Wallfahrtsbasilika Maria Plain: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Wallfahrtsbasilika Maria Plain''' befindet sich in [[Maria Plain]] am [[Plainberg]] in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Bergheim]]. Die Gesamtanlage um die Wallfahrtsbasilika Maria Plain mit Kalvarienberganlage und Schmerzenskapelle steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Gemeinde Bergheim|Denkmalschutz]].
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Die '''Wallfahrtsbasilika Maria Plain''' befindet sich in [[Maria Plain]] am [[Plainberg]] in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Bergheim]]. Die Gesamtanlage um die Wallfahrtsbasilika Maria Plain mit Kalvarienberganlage und Schmerzenskapelle steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Bergheim|Denkmalschutz]].
  
 
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Version vom 11. Januar 2016, 19:27 Uhr

Gesamtansicht mit Teleobjektiv aufgenommen von der Stadt Salzburg aus, im Hintergrund "zum Greifen nahe" der Hochgitzen
Karte
die Basilika
Herbst bei der Wallfahrtsbasilika
der Hochaltar in der Basilika
Hochaltar nach der Renovierung 2014
Patroziniumsfest (Prangtag) in der Wallfahrtsbasilika Maria Plain (Sonntag nach Fronleichnam

Die Wallfahrtsbasilika Maria Plain befindet sich in Maria Plain am Plainberg in der Flachgauer Gemeinde Bergheim. Die Gesamtanlage um die Wallfahrtsbasilika Maria Plain mit Kalvarienberganlage und Schmerzenskapelle steht unter Denkmalschutz.

Name

Der Name der Wallfahrtsbasilika geht auf das auf dem Plainberg (urspr. nur "Plain") ausgestellte Gnadenbild „Maria Trost" zurück. So hieß diese Wallfahrtsstätte eigentlich "Maria Trost auf dem Plain", was im Laufe der Jahrhunderte auf das heute übliche "Maria Plain" verkürzt wurde.

Geschichte

Die Basilika wurde für das Gnadenbild „Maria Trost", das von einem unbekannten Maler geschaffen wurde, erbaut. Der Legende nach war es während des Dreißigjährigen Krieges nach der Brandschatzung des Ortes Regen in Niederbayern 1633 fast unversehrt inmitten des Brandes erhalten geblieben. Die Frau des Pflegers von Fürsteneck, Argula von Grimming, erwarb das Bild für die Schlosskapelle der Burg. Ihr Sohn Rudolf von Grimming brachte es 1650 in den salzburgischen Heimatsitz des Schlosses in Müllegg (heute St. Johanns-Spital in Salzburg). Nachdem das Marienbild nach Salzburg gebracht worden war, ordnete Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein 1652 die Errichtung einer hölzernen Kapelle an, der so genannten Ursprungskapelle. Jedoch verbot bald der Pfarrer von Bergheim, Johann Millauer, das Gnadenbild in dieser Kapelle auszustellen. Er war der Meinung, dass dies nur in einer Kirche der Fall sein dürfe.

1653 gab Rudolf von Grimming eine Kopie beim Maler Franz Pereth in Auftrag, denn er hatte bereits im Jänner desselben Jahres das Originalbild wieder nach Müllegg zurückbringen lassen, von wo es nach Grimmings Übersiedlung 1658 nach Nesselwang in Schwaben, Deutschland, gelangte.

1668 gab es bereits eine Krämerei und einen Brotladen in unmittelbarer Nähe der Ursprungskapelle. Die Zahl der Wallfahrer nahm aber so zu dass von 1671 bis 1673 die heutige Kirche nach Plänen des Giovanni Antonio Daria errichtet wurde. Sie wurde 1674 von Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg am 12. August 1674 unter großer Anteilnahme der Pilger aus nah und fern geweiht. Zu den Künstlern die den Hochaltar der Kirche geschaffen haben zählt auch der Salzburger Bildhauer Jakob Gerold.

Die Wallfahrtsseelsorge wurde den Benediktinern, die in der Stadt die Universität unterhielten, anvertraut.

1676 kehrt jedoch das Originalbild nach einigen Irrfahrten wieder nach Maria Plain zurück und wurde in der mittlerweile errichteten Basilika aufgestellt. Die Kopie wurde dann in die Ursprungskapelle aufgestellt. Die Bruderschaft „Maria Trost" entstand dann 1681 und von 1686 bis 1692 legte man den Kalvarienberg mit den Kapellen an. 1705 stiftete ein Salzburger Bürger 15 steinerne Bildstöcke entlang des alten Wallfahrtsweges (beginnend bei Rainerstraße/Elisabethstraße in der Stadt Salzburg).

Als Salzburg vor den Folgen der Kriegswirren des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748) verschont blieb, veranlasste das Salzburger Domkapitel 1751 die Krönung des Kultgegenstandes, die Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein vornahm. Seither wird jährlich am fünften und sechsten Sonntag nach Pfingsten die Krönung Mariens in Plain festlich gefeiert. Dass Mozart die sogenannte Krönungsmesse für Maria Plain komponiert hätte, wurde 1907 von dem Mozart-Enthusiasten Johann Evangelist Engl frei erfunden und trifft nicht zu.[1]

Etwas unterhalb der Kirche gelegen befindet sich die E-Bike Station in Maria Plain. Westlich der Basilika an der Mauer am Weg in Richtung Bergheim befindet sich das Landesehrenmal des Salzburger Kameradschaftsbundes

Daten

Wallfahrt Maria Plain

Hauptartikel Wallfahrt Maria Plain

Bilder

 Wallfahrtsbasilika Maria Plain – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Wallfahrtskirche Maria Plain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen und Weblinks

Fußnoten

  1. Hintermaier, Ernst: Die verlorene Legende der „Krönungsmesse“. In: Singende Kirche, Wien 1975, Seite 171.