat Faistenau, geografisch mit der heutigen Gemeinde Faistenau ident:<ref>Pillwein, Benedikt: ''Geschichte, Geographie und Statistik'' [...] ''des Herzogthums Salzburg'', S. 390f.</ref>
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[[Benedikt Pillwein]] veröffentlichte 1843, mit dem Wissensstand von 1832 bzw. basiert derselbe auf Angaben des Faistenauer Vikars (1826 – 1832) Simon Bauernfeind, Folgendes über das Vikariat Faistenau, geografisch mit der heutigen Gemeinde Faistenau ident:<ref>Pillwein, Benedikt: ''Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg''. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. 5 Teile. Joh. Christ. Quandt, Linz 1827–39. 2. Aufl. 1843. S. 390f.</ref>
  
 
''Im Vikariate  Faistenau (fett, windig) befinden sich außer dem gleichnamigen Dorfe noch die Ortschaften Alm, Anger, Lidaun, Ramsau, Tiefbrunnau, Vordersee und Wald mit 167 Häusern, 193 Wohnparteyen und 1090 Einwohnern.<br/>'''Feistenau''',  Faistenau,  ein Dorf mit 9 Häusern, 10 Wohnparteyen, 66 Bewohnern.''
 
''Im Vikariate  Faistenau (fett, windig) befinden sich außer dem gleichnamigen Dorfe noch die Ortschaften Alm, Anger, Lidaun, Ramsau, Tiefbrunnau, Vordersee und Wald mit 167 Häusern, 193 Wohnparteyen und 1090 Einwohnern.<br/>'''Feistenau''',  Faistenau,  ein Dorf mit 9 Häusern, 10 Wohnparteyen, 66 Bewohnern.''
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''Im Jahre 1622 trat  Johann  Christoph Stenglmayr  als Vikar auf. Früher versahen das Vikariat Priester aus Thalgau. ''
 
''Im Jahre 1622 trat  Johann  Christoph Stenglmayr  als Vikar auf. Früher versahen das Vikariat Priester aus Thalgau. ''
  
''Ein ordentlicher Schulmann kam erst 1822 hierher; früher versah ein Meßner seine Dienste. 1803 wurde das gegenwärtige Schul- und Meßnerhaus aufgeführt. Die Schule zählt 112 Werktags-, 73 Wiederholungsschüler. (Vikar Siegmund Bauernfeind''<ref>Simon Bauernfeind war 1826–1832 Vikar in der Faistenau gewesen. Siehe: [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Faistenau Liste der Vikare von Faistenau], aufgerufen am 27. Juni 2016.</ref> ''mit neuen Daten).''
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''Ein ordentlicher Schulmann kam erst 1822 hierher; früher versah ein Meßner seine Dienste. 1803 wurde das gegenwärtige Schul- und Meßnerhaus aufgeführt. Die Schule zählt 112 Werktags-, 73 Wiederholungsschüler. (Vikar Siegmund Bauernfeind<ref>Simon Bauernfeind war 1826–1832 Vikar in der Faistenau gewesen. Siehe: [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Faistenau Liste der Vikare von Faistenau], aufgerufen am 27. Juni 2016.</ref> mit neuen Daten).''
 
 
==== Schule ====
 
Eine Schule war schon 1799 geplant oder in Bau, wie aus einer Auflistung im  [[Intelligenzblatt von Salzburg]] vom 31. Mai 1800 hervorgeht.<ref>In einer Antwort an Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der am 20. April 1799 im ''Intelligenzblatt von Salzburg'' einen Text zum Schulwesen in Brandenburg veröffentlichen ließ, werden 23 Salzburger Schulneubauten aufgelistet, die [[Hieronymus Graf Colloredo]] hatte errichten lassen, unter anderem eine Schule in der Faistenau. Siehe: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibs&datum=18000531&query=%22Faistenau%22&ref=anno-search&seite=6 Intelligenzblatt von Salzburg, 31. Mai 1800, S. 348.]</ref>
 
 
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== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
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=== Natur ===   
 
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* Die ''[[Linde in Faistenau|Tausendjährige Linde]]'' auf dem Dorfplatz, ein [[Naturdenkmal]]
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* Die ''Tausendjährige Linde'' auf dem Dorfplatz, ein [[Naturdenkmal]]
* Der [[Hintersee (See)|Hintersee]]
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* Der [[Hintersee (See)|Hintersee]] in unberührter Umgebung
* Die [[Strubklamm]]
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* [[Strubklamm]]
* Das [[Felsenbad Faistenau|Felsenbad]]
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* [[Felsenbad Faistenau]]
* Der [[Brunnbach (Faistenau)|Brunnbach]]
 
* Die [[Almbach (Wiestal)|Alm]]
 
 
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* [[Alte Post Faistenau|Gasthof Alte Post]]
 
* [[Alte Post Faistenau|Gasthof Alte Post]]
 
* [[Gasthof Botenwirt]]
 
* [[Gasthof Botenwirt]]
* [[Bramsau-Bräu]]
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* [[Gasthof Braumsaubräu]]
 
* [[Gasthof Fischerwirt]]
 
* [[Gasthof Fischerwirt]]
 
* [[Gasthof Kramerwirt]]
 
* [[Gasthof Kramerwirt]]
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<!-- z. B. Behörden, Institutionen, Körperschaften etc. -->
 
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==== Rettungsorganisationen ====
 
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* [[Freiwillige Feuerwehr Faistenau]]
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[[Freiwillige Feuerwehr Faistenau]]
  
 
=== Bildung ===
 
=== Bildung ===
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== Persönlichkeiten mit Bezug zur Faistenau ==
 
== Persönlichkeiten mit Bezug zur Faistenau ==
 
* [[Anneliese Baal]] (* 1959), Kindergartenpädagogin
 
* [[Anneliese Baal]] (* 1959), Kindergartenpädagogin
* [[Jacques Santer]] (* [[18. Mai]] [[1937]] in Wasserbillig/Luxemburg) war von [[1995]] bis [[1999]] Präsident der Europäischen Kommission, verbringt seit Jahren seinen Urlaub in Faistenau (Stand 2007).
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* [[Andreas Teufl]] (* 1963),  Hotelier und Politiker
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* Jacques Santer (* [[18. Mai]] [[1937]] in Wasserbillig/Luxemburg) war von [[1995]] bis [[1999]] Präsident der Europäischen Kommission, verbringt seit Jahren seinen Urlaub in Faistenau (Stand 2007).
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* Otto Schily, ehemaliger deutscher Innenminister, war vor längerer Zeit auf Urlaub in Faistenau, damals war er bei den Grünen in Deutschland und in Österreich noch nicht sehr bekannt.
 
* Thomas Gottschalk, deutscher Showmaster, hat [[2005]] die Teilnehmer der Fernsehrealityshow "Expedition Österreich" in der Tiefbrunnau an einem gedeckten Tisch in der Wiese zum Picknick empfangen. Unter ihnen war auch der österreichische Fußballspieler [[Anton Polster|Toni Polster]].
 
* Thomas Gottschalk, deutscher Showmaster, hat [[2005]] die Teilnehmer der Fernsehrealityshow "Expedition Österreich" in der Tiefbrunnau an einem gedeckten Tisch in der Wiese zum Picknick empfangen. Unter ihnen war auch der österreichische Fußballspieler [[Anton Polster|Toni Polster]].
  
 
=== Töchter und Söhne der Gemeinde===  
 
=== Töchter und Söhne der Gemeinde===  
 
:''Hauptartikel: [[Töchter und Söhne der Gemeinde Faistenau]]''
 
:''Hauptartikel: [[Töchter und Söhne der Gemeinde Faistenau]]''
* Maria Brandstätter (* 1887; † 1941 in [[Schloss Hartheim|Hartheim]] vergast) von "''Oberramsau''", ein [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]]<ref>Am 16. April 1941 aus der [[Landesheilanstalt Lehen]] deportiert und im [[Schloss Hartheim]] ermordet. Siehe: [http://www.stolpersteine-salzburg.at/pdf/NS-Opferverzeichnis%20BL%20Salzburg.pdf Brandstätter Maria], S. 31. u. 43.</ref>
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* [[Franz Xaver Klaushofer]] (* 1888; † 1976), Pfarrer und Gründer der [[Prangerstutzenschützenkompanie Seeham|Seehamer Prangerstutzenschützenkompanie]]
* [[Hemma Ebner|Hemma Mathilde Ebner]] (* 1965), Kunstgeschichtlerin
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* [[Josef Resch]] (* 1944; † 2014), 1978-1991 Pfarrer von [[Pfarre Eugendorf|Eugendorf]], 1991–2012 Pfarrer von [[Pfarre Golling an der Salzach|Golling]]
* Franz Klaushofer (* 19. Februar 1856, Priesterweihe am 25. Juli 1879; † 16. Jänner 1935) vom "''Oberdöller''", Kanonikus von [[Kollegiatstift Seekirchen|Seekirchen]]
 
* [[Franz Xaver Klaushofer]] (* 1888, Priesterweihe am 16. Juli 1911; † 1976) vom "''Mitterdöller''", Pfarrer und Gründer der [[F. X. Klaushofer Prangerschützen-Kompanie Seeham|Seehamer Prangerstutzenschützenkompanie]]
 
* Josef Koch (* 1927; † 1941 in [[Schloss Hartheim|Hartheim]] vergast) vom "''Mitterausweg''", ein [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]]<ref>Am 23. Mai 1941 aus der [[Kloster Mariathal#Das Kloster in der Zeit des Nationalsozialismus|Mariathal]] deportiert und in Hartheim ermordet. Siehe: [http://www.stolpersteine-salzburg.at/pdf/NS-Opferverzeichnis%20BL%20Salzburg.pdf Josef Koch], S. 33.</ref>
 
* Emil Lerperger (* 1908; † 1982), österreichischer Lyriker. Konnte auf dem Weg zu seiner Hinrichtung vor der [[Gestapo]] fliehen und sich bis zum Ende des [[Nationalsozialisten|Nazi-Regims]] verstecken.<ref>Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Lerperger Emil Lerperger].</ref>
 
* [[Elisabeth Resch]] (* 1889; † 1941 in [[Schloss Hartheim|Hartheim]] vergast) vom "''Laimer''", ein [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus]]<ref>Am 21. April 1941 aus der [[Schloss Schernberg|Pflegeheim Schloss Schernberg]] deportiert und in Hartheim ermordet. Siehe: [http://www.stolpersteine-salzburg.at/pdf/NS-Opferverzeichnis%20BL%20Salzburg.pdf Elisabeth Resch], S. 39.</ref>
 
* [[Josef Resch]] (* 1944; † 2014), 1978 1991 Pfarrer von [[Pfarre Eugendorf|Eugendorf]], 1991 – 2012 Pfarrer von [[Pfarre Golling an der Salzach|Golling]]
 
 
* [[Roman Schmeißner]] (* 1956), Kirchenmusiker, Lehrer, Musikwissenschaftler
 
* [[Roman Schmeißner]] (* 1956), Kirchenmusiker, Lehrer, Musikwissenschaftler
* [[Andreas Teufl]] (* 1963), Hotelier und Politiker ([[FPÖ]])
 
 
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Version vom 20. Juni 2018, 10:36 Uhr

Karte
Karte 5324.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: ca. 50 km²
Geografische Koordinaten: 47° 46′ N, 13° 13′ O
Höhe: 786 m ü. A.
Einwohner: 3 066 (1. Jänner 2017)
Postleitzahl: 5324
Vorwahl: 0 62 28
Gemeindekennziffer: 5 03 11
Gemeindeamt: Am Lindenplatz 1
5324 Faistenau
Offizielle Website: www.faistenau.at
Geografische Karte:
Politik
Bürgermeister: Josef Wörndl (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 19 Mitglieder:
10 ÖVP,
6 FPÖ,
3 SPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 103
1880 1 144
1890 1 151
1900 1 124
1910 1 170
1923 1 333
1934 1 454
1939 1 394
1951 1 571
1961 1 600
1971 1 783
1981 1 988
1991 2 392
2001 2 850
2011 2 934
2017 3 066
Faistenau, Zoomaufnahme vom Gaisberg aus
Blick nach Osten in der Gemeinde
Gemeindeamt, Tourismusverband, Raiffeisenkasse Faistenau

Faistenau ist eine Gemeinde im südlichen Flachgau am Rande des Salzkammerguts und liegt etwa 20 km östlich der Stadt Salzburg.

Geografie

Geografische Lage

Der Ortskern liegt frei auf einer Anhöhe, welche eine Endmoräne des eiszeitlichen Hinterseer Gletschers ist. Mit einer Seehöhe von 786 m ü. A. ist sie die am höchsten gelegene Gemeinde im Flachgau. Der tiefste Punkt ist am Hintersee (688 m ü. A.), die höchste Erhebung ist der Faistenauer Schafberg mit 1 559 m ü. A., welcher mit dem restlichen Gemeindegebiet Teil der Osterhorngruppe ist.

Pfarrkirche v. Süden

Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich in acht Ortschaften, nämlich Alm, Anger, Faistenau (Gschwandt), Lidaun, Ramsau, Tiefbrunnau, Vordersee und Wald, bzw. aus fünf Katastralgemeinden: KR Anger (KR 56601), KR Faistenau (KR 56604), KR Lidaun (KR 56609), KR Tiefbrunnau (KR 56612) und KR Vordersee (KR 56613).

Bis 2006 waren Faistenauer Adressen nach den acht Ortschaften plus einer Konskriptionsnummer[1] geordnet.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Fuschl am See, St. Gilgen, Hintersee, Krispl, Ebenau, Adnet und Hof bei Salzburg.

Geschichte

Erstmalige Erwähnug der Vaistenow 1324

Erstmals erwähnt ist ein Gemeindegebiet der Faistenau schon 1182, allerdings lediglich die Tiefbrunnau: anlässlich einer Schenkung überließ Erzbischof Konrad III. der Pfarre Thalgau die Tiefbrunnau.
Am 1. Mai 1324 wies Vicedom Heinrich von Lampoding († 1347) in einer Urkunde[2] einen Bauplatz für eine Kirche auf dem Gebiet des heutigen Dorfes, das durch Schwenden[3] gerodet worden war, und nennt dann den Ort darin in der Geswant.[4]
In einer weiteren Urkunde,[5] die Erzbischof Friedrich III. am 11. November 1324 unterzeichnete, wird die Gegend innerhalb des waldes erwähnt: Vaistenow, Tevffenprunneow und Chueleuten, also die jetzigen Ortschaften Wald, Faistenau und Tiefbrunnau, zudem das Gebiet der Kühleiten in der Tiefbrunnau.

Beschreibung der Faistenau 1832

Benedikt Pillwein veröffentlichte 1843, mit dem Wissensstand von 1832 bzw. basiert derselbe auf Angaben des Faistenauer Vikars (1826 – 1832) Simon Bauernfeind, Folgendes über das Vikariat Faistenau, geografisch mit der heutigen Gemeinde Faistenau ident:[6]

Im Vikariate Faistenau (fett, windig) befinden sich außer dem gleichnamigen Dorfe noch die Ortschaften Alm, Anger, Lidaun, Ramsau, Tiefbrunnau, Vordersee und Wald mit 167 Häusern, 193 Wohnparteyen und 1090 Einwohnern.
Feistenau, Faistenau, ein Dorf mit 9 Häusern, 10 Wohnparteyen, 66 Bewohnern.

Die hiesige Kirche mit 4 Altären, verschiedenen Gemählden und Schnitzwerken wurde zu Ehren des h. Jakob des Größeren (mit der Rosenkranzbruderschaft) um 1390 durch 2 Brüder von Thurn erbaut, 1625 die Kirche und der Thurm vergrößert, 1703 die Emporkirche errichtet, 1825 die Orgel von Karl Mauracher aus Fügen in Tyrol aufgestellt, 1829 ein neuer Chor aufgeführt. Viele alte Grabsteine sind bereits abgetreten; sieben andere von weißem und rothem Marmor dem Andenken hier verstorbener Vikare und einigen Privaten gewidmet, und von den Jahren 1604, 1705, 1708, 1759, 1789, 1801 und 1809.
Die vier Glocken enthalten die Jahreszahlen von 1400, 1580, 1731 und 1774.

Der Gottesacker entstand 1605.

Im Jahre 1622 trat Johann Christoph Stenglmayr als Vikar auf. Früher versahen das Vikariat Priester aus Thalgau.

Ein ordentlicher Schulmann kam erst 1822 hierher; früher versah ein Meßner seine Dienste. 1803 wurde das gegenwärtige Schul- und Meßnerhaus aufgeführt. Die Schule zählt 112 Werktags-, 73 Wiederholungsschüler. (Vikar Siegmund Bauernfeind[7] mit neuen Daten).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Natur

Vereine

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Fremdenverkehr

Ansässige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsorganisationen

Freiwillige Feuerwehr Faistenau

Bildung

Volksschule und Neue Mittelschule Faistenau

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Faistenau

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Gemeinde Faistenau

Persönlichkeiten mit Bezug zur Faistenau

  • Anneliese Baal (* 1959), Kindergartenpädagogin
  • Andreas Teufl (* 1963), Hotelier und Politiker
  • Jacques Santer (* 18. Mai 1937 in Wasserbillig/Luxemburg) war von 1995 bis 1999 Präsident der Europäischen Kommission, verbringt seit Jahren seinen Urlaub in Faistenau (Stand 2007).
  • Otto Schily, ehemaliger deutscher Innenminister, war vor längerer Zeit auf Urlaub in Faistenau, damals war er bei den Grünen in Deutschland und in Österreich noch nicht sehr bekannt.
  • Thomas Gottschalk, deutscher Showmaster, hat 2005 die Teilnehmer der Fernsehrealityshow "Expedition Österreich" in der Tiefbrunnau an einem gedeckten Tisch in der Wiese zum Picknick empfangen. Unter ihnen war auch der österreichische Fußballspieler Toni Polster.

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Gemeinde Faistenau

Bildergalerie

weitere Bilder

 Faistenau – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Faistenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Literatur

  • Chronik Faistenau, hrsg. von der Gemeinde Faistenau, Hillstein Verlag, Salzburg o. J.
  • Dehio Salzburg. Wien, 1986
  • Dürlinger, Joseph: Historisch-statistsisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen. Erster Band: Ruraldecanate des Flachlandes, Duyle'sche Hofbuchdruckerei, Salzburg 1862.
  • Österreichische Kunsttopographie. Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg, I. Teil: Die Gerichtsbezirke St. Gilgen, Neumarkt, Thalgau (ÖKT 10/1), Wien 1913.
  • Pillwein, Benedikt: Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. 5 Teile. Joh. Christ. Quandt, Linz 1827–39. 2. Aufl. 1843.
  • Watteck, Nora: Die Pest in Salzburg. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) 123, Salzburg 1983, S. 191–210.

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Faistenau"

Fußnoten

  1. Wikipedia, Konskriptionsnummer: [1], aufgerufen am 27. Dezember 2015.
  2. Siehe Urkunde [2], aufgerufen am 24. Jänner 2015.
  3. Wikipedia, Schwendbau: [3], aufgerufen am 27. Dezember 2015.
  4. Bis jetzt (2015) ist/war der Ausdruck „Gschwandtler“ oder „Gschwandtlerin“ in der Faistenau zu hören, mit dem ein Dörfler oder eine Dörflerin gemeint ist, also eine Person, die direkt im Dorfe Faistenau wohnt oder von dort stammt.
  5. Siehe Urkunde: [4], aufgerufen am 25. Jänner 2015.
  6. Pillwein, Benedikt: Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. 5 Teile. Joh. Christ. Quandt, Linz 1827–39. 2. Aufl. 1843. S. 390f.
  7. Simon Bauernfeind war 1826–1832 Vikar in der Faistenau gewesen. Siehe: Liste der Vikare von Faistenau, aufgerufen am 27. Juni 2016.
Städte und Gemeinden im Flachgau
TennengauStadt SalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Flachgau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

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