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| − | Zwischen [[1924]] und [[1926]] | + | Zwischen [[1924]] und [[1926]] entstanden im Bemühen um eine katholische Universität das [[Benediktinerkolleg]], ein Studienkolleg für deutschsprachige Benediktiner, das am [[1. Mai]] [[1926]] eingeweiht wurde. Die finanziellen Folgen des Baues, bei dem sich das Kloster übernommen hatte, wurden Klotz bis zu seiner Resignation verfolgen. Trotzdem fand am [[3. April]] [[1927]] die Weihe der neuen Turmglocken der [[Stiftskirche St. Peter]] statt. |
| − | Am [[13. Oktober]] [[1929]] | + | Am [[13. Oktober]] [[1929]] weihte Petrus Klotz das [[Greinwaldkirchlein]] im [[Scheffau]]er Ortsteil [[Weitenau]] ein. |
Klotz gilt auch als Begründer der [[Salzburger Hochschulwochen]], einer Sommeruniversität, die auf das Jahr [[1931]] zurückgeht. | Klotz gilt auch als Begründer der [[Salzburger Hochschulwochen]], einer Sommeruniversität, die auf das Jahr [[1931]] zurückgeht. | ||
| − | Am [[14. Dezember]] [[1931]] | + | Am [[14. Dezember]] [[1931]] leget Petrus Klotz sein Amt offiziell wegen Schwerhörigkeit nieder, sein Nachfolger wurde [[Jakob Reimer]]. Nach einer Visitation aus Rom sah er sich aufgrund des Schuldenberges von mehreren Millionen Schilling zu diesem Schritt gezwungen. |
Der Erzabt war den Ideen der [[NSDAP|Nationalsozialisten]] gegenüber recht offen. So kann man einem Buch aus dem Jahr 1940 entnehmen, dass der damals bereits abgesetzte Abt sich unmissverständlich für eine Politik der Kolonisation aussprach. Die Welt, schreibt Klotz, würde einen Verzicht Deutschlands auf Kolonien nicht verstehen. Das Deutsche Reich brauche „Raum“, es wolle „siedeln, arbeiten, leben. Es muss wieder an die Front überseeischer Kulturarbeit.“ Zeitzeugenberichte lassen erkennen, dass Klotz ein „Du-Freund“ von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß gewesen sei<ref>Quelle Historiker [[Ernst Hanisch]]</ref>. Klotz’ „großdeutsche“ Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen<ref>Quelle dieses Absatzes [http://search.salzburg.com/articles/8571648?highlight=Erzabt+Klotz+ Salzburger Nachrichten] 26. Februar 2010</ref>. | Der Erzabt war den Ideen der [[NSDAP|Nationalsozialisten]] gegenüber recht offen. So kann man einem Buch aus dem Jahr 1940 entnehmen, dass der damals bereits abgesetzte Abt sich unmissverständlich für eine Politik der Kolonisation aussprach. Die Welt, schreibt Klotz, würde einen Verzicht Deutschlands auf Kolonien nicht verstehen. Das Deutsche Reich brauche „Raum“, es wolle „siedeln, arbeiten, leben. Es muss wieder an die Front überseeischer Kulturarbeit.“ Zeitzeugenberichte lassen erkennen, dass Klotz ein „Du-Freund“ von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß gewesen sei<ref>Quelle Historiker [[Ernst Hanisch]]</ref>. Klotz’ „großdeutsche“ Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen<ref>Quelle dieses Absatzes [http://search.salzburg.com/articles/8571648?highlight=Erzabt+Klotz+ Salzburger Nachrichten] 26. Februar 2010</ref>. | ||
| − | Im September [[1951]] | + | Im September [[1951]] erhielt Petrus Klotz die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde Kaltern verliehen. |
In Salzburg erinnert heute vor allem die [[Erzabt-Klotz-Straße]] im Stadtteil [[Nonntal]] an den großen Erzabt von St. Peter. In Wien verläuft im 17. Bezirk die Petrus-Klotz-Gasse. | In Salzburg erinnert heute vor allem die [[Erzabt-Klotz-Straße]] im Stadtteil [[Nonntal]] an den großen Erzabt von St. Peter. In Wien verläuft im 17. Bezirk die Petrus-Klotz-Gasse. | ||
Version vom 20. Dezember 2014, 16:17 Uhr
Dr. phil. et theol. Petrus Klotz (* 9. April 1878 in Kaltern, Südtirol; † 6. Oktober 1967 in Wien) war Benediktinerpater und ein bedeutender Erzabt von St. Peter.
Leben
Der natur- und kulturverbundene Klotz kam aus Südtirol nach Salzburg, um 1898 in den Benediktinerorden des Erzstiftes St. Peter einzutreten. Am 22. September 1901 weihte ihn der bis dato letzte Kardinal Salzburgs, Erzbischof Johannes Baptist Katschthaler, zum Priester. Am 20. Dezember 1922 wurde Klotz als Nachfolger von Willibald Hauthaler zum Abt des Stiftes St. Peter gewählt und dadurch auch, nach der Erhebung des Stiftes zur Erzabtei, ab 1927 der erste Erzabt.
Zwischen 1924 und 1926 entstanden im Bemühen um eine katholische Universität das Benediktinerkolleg, ein Studienkolleg für deutschsprachige Benediktiner, das am 1. Mai 1926 eingeweiht wurde. Die finanziellen Folgen des Baues, bei dem sich das Kloster übernommen hatte, wurden Klotz bis zu seiner Resignation verfolgen. Trotzdem fand am 3. April 1927 die Weihe der neuen Turmglocken der Stiftskirche St. Peter statt.
Am 13. Oktober 1929 weihte Petrus Klotz das Greinwaldkirchlein im Scheffauer Ortsteil Weitenau ein.
Klotz gilt auch als Begründer der Salzburger Hochschulwochen, einer Sommeruniversität, die auf das Jahr 1931 zurückgeht.
Am 14. Dezember 1931 leget Petrus Klotz sein Amt offiziell wegen Schwerhörigkeit nieder, sein Nachfolger wurde Jakob Reimer. Nach einer Visitation aus Rom sah er sich aufgrund des Schuldenberges von mehreren Millionen Schilling zu diesem Schritt gezwungen.
Der Erzabt war den Ideen der Nationalsozialisten gegenüber recht offen. So kann man einem Buch aus dem Jahr 1940 entnehmen, dass der damals bereits abgesetzte Abt sich unmissverständlich für eine Politik der Kolonisation aussprach. Die Welt, schreibt Klotz, würde einen Verzicht Deutschlands auf Kolonien nicht verstehen. Das Deutsche Reich brauche „Raum“, es wolle „siedeln, arbeiten, leben. Es muss wieder an die Front überseeischer Kulturarbeit.“ Zeitzeugenberichte lassen erkennen, dass Klotz ein „Du-Freund“ von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß gewesen sei[1]. Klotz’ „großdeutsche“ Ansichten seien damals weit verbreitet gewesen[2].
Im September 1951 erhielt Petrus Klotz die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde Kaltern verliehen.
In Salzburg erinnert heute vor allem die Erzabt-Klotz-Straße im Stadtteil Nonntal an den großen Erzabt von St. Peter. In Wien verläuft im 17. Bezirk die Petrus-Klotz-Gasse.
Petrus Klotz ist im Chor der Stiftskirche St. Peter begraben.
Literatur
Klotz war berühmt für seine Reisefreudigkeit und die daraus resultierenden Reisebücher (eine Auswahl):
- Was ich unter Palmen fand (Orient)
- Mit Stab und Stift
- Vom Nil zum Kap (Afrika)
- Unter Tempeln und Pagoden (Asien)
- An fremder Welten Tor
- An der Erde Rand
- Mein Weg durch die Völker
- Mein liebes Südtirol
Quellen
- Biografisch-Bibliografisches Kirchenlexikon
- www.stift-stpeter.at
- Uni Innsbruck
- Buch Ich war Hitlers Schutzengel: Fiktionen: Vier Szenarios, Dieter Kühn, 2010, Fischer, S., Verlag GmbH, ISBN-10 3100415159 und ISBN-13 978-3100415158
Fußnoten
- ↑ Quelle Historiker Ernst Hanisch
- ↑ Quelle dieses Absatzes Salzburger Nachrichten 26. Februar 2010
| Vorgänger |
Erzabt von St. Peter 1922 – 1931 |
Nachfolger |