SPÖ Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | * [[Gabi Burgstaller]] | + | *2001 – 2013: [[Gabi Burgstaller]] |
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=====Landespolitiker===== | =====Landespolitiker===== | ||
* [[Josef Kaut]], Kulturlandesrat und Journalist | * [[Josef Kaut]], Kulturlandesrat und Journalist | ||
| − | * [[Walter Blachfellner]], Landesrat | + | * [[Walter Blachfellner]], [[Landesrat]] |
* [[Erika Scharer]], Landesrätin | * [[Erika Scharer]], Landesrätin | ||
* [[Othmar Raus]], Landeshauptmann-Stellvertreter | * [[Othmar Raus]], Landeshauptmann-Stellvertreter | ||
| − | * [[Erwin Buchinger]], Bundesminister | + | * [[Erwin Buchinger]], [[Bundesminister]] |
==Aktuell== | ==Aktuell== | ||
| − | Im Nationalrat und im Bundesrat ist das Bundesland Salzburg mit folgenden SPÖ-Politikern vertreten: [[ | + | Im Nationalrat und im Bundesrat ist das Bundesland Salzburg mit folgenden SPÖ-Politikern vertreten: |
| + | *[[Nationalratsabgeordneter| Nationalrat]]: [[Walter Bacher]], [[Cornelia Ecker]], [[Rosa Lohfeyer]]; | ||
| + | *[[ Bundesrat]]: [[Susanne Kurz]], [[Dietmar Schmittner]], [[Robert Zehentner]]. | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
Version vom 31. Januar 2014, 21:11 Uhr
Die SPÖ Salzburg (SPÖ = Sozialdemokratische Partei Österreichs, früher Sozialistische Partei Österreichs) ist eine politische Partei im Bundesland Salzburg.
Geschichte
Der Landesverband der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (damals: Sozialdemokratische Arbeiterpartei) wurde 1896 in Salzburg gegründet. Erster Landesparteivorsitzender war der Halleiner Jakob Prähauser, der 1891 einen Arbeiter-Bildungsverein gegründet hatte. 1899 wurde eine landesweite Parteiorganisation gegründet, die 1901 in Bezirks- und Ortsorganisationen gegliedert wurde. Ebenso kam es zur Gründung der "Salzburger Wacht" als Parteizeitung, die es 1905 schon auf 4 500 Abonnementen brachte. 1904 wurde der sozialdemokratische Konsumverein, eine wichtige Stütze der Partei gegründet. Sozialdemokratische Hochburgen wurden Bischofshofen, Hallein und Saalfelden. Der Aufschwung der Sozialdemokratie lässt sich auch an den Mitgliederzahlen ablesen. So stieg die Zahl der Parteimitglieder von 1 400 (1904) auf 3 510 (1911). In ihren Anfangsjahren verstand sich die Sozialdemokratie nicht nur als Interessenvertretung der Arbeiterschaft, sondern als "allumfassende Lebensgemeinschaft". Arbeiterschulen, Kinderbetreuung, Sportvereine sollten in allen Bereichen das Gegengewicht zur bürgerlichen Welt bilden.
Zentren der Sozialdemokratischen Partei waren die industriellen Zentren des Landes (Stadt Salzburg mit den Gemeinden Gnigl und Itzling, Hallein, Bischofshofen und Schwarzach sowie Mühlbach, Lend, Saalfelden und Bad Gastein). In den agrarisch dominierten Gemeinden waren die Sozialdemokraten chancenlos. So hatte die Sozialdemokratie im Lungau 1929 44 Mitglieder.
Ergebnisse der Gemeindewahlen 1931
Die Bedeutung der Industriezentren für die SPÖ lässt sich an den Ergebnissen der Gemeindewahlen 1931 gut ablesen. Nur in Bad Gastein erreichte die Sozialdemokratie keine absolute Mehrheit und verlor den Bürgermeister.
| Gemeinde | Stimmprozent |
|---|---|
| Gnigl | 71,9 |
| Bischofshofen | 76,6 |
| Mühlbach | 67,7 |
| Lend | 62,4 |
| Schwarzach | 55,9 |
| Saalfelden | 53,6 |
| Hallein | 51,7 |
| Maxglan | 50,0 |
Nach der Machtergreifung durch Bundeskanzler Dollfuß und dem Februarputsch 1934 wurde die Sozialdemokratische Partei auch in Salzburg verboten. Josef Pfeffer organisierte die illegalen Revolutionären Sozialisten, wurde aber 1938 vom NS-Regime verhaftet und starb später im Konzentrationslager.
Während die Sozialisten/Sozialdemokraten in der Stadt Salzburg seit 1946 beinahe ausschließlich den Bürgermeister stellten – einzig unterbrochen durch Josef Dechant (ÖVP) 1992 bis 1999 – war die Position der Partei im Bundesland über lange Jahre hinweg immer auf Platz 2 festgenagelt.
Am 7. März 2004 wurde mit Gabi Burgstaller erstmals eine sozialdemokratische Politikerin zur Landeshauptfrau von Salzburg gewählt.
Nach den Bürgermeisterwahlen vom selben Tag stellte die SPÖ im Land Salzburg 25 Bürgermeister.
Bei der Landtagswahl 2009 konnte die SPÖ die Position als stärkste Partei in Salzburg halten, verlor aber gegenüber dem Rekordergebnis 2004 wieder deutlich. Seit den Bürgermeisterwahlen von 2009 stellt sie noch 22 Bürgermeister.
Die SPÖ Salzburg hat nach eigenen Angaben 8.000 Parteimitglieder in Stadt und Land Salzburg (2011). Die Mitgliedschaft kostet € 60.-- pro Jahr[1].
Bei der infolge des Finanzskandals 2012 vorgezogenen Landtagswahl 2013 verlor die SPÖ ihre Spitzenposition an die ÖVP. Noch am Wahlabend, dem 5. Mai, verkündete Gabi Burgstaller ihren Rückzug aus der Politik. Ihr Nachfolge wurde der bisherige Landeshauptmannstellvertreter Walter Steidl.
Landesparteivorsitzende
Die Landesparteivorsitzenden der SPÖ und ihre Amtszeiten:
- 1896 – 1904: Jakob Prähauser
- 1904 – 1934: Robert Preußler
- 1934 – 1936: Josef Pfeffer
- 1945 – 1966: Franz Peyerl
- 1966 – 1978: Karl Steinocher
- 1978 – 1984: Herbert Moritz
- 1984 – 1990: Wolfgang Radlegger
- 1990 – 2001: Gerhard Buchleitner
- 2001 – 2013: Gabi Burgstaller
- seit 2013: Walter Steidl
Köpfe
Weitere wichtige Köpfe der Salzburger Sozialdemokratie waren und sind:
Bürgermeister
- Anton Neumayr, Bürgermeister der Stadt Salzburg
- Stanislaus Pacher, Bürgermeister der Stadt Salzburg
- Alfred Bäck, Bürgermeister der Stadt Salzburg
- Heinrich Salfenauer, Bürgermeister der Stadt Salzburg
- Josef Reschen, Bürgermeister der Stadt Salzburg
- Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg
- Karl Reinthaler, Bürgermeister von Saalfelden
Landespolitiker
- Josef Kaut, Kulturlandesrat und Journalist
- Walter Blachfellner, Landesrat
- Erika Scharer, Landesrätin
- Othmar Raus, Landeshauptmann-Stellvertreter
- Erwin Buchinger, Bundesminister
Aktuell
Im Nationalrat und im Bundesrat ist das Bundesland Salzburg mit folgenden SPÖ-Politikern vertreten:
- Nationalrat: Walter Bacher, Cornelia Ecker, Rosa Lohfeyer;
- Bundesrat: Susanne Kurz, Dietmar Schmittner, Robert Zehentner.
Quellen
- SPÖ Salzburg
- Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen 2009
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 7. Februar 2011