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| − | Der Name Morzg kommt aus dem lateinischen | + | Der Name Morzg kommt aus dem lateinischen ''marciaco'' und bedeutet „Siedlung des Marcius“. Der Ort wurde erstmals [[790]] urkundlich erwähnt, als der [[Bayernherzöge in Salzburg|Bayernherzog]] [[Theodebert]] dem [[Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]] "Marciago" schenkt. Er entwickelte sich aus einem bäuerlichen Haufendorf und wurde am [[1. Jänner]] [[1939]] nach Salzburg eingemeindet. |
| − | Die ältesten Fundstätten der heutigen Katastralgemeinde liegen am Hangfuß des [[Hellbrunner Berg]]es und zählen zu den bedeutendsten Fundstätten im Land Salzburg. Auch der Raum des heutigen Siedlungskernes von Morzg war jungsteinzeitlich, vor allem aber in der [[Bronzezeit]] und auch in der [[Römer]]zeit (Gut Marciago) teilweise besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. | + | Die ältesten Fundstätten der heutigen [[Katastralgemeinde]] liegen am Hangfuß des [[Hellbrunner Berg]]es und zählen zu den bedeutendsten Fundstätten im Land Salzburg. Auch der Raum des heutigen Siedlungskernes von Morzg war jungsteinzeitlich, vor allem aber in der [[Bronzezeit]] und auch in der [[Römer]]zeit (Gut Marciago) teilweise besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. |
Im Süden von Morzg liegt der [[Morzger Hügel]], an den südlich das alte Herrengut [[Montforter Hof|Montfort]] (Golser Hof) angrenzt, das urkundlich seit [[1334]] genannt wird. | Im Süden von Morzg liegt der [[Morzger Hügel]], an den südlich das alte Herrengut [[Montforter Hof|Montfort]] (Golser Hof) angrenzt, das urkundlich seit [[1334]] genannt wird. | ||
| − | Morzg wurde in kleinen Teilen [[1935]], in seinen wesentlichen Teilen aber [[1939]] in das Stadtgebiet von Salzburg eingemeindet. Zur Katastralgemeinde Morzg gehören die einst weitläufigen Auwaldflächen, deren Namen (Grafenau, Herrenau) noch an ehemalige Herrensitze erinnern. Sie sind heute großteils als Gewerbegebiet genutzt und von der [[Alpenstraße]] aufgeschlossen. Dieser salzachnahe Siedlungsraum hat sich dabei heute zum eigenen Stadtteil [[Salzburg Süd]] weiterentwickelt. | + | Morzg wurde in kleinen Teilen [[1935]], in seinen wesentlichen Teilen aber [[1939]] in das Stadtgebiet von Salzburg eingemeindet. Zur Katastralgemeinde Morzg gehören die einst weitläufigen Auwaldflächen, deren Namen (Grafenau, Herrenau) noch an ehemalige Herrensitze erinnern. Sie sind heute großteils als Gewerbegebiet genutzt und von der [[Alpenstraße (Salzburg)|Alpenstraße]] aufgeschlossen. Dieser salzachnahe Siedlungsraum hat sich dabei heute zum eigenen Stadtteil [[Salzburg Süd]] weiterentwickelt. |
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Die Morzger Stadtpfarrkirche ist urkundlich erstmals [[1139]] erwähnt. An seine Stelle trat später ein gotischer Kirchenbau mit dem erhaltenen polygonalen Chorabschluss. [[1683]] wurde diese Kirche zu einer barocken Staffelkirche umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von [[1764]]. Die Kirche ist heute geschmückt mit bemerkenswerten Fresken, die [[Anton Faistauer]] [[1922]]/[[1923]] - teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch [[Wilhelm Kaufmann]] - schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen. Der gotische Flügelaltar stammt von[[1480]]. Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem [[2. Jahrhundert|2.]]/[[3. Jahrhundert]] stammt. | Die Morzger Stadtpfarrkirche ist urkundlich erstmals [[1139]] erwähnt. An seine Stelle trat später ein gotischer Kirchenbau mit dem erhaltenen polygonalen Chorabschluss. [[1683]] wurde diese Kirche zu einer barocken Staffelkirche umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von [[1764]]. Die Kirche ist heute geschmückt mit bemerkenswerten Fresken, die [[Anton Faistauer]] [[1922]]/[[1923]] - teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch [[Wilhelm Kaufmann]] - schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen. Der gotische Flügelaltar stammt von[[1480]]. Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem [[2. Jahrhundert|2.]]/[[3. Jahrhundert]] stammt. | ||
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Zum Namen: "Gmain" (althochdeutsch gimeini) bedeutet allgemeiner wechselnder (gemeinschaftlicher) Besitz. Hier hatten die Bürger der Stadt die Möglichkeit, gemeinsam ihr Vieh weiden zu lassen. | Zum Namen: "Gmain" (althochdeutsch gimeini) bedeutet allgemeiner wechselnder (gemeinschaftlicher) Besitz. Hier hatten die Bürger der Stadt die Möglichkeit, gemeinsam ihr Vieh weiden zu lassen. | ||
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==Bauten== | ==Bauten== | ||
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* [[ Volksschule Morzg ]] | * [[ Volksschule Morzg ]] | ||
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==Ehrenbürger== | ==Ehrenbürger== | ||
Aus der Zeit vor der Eingemeindung: | Aus der Zeit vor der Eingemeindung: | ||
* [[Sigmund Graf von Thun-Hohenstein]], [[Landespräsident|Landespräsident von Salzburg]] | * [[Sigmund Graf von Thun-Hohenstein]], [[Landespräsident|Landespräsident von Salzburg]] | ||
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Version vom 3. November 2013, 19:28 Uhr
Morzg ist ein Stadtteil im Süden von Salzburg.
Allgemeines
Der Stadtteil entwickelte sich entlang der Gneiserstraße und der Morzger Straße. Der stadtnahe Teil von Morzg, Kleingmain, grenzt mit der Nonntaler Hauptstraße und der Hofhaymer-Allee an den Stadtteil Nonntal. Östlich des Siedlungsraumes Morzg liegt der Landschaftsgarten von Hellbrunn mit der Hellbrunner Allee. Westlich desselben liegt umrahmt von Wiesen und Äckern der große Salzburger Kommunalfriedhof. Unweit des Stiedlungsraumes Morzg liegen im Süden außerhalb der Stadtgrenze die Gemeinden Anif und Grödig. In Morzg leben etwa 2 500 Bewohner.
Geschichte
Der Name Morzg kommt aus dem lateinischen marciaco und bedeutet „Siedlung des Marcius“. Der Ort wurde erstmals 790 urkundlich erwähnt, als der Bayernherzog Theodebert dem Benediktiner-Frauenstift Nonnberg "Marciago" schenkt. Er entwickelte sich aus einem bäuerlichen Haufendorf und wurde am 1. Jänner 1939 nach Salzburg eingemeindet.
Die ältesten Fundstätten der heutigen Katastralgemeinde liegen am Hangfuß des Hellbrunner Berges und zählen zu den bedeutendsten Fundstätten im Land Salzburg. Auch der Raum des heutigen Siedlungskernes von Morzg war jungsteinzeitlich, vor allem aber in der Bronzezeit und auch in der Römerzeit (Gut Marciago) teilweise besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen.
Im Süden von Morzg liegt der Morzger Hügel, an den südlich das alte Herrengut Montfort (Golser Hof) angrenzt, das urkundlich seit 1334 genannt wird.
Morzg wurde in kleinen Teilen 1935, in seinen wesentlichen Teilen aber 1939 in das Stadtgebiet von Salzburg eingemeindet. Zur Katastralgemeinde Morzg gehören die einst weitläufigen Auwaldflächen, deren Namen (Grafenau, Herrenau) noch an ehemalige Herrensitze erinnern. Sie sind heute großteils als Gewerbegebiet genutzt und von der Alpenstraße aufgeschlossen. Dieser salzachnahe Siedlungsraum hat sich dabei heute zum eigenen Stadtteil Salzburg Süd weiterentwickelt.
Morzger Stadtpfarrkirche
- Hauptartikel: Morzger Stadtpfarrkirche
Die Morzger Stadtpfarrkirche ist urkundlich erstmals 1139 erwähnt. An seine Stelle trat später ein gotischer Kirchenbau mit dem erhaltenen polygonalen Chorabschluss. 1683 wurde diese Kirche zu einer barocken Staffelkirche umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von 1764. Die Kirche ist heute geschmückt mit bemerkenswerten Fresken, die Anton Faistauer 1922/1923 - teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch Wilhelm Kaufmann - schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen. Der gotische Flügelaltar stammt von1480. Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem 2./3. Jahrhundert stammt.
Der Raum Kleingmain
- Hauptartikel: Kleingmain
Zum Namen: "Gmain" (althochdeutsch gimeini) bedeutet allgemeiner wechselnder (gemeinschaftlicher) Besitz. Hier hatten die Bürger der Stadt die Möglichkeit, gemeinsam ihr Vieh weiden zu lassen.
Als Kleingmain wird heute ein kleiner Siedlungskern bezeichnet, der im Westen von der Nonntaler Hauptstraße, im Norden von der Hofhaymer-Allee und im Osten und im Süden von der Hellbrunner Allee und den die Allee umgebenden freien Wiesen (als Teil des Hellbrunner Landschaftsgartens) begrenzt wird. Hier befanden sich (abseits der Hellbrunner Allee) einst jene freien Wiesen, auf denen die Bürger der Stadt Salzburg das Privileg besaßen, ihr Vieh weiden zu lassen.
Bauten
- Bliemhof (landwirtschaftlicher Gutshof, heute ein gastronomisches Unternehmen)
- Morzgerhof, 1405 erbaut
- Erentrudishof (landwirtschaftlicher Gutshof)
- Schloss Lasserhof und Kayserburg
- Maria Theresien Schlössl
- Schloss Montfort
- Gasthof Zur Einöd
- Lainerhof
- Volksschule Morzg
Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Morzg
- Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Morzg
Ehrenbürger
Aus der Zeit vor der Eingemeindung:
Bildergalerie
Weblink
Quellen
- Chronik auf der ehemaligen Homepage Gasthaus Bliemhof (nicht mehr existent)
- Salzburg Stadtteilnamen