Schloss Mönchstein: Unterschied zwischen den Versionen

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== Das kleine Schlösschen wird Hotel ==
 
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Nachdem Ferdinand Veith [[1948]] die ''Hotel Betriebs KG F. Veith in Salzburg'' gegründete hatte, musste er nur wenige Wochen später schon [[Adolf Brühl]] mit Gattin Lucia als Kompagnon aufnehmen, und die Firma hieß ''Hotel Betriebs KG F. Veith u. Co.''.
 
  
Von den Architekten [[Walter Baumgartner]] und [[Hugo Hübner]] ließ Adolf Brühl das Schloss Mönchstein zu einem ''Luxushotel'' umbauen. Die Ausstattung der Appartements bestand aus wertvollen Teppichen, Gemälden und Stilmöbeln. Das Schloss wurde zum Wohnort zahlreicher Festspielgäste und Festspielakteure, wie z. B. der Opernsängerinnen Hilde Güden und Kirsten Flakstad. Das Hotel wurde von seiner Lucia Brühl geführt. [[1952]] wanderten die Brühls nach Brasilien aus.  
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== Chronologie ==
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*[[1350]]: „Der Mönchstein" wird erstmals urkundlich als „Tetelheimer Turm" erwähnt.
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*[[1531]]: [[Virgil Fröschlmoser]] erbaut ein Meyerhaus, Stallungen, einen „Stadl“ und eine Kapelle an das Schlösschen. Auf den Felsenkegel baute er einen steinernen Turm und kurz darauf eine Zisterne.
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*[[1622]]: Das Schloss wird an das [[Augustinerkloster Salzburg]]-[[Mülln]] verkauft. [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] lässt Befestigungsanlagen wie [[Monikapforte]], [[Augustinerpforte]] und Zugbrücke bauen.
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*[[1643]]: Laut [[Philipp Harpff]] wird der „Mönchstein“ zu einem dreigeschossigen Turmbau ausgebaut.
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*[[1654]]: Das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktiner-Erzstift St. Peter]] erwirbt den Besitz für die „''Gelehrten Herren Professoris''" zur „''Erholung von der schweren Kopfarbeit''". Es erhält daher im Volksmund den Namen das „''Professorenschlössl''".
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*[[1661]]: Feierliche Einweihung der Kapelle. Das heutige Turmzimmer wird als astronomische Beobachtungsstation genutzt.
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*[[1815]]: Berühmte Gäste besuchen den „Mönchstein“:  Katharina von Russland bedankt sich mit einem Gürtelband für die Gastfreundschaft, die Fürstin von Liechtenstein hatte beim Gartenhaus "ihre Steinbank zum Schauen“ und [[Alexander von Humboldt]] schreibt begeistert über dieses „Stück Paradies" in der Mozartstadt.
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*[[1887]]: Der Bankier [[Karl Leitner|Leitner]] lässt von Mülln her eine Straße errichten, die bis zum elektrischen „[[Mönchsbergaufzug]]“ reicht. Der Aufzug ist ebenfalls eine von Leitner finanzierte Konstruktion.  
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*[[1895]]: Die Stadtgemeinde erwirbt den Aufzug, der bis nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] existiert. Erst dann erfolgt die Versetzung des Mönchsbergaufzugs ins Felsinnere.
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*[[1919]]: Das Schloss Mönchstein wird baulich wesentlich erweitert.
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*[[1948]]: Ein weiterer Umbau ergänzt das Schloss.
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*[[1956]]: Die Familie von Mierka erwirbt den Besitz und baut diesen zu einem Schlosshotel um.  
  
[[1965]] wurde die KG um die Familie [[Karl Mierka]] erweitert und erst [[1982]] in die ''Hotel Schloss Mönchstein Karl Mierka Hotelbetriebsgesellschaft'' umbenannt. Am [[7. Jänner]] [[2003]] begann PORR-Niederlassung Salzburg, ein Bauunternehmen, mit dem Abriss einiger Altbauteile, da der Besitzer das Hotel umbauen ließ. Das Hotel sollte bereits eine Woche vor Beginn der [[Salzburger Festspiele]], am [[20. Juli]] 2003, wieder eröffnet werden<ref>PORR-NACHRICHTEN Nr. 142, 2003</ref>. Doch der Betreiber des Hotels muss noch im selben Jahr den Konkurs anmelden (46 Betten, 44 Mitarbeiter). Im Konkursverfahren über das Schloss Mönchstein wurden am [[Landesgericht Salzburg]]Forderungen in der Höhe von rund 18,5 Millionen Euro angemeldet. Insgesamt 22 Gläubiger erhoben Forderungen gegen die [[Mönchstein Immobilien AG]], von denen der Masseverwalter vorerst 7,65 Millionen Euro anerkannt hatte. Gegen die [[Hotel Schloss Mönchstein Betriebs GmbH]] hatten 127 Gläubiger Forderungen von 13,54 Millionen Euro angemeldet, von denen 7,10 Millionen Euro anerkannt wurden. Die Passiva durften aber laut [[AKV]] nicht zu einer Gesamtsumme addiert werden, da ein Großteil aus Bankenforderungen besteht, welche in beiden Verfahren angemeldet worden waren. Schätzungen der gesamten Verbindlichkeiten lagen bei etwa 18,5 Millionen Euro.
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== Bilder ==
 
 
Es fand sich ein neuer Eigentümer für das ''Hotel Schloss Mönchstein'', [[Hans-Peter Wild]]. Er ließ es renovieren und richtete 24 exklusive Zimmer und Suiten individuell und hochwertig ein, entweder im Stil der Wiener Werkstätten oder im Charakter eines Schlosses. 2009 wurde das Hotel Schloss Mönchstein um einen modernen Glasanbau des Architekten [[Volker Burgstaller]] erweitert. Ende 2010 erhielt das Hotel als erster Salzburger Betrieb die Auszeichnung ''5 Sterne S'', wobei ''S'' für ''Superieur'' steht. Seit 2011 kann man im Hotel auch standesamtlich heiraten.
 
 
 
== Weitere Fotos ==
 
 
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==Fußnote==
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
* ''Salzburger Miniaturen'', [[Karl Heinz Ritschel]], [[Otto Müller Verlag]], 1998, ISBN 3-7013-09579-5
 
* ''Salzburger Miniaturen'', [[Karl Heinz Ritschel]], [[Otto Müller Verlag]], 1998, ISBN 3-7013-09579-5
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* [http://www.ksv.at/KSV/1870/de/pdf/statistik/Insolvenzstatistik2004.pdf www.ksv.at/KSV]
 
* [http://www.ksv.at/KSV/1870/de/pdf/statistik/Insolvenzstatistik2004.pdf www.ksv.at/KSV]
 
* [http://www.gast.at/ireds-76798.html www.gast.at]
 
* [http://www.gast.at/ireds-76798.html www.gast.at]
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* Chronologie laut Presseinformation Hotel Schloss Mönchstein Pressekonferenz am 15. Mai 2018 ([[Peter Krackowizer]])
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==Fußnoten==
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Version vom 16. Mai 2018, 08:00 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Geschichte des Schlosses Mönchstein als historisches Gebäude. Ein Artikel über das Fünf-Sterne-Superieur-Hotel findest du unter Hotel Schloss Mönchstein
Blick von der Haupteinfahrt zum Schloss
Die Schlossfront zur Salzach
Schloss Mönchstein oberhalb des Müllner Steges an der Salzach

Das Schloss Mönchstein, befindet sich in der Stadt Salzburg im nördlichen Teil des Mönchsberges nächst der Müllner Schanze.

Geschichte

Im Mittelalter stand südwestlich der Monikapforte auf dem Mönchsberg ein Turm, den man Tetelheimer Turm nannte nach den Tetlhaimern, die in der Mitte des 13. Jahrhunderts das Pflegegericht um Waging am See inne hatten. Von 1419 scheint dann die Familie Fröschlmooser bis 1565 als Besitzer des Turmes auf. Nach dem Tod von Christof Fröschlmooser verkauft die verarmte Witwe 1565 das gesamte Areal dem Salzburger Bürger Wolf Windisch. Der Teil des Berges zwischen Augustinerkloster Mülln bis zum Bürgerholz bei der Bürgerwehr wurde dann Windischberg genannt. Nach mehreren Besitzerwechseln, unter anderem auch an das Augustinerkloster Mülln (1622), erwarb das Areal 1654 die Universität Salzburg. Hier erbaute die Universität südöstlich der Monikapforte ein kleines Schlösschen, in dem Professoren ihren Sommerurlaub verbrachten, daher hatte das Anwesen den Namen Professorenschlösschen. Für einige Jahre wohnte hier der Schriftsteller Lorenz Hübner.

Der erste jüdische Friedhof in Salzburg lag im 14. und 15. Jahrhundert in der Vorstadt Mülln unweit der Müllner Kirche. Nächst diesem Judenfriedhof wurde 1654 auf dem gleichnamigen Gelände ein Observatorium für die Universität Salzburg - eine astronomische Beobachtungsstelle (mathematischer Turm) - erbaut, die 1770 baufällig geworden war und bald danach abgerissen wurde. Im 20. Jahrhundert wohnte nächstgelegen in der zugehörigen einstigen Meierei der Maler Anton Faistauer.

Die bereits um 1540 erwähnte Kapelle wurde am 31. August 1661 zu Ehren der heiligen Maria, Anna und aller heiligen Mönche vom Universitätsrektor neu geweiht. Eine neuerliche große Feier, zu der alle Professoren und Studenten der Universität in einem feierlichen Zug beim Schlösschen erschienen, fand 100 Jahre später zur Jahrhundertfeier statt.

Nach der Aufhebung der Universität wurde das Anwesen unter der bayerischen Regierung im November 1813 versteigert und von Joseph Felner, einem damals als königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof tätigen Salzburger erworben. Nachdem er das Schlösschen renovieren hatte lassen, betraute Felner, da er sich selten in Salzburg befand, Josef Leopold Hagenauer mit der Verwaltung des Gutes. Hagenauers Sohn Josef erwarb schließlich 1834 das Anwesen. Im Garten fand dann eine skurrile Sammlung Hagenauers Platz: er hatte nach dem Brand 1818 im Schloss Mirabell die vom Dach herunter geworfenen Statuen gesammelt, stellte sie im Garten auf und versah sie mir recht originellen Beschriftungen. Himmel, wer hätte das geglaubt! Was Krieg und Stürme nicht vermochten, dies war dem Frieden vorbehalten, mir meine Linke abzureißen war beispielsweise bei einer Statue zu finden, deren Arm abgebrochen war[1].

Jedenfalls verkauften dann 1887 Hagenauers Erben das Gut an den Privatbankier Karl Leitner, der dann dem Anwesen seinen Namen gab. Seine Frau Kreszentia Leitner beauftragte Jakob Ceconi mit Umbauarbeiten. Sie veräußerte nach dem Tod ihres Mannes (1911) 1917 das Anwesen an Generaldirektor Hofrat Bela Veith, den damaligen Finanzberater des rumänischen Königshauses. Dieser vergrößerte den Besitz und gab ihm sein heutiges Aussehen. Nach seinem Tod 1933 verschuldeten sich seine beide Söhne Guido und Ferdinand schwer.

Das kleine Schlösschen wird Hotel

Hauptartikel: Hotel Schloss Mönchstein

Chronologie

  • 1350: „Der Mönchstein" wird erstmals urkundlich als „Tetelheimer Turm" erwähnt.
  • 1531: Virgil Fröschlmoser erbaut ein Meyerhaus, Stallungen, einen „Stadl“ und eine Kapelle an das Schlösschen. Auf den Felsenkegel baute er einen steinernen Turm und kurz darauf eine Zisterne.
  • 1622: Das Schloss wird an das Augustinerkloster Salzburg-Mülln verkauft. Fürsterzbischof Paris Graf Lodron lässt Befestigungsanlagen wie Monikapforte, Augustinerpforte und Zugbrücke bauen.
  • 1643: Laut Philipp Harpff wird der „Mönchstein“ zu einem dreigeschossigen Turmbau ausgebaut.
  • 1654: Das Benediktiner-Erzstift St. Peter erwirbt den Besitz für die „Gelehrten Herren Professoris" zur „Erholung von der schweren Kopfarbeit". Es erhält daher im Volksmund den Namen das „Professorenschlössl".
  • 1661: Feierliche Einweihung der Kapelle. Das heutige Turmzimmer wird als astronomische Beobachtungsstation genutzt.
  • 1815: Berühmte Gäste besuchen den „Mönchstein“: Katharina von Russland bedankt sich mit einem Gürtelband für die Gastfreundschaft, die Fürstin von Liechtenstein hatte beim Gartenhaus "ihre Steinbank zum Schauen“ und Alexander von Humboldt schreibt begeistert über dieses „Stück Paradies" in der Mozartstadt.
  • 1887: Der Bankier Leitner lässt von Mülln her eine Straße errichten, die bis zum elektrischen „Mönchsbergaufzug“ reicht. Der Aufzug ist ebenfalls eine von Leitner finanzierte Konstruktion.
  • 1895: Die Stadtgemeinde erwirbt den Aufzug, der bis nach dem Zweiten Weltkrieg existiert. Erst dann erfolgt die Versetzung des Mönchsbergaufzugs ins Felsinnere.
  • 1919: Das Schloss Mönchstein wird baulich wesentlich erweitert.
  • 1948: Ein weiterer Umbau ergänzt das Schloss.
  • 1956: Die Familie von Mierka erwirbt den Besitz und baut diesen zu einem Schlosshotel um.

Bilder

 Schloss Mönchstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Fußnoten

  1. weitere Details dazu in der Publikation von Adolf Frank, Der Mönchsberg und seine Baulichkeiten, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 70, 1930, S. 1-44