Hans Walter Vavrovsky: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Textersetzung - „„“ durch „"“)
K (Textersetzung - „““ durch „"“)
 
Zeile 11: Zeile 11:
 
Nach Jahren als Kooperator in der [[Pfarre Mayrhofen]] im [[Zillertal]] und [[Pfarre Brandberg im Zillertal|Brandberg]] wirkte er von [[1973]] bis [[1983]] als [[Pfarrer von Rattenberg|Pfarrer]] von [[Pfarre Rattenberg|Rattenberg]] im [[Dekanat Reith im Alpbachtal]] ([[Nordtirol]]). Seinem Einsatz ist die Renovierung der Stadtpfarrkirche von Rattenberg zu verdanken. Zum Dank ernannte ihn die Stadt [[Rattenberg]] [[1983]] zum Ehrenbürger.
 
Nach Jahren als Kooperator in der [[Pfarre Mayrhofen]] im [[Zillertal]] und [[Pfarre Brandberg im Zillertal|Brandberg]] wirkte er von [[1973]] bis [[1983]] als [[Pfarrer von Rattenberg|Pfarrer]] von [[Pfarre Rattenberg|Rattenberg]] im [[Dekanat Reith im Alpbachtal]] ([[Nordtirol]]). Seinem Einsatz ist die Renovierung der Stadtpfarrkirche von Rattenberg zu verdanken. Zum Dank ernannte ihn die Stadt [[Rattenberg]] [[1983]] zum Ehrenbürger.
  
Während dieser Zeit erlangte er [[1978]] an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema "Zielgebot und Erfüllungsgebot. Analyse und Kritik eines moraltheologischen Problems bei Bernhard Häring“ das Doktorat der Theologie.
+
Während dieser Zeit erlangte er [[1978]] an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema "Zielgebot und Erfüllungsgebot. Analyse und Kritik eines moraltheologischen Problems bei Bernhard Häring" das Doktorat der Theologie.
  
 
[[1983]] wurde er von [[Erzbischof]] Dr. [[Karl Berg]] mit der Leitung des [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungshauses St. Virgil]], des Zentrums der Erwachsenenbildung der [[Erzdiözese Salzburg]], betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am [[17. Oktober]] 2016 wurde er offiziell verabschiedet.
 
[[1983]] wurde er von [[Erzbischof]] Dr. [[Karl Berg]] mit der Leitung des [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungshauses St. Virgil]], des Zentrums der Erwachsenenbildung der [[Erzdiözese Salzburg]], betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am [[17. Oktober]] 2016 wurde er offiziell verabschiedet.
Zeile 17: Zeile 17:
 
Vavrovsky gehört seit [[1988]] dem [[Domkapitel]] und dem [[Erzbischöfliches Konsistorium|erzbischöflichen Konsistorium]] an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit [[1999]] ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von [[Obertauern]] anvertraut.
 
Vavrovsky gehört seit [[1988]] dem [[Domkapitel]] und dem [[Erzbischöfliches Konsistorium|erzbischöflichen Konsistorium]] an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit [[1999]] ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von [[Obertauern]] anvertraut.
  
[[2004]] wurde Monsignore Hans-Walter Vavrovsky Ehrenprälat des Papstes. Damit wurden besonders seine Verdienste um die Fort- und Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern sowie die Anerkennung, die er dem [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungszentrum St. Virgil]] verschafft hat, gewürdigt. [[Erzbischof]] [[Alois Kothgasser]] unterstrich in seiner Laudatio, dass es dem besonderen Engagement Vavrovskys zu verdanken sei, "dass St. Virgil heute wahrscheinlich das Bildungszentrum der katholischen Kirche in Österreich ist“. Vavrovsky nehme sich auch brisanter kirchlicher und gesellschaftlicher Themen an. "Ich denke hier etwa an die Thematik Bioethik, an das Projekt Geistliches Zentrum Salzburg, das er mit Wachsamkeit und Engagement begleitet“, stellte Erzbischof Kothgasser fest.
+
[[2004]] wurde Monsignore Hans-Walter Vavrovsky Ehrenprälat des Papstes. Damit wurden besonders seine Verdienste um die Fort- und Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern sowie die Anerkennung, die er dem [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungszentrum St. Virgil]] verschafft hat, gewürdigt. [[Erzbischof]] [[Alois Kothgasser]] unterstrich in seiner Laudatio, dass es dem besonderen Engagement Vavrovskys zu verdanken sei, "dass St. Virgil heute wahrscheinlich das Bildungszentrum der katholischen Kirche in Österreich ist". Vavrovsky nehme sich auch brisanter kirchlicher und gesellschaftlicher Themen an. "Ich denke hier etwa an die Thematik Bioethik, an das Projekt Geistliches Zentrum Salzburg, das er mit Wachsamkeit und Engagement begleitet", stellte Erzbischof Kothgasser fest.
  
 
Von [[2010]] bis [[2015]] war Vavrovsky [[Domdechant]].
 
Von [[2010]] bis [[2015]] war Vavrovsky [[Domdechant]].
  
Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des [[Domkapitel]]s und hatte daher die im Jahr [[2015]] erfolgte Wahl des Erzbischofs zu leiten. "Ich öffne da nur das Briefkuvert“, sagt er bescheiden. Aber hätte er auch nicht selbst Ambitionen auf das Amt gehabt? "Mein Name wird da sicher nicht drinnenstehen“, sagte er [[2013]] lachend in einem Interview mit den [[Salzburger Nachrichten]].
+
Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des [[Domkapitel]]s und hatte daher die im Jahr [[2015]] erfolgte Wahl des Erzbischofs zu leiten. "Ich öffne da nur das Briefkuvert", sagt er bescheiden. Aber hätte er auch nicht selbst Ambitionen auf das Amt gehabt? "Mein Name wird da sicher nicht drinnenstehen", sagte er [[2013]] lachend in einem Interview mit den [[Salzburger Nachrichten]].
  
 
== O-Ton ==
 
== O-Ton ==
: "Eine Kirche muss offen sein für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt, dass sie nicht von allen geliebt wird.
+
: "Eine Kirche muss offen sein für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt, dass sie nicht von allen geliebt wird."
  
 
== Auszeichnungen ==
 
== Auszeichnungen ==
Zeile 31: Zeile 31:
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
*Regesta Ecclesiastica Salisburgensia ([[RES]]), Eintrag ''[https://res.icar-us.eu/index.php/Vavrovsky,_Hans-Walter_(1944-) Vavrovsky, Hans-Walter (1944-)]
 
*Regesta Ecclesiastica Salisburgensia ([[RES]]), Eintrag ''[https://res.icar-us.eu/index.php/Vavrovsky,_Hans-Walter_(1944-) Vavrovsky, Hans-Walter (1944-)]
* Artikel "Prälat des Papstes“, [[Salzburger Nachrichten]] vom 8. April 2004.
+
* Artikel "Prälat des Papstes", [[Salzburger Nachrichten]] vom 8. April 2004.
* search.salzburg.com/articles/14175652?highlight=Walter+Vavrovsky "Neuer Dechant leitet die Bischofswahl“, Salzburg Online 30.10.2010
+
* search.salzburg.com/articles/14175652?highlight=Walter+Vavrovsky "Neuer Dechant leitet die Bischofswahl", Salzburg Online 30.10.2010
* Artikel "Prälat Vavrovsky leitet Bildungszentrum St. Virgil seit 25 Jahren“, kathpress  www.virgil.at/fileadmin/user_upload/downloads/25-jaehriges_Jubilaeum_Rektor_Kathpress.pdf Nr. 229 vom 29.9.2008  
+
* Artikel "Prälat Vavrovsky leitet Bildungszentrum St. Virgil seit 25 Jahren", kathpress  www.virgil.at/fileadmin/user_upload/downloads/25-jaehriges_Jubilaeum_Rektor_Kathpress.pdf Nr. 229 vom 29.9.2008  
 
* {{Quelle SN|3. September 2013}}
 
* {{Quelle SN|3. September 2013}}
 
* Salzburger Nachrichten vom 4. März 2016: [https://www.sn.at/salzburg/politik/personalentscheidungen-dioezese-vergibt-hauptrollen-neu-1693147 Personalentscheidungen: Diözese vergibt Hauptrollen neu], [[Michaela Hessenberger]]  
 
* Salzburger Nachrichten vom 4. März 2016: [https://www.sn.at/salzburg/politik/personalentscheidungen-dioezese-vergibt-hauptrollen-neu-1693147 Personalentscheidungen: Diözese vergibt Hauptrollen neu], [[Michaela Hessenberger]]  

Aktuelle Version vom 1. März 2023, 11:30 Uhr

Verabschiedung von Prälat Hans-Walter Vavrovsky als Rektor des Bildungshauses St. Virgil: von links: Landeshauptmann Wilfried Haslauer junior, Erzbischof Franz Lackner, und Prälat Hans-Walter Vavrovsky, sein Nachfolger Michael Max und Vizebürgermeister Harald Preuner

Prälat Dr. theol. Hans Walter Vavrovsky (* 21. August 1944 Seekirchen) aus der Familie Vavrovsky, ein Enkel des Bankiers Carl III. Spängler, ist ein Salzburger römisch-katholischer Geistlicher.

Leben

Hans Vavrovsky ist der älteste der fünf Söhne des Salzburger Rechtsanwalts und Vizebürgermeisters der Stadt Salzburg (von 1964 bis 1967) Dr. Walter Vavrovsky (* 1916; † 1998) und der Margarete Maria, geborene Spängler.

Er studierte bei Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI.) in Münster (Westfalen) und zählt, so wie der Wiener Kardinal Schönborn, zu dessen Schülerkreis.

Am 29. Juni 1968 empfing er in Salzburg die Priesterweihe, seine Primiz feierte er in der Wallfahrtskirche Maria Plain.

Nach Jahren als Kooperator in der Pfarre Mayrhofen im Zillertal und Brandberg wirkte er von 1973 bis 1983 als Pfarrer von Rattenberg im Dekanat Reith im Alpbachtal (Nordtirol). Seinem Einsatz ist die Renovierung der Stadtpfarrkirche von Rattenberg zu verdanken. Zum Dank ernannte ihn die Stadt Rattenberg 1983 zum Ehrenbürger.

Während dieser Zeit erlangte er 1978 an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema "Zielgebot und Erfüllungsgebot. Analyse und Kritik eines moraltheologischen Problems bei Bernhard Häring" das Doktorat der Theologie.

1983 wurde er von Erzbischof Dr. Karl Berg mit der Leitung des Bildungshauses St. Virgil, des Zentrums der Erwachsenenbildung der Erzdiözese Salzburg, betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am 17. Oktober 2016 wurde er offiziell verabschiedet.

Vavrovsky gehört seit 1988 dem Domkapitel und dem erzbischöflichen Konsistorium an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit 1999 ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von Obertauern anvertraut.

2004 wurde Monsignore Hans-Walter Vavrovsky Ehrenprälat des Papstes. Damit wurden besonders seine Verdienste um die Fort- und Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern sowie die Anerkennung, die er dem Bildungszentrum St. Virgil verschafft hat, gewürdigt. Erzbischof Alois Kothgasser unterstrich in seiner Laudatio, dass es dem besonderen Engagement Vavrovskys zu verdanken sei, "dass St. Virgil heute wahrscheinlich das Bildungszentrum der katholischen Kirche in Österreich ist". Vavrovsky nehme sich auch brisanter kirchlicher und gesellschaftlicher Themen an. "Ich denke hier etwa an die Thematik Bioethik, an das Projekt Geistliches Zentrum Salzburg, das er mit Wachsamkeit und Engagement begleitet", stellte Erzbischof Kothgasser fest.

Von 2010 bis 2015 war Vavrovsky Domdechant.

Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des Domkapitels und hatte daher die im Jahr 2015 erfolgte Wahl des Erzbischofs zu leiten. "Ich öffne da nur das Briefkuvert", sagt er bescheiden. Aber hätte er auch nicht selbst Ambitionen auf das Amt gehabt? "Mein Name wird da sicher nicht drinnenstehen", sagte er 2013 lachend in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten.

O-Ton

"Eine Kirche muss offen sein für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt, dass sie nicht von allen geliebt wird."

Auszeichnungen

Vavrovsky wurde 1983 zum Ehrenbürger von Rattenberg ernannt. 1996 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg. 2004 wurde er zum Monsignore (Ehrentitel als Ehrenprälat des Papstes) ernannt. 2014 erhielt er den persönlich gewidmeten Ehrenbecher des Landeshauptmanns.

Quellen

  • Regesta Ecclesiastica Salisburgensia (RES), Eintrag Vavrovsky, Hans-Walter (1944-)
  • Artikel "Prälat des Papstes", Salzburger Nachrichten vom 8. April 2004.
  • search.salzburg.com/articles/14175652?highlight=Walter+Vavrovsky "Neuer Dechant leitet die Bischofswahl", Salzburg Online 30.10.2010
  • Artikel "Prälat Vavrovsky leitet Bildungszentrum St. Virgil seit 25 Jahren", kathpress www.virgil.at/fileadmin/user_upload/downloads/25-jaehriges_Jubilaeum_Rektor_Kathpress.pdf Nr. 229 vom 29.9.2008
  • "Salzburger Nachrichten", 3. September 2013
Zeitfolge
Vorgänger

Rupert Reindl

Rektor des Bildungshauses St. Virgil
1983–2016
Nachfolger

Michael Max

Zeitfolge
Vorgänger

Matthäus Appesbacher

Domdechant
2010–2015
Nachfolger

Hansjörg Hofer

Zeitfolge
Vorgänger

Franz Heiß

Pfarrer von Rattenberg
1973–1983
Nachfolger

Gerhard Mühlbacher