St. Veit im Pongau: Unterschied zwischen den Versionen
(Geschichte) |
|||
| Zeile 101: | Zeile 101: | ||
=== Klima === | === Klima === | ||
St. Veit liegt an der Sonnseite des Hochglockers, nur 200 Höhenmeter über [[Schwarzach]] und ist einer der sonnenreichsten Orte von Salzburg. | St. Veit liegt an der Sonnseite des Hochglockers, nur 200 Höhenmeter über [[Schwarzach]] und ist einer der sonnenreichsten Orte von Salzburg. | ||
| − | + | == Geschichte == | |
| + | Bereits in der frühen [[Bronzezeit]] bestand eine Siedlung am Klinglberg wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der [[Salzach]] bis in die Nähe von [[Salzburg]] transportiert hat. | ||
| + | In der jüngeren Eisenzeit, zirka 450 bis 15 v. Chr. war St. Veit von den [[Kelten]] besiedelt. Zwischen [[800]] und [[1100]] entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] Gebhard aus dem Jahre [[1074]] wurde der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen [[Pongau]]es und wurde [[1244]] an das [[Salzburger Domkapitel]] übertragen. Seit [[1807]] ist St. Veit wieder eine selbständige Pfarre. | ||
| + | Im Spätmittelalter wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. [[1284]] erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde [[1425]] schriftlich festgelegt. | ||
| + | Der Pongau war das Zentrum der [[Protestantismus|Protestanten]] in Salzburg. Im Jahre [[1731]] mußten 3100 evangelische Christen das Gebiet [[Goldegg]] und St. Veit verlassen. | ||
== Kultur und Sehenswürdigkeiten == | == Kultur und Sehenswürdigkeiten == | ||
=== Theater === | === Theater === | ||
Version vom 12. März 2010, 21:04 Uhr
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Pongau (JO) |
| Fläche: | 56.84 km² |
| Geografische Koordinaten: | 47° 19' 60 N, 13° 9' 0 O |
| Höhe: | 764 m ü. A. |
| Einwohner: | 3.411 (2006) |
| Postleitzahl: | 5621 |
| Vorwahl: | 0 64 15 |
| Gemeindekennziffer: | 50420 |
| Gemeindeamt: | Markt 12 5621 St. Veit |
| Offizielle Website: | www.gde-stveit.salzburg.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Sebastian Pirnbacher (ÖVP) |
| Gemeinderat (2009): | 19 Mitglieder: 10 ÖVP, 7 SPÖ, 2 FPÖ, |
St. Veit im Pongau ist eine Gemeinde im Pongau und Luftkurort.
Geografie
Geografische Lage
St. Veit liegt auf einer Seehöhe von 763 m ü. A. sowohl nördlich als auch südlich der Salzach. Der Markt liegt oberhalb des Salzachtales auf einem Hügel vor dem Hochglocker.
Berge:
- Hochglocker: 1588m
- Schneeberg: 1929m
- Hochegg: 1817m
- Gamskögerl: 1746m
- Heukareck: 2099m
- Sandkogel: 2249m
- Höllwand: 2287m
- Haßeck: 2119m
- Luxkogel: 1824m
Geologie
Klima
St. Veit liegt an der Sonnseite des Hochglockers, nur 200 Höhenmeter über Schwarzach und ist einer der sonnenreichsten Orte von Salzburg.
Geschichte
Bereits in der frühen Bronzezeit bestand eine Siedlung am Klinglberg wo Kupfererz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der Salzach bis in die Nähe von Salzburg transportiert hat. In der jüngeren Eisenzeit, zirka 450 bis 15 v. Chr. war St. Veit von den Kelten besiedelt. Zwischen 800 und 1100 entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des Salzburger Erzbischofs Gebhard aus dem Jahre 1074 wurde der Ort sowie die Pfarre („parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen Pongaues und wurde 1244 an das Salzburger Domkapitel übertragen. Seit 1807 ist St. Veit wieder eine selbständige Pfarre. Im Spätmittelalter wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. 1284 erfolgt die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde 1425 schriftlich festgelegt. Der Pongau war das Zentrum der Protestanten in Salzburg. Im Jahre 1731 mußten 3100 evangelische Christen das Gebiet Goldegg und St. Veit verlassen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Theatergruppe St. Veit
Museen
Musik
- Trachtenmusikkapelle
- Kirchenchor
Bauwerke
Klosteranlage "Maria im Paradies"
- Hauptartikel: Maria im Paradies
"Maria im Paradies" ist ein Kloster der Bethlehemschwestern auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau.
Pfarrkirche
Die erste Kirche wurde im romanischen Stil in den Jahren zwischen 850 und 950 gebaut. Sie fiel dem großen Marktbrand im Jahre 1334 zum Opfer und wurde anschließend wieder neu errichtet. Die Kirche erhielt einen 42 Meter hohen Turm. In den folgenden Jahren wurden Vergrößerungen und Umbauten vorgenommen. Anstatt der ehemaligen einschiffigen Kirche entstand um 1400 eine vierschiffige, gotische Basilika die dem hl. Vitus geweiht wurde. Der achteckige Taufstein stammt aus der Zeit um 1500 und ist aus rotem Marmor gefertigt. Sehenswert in der Kirche ist die ehemalige "alte Sakristei" sowie die aus dem 14. und 17. Jahrhundert stammenden Fresken.
Naturdenkmäler
Schaubergwerk Sunnpau
- Hauptartikel: Schaubergwerk Sunnpau
Grabungen 1985 bis 1989 haben am Klinglberg bei St. Veit eine frühbronzezeitliche Bergbausiedlung aus 1.850 v. Chr. nachgewiesen. Im Bergbaubetrieb, der um 1800 aufgelassen wurde, fand man das Grab eines 1.100 bis 1.000 v. Chr. im Berg bestatteten Mannes mit Skelettteilen und Grabbeigaben. Dieses Grab wurde im Berg wieder nachgebaut, die Originalfundstücke sind im Seelackenmuseum zu sehen. Auch zwei graphitierte Schmelztiegel aus der "Großen Halle" (der oberste Teil im Bergwerk) sind dort ausgestellt.
Naturschutzgebiet „Paarseen-Schuhflicker-Heukareck“
Hier befinden sich besonders seltene Pflanzen und geschützte Tierarten.
Naturdenkmal „Sommerlinde beim Haidachgut“
Der Baum hat eine Höhe von 35 Metern, einen Stammumfang von 6,10 Metern und einen Kronendurchmesser von 20 Metern
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
- 10 ÖVP – stellt den Bürgermeister Sebastian Pirnbacher
- 7 SPÖ – stellt den Vizebürgermeister Robert Pirnbacher
- 2 FPÖ
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter des Ortes
- Michael Gruber, Nordischer Kombinierer und Olympiassieger in der Staffel in Turin 2006
- Reinhard Schwarzenberger - Schispringer (Bronze bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano und bei den Weltmeisterschaften 1999 in Ramsau)
Quellen
- Homepage der Gemeinde St. Veit im Pongau
Weblinks
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "St. Veit im Pongau"
| Städte und Gemeinden im Pongau | |
|
Stadtgemeinden:
Bischofshofen ∙
Radstadt ∙
St. Johann im Pongau ∙ | |
