Salzburger Festspiele 1926: Unterschied zwischen den Versionen

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Die vierten '''Salzburger Festspiele''' fanden vom [[13. August|13.]] bis [[21. August]] [[1925]] statt.  
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Die fünften '''Salzburger Festspiele''' fanden vom [[7. August|7.]] bis [[29. August]] [[1926]] statt.  
  
 
== Über die Festspiele ==
 
== Über die Festspiele ==
Nachdem klar wurde, dass sich der geplante Bau eines [[Salzburger Festspielhaus|Festspielhauses]] im [[Schlosspark Hellbrunn]] nicht verwirklichen lässt, kam die Idee auf, Teile der [[Hofmarstall|Hofstallkaserne]] als Theatersaal mit einer Mysterienbühne umzugestalten. In vier Monaten wurde im Bereich der [[Haus für Mozart|Großen Winterreitschule]] ein provisorisches Festspielhaus mit dem [[Das Salzburger Große Welttheater|Salzburger großen Welttheater]] eröffnet. Alle Veranstaltungen der Saison wurden in einem Festspielalmanach vorgestellt, und auch der Rundfunk war erstmals mit der Übertragung einer Aufführung des ''[[Don Giovanni]]''. Neu waren eine Reihe mit vier Liederabenden und drei Ballettaufführungen als Gastspiel der Internationalen Pantomimen-Gesellschaft. Der wichtigste Debütant des Sommers war [[Bruno Walter]], der zwei Vorstellungen von ''Don Pasquale'' im [[Salzburger Landestheater|Stadttheater]] und ein Orchesterkonzert dirigierte.
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Es war ein Jahr des Aufbruchs, in dem das unzureichende Festspielhausprovisorium Clemens Holzmeister verbessert wurde. Die Akustik wurde durch eine Holzabdeckung des offenen Dachstuhls verbessert und Holzmeister ließ Seitengalerien anbringen. Das [[Faistauer-Foyer|Eingangsfoyer]] wurde von [[Anton Faistauer]] mit über 200 Fresken künstlerisch gestaltet. Die [[Karl-Böhm-Saal|Kleine Winterreitschule]] mit ihren Deckengemälden von [[Michael Rottmayr|Rottmayr]] und [[Christof Lederwasch|Lederwasch]] wurde am [[23. August]] mit einem [[Salzburger Festspielball|Festspielball]] als Pausenraum eröffnet.  
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Ebenso wichtig war die Inbetriebnahme der [[Felsenreitschule]] als zweiter Spielstätte: [[Max Reinhardt]] inszenierte hier Goldonis ''Diener zweier Herren''. Mit der ''Ariadne auf Naxos'' von [[Richard Strauss]], die [[Clemens Krauss]] dirigierte, wurde erstmals eine zeitgenössische Oper gespielt. Und eine weitere Novität bildeten drei Solistenkonzerte auf dem Spielplan. In die [[Salzburger Festspielhaus-Gemeinde|Festspielleitung]] berief [[Heinrich Puthon|Heinrich Baron Puthon]] zum [[Präsident der Salzburger Festspiele|Präsidenten]] und das "''Gesetz über die Bildung eines Fonds zur Förderung des Fremdenverkehrs im Land Salzburg''" sorgte für eine wirtschaftliche Absicherung der Festspiele.
  
 
== Das Programm ==
 
== Das Programm ==
Am [[13. August]] [[1925]] wurden mit der Aufführung ''Das Salzburger Große Welttheater'' die Festspiele 1925 im neuen Festspielhaus eröffnet. Es wurde noch weitere sieben Male aufgeführt. [[Max Reinhardt]] führte nicht nur beim Welttheater Regie, sondern auch beim ''Mirakel'' von [[Karl Vollmöller]], bei dem [[Bernhard Paumgartner]] und Pantscho Wladigerioff das Dirigat teilten. Das Bühnenbild stammte von [[Eduard Hütter]] (wie auch jenes vom Welttheater). ''Das Apostelspiel'' fand unter der Regie von [[Max Mell]] statt, Bühnenbild von Eduard Hütter, Dirigent Bernhard Paumgartner, die Mitwirkenden waren Karl Goetz (''Der Großvater''), [[Helene Thimig]] (''Magdalen''), [[Hermann Thiming]] (''1. Fremder'') und Oskar Homolka (''2. Fremder'').
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Mit einem Festakt am 7. August um 19:30 Uhr wurde das [[Haus für Mozart|Festspielhaus]] eröffnet. Um 20:30 Uhr sprachen der [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] [[Josef Preis]], [[Landeshauptmann]] Dr[[Franz Rehrl]] und Präsident Puthon. Die musikalische Umrahmung wurde von [[Joseph Messner]] dirigiert, der auch selbst Orgel spielte, Solistin war [[Maria Keldorfer-Gehmacher]] sowie die [[Salzburger Liedertafel]] und die Salzburger Sängervereinigungen.
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Schauspiel: ''[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]'', ''Der Diener zweier Herren'', ''Turandot''; die Übersetzung und Bearbeitung der Oper ''Turandot'' von Carlo Gozzi  stammte von [[Karl Vollmöller]].<br />
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Oper: Aufführungen der [[Wiener Staatsoper]], ''Die Entführung aus dem Serail'', ''Don Juan'' ([[Wolfgang Amadé Mozart]]), ''Die Fledermaus'' (Johann Strauß), ''Ariadne auf Naxos'' ([[Richard Strauss]]), ''Don Juan'' (Christoph Willibald Gluck), ''La serva padrona'' und ''[[Les petits Riens]]'' von Mozart;<br />
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Orchester- und Kammerkonzerte, ein Liederabend (u. a. mit [[Robert Scholz]]), Solistenkonzerte, ein Konzert geistlicher Musik sowie zwei Konzerte des ''Wiener Männergesangs-Vereins'';
  
Bei den Opern wurden die [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]]-Opern ''[[Don Juan]]'' (Dirigent Karl Muck) und ''[[Die Hochzeit des Figaro]]'' (Dirigent [[Franz Schalk]]) sowie ''Don Pasquale'' von Gaetano Donizetti (Dirigent Bruno Walter) geboten.
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== Festspielball ==
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Der erste [[Salzburger Festspielball|Festspielball]] fand [[23. August]] [[1926]] in der [[Karl-Böhm-Saal|Kleinen Winterreitschule]].
  
Weiters gab es vier Ballettaufführungen (Das Leben hängt an einem Faden, Spiegelbild, Die grüne Flöte, Broadwy - aber nur eine Generalprobe), drei Orchesterkonzerte der [[Wiener Philharmoniker]], drei Kammerkonzerte und vier Liederabende, einer mit dem Salzburger [[Richard Mayr]].  
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* [https://archive.salzburgerfestspiele.at/geschichte/1925 archive.salzburgerfestspiele.at] mit einem [https://archive.salzburgerfestspiele.at/Portals/0/web_media/history/1925.jpg Bild von der Mysterienbühne für das Salzburger große Welttheater.]
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* [https://archive.salzburgerfestspiele.at/geschichte/1926 archive.salzburgerfestspiele.at] mit einem [https://archive.salzburgerfestspiele.at/Portals/0/web_media/history/1925.jpg Bild von Goldonis ''Diener zweier Herren'' in der Inszenierung von Max Reinhardt mit Hermann, Helene und Hugo Thimig.]
  
 
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[[Kategorie:Veranstaltung (Musik)]]
 
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Aktuelle Version vom 2. März 2023, 18:44 Uhr

Die fünften Salzburger Festspiele fanden vom 7. bis 29. August 1926 statt.

Über die Festspiele

Es war ein Jahr des Aufbruchs, in dem das unzureichende Festspielhausprovisorium Clemens Holzmeister verbessert wurde. Die Akustik wurde durch eine Holzabdeckung des offenen Dachstuhls verbessert und Holzmeister ließ Seitengalerien anbringen. Das Eingangsfoyer wurde von Anton Faistauer mit über 200 Fresken künstlerisch gestaltet. Die Kleine Winterreitschule mit ihren Deckengemälden von Rottmayr und Lederwasch wurde am 23. August mit einem Festspielball als Pausenraum eröffnet.

Ebenso wichtig war die Inbetriebnahme der Felsenreitschule als zweiter Spielstätte: Max Reinhardt inszenierte hier Goldonis Diener zweier Herren. Mit der Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, die Clemens Krauss dirigierte, wurde erstmals eine zeitgenössische Oper gespielt. Und eine weitere Novität bildeten drei Solistenkonzerte auf dem Spielplan. In die Festspielleitung berief Heinrich Baron Puthon zum Präsidenten und das "Gesetz über die Bildung eines Fonds zur Förderung des Fremdenverkehrs im Land Salzburg" sorgte für eine wirtschaftliche Absicherung der Festspiele.

Das Programm

Mit einem Festakt am 7. August um 19:30 Uhr wurde das Festspielhaus eröffnet. Um 20:30 Uhr sprachen der Bürgermeister der Stadt Salzburg Josef Preis, Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und Präsident Puthon. Die musikalische Umrahmung wurde von Joseph Messner dirigiert, der auch selbst Orgel spielte, Solistin war Maria Keldorfer-Gehmacher sowie die Salzburger Liedertafel und die Salzburger Sängervereinigungen.

Schauspiel: Jedermann, Der Diener zweier Herren, Turandot; die Übersetzung und Bearbeitung der Oper Turandot von Carlo Gozzi stammte von Karl Vollmöller.
Oper: Aufführungen der Wiener Staatsoper, Die Entführung aus dem Serail, Don Juan (Wolfgang Amadé Mozart), Die Fledermaus (Johann Strauß), Ariadne auf Naxos (Richard Strauss), Don Juan (Christoph Willibald Gluck), La serva padrona und Les petits Riens von Mozart;
Orchester- und Kammerkonzerte, ein Liederabend (u. a. mit Robert Scholz), Solistenkonzerte, ein Konzert geistlicher Musik sowie zwei Konzerte des Wiener Männergesangs-Vereins;

Festspielball

Der erste Festspielball fand 23. August 1926 in der Kleinen Winterreitschule.

Quellen

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